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    So entlarvt ein twitternder Filmproduzent den Sexismus in Hollywood
    Von Christoph Petersen per @femscriptintros — 02.03.2016 um 16:43
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    Der Filmproduzent Ross Putman aus L.A. postet auf seinem Twitter-Account @femscriptintros, wie in Hollywood-Drehbüchern weibliche Protagonistinnen vorgestellt werden.

    1. +
    Jane (in ihren 30ern) – Wunderschön, aber angepisst.

    Jane schminkt sich vor dem Badezimmerspiegel. Sie ist groß und ausgesprochen attraktiv mit einem blendenden Lächeln, das wir später noch sehen werden.

    Jane, 17, reif mit junger Weiblichkeit, glänzender dunkler Haut und strahlenden Augen, eilt durch die Menge.

    Nein, es geht hier nicht um die feuchten Träume pubertierender Teenager. So werden tatsächlich Protagonistinnen in Hollywood-Drehbüchern vorgestellt. Wir reden also nicht über irgendwelche Nebenfiguren, die eh nicht mehr zu tun haben, als kurz in die Kamera zu lächeln. Es dreht sich vielmehr um die weiblichen Hauptfiguren, denen wir als Zuschauer nach dieser Vorstellung zwei Stunden lang durch den Film folgen sollen.

    Die erste Handvoll mag dabei noch ganz amüsant sein – aber es sind eben gerade keine einzelnen Aussetzer, wie die Bildergalerie oben zeigt. Und irgendwann ist es einfach nur noch erschreckend: Selbst wenn eine Frau als „intelligent“ vorgestellt wird, ist das nur ein Nachklapp zum offensichtlich sehr viel wichtigeren, weil zuerstgenannten Attribut „attraktiv“.

    Ross Putman twittert dabei immer die erste Beschreibung der weiblichen Hauptfigur im Skript. Nur eine einzige Änderung nimmt er dabei vor: Er benennt alle Frauen in Jane um, damit niemand allein vom Namen der Figur auf den Film schließen kann.

