Kinostart:
9. April 2009
Film auf DVD erhältlich seit: 17. Juni 2010
Regie: Alexander Adolph
Mit Devid Striesow, Nadja Uhl, Thorsten Merten,
mehr
FSK ab 12 freigegeben
Produktionsland:
Deutschland
.
Genre:
Drama
Laufzeit: 94 Minuten.
Produktionsjahr:
2009
Verleiher: StudioCanal Deutschland
Inhalt: Sein Flirt mit der Kundin einer Boutique wird dem Betrüger Frank (Devid Striesow) zum Verhängnis: Er wird gefasst und muss hinter Gitter. Nach seiner Entlassung kommt er bei seinem Bruder (Jörg Schüttauf) unter. Durch dessen rechtschaffene Art wird er angespornt, sein Geld zur Abwechslung auf ehrliche Weise zu verdienen. Doch dann trifft er Tanja (Nadja Uhl) wieder, die Frau aus der Boutique. Für sie würde er alles tun. Dass sie als Prostituierte arbeitet, hält ihn nicht davon ab, sich in sie zu verlieben. Um sie aus dem Rotlichtmilieu zu befreien, verfällt er wieder seiner Sucht, mit wechselnden Identitäten zu spielen – doch je mehr er retten will, desto mehr verstrickt er sich in allerlei Betrügereien...
FILMSTARTS.de
(4)
Pressespiegel

User-Wertung(39 Bewertungen)
(4)
| |
Andere Filme bewerten
Diesen Film anschauen
Zum Beispiel: Berlin, München, 10115, Cinemaxx Hamburg, CineStar Köln
Kritik der FILMSTARTS.de-Redaktion
Von Andreas Staben
(4)
Im Medium des schönen Scheins erhalten Lügengeschichten einen doppelten Boden. Die Filmgeschichte erzählt nicht nur vom kunstvollen Blendwerk, sie wird auch von geschickten Schwindlern geschrieben. Der Regisseur Josef von Sternberg (Der blaue Engel) etwa hat sich den Adelstitel selbst angedichtet und Steven Spielberg soll der Legende nach seiner Karriere im Anfangsstadium dadurch nachgeholfen haben, dass er auf dem Universal-Gelände einfach ein leerstehendes Büro bezog und sich als Studioangestellter ausgab. Mit seiner Hochstapler-Biographie Catch Me If You Can hat Spielberg später einen der eindrucksvollsten Beiträge zum Thema gedreht. Und von Sternberg schuf in seinen sieben Filmen mit Marlene Dietrich durch kunstvolle Lichtsetzung und raffiniertes Dekor ein verführerisches Trugbild und zugleich eine der berühmtesten Ikonen der Kinogeschichte. Filmstars und Hochstapler lassen uns an Illusionen glauben. Die Mechanismen von Trug und Täuschung in einer wenig glamourösen Wirklichkeit untersuchte Regisseur Alexander Adolph in seiner Dokumentation Die Hochstapler, in der er vier besonders bemerkenswerte Schwindler porträtiert, deren Erzählungen sich nebenbei geradezu als Meisterkurs der Schauspielerei entpuppen. Nun geht der Filmemacher einen Schritt weiter und stellt einen Hochstapler in den Mittelpunkt seines ersten Spielfilms. In dem tragikomischen Drama „So glücklich war ich noch nie“ über menschliche Schwächen und Sehnsüchte erweist sich vor allem der überragende Hauptdarsteller Devid Striesow als ein Meister des doppelten Spiels.
Weiterlesen
Trailer & Videos
So glücklich war ich noch nie Trailer DF
Bilder und Poster
Userkritiken und Wertungen
Durchschnittliche Wertung:
(4,0)
bei
39 Wertungen
insgesamt 2 Kritiken
ThomasEdgar
Mitglied seit 1.074 Tagen
|
34 Userkritiken
Bewertung:
(4)
Kritik:
Der Film knüpft fast an die Tradition schwarzer Filmkunst an. Ein bischen mehr Blut, Sex, schräger Humor oder Dramatik und der deutschen Filmkunst wäre ein seltene Vorstoß in ein Genre gelungen, das zum Beispiel eher in Frankreich beheimatet ist.
Im Vordergrund steht die Psychologie einers Charakters, mehr dem Schein und der Illusion verbunden, als dem Machbaren. Dieser Charakter spielt auf der Bühne zwischen Zynismus bei der Arbeitsvermittlung, korrupter Arbeitswelt, dummer Politik und der Gier nach Geld. Ehrlichkeit wird bestraft. Das erinnert fast an die gegenwärtige Finanzkriese.
Der Held macht sich daran, seine Geliebte aus dem Bordell zu holen. Die Lovestory endet schließlich im geräumigen Wohnzimmer einer ergaunerten Wohnung. Er ist glücklich, mit ihr theoretisch im Ausland eine neue Existenz aufbauen zu können, wärend unten an der Haustür die Hüter des Gesetzes zur Verhaftung rüsten.
Der Film schafft nicht den großen Spannungsbogen. Spannung ergibt sich eher wellenförmig von Szene zu Szene. Man wird atemlos mitgerissen. Immer wieder schafft der Gauner fragwürdige Situationen, aus denen er sich mehr oder weniger erfolgreich herauswindet. Wie reagiert eine Frau, die von einem fremden Mann einen teuren Mantel geschenkt bekommt? Was passiert mit dem Kreditkartenbetrüger, der den Mantel nicht bezahlen kann und bei der anschließenden Flucht im Toilettenfenster hängenbleibt?
Man setze sich einfach in einen Chefsessel, spule am Telefon einen professionellen Jargon herunter und schon gehört man dazu, egal ob Teppiche, Autos oder Finanzprodukte verkauft werden. Das Leben ist Schein, Vertrieb ist Spiel und das Ganze wird als Arbeit definiert in einer Welt, in der immer weniger Menschen durch ihre Arbeit würdig leben können.
Diese Gedanken gehen natürlich zu weit. Der Film gibt Anstoß zu so mancher Überlegung, was für ihn spricht. Auch hinsichtlich schauspielerisch guter Leistungen ist dieser Film sehr zu empfehlen.
Verfasst am 21.06. um 11:46 Uhr -
Verstoß melden
Du hast "So glücklich war ich noch nie" gesehen und willst deine Meinung mit Mitgliedern unserer Community teilen? Dann verfasse deine eigene Kritik zum Film / zur Serie!
Besetzung und Stab
Devid Striesow
Rolle: Frank
Thorsten Merten
Rolle: Schlickenrieder
Jörg Schüttauf
Rolle: Peter
Aktuelles
Kommentare
Gast - Donnerstag, 09. Februar um 17:30