Was macht eigentlich... "Iron Man"-Star Gwyneth Paltrow?
Von Robert Laubenthal — 10.11.2017 um 20:00
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In dieser Specialreihe begeben wir uns auf Spurensuche und finden für euch heraus, was aus früheren Schauspielstars wurde, um die es in der Zwischenzeit leiser geworden ist.

Die mittlerweile 45-jährige US-Amerikanerin Gwyneth Paltrow wurde gewissermaßen in das Showgeschäft hineingeboren. Ihr Debüt vor der Kamera gab sie mit 17 Jahren im Fernsehfilm „High“ unter der Regie ihres Vaters Bruce Paltrow, das Schauspielgen hat sie von ihrer Mutter Blythe Danner („Meine Braut, ihr Vater und ich“) geerbt. Nach einer fast schon kometenhaften Karriere in der zweiten Hälfte der 90er, die 1999 mit dem Oscar für „Shakespeare In Love“ gekrönt wurde, ist es lange recht still um die modebewusste Blondine geworden. Abgesehen von ihrer wiederkehrenden, aber kleinen Rolle als Pepper Potts an der Seite von „Iron Man“ Robert Downey Jr. in diversen Marvel-Blockbustern macht die Schauspielerin sich bis heute rar, denn Paltrow hat neue Prioritäten in ihrem Leben gesetzt.

Nach diversen Achtungserfolgen sorgte die Jungdarstellerin 1995 mit ihrem Auftritt an der Seite von Brad Pitt im genialen Thriller „Sieben“ von David Fincher erstmals für Aufsehen in der breiten Öffentlichkeit. In deren Rampenlicht stand fortan auch ihre Liebesbeziehung mit Pitt. Zuweilen fand Paltrows Privatleben mehr Beachtung als ihre schauspielerischen Leistungen, aber dann folgte 1998 „Shakespeare In Love“.

In der historischen Komödie spielt Paltrow Viola de Lesseps, die den berühmten englischen Dichter (Joseph Fiennes) dazu inspiriert, „Romeo und Julia“ zu verfassen. Für ihre „Hosenrolle“ gewann die gerade 26-jährige Schauspielerin den Oscar als Beste Hauptdarstellerin. Im Anschluss an diesen Triumph überzeugte Paltrow auch in der Patricia-Highsmith-Verfilmung „Der talentierte Mr. Ripley“ und vor allem in „Die Royal Tenenbaums“ von Wes Anderson, doch im Anschluss setzte ein kleines Karriere-Tief ein, das bis zu ihrem Mitwirken im MCU-Starter „Iron Man“ (2008) anhielt.

Auch wenn es beruflich mal nicht so gut lief, blieb Paltrow mit ihrem Privatleben medial präsent: Ihre Beziehung zu Brad Pitt dauerte von 1994 bis 1997, im Jahr 2002 kam sie dann mit Coldplay-Frontman Chris Martin zusammen. Das Paar heiratete knapp ein Jahr später, aus der Ehe gingen die Kinder Apple und Moses hervor. Paltrow reichte schließlich im April 2015 die Scheidung ein.

Neben ihren Film-Engagements besitzt Paltrow auch einen eigenen Lifestyle-Blog, goop.com, und gilt insbesondere seit den Jahren um die Jahrtausendwende herum als Stilikone, die mit ihren Roter-Teppich-Outfits stets große Aufmerksamkeit erregt. Zugleich ist die heute vor allem im Beauty-Business erfolgreiche Paltrow auch eine kontroverse öffentliche Figur. So echauffierten sich Fans beispielsweise darüber, dass sie ihre Tochter Apple nannte, auch fiel die Darstellerin nicht immer mit den glücklichsten Aussagen in der Öffentlichkeit auf – auch wir berichteten darüber.

Das Schauspielern scheint ihr indes nicht mehr allzu wichtig zu sein. So sprach Paltrow schon 2006 in einem Interview mit dem englischen Guardian davon, dass sie in einigen Filmen wie etwa der Farrelly-Brüder-Komödie „Schwer Verliebt“ nur zum Geldverdienen mitgewirkt habe, während sie etwa bei „Die Royal Tenenbaums“ mit ganzem Herzen und aus voller Überzeugung dabei gewesen sei. Wie Paltrow da wohl über die Marvelfilme denkt…? Jedenfalls wird sie auch im für den Frühsommer 2018 angekündigten „Avengers 3: Infinity War“ wieder einen Auftritt als Pepper Potts haben…

Zuletzt sorgte Gwyneth Paltrow neben vielen anderen Frauen in Hollywood für Schlagzeilen, als sie im Zuge des Skandals um Harvey Weinstein zu Protokoll gab, dass der ehemalige Erfolgsproduzent kurz vor Produktionsstart der Literaturverfilmung „Jane Austens Emma“ im Jahr 1996 versuchte, sie zu einer Massage in seinem Schlafzimmer zu bewegen. Die damals 24-jährige Darstellerin ließ sich nicht darauf ein, aber sie habe sich damals wie „gelähmt“ bzw. „versteinert“ gefühlt. Aus Angst vor dem mächtigen Weinstein habe sie auch in den Folgejahren geschwiegen – er produzierte dann unter anderem auch ihren Oscar-Hit „Shakespeare In Love“.

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