    Wer sich alle Tweets durchliest und sich dann immer noch wundert, dass Filme mit weiblichen Protagonistinnen (angeblich) an den Kinokassen nicht ziehen, dem ist auch nicht mehr zu helfen: Denn offensichtlich werden Filme mit prominenten Frauenrollen in der Regel ausschließlich für pubertierende Teenager geschrieben.
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    Kommentare
    • Deathworld
      1. Sigourney Weaver, 2. Julia Roberts, 3. Charlize Theron4. Helen Mirren5. Julianne Moore6. Jodie Foster7. Halle Berry8. Jennifer Connelly9. Catherine Zeta-Jones10. Elizabeth BanksAlles Frauen über 40 und gut im Gschäft.Zeit: Nachgedacht 30 Sekunden.
    • Deathworld
      Genau so sehe ich das auch. Ich möchte ebenso anmerken, dass es bei mir auf die Stimmung ankommt. Ich möchte hierbei Charlize Theronals Beispiel nehmen: Manchmal möchte ich einen realistischen Film ansehen, dort braucht es keine "schönen" Menschen oder Klischees z.B. Charlize Theron in Monster. Manchmal möchte ich eine sexy Charlize Theron mit Klischees sehen wie in Sweet November und manchmal eine coole Action Charlize Theron wie in Mad Max. Bin ich dadurch ein schlechter Mensch, oder Sexist, ich glaube nicht.PS: Das gleiche könnte ich auch von Jennifer Lawrence, Zoe Saldana u.a. schreiben.
    • Deathworld
      Ich sehe es nicht als verwerflich an mir schöne Menschen im Kino bzw. TV vor die Linse zu führen. Wenn ich hässliche Menschen sehen will setze ich mich in die U- Bahn, oder den Bus. Ich will ja im Kino verzaubert werden und mir nicht denken, ach ich bin ja in der Arbeit.
    • Deathworld
      Was du in deinem Post ein bisschen vergisst ist, dass Clooney, Pitt, Jackman und Redford auch großartige Schauspieler sind und ich ihnen nicht unterstellen würde nur Sex zu verkaufen. Pitt in z.B. Sieben, Fight Club, oder Benjamin Button = kein Sexverkauf. Clooney in z.B.Three Kings, oh Brother...., oder Syrania = kein Sexverkauf. Jackman in z.B. Prestige, oder Prisoners = kein Sexverkauf. Redford in z.B. All Is Lost, oder der Unbeugsame = kein Sexverkauf, sondern eifach sehr gute Filme mit guten Hauptdarstellern.
    • Deathworld
      Ist das jetzt sexistisch? Nein empfinde ich nicht so.Ich finde auch, dass diese paar Auszüge nicht ganz HW als sexistischenttarnt. Arnolds Auftritte in Terminator beginnen alle nackt. Rambo 1- 3 oberkörperfrei zeigt seine Muskeln. Das einzige was ich hier erkennen kann sind Klischees, am besten zu vergleichen mit Bruce Willis Auftritten. In sämtlichen seiner Filme müsste die Beschreibung lauten: Typ betritt mit Alkoholkater und Dreitagebart die Szene, einmal liegend, einmal stehend.
    • hard-times
      McCarthy ist das Paradebeispiel für einen Typecast. Sie ist das dicke, freundliche, witzige Pummelchen und dann wahlweise noch dümmlich, schlagfertig, durchgreifend oder schüchtern. Frauen die nicht a) dem Schönheitsideal oder b) einem bestimmten Typecast entsprechen, haben es einfach nicht leicht im Filmgeschäft. Eine der wenigen Ausnahmen wäre Kathy Bates, aber auch sie war über weite Strecken in Nebenrollen oder Fernsehfilmen besetzt und hatte ihren Durchbruch erst relativ spät als (so unterstelle ich mal) ihr Aussehen nicht mehr so wichtig war.
    • Bruce W.
      Ich meine ja nur dass es zum Glück noch Ausnahmen gibt.
    • WhiteNightFalcon
      Wie erklärt sich dann der doch nicht eben kleine Erfolg von Melissa McCarthy????-----@Filmstarts euer letzter Abschnitt ist unlogisch. Zum einen unlogisch geschrieben und zum anderen widersprecht ihr damit eurer eigenen Meldung vor einigen Monaten, dass Jennifer Lawrence die erfolgreichste Schauspielerin in Actionrollen aller Zeiten ist.
    • WhiteNightFalcon
      Bei den Frauen ist es aber auch so, wenn man sich Jennifer Lawrence, Zoe Saldana, Margot Robbie etc anschaut.
    • Bruce W.
      Vielleicht liest du die falschen Comics...
    • Deliah Christine
      Eine oberflächliche Beschreibung des ersten Eindrucks der Figur sehe ich noch nicht als Sexismus an. Aussagekräftig wird es erst durch die weitere Entwicklung und Beschreibung.
    • siggibaby
      Dieser Produzent ist nur dumm. Die Frau, die die Hauptrolle spielt muss ja als erstes in einem Drehbuch beschrieben werden. Ist sie alt, jung, hässlich, schön, dick, dünn, doof, klug usw. Und natürlich in was für eine Gefühlslage sie ist und was für eine Situation sie gerade steckt. Das hat doch nichts Sexismus zutun. Ähnlich müssen auch männliche Hauptrollen beschrieben werden. Nicht anders ist es auch in ganz normalen Büchern.
    • BobRoss
      36 Beispiele aus tausenden Drehbüchern. Kein männlicher Vergleich dazu (zb ein Berg aus Muskeln und Testosteron). Keine Angabe zur Qualität der Drehbücher (Blockbuster oder B-Movie?). Keine positiven Gegenbeispiele oder Erwähnung ob die Drehbücher final waren und überhaupt von den Studios akzeptiert worden sind. Keine Info ob es 36 unterschiedliche Autoren (oder vielleicht sogar Autorinnen) waren oder einige wenige Perverslinge. Keine Angaben zu den Genres.Ich sage nicht dass in Hollywood alles so läuft wie es laufen sollte. Aber diese Nachricht ist lächerlich in ihrer Ausführung :P
    • Da HouseCat
      kp, was soll da sonst stehen? will man einer etwas dicklichen, leicht picklingen frau zuschauen, wie sie alleine gegen ein alien kämpft?und wie auf vielen bildern, sehen die meisten stars total normal aus, wenn man die mal auf der straße trifft.in hollywood gibt es bestimmt ne menge kranker scheisse, die wir nie erfahren.pädophile soll es da wohl auch viele geben, wie so mancher kinderstar erzählt usw.
    • FAm Dusk Till Dawn
      Nummer 10 ist ein Brüller!
    • Da HouseCat
      rey, junge mit längerem haar, schaut gen horizont...
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