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"Saturday Night Live": Das Karrieresprungbrett für "Ghostbusters" und andere Comedy-Superstars
Von Andreas Staben — 05.08.2016 um 10:45
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Nicht nur die Geisterjägerinnen Kristen Wiig, Kate McKinnon und Leslie Jones (ihr „Ghostbusters“ läuft seit dem 4. August im Kino!) haben sich bei „Saturday Night Live“ für große Kinoaufgaben empfohlen…

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Größte Erfolge:Ghostbusters“, „Brautalarm“, „Der Marsianer

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Paul Feigs „Ghostbusters“-Reboot hat mit dem Original von 1984 nicht nur den spaßigen Schleimfaktor gemeinsam, beide Versionen zeichnen sich auch durch eine besondere Vorliebe für schlagfertig-albernen, tempo- und anspielungsreichen Humor aus. Und das hat damit zu tun, dass viele der beteiligten kreativen Köpfe, ganz egal ob Männer oder Frauen, zuvor allesamt bei der wohl einflussreichsten Comedy-Show der Welt tätig waren, bei der von Eddie Murphy bis Adam Sandler zahlreiche Comedy-Superstars frühe Erfahrungen sammelten: „Saturday Night Live“.



808 Folgen seit 1975, dazu 42 Emmys und mehr Nominierungen als jede andere Show in der TV-Geschichte: „Saturday Night Live“ (kurz „SNL“) ist eine amerikanische Institution! Die von Lorne Michaels entwickelte Sketchcomedy ist ein wahrer Dauerbrenner am Samstagabend, für den beim US-Sender NBC selbst Sportübertragungen abgebrochen werden mussten und der angeblich sogar messbaren Einfluss auf die US-Präsidentschaftswahlen hat. Vor allem ist die jeweils von einem prominenten Gastgeber („Ghostbusters“-Protagonistin Melissa McCarthy durfte schon vier Mal als Host agieren) moderierte Show aber für die reguläre Besetzung ein einzigartiges Karriereschaufenster.

Das Konzept von „Saturday Night Live“ ist seit den Anfängen in den 70er Jahren nahezu unverändert: Vor einem Live-Publikum in New York folgt nach einer „kalten Eröffnung“ und dem Vorspann die Begrüßung durch den prominenten Gastgeber der Woche (Rekordhalter ist übrigens Alec Baldwin). Anschließend folgt eine lose Folge von Sketchen mit oft wiederkehrenden Figuren, aufgelockert durch musikalische Einlagen. Zur regelmäßig auftretenden Stammbesetzung gehören zurzeit auch die beiden „Ghostbusters“-Stars Kate McKinnon und Leslie Jones.



So wie McKinnon als Angela Merkel spezialisieren sich die Teammitglieder auf bestimmte prominente oder fiktive Figuren und werden dabei oft selbst zu Stars. Und nicht nur die Darsteller, auch einzelne Rollen und Sketche bringen es zuweilen zu höheren Ehren: So sind etwa die Kinohits „Blues Brothers“ und „Wayne's World“ aus der Show hervorgegangen. Und manchmal geht der Einfluss sogar noch weiter: Der Satz „I can see Russia from my house“, den Tina Fey in der Rolle von Sarah Palin, der damaligen Gouverneurin von Alaska, gesagt hat, wird immer wieder fälschlicherweise der realen „Tea Party“-Politikerin selbst zugeschrieben.



Zur legendären Urbesetzung von „Saturday Night Live“ im Jahre 1975 gehörten neben den Original-Ghostbusters Dan Aykroyd und Bill Murray beispielsweise auch Chevy Chase und John Belushi. Die Mannschaft trug damals den Spitznamen „Nicht bereit für das Hauptabendprogramm“. Das spricht für den respektlosen Humor der Live-Show, der immer wieder auch für Aufregung und kleine Skandale gesorgt hat. Legendär sind etwa die umstrittenen Gastauftritte von Komiker Andy Kaufman.



Nach einem seiner Sketche ließ Kaufman übrigens das Publikum darüber abstimmen, ob es ihn in wiedersehen will oder nicht: 169.186 Zuschauer stimmten für ihn, aber 195.544 sagten: „Dump Andy“. Der exzentrische Künstler hielt sich an das Votum und kehrte nicht zurück. Jim Carrey, der Kaufman in dem Biopic „Der Mondmann“ so kongenial verkörpert, hatte übrigens zunächst auch kein Glück mit der Sendung und scheiterte beim Vorsprechen für das reguläre „SNL“-Team. Er war später allerdings ein gern gesehener Gast, ganz im Gegensatz zu Steven Seagal, den Show-Chef Lorne Michaels öffentlich als „schlechtesten Gastgeber aller Zeiten“ bezeichnete.

Die Produzenten und Autoren der Show sehen sich immer wieder auch politischem Druck ausgesetzt. Für den größten Skandal sorgte allerdings die Sängerin Sinead O'Connor, die während der Live-Show ohne das Wissen der Macher ein Foto von Papst Johannes Paul II. zerriss. Für Proteste sorgte zuletzt auch im November 2015 der Auftritt von Polit-Rüpel Donald Trump als Gastgeber. Politiker werden von den „SNL“-Komikern zwar nicht gerade mit Samthandschuhen angefasst, aber sie schätzen das Rampenlicht – auch Hillary Clinton und Barack Obama waren schon dort und mit Gerald Ford in den 1970ern sogar ein amtierender US-Präsident. Auf der anderen Seite hat es der ehemalige „SNL“-Star Al Franken inzwischen immerhin zum Senator von Minnesota geschafft.



In den über 40 durchaus wechselhaften Jahren Produktionsgeschichte der Sendung sind regelmäßig Castmitglieder abgesprungen, um größere und andere Herausforderungen zu suchen. Genauso wird aber auch immer wieder auf frisches Blut gesetzt und in der Regel bekommen meist noch ziemlich unbekannte Komiker hier eine Chance, sich im Wochenrhythmus einem Millionenpublikum zu präsentieren. In der obigen Bildergalerie könnt ihr sehen, welche (Super-)Stars eine „Saturday Night Live“-Vergangenheit als offizielle Castmitglieder haben. Und wem das „SNL“-Konzept irgendwie bekannt vorkommt, ohne dass er jemals die Show gesehen hätte: Es wurde natürlich auch eifrig abgekupfert, in Deutschland etwa von dem 90er-Jahre-Erfolgsformat „RTL Samstag Nacht“.



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