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    Golden Globes 2018: Alle Gewinner
    Von Christoph Petersen — 08.01.2018 um 05:05
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    In der vergangenen Nacht wurden im Beverly Hilton Hotel in Hollywood zum 75. Mal die Golden Globes verliehen. Hier sind die Gewinner in allen 25 Kategorien (14 x Kino, 11 x TV):

    Bestes Drama
    1. Bestes Drama +

    Die Aussagekraft der Golden Globes (alle Gewinner findet ihr oben in der Bildergalerie) für die Oscars hält sich traditionell eher in Grenzen – schließlich wählen hier nur etwa 100 Journalisten statt mehr als 6.000 Filmschaffende die Gewinner. Trotzdem gibt es zwei Filme, die heute Nacht einen großen Schritt nach vorne gemacht haben: „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ (4 Golden Globes) und „Lady Bird“ (2 Golden Globes) gehen jetzt definitiv als Favoriten ins Oscar-Rennen, während sich „The Shape Of Water“ (2 Golden Globes) vor allem dank des Regiepreises für Guillermo del Toro ebenfalls weiterhin gute Chancen ausrechnen darf. Einen echten Rückschlag bedeutet der Abend hingegen für die komplett leerausgegangenen Mit-Favoriten „Dunkirk“ und „Call Me By Your Name“.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu „Three Billboards…“

    Die FILMSTARTS-Kritik zu „Lady Bird“

    Ebenfalls ein wichtiger Schritt gen Oscarnominierung (und dann womöglich auch Sieg) ist Fatih Akin und seinem Terror-Drama „Aus dem Nichts“ gelungen. Nach dem Darstellerinnen-Preis für Diane Kruger in Cannes ist nun auch noch der Golden Globe für den Besten fremdsprachigen Film dazugekommen. Da „Aus dem Nichts“ bereits unter den letzten neun ausländischen Filmen mit Chancen auf eine Oscarnominierung ist, stehen die Chancen aktuell also verdammt gut, dass Deutschland (beim Fremdsprachen-Oscar wird offiziell nicht der Regisseur, sondern das Herkunftsland nominiert) nach „Toni Erdmann“ 2017 auch in diesem Jahr direkt wieder eine Nominierung einfahren kann.

    Auf der TV-Seite haben erwartungsgemäß die Newcomer abgeräumt (im Gegensatz zu den Emmys, die oft jahrelang immer wieder dieselben Serien auszeichnen, mögen die Golden-Globe-Wähler traditionell eher neue Shows): Mit „The Handmaid’s Tale“ (2 Golden Globes) und „The Marvelous Mrs. Maisel“ (2 Golden Globes) sowie der Mini-Serie „Big Little Lies“ (4 Golden Globes) gehen fast alle TV-Preise an erste Staffeln.

    Auch erwähnenswert: Alle fünf Hauptpreise (Drama, Komödie, Drama-Serie, Comedy-Serie, Mini-Serie) gehen in diesem Jahr an Filme und Serien mit weiblichen Protagonisten. Das ist passend für einen erwartungsgemäß auch politischen Abend (die meisten weiblichen Stars erschienen als Solidaritätsbekundung zu #MeToo in Schwarz, Moderator Seth Meyers knöpfte sich Harvey Weinstein und Kevin Spacey auch namentlich vor), der seinen Höhepunkt mit der inspirierenden Rede von TV-Ikone Oprah Winfrey erreichte, die mit dem Cecil B. DeMille Award für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurde:

    Zwischendurch hätte der Abend übrigens auch eine ganz dunkle Wendung nehmen können, aber zum Glück war James Franco zur Stelle und hat die Katastrophe geistesgegenwärtig abgewehrt – wer „The Room“ oder „The Disaster Artist“ kennt, weiß was wir meinen:

     

     

     

     

     

