Mein Konto
    Die zwei Gesichter des Imperators: "Star Wars: Episode V" vor und nach George Lucas' umstrittener Special Edition

    1997 brachte George Lucas seine „Star Wars“-Trilogie als Special Editions erneut in die Kinos und neben einigen audiovisuellen Aufpolierungen verpasste er seiner Weltraumoper auch neue Szenen. Vergleicht hier „Episode V“ vor und nach dem Re-Release!

    Davor

    Das ikonische Logo der 20th Century Fox im klassischen Look...

    Danach

    In der Special Edition erstrahlt das Logo von 20th Century Fox im aufpolierten Glanz des ausgehenden 20. Jahrhunderts.

    Davor

    Das Lucasfilm-Logo ganz schlicht und einfach im grünen Look.

    Danach

    Das Lucasfilm-Logo erstrahlt in neuem, funkelnden Glanz. Das Grün bleibt bestehen.

    Davor

    Im Original von 1980 wird der Yeti-artige Wampa, der Luke (Mark Hamill) auf Hoth in seine Eishöhle entführt und dort zu verspeisen gedenkt, nur angedeutet und nicht in seiner vollen Pracht gezeigt...

    Danach

    ... doch in der Special Edition von 1997 bekommen wir sehr viel mehr vom bedrohlichen Wampa zu sehen. Während Luke mithilfe der Macht mühsam aus den Fängen des Wampas zu entkommen versucht, labt sich sein gefräßiger Gastgeber an Lukes Tauntaun. Wäre weniger in diesem Fall vielleicht doch mehr gewesen?

    Davor

    In der Kinoversion von „Star Wars: Episode V - Das Imperium schlägt zurück“ sah der Imperator noch ganz anders aus als in der Fortsetzung und der Prequel-Trilogie. Grund dafür ist, dass hier noch nicht Ian McDiarmid in die Rolle des finsteren Sith-Lords schlüpfte, sondern die Schauspielerin Elaine Baker, die Frau des „Star Wars“-Make-Up-Künstlers Rick Baker. Um das Erscheinungsbild des Imperators noch bedrohlicher zu machen, wurden der Darstellerin nächträglich die Augen eines Schimpansen hinzugefügt.

    Danach

    Während in der Special Edition von 1997 noch der Imperator der Kinoversion zu sehen war, wurde in der noch einmal überarbeiteten Version von 2004 schließlich Ian McDiarmid als Sith-Lord eingesetzt. Verändert hat sich übrigens nicht nur das Erscheinungsbild des Imperators, sondern auch der Inhalt seines Gesprächs mit Darth Vader: Nun ist nicht nur die Rede von einem mächtigen Jedi, sondern auch davon, dass er der Sohn von Anakin Skywalker ist.

    Neu

    Auf dem Weg nach Bespin werden Han & Co. von dem Kopfgeldjäger Boba Fett verfolgt, der im Auftrag von Darth Vader arbeitet. Während in der Kinoversion von 1980 das Geschehen aus der Ferne gezeigt wurde und die beiden Raumschiffe nur schwer zu erkennen waren, wurde in der Special Edition eine zusätzliche Aufnahme der Verfolgung eingefügt, in der sowohl Solos Millenium Falcon als auch Fetts Slave I gut zu erkennen sind.

    Davor

    Hier sehen wir ein schwebendes Raumfahrzeug der Wolkenstadt, die wiederum im Hintergrund in Form einer Vorsatzmalerei präsentiert wird. Aus heutiger Sicht ist das Gesamtbild etwas schwammig.

    Danach

    Im Vergleich zur Originalversion ist die neue Einstellung der Special Edition glasklar und viel heller. Anstelle des Raumfahrzeugs wurde links im Vordergrund eine Tibanna-Gasraffinerie eingefügt.

    Neu

    Die Ankunft des Millennium Falcon in der Wolkenstadt auf Bespin ist in der Special Edition noch ausführlicher als im Original.

    Davor

    In der Kinoversion von 1980 sehen wir, wie Prinzessin Leia (Carrie Fisher) auf der rechten Seite des Bildes in einem der Gebäude hinter einer Fensterfront auf und ab geht. In der linken Bildhälfte startet derweil ein kleiner Raumgleiter.

    Danach

    In der Special Edition bekommen wir nicht nur einen besseren Blick auf Leia, sondern auch ein neu designtes Gebäude im Vordergrund sowie einen zweiten Raumgleiter, der durch das Bild rauscht.

    Neu

    Neu an dieser Einstellung sind nicht nur die anders gefertigten Fenster von Landos Palast, sondern auch Boba Fetts rechts im Hintergrund befindlicher Raumgleiter Slave I, der sich kurz vorm Abflug gen Tatooine befindet.

