Vorsicht vor Falschmeldungen: Warum Kit Harington eben NICHT der neue Batman werden soll
Von Annemarie Havran — 12.09.2018 um 12:55
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„Game Of Thrones“-Star Kit Harington a.k.a. Jon Snow könnte der neue Batman werden – das titeln derzeit viele Online-Magazine im In- und Ausland. Doch die Quelle dieser Meldungen besagt eigentlich etwas ganz anderes.

The Batman“ von „Planet der Affen: Revolution“-Regisseur Matt Reeves ist in der Tat ein sehr verwirrendes Projekt – trotz des angeblich kurz bevorstehenden Drehbeginns gibt es zu der DC-Comicadaption immer noch mehr offene Fragen als Antworten. Zu diesen gehört: Wer spielt denn jetzt eigentlich Batman? Oder sollte man eher sagen: die Batmans? Denn womöglich gibt es ja zwei, sollte es sich bewahrheiten, dass Warner mit einem neuen Darsteller eine jüngere Version des Ben-Affleck-Batmans einführen will, aber Affleck immer noch ein Türchen für ein Auftreten zumindest in einer Rahmenhandlung offenhält. Aber so recht will in die Frage nach dem neuen Darsteller keine Bewegung kommen, denn trotz vieler herumschwirrender Namen rückte bislang noch keiner so richtig in den offiziellen Vordergrund: auch Kit Harington nicht.

Denn der „Game Of Thrones“-Star ist nun der neueste Schauspieler, der mit dem Projekt in Verbindung gebracht wird. Doch bevor sich Fans von Jon Snow zu viel Hoffnungen auf dessen Umzug von Westeros nach Gotham machen, lohnt sich ein genauer Blick auf die Quelle dieses Gerüchts. Es hat seinen Ursprung bei dem bestens vernetzten DC-Insider Mario-Francisco Robles von Revenge of The Fans. Und der schreibt eben mitnichten, dass Harington nun ein neuer Kandidat für die „The Batman“-Hauptrolle sei, sondern, wenn überhaupt, es zu einem früheren Zeitpunkt mal war.

Kit Harington im Cape

Robles schreibt, er habe Kenntnis von digitalen Simulationen mehrerer Schauspieler im Batman-Kostüm, die Warner Anfang 2018 angefertigt habe, um sich ein Bild davon zu machen, wer in die Rolle passe. Diese sogenannten Digital Mock-Ups sind eine übliche Verfahrensweise, um Schauspieler für den Look einer Rolle zu testen, wenn diese selbst gerade keine Zeit zur persönlichen Anprobe haben oder wegen einer anderen Rolle gerade ein körperliches Erscheinungsbild – Gewicht, Frisur, Bart etc. – haben, das nicht zu der getesteten Rolle passt.

Unter diesen Schauspielern, die man digital in das Cape von Batman steckte, sei auch der „Game Of Thrones“-Star gewesen. Aber an dieser Stelle betont Robles: „Es gibt keinen Anlass zu glauben, dass daraus etwas entstanden ist.“ Man hat sich Harington also wohl angeschaut, ein aktueller Kandidat für die Rolle soll er aber laut des Insiders eher nicht sein.

Jack O’Connell und Noah Centineo

Wer ist denn aber überhaupt noch ein Kandidat? Dass Warner sich für Kit Harington interessierte, überrascht nicht, er schlägt von der Physis in dieselbe Kerbe wie Jake Gyllenhaal und Jack Huston, die ebenfalls mit dem Projekt in Verbindung gebracht wurden. Doch die beiden Letztgenannten sollen laut neuester Meldungen nicht mehr favorisiert werden, da sie mit ihren 37 bzw. 35 Jahren zu alt sein sollen, um den jungen Bruce Wayne zu spielen, der nach aktuellem Stand der Gerüchteküche mindestens 15 bis 20 Jahre jünger sein soll als Afflecks (aktuelles Alter: 46) Version.

Kit Harington ist 31, wäre also schon mal alterstechnisch näher an der angeblichen Vorstellung der Produzenten dran. Noch besser würden die zwei weiteren Schauspieler passen, deren Namen Robles im Zusammenhang mit dem Projekt gehört haben will: der 28-jährige Jack O'Connell („Unbroken“) und der 22-jährige Noah Centineo, der wegen seiner Rollen in den Netflix-Filmen „To All the Boys I've Loved Before“ und „Sierra Burgess Is a Loser“ gerade ziemlich gehypt wird. Doch bei beiden hat Robles keine weiteren Anhaltspunkte, warum sie derzeit mit dem Projekt in Verbindung gebracht werden – es sei unklar, ob tatsächlich Warner Interesse an ihnen hat oder ihre Casting-Agenten sie lediglich für mögliche Rollen in „The Batman“ positionieren wollen, vielleicht auch nur für Nebenrollen.

Der mysteriöse Kandidat

Während Kit Harington also eher nicht mehr im Rennen sein soll, ist sich Mario-Francisco Robles ziemlich sicher zu wissen, wer denn nun aber der tatsächliche Favorit für die Rolle ist! Und dass er diesen Namen nicht verrät, macht die Geschichte besonders spannend und ist ein weiteres sehr starkes Indiz dafür, dass Robles Glauben zu schenken ist, wenn er sagt, aus Harington sei wahrscheinlich nichts geworden. Denn neben Harington wurden noch von einem weiteren Schauspieler eben jene Digital Mock-Ups gemacht und hier vermutet Robles, dass daraus eben was geworden IST.

Dieser Schauspieler würde am bisher besten zur Optik eines jungen Affleck-Batmans passen, Robles will den Namen aber nicht preisgeben, bevor er sich absolut sicher ist, dass an der Geschichte etwas dran ist – um eben keine Falschmeldungen zu verbreiten. Sobald er den Namen enthüllen könne, werde dies „die größte Geschichte [seiner] Karriere“. Wir sind also mehr als gespannt…

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