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    Kann Studio Ghibli auch CGI? Die ersten Szenenbilder zu "Aya And The Witch" sind da!
    Von Christoph Petersen — 22.06.2020 um 09:25
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    Studio Ghibli ist legendär – vor allem die Anime-Meisterwerke von Firmengründer Hayao Miyazaki („Prinzessin Mononoke“) haben regelmäßig Filmgeschichte geschrieben! Nun steht mit „Aya And The Witch“ das erste rein computeranimierte Projekt an:

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    Die Bilder hätten wohl auch Pixar-Niveau haben können – und trotzdem hätten Fans von Studio Ghibli mit einer gehörigen Skepsis reagiert: Schließlich steht das 1985 gegründete Animations-Studio international wie kein zweites für hochwertige, handgezeichnete Animes! „Mein Nachbar Totoro“, „Chihiros Reise ins Zauberland“, „Das Schloss im Himmel“ – das ist ein Vermächtnis, das zwar viel Ehre mit sich bringt, es zugleich aber auch nicht unbedingt leichter macht, neue Wege zu beschreiten…

    Trotzdem präsentiert Studio Ghibli mit „Aya And The Witch“ nun sein erstes komplett am Computer entstandenes CGI-Animations-Abenteuer – und die ersten Bilder, die ihr euch oben in der Galerie anschauen könnt, rufen wie erwartet ein zwiespältiges Echo hervor. Manche Fans sind zuversichtlich, dass das Studio seinen unverwechselbaren Stil auch in „Aya And The Witch“ beibehalten wird – andere fühlen sich bestätigt, dass Ghibli besser bei handgezeichneten Filmen hätte bleiben sollen.

    Darum geht’s in "Aya And The Witch"

    „Aya And The Witch“ basiert auf dem 2011 veröffentlichten Roman „Earwig And The Witch“ der britischen Fantasy-Autorin Diana Wynne Jones, die auch schon die Vorlage für den Ghibli-Megahit „Das wandelnde Schloss“ geliefert hat: Aya / Earwig ist ein Waisenmädchen, das seit ihrer Geburt im Kinderheim „St. Morwald's Home for Children“ lebt. Eines Tages wird Aya von einer mysteriösen Frau namens Bella Yaga adoptiert.

    Allerdings erweist sich Bella Yaga als grausame Hexe. Mit Hilfe ihrer sprechenden Katze muss Aya einen Weg finden, in dieser ungewohnten und gefährlichen magischen Welt zurechtzukommen.

    Kein Kinofilm

    „Aya And The Witch“ von Gorô Miyazaki („Der Mohnblumenberg“) ist übrigens nicht der nächste große Kino-Blockbuster von Studio Ghibli – stattdessen soll der Film im kommenden Herbst bei einem japanischen Fernsehsender ausgestrahlt werden. Nachdem Hayao Miyazaki seinen – inzwischen wieder revidierten – Ausstieg aus dem Filmgeschäft angekündigt hat, war zwischenzeitig nicht klar, wie Studio Ghibli ohne ihn überhaupt überleben soll. Solche „Auftragsarbeiten“ wären dabei sicherlich eine denkbare Lösung…

    Zugleich ist Hayao Miyazaki aber inzwischen aus der Rente zu seinem Studio zurückgekehrt – und arbeitet auch schon an einem neuen Film. Es wird allerdings prognostiziert, dass es noch bis zu drei Jahre dauern könnte, bis die Animationsarbeit an dem Projekt abgeschlossen ist – und auch dann wird es keinen klassischen Studio-Ghibli-Anime geben: Es wird Hayao Miyazakis erster CGI-Film – bei dem einstigen CGI-Kritiker hat in der Zwischenzeit also offenbar ein Umdenken stattgefunden.