    Neu

    Was bei der Special Edition zum Teil auffällt, ist wie uneinheitlich das Design der Interieurs von Szene zu Szene ist. Während kurz zuvor noch großflächige Fenster die Wände von Landos Palast zierten, sehen wir im Hintergrund dieser Szene kleine Fenster, die keinen Ausblick mehr auf die Wolkenstadt bieten.

    Davor

    Kurz bevor Darth Vader Han Solo (Harrison Ford) in Karbonit einfrieren lässt, sieht es in dieser Einstellung so aus, als würde Solo plötzlich wieder seine ikonische Weste tragen, obwohl zuvor bereits zu sehen war, dass er diese in der Szene gar nicht mehr trägt.

    Danach

    In der Special Edition ließ George Lucas schließlich die fragwürdigten Schatten auf den Schultern von Han Solo, die den Eindruck seiner Weste vermittelten, wieder entfernen.

    Davor

    Genau wie im Fall von „Star Wars: Episode IV - Eine neue Hoffnung“ wurde auch für die Fortsetzung der vergleichsweise schwammige und etwas farbarme Look der Lichtschwerter...

    Danach

    ...aufgepeppt. Kurioserweise hatte das aber zur Folge, dass das Lichtschwert von Darth Vader nun einen regelrecht pinken Look aufweist, was dann doch etwas arg vom klassischen Rot der Laserschwerter der Siths abweicht. So viel zum Thema visuelle Ungereimtheiten...

    Neu

    Die Evakuierung der Wolkenstadt wurde für die Special Edition ebenfalls etwas erweitert. Hier sehen wir, wie der Alltag der Bewohner der Wolkenstadt durch Landos Durchsage unterbrochen wird. Einen schönen Blick auf die umliegenden Gebäude bekommen wir durch die großzügigen Fenster.

    Neu

    Nach seinem Kampf mit Luke Skywalker tritt Darth Vader seine Abreise von der Wolkenstadt an. In der Special Edition sehen wir, wie der Sith-Lord und sein Gefolge eine Landeplattform betreten, um an Bord seines Shuttles zu gelangen.

    Davor

    Eigentlich müsste Lando Calrissian (Billy Dee Williams) in dieser Szene die Unterseite der Wolkenstadt erblicken, an der Luke nach seinem Kampf gegen Darth Vader hängt. Doch aus unerklärlichen Gründen erblickt sowohl Lando als auch das Publikum nur ein blendend helles Licht...

    Danach

    Für die Special Edition wurde dieser Schönheitsfehler korrigiert: Nun sieht Lando an Bord des Millennium Falcons den „Bauch“ der Wolkenstadt ganz deutlich.

    Neu

    In der Kinoversion von 1980 bekam man Darth Vaders Abreise von Bespin nie zu Gesicht. In der Special Edition wurde das geändert. Inhaltlich trägt diese Szene nichts bei, aber nett anzusehen ist das Ganze dennoch...

    Neu

    Auch die Ankunft von Darth Vaders Shuttle auf dem imperialen Flaggschiff Executor war 1980 noch nicht zu sehen...

    Neu

    Der achtsame Zuschauer und Zuhörer sollte es gleich bemerkt haben: Bei dieser Szene, die Darth Vaders Ankunft auf der Executor zeigt, handelt es sich um ein Outtake aus „Star Wars: Episode VI - Die Rückkehr der Jedi-Ritter“! Dass diese Szene nachträglich eingefügt wurde, erkennt man auch daran, dass der Score von John Williams hier überraschend unterbrochen wird.

    Neu

    Auch bei der Begrüßung von Darth Vader an Bord der Executor handelt es sich in Wirklichkeit um ein Outtake aus „Star Wars: Episode VI - Die Rückkehr der Jedi-Ritter“, denn nicht Admiral Piett, Kommandant der Executor, ist hier zu sehen, sondern Moff Jejerrod, Kommandant des zweiten Todessterns! Ein weiteres Kontinuitätsproblem, von dem sich Lucas 1997 verwunderlicherweise nicht stören ließ...

    Davor

    Hier sehen wir zwei imperiale Offiziere an Bord der Executor, die Darth Vader Rede und Antwort stehen. Man beachte die Rangabzeichen der beiden Offiziere auf ihrer rechten Seite!

    Danach

    Kurioserweise schien George Lucas in diesem Fall mal auf Kontinuität zu pochen, obwohl dieser Fehler wohl nur den ganz kritischen Adleraugen aufgefallen sein wird: Abgesehen von der besagten Einstellung befinden sich nämlich die Abzeichen der Offiziere während des gesamten Films über eigentlich auf der linken Seite ihrer Uniformen. Für die Special Edition wurde dieser kleine Fehler nachträglich korrigiert. Ein Glück!

    facebook Tweet
    Ähnliche Nachrichten
    Das könnte dich auch interessieren
    Back to Top