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Kinostart
unbekannt (1h 52min)
- Regie
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Mit
Misel Maticevic, Tanja Schleiff, Johann von Bülow mehr
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Genre
Drama
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Nationalität
Deutschland
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Der Dichter Clemens Brentano sucht 1818 die stigmatisierte Nonne Anna Katharina Emmerick auf, um ihre Visionen niederzuschreiben. Das Zusammentreffen führt beide in eine existentielle Krise.
1818, das Städtchen Dülmen in Westfalen. Im Mittelpunkt eines religiösen Kults, der von Aberglauben, Frömmigkeit und irrationaler Hoffnung durchdrungen ist, steht die charismatische Anna Katharina Emmerick. Durch die Stigmata, die Wundmale Christi, und ihre starken Visionen wird die junge Nonne zur Mystikerin und Prophetin in einer Zeit, die geprägt ist vom Konflikt zwischen katholischer Anti-Aufklärung und preußischem Fortschrittsdenken. Anna ist bereit, ihre Visionen dem gefeierten Romantik-Dichter Clemens von Brentano zu diktieren. Doch ihre Begegnung stürzt beide in eine politischen und religiöse Kontroverse und stellt sie auf eine harte Probe. „Die Mystikerin des Münsterlandes“ Anna Katharina Emmerick wurde am 3. Oktober 2004 von Papst Johannes Paul II. in Rom selig gesprochen.
| Verleiher | - | Details zum Film | - | |
|---|---|---|---|---|
| Produktionsjahr | 2007 | Besucher | - | |
| VOD-Starttermin | - | Budget | - |
Von Sascha Westphal
2004 war das Jahr der 1824 verstorbenen Nonne Anna Katharina Emmerick. Im Frühjahr kam Die Passion Christi in die Kinos und sorgte weltweit für erbitterte Diskussionen. Mel Gibsons extrem drastische Darstellung des Leidens und Sterbens Christi füllte zwar die Kinosäle, vor allem natürlich die in den Vereinigten Staaten, stieß aber auch auf heftigen Widerstand vieler gesellschaftlicher und kirchlicher Kreise – und das nicht nur aufgrund der ungezügelten, schon ans Splatter-Kino gemahnenden Blut- und Gewaltorgien. Für weiteren Unmut sorgte, dass sich der katholisch-fundamentalistische Hollywood-Star bei seinen blutigen Exzessen eben nur peripher auf die kanonisierten Texte der vier Evangelien berief. Im Zentrum seiner Passionsgeschichte steht stattdessen mit Clemens Brentanos „Das bittere Leiden unseres Herren Jesu Christi“ eine historisch höchst umstrittene Quelle. Zum einen ist unklar, in welchem Maß der romantische Dichter seine Aufzeichnungen der Visionen der Dülmener Nonne Anna Katharina Emmerick bearbeitet und durch eigene Ideen ergänzt hat. Zum anderen hat sein extrem antijudaistischer Ton einen dunklen Schatten über das Buch und die Ordensschwester geworfen. Trotzdem ist sie nach jahrzehntelangen Diskussionen und Untersuchungen am 3. Oktober 2004 von Pabst Johannes Paul II. selig gesprochen worden – allerdings nur aufgrund ihres vorbildlichen Engagements für die Menschen in ihrem Umfeld. Von ihren Visionen distanziert sich die katholische Kirche bis heute. Einen ganz anderen Blick, einen jenseits all der Kontroversen und auch all der diplomatischen Rücksichten, wirft Dominik Graf in seinem für das öffentlich-rechtliche Fernsehen produzierten Historienfilm „Das Gelübde“ auf Anna Katharina Emmerick und ihr Verhältnis zu Clemens Brentano. Seine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Kai Meyer ist pures Kino. Und im Film waren Spiritualität und Schrecken, Glauben und Horror schließlich immer schon zwei Seiten einer Medaille; oder anders gesagt: Was wäre das Horrorkino ohne die christlichen Vorstellungen von Gott und dem Teufel, von Himmel und Hölle?
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Rolle: Clemens Brentano
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Rolle: Anna Katharina Emmerick
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Rolle: Bettina von Arnim
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