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    Kommentare
    • W.W
      Tom Wiseau sollte auf solchen Events verboten werden...:)
    • GoodGuyGoneWrong
      Freut mch sehr für Martin McDonagh. Hoffentlich behält er seine weiße Weste und dreht weitere Filmjuwele. Auch wenn die Lockerheit, Cool- und Crazyness von Brügge oder 7 Psychos bei 3 Billboards gefehlt hat. Das Ende bekommt dafür eine extrem starke moralische Note, die das wett macht.
    • Naj
      Die Serie war doch zumindest für die beste Drama-Serie und für bester (TV-)Nebendarsteller nominiert.
    • Sentenza93
      Für Three Billboards... und dessen Darsteller, und für The Shape of Water freut's mich sehr.Gerade del Toro hat richtig glücklich gewirkt. :)Freue mich riesig drauf, beide Filme bald sehen zu können.So wirklich große Überraschungen waren ja keine dabei. Dass Dunkirk und Call Me By Your Name leer ausgegangen, hat mich ehrlich gesagt nicht überrascht. Bei Die Verlegerin ein ganz kleines bisschen.So einige Dankesreden, speziell Oprah's, fand ich schwer schleimig oder auch zum Teil heuchlerisch, trotz eventuell guter Absichten.
    • Brice Moute
      Glückwunsch an die “Aus dem Nichts“ Crew. Absolut verdient.
    • Brice Moute
      ...oder wenn dieses Jahr McFarlane die Oscars hosten würde und denn We saw your boobs-Song spielt:D
    • Hanswurst
      War eine ziemliche Schnarchveranstaltung muss ich sagen. Seth Meyers als Host war größtenteils zum Gähnen. Er wirkte recht verkrampft und die einestudierten Witze wurden teils recht holprig vorgetragen. Hier erwähnte schon jemand, Golden Globes und Gervais, so gehört es sich. Oder wenn der mal nicht darf oder kann eben Frey und Poehler, die beiden Damen waren auch ganz gut.Ansonsten durch und durch ein Schnarchfest. Kaum ein Presenter (Duo) das mal bisschen locker wirkte und bisschen Witz und Humor reinbrachte. Ist man sonst eher von den Oscars gewohnt. Und bis auf Del Toro und James Franco konnte war das auch bei den Preisträgern alles ziemlich unspektakulär. Irgendwie hatte es auch den Anschein man wollte jedem irgendwie einen Preis was von den Preisen abgeben, dass am Ende ja niemand meint, man würde jemanden ausschließen (diskriminieren)^^Wie zu erwarten wurde auch alle paar Minuten auf die Frauendebatte verwiesen und die Krönung war dann Oprah mit ihren sülzigen Brandrede, fast so fremschämwürdig wie Streep im letztem Jahr.
    • Luthien's Ent
      Also mir geht er nicht ab. Ich hab nicht seinen Humor. Und ich fand, Seth hat es auch gut gemacht.
    • Silvio B.
      In welcher Kategorie sollte das denn gewinnen?
    • Tim
      Ich dachte bei Big Little Lies erst Na toll, ein Abklatsch von Desperate Housewives .... aber was dann daraus wurde war echt der Wahnsinn ... gerade Nicole Kidman holt ja echt alles aus dieser Rolle raus.Die anderen Gewinner ... so wie erwartet und scheinbar sehr verdient. Glückwunsch.
    • Nikolai J.
      Ach, die Golden Globes ohne Ricky Gervais sind wie Terminator ohne Arnie, oder Jurassic Park ohne Jeff Goldblum, oder US-amerikanische Entzugskliniken ohne Lindsay Lohan und Charlie Sheen.
    • Julian-Rusch
      Naja, gerade bei den Darstellern ist die Aussagekraft sehr hoch. Zwischen 2001 und 2015 stimmte der beste Nebendarsteller 13 mal überein. Bei den Frauen ist es ähnlich. Das ist eine sehr gute Quote. Außerdem sind die Filme die bei den Oscars in wichtigen Kategorien gewinnen fast immer auch für einen Globe nominiert.
    • Luthien's Ent
      Big Little Lies hatte ich bis jetzt gar nicht so auf dem Schirm. Werde ich ändern.Und auf Lady Bird, Three Billboards, The Disaster Artist, Shape of Water und Call me by your name freu ich mich jetzt auch schon! Top!
    • Pumm T.
      kein Stranger Things :(
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