    Neu auf Netflix: Der bekannteste Anime und noch mehr Ghibli-Highlights

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    Kommentare
    • モノクマ
      Klar muss es nicht gleich beim ersten Mal perfekt sein, insofern ist es auch gut, dass es „nur“ ein Fernsehfilm wird, allerdings ist Ghibli auch kein Pionier, somit existieren schon diverse Vorbilder, mit denen sie sich messen lassen müssen. Es mag korrekt sein, dass, wie im Artikel behauptet, sich Fans selbst dann beschwert hätten, wenn die Bilder Pixar-Qualität gehabt hätten, gleichzeitig ist das aber auch eine klare Bestätigung, dass das Gezeigte weit davon entfernt ist. Man bräuchte noch bewegte Bilder, um es besser beurteilen zu können, aber so wirkt es auf mich – ohne Mist – wie eines der zahlreichen asiatischen Rip-Offs, die erfolgreiche Hollywood-Animationsfilme kopieren sollen. Da muss also noch sehr viel verbessert werden, damit es bei den Leuten und vor allem den Fans ankommt. Und selbst dann wird sich nicht jeder darauf einlassen können, selbst ich, der eigentlich immer auf einen fairen Umgang mit den Künstlern und neuen Ideen bedacht ist, kann da für nichts garantieren.Dazu kommt: Bei handgezeichneten Anime ist Ghibli Klassenprimus. Bei CGI wären sie nur noch ein Player von vielen. Sicher müssen sie sich auch in gewisser Hinsicht weiterentwickeln, gerade weil nicht klar ist, wie lange Hayao Miyazaki es noch machen wird (weniger im Sinne von „wollen“ als „können“), aber das hier scheint mir kein wirklich erstrebenswerter Weg zu sein.
    • Cirby
      Wobei es gut ist, sich auszuprobieren und verschiedene Kunstarten auszuprobieren. Muss ja nicht gleich beim ersten Mal klappen bzw. perfekt sein.
    • Ortrun
      Die ersten Bilder finde ich nicht besonders überzeugend. Mal abwarten, wie es in Bewegung aussehen wird (und in Kombination mit der Story). Ansonsten bleibt mir immer noch Das wandelnde Schloss.
    • Gravur51
      Ne also die sollten bei ihrem Zeichentrick Stil bleiben.
    • isom
      Hat was, aber was ?
    • andreasalxr
      is jut ihr findet den look nicht gut. lasst den doch einmal was neues ausprobieren
    • Sentenza93
      Damit bestätigt sich mein erster Gedanke...Zeichentrick wäre schöner gewesen. Inhaltlich mache ich mir keine Sorgen, aber visuell wird mich das wohl nicht abholen.
    • greekfreak
      Boah ne danke,da bekommt man ja Vietnam Krieg PTSD Flashbacks zu 2016/2017 Berserk.
    • Dominator
      Neeeee...Die Charaktere sehen zwar schon nach Ghibli aus, aber der Stil ist nicht so meins.
    • CineTin
      – und auch dann wird es keinen klassischen Studio-Ghibli-Anime geben: Es wird Hayao Miyazakis erster CGI-Film –Ich bin mir nicht sicher ob das stimmt. Ich meine kürzlich einen Artikel gelesen zu haben, in dem ein Produzent des neuen Filmes verrät, dass sie für dessen Fertigstellung so lange brauchen, weil sie noch per Hand zeichnen und so pro Monat nur eine Minute Film produzieren können.Zu „Aya And The Witch“: Sieht zumindest interessant aus, auch wenn mir ein klassisch 2D-animierter Film lieber gewesen wäre. Die Bilder erinnern mich eher an die Intros und Cut-Scenes aus JRPGs, aber mal abwarten wie es in bewegter Form aussieht. Letztlich ist es ja nur ein TV-Film und bedeutet zum Glück nicht gleich den Umbruch der gesamten Animebranche.
    • Dennis Beck
      Verdammt ungewohnte Optik, gefällt mir nicht. Inhaltlich wird es sicher ein typischer Ghibli-Film. Aber werde ich etwas fühlen können, wenn es so aussieht? Ich hoffe, sie werden bei künftigen Kinofilmen ihrem traditionellen Zeichenstil wieder treu.
    • モノクマ
      Völlig unabhängig davon, ob der Film inhaltlich gewohnt hohe Ghibli-Qualität bieten wird, denke ich bei dieser Optik an alles mögliche, nur nicht an Ghibli. Japanische Anime schätze ich gerade dafür, dass sie beim klassischen 2D-Stil und Zeichentrick bleiben, nachdem Disney/Hollywood es nicht mehr für nötig hält, diese Kunstform parallel zu CGI am Leben zu erhalten, obwohl manche Geschichten damit wesentlich besser funktionieren.Selbst in Ni no Kuni ist deutlich mehr Ghibli zu erkennen, und das ist nicht mal ein Film.Computer werden heute beim Großteil aller Anime-Produktionen eingesetzt, das ist kein Problem, solange der Stil beibehalten wird. Leider hat Ghibli hier diese Grenze überschritten.
    • Cirby
      Hat auf jeden Fall einen eigenen Stil.Aber seid ihr sicher, dass neuere Filme, wie Die rote Schildkröte nicht auch komplett am Computer entstanden sind? Wäre doch durchaus möglich und heutzutage auch sehr, sehr wahrscheinlich.
    • André McFly
      Ich will nicht zu harsch sein ohne bewegte Bilder gesehen zu haben... aber... so erinnert mich das an diese Direct2DVD Barbie Filme von vor 20 Jahren...
    • niman7
      Das sieht einfach nur schrecklich aus!
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