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Kinostart
5. März 2009 (1h 33min)
- Regie
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Mit
Anton Corbijn, Peter Hook, Stephen Morris mehr
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Genre
Dokumentation, Musik
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Nationalität
Großbritannien
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Grant Gee erzählt die kaum mehr als drei Jahre umspannende Geschichte der Band, die sich im Januar 1978 in Joy Division umbenannte, weitgehend chronologisch. Gerade einmal zwei Studioalben haben die vier Musiker produziert, bevor sich der an Epilepsie und schweren Depressionen leidende Ian Curtis am 18. Mai 1980 das Leben nahm. Aber diese beiden Platten und die vielen Mitschnitte ihrer Live-Auftritte reichten, um Joy Division zu einer Legende zu machen. Sie, die noch als Punk-Band begonnen hatten, transzendierten in kürzester Zeit die Grenzen dieser Stilrichtung und läuteten mit ihren von Martin Hannett produzierten Platten die Post-Punk-Ära ein. Alleine das wäre schon genug Stoff für mehr als nur eine Dokumentation – schließlich lässt sich diese Geschichte nicht von der des Fernsehmoderatoren und Clubbesitzers Tony Wilson trennen, der mit seinem eigenen „Factory“-Label Manchester in den späten 70er und frühen 80er Jahren zum vielleicht wichtigsten Zentrum der englischen Musikszene gemacht hat. Aber Gee will sich nicht mit einer Chronik der Ereignisse begnügen. Die Stationen auf dem Weg zum Ruhm sind nur der Aufhänger für eine fast schon avantgardistische Annäherung an eine Stadt und eine Ära.
| Verleiher | 24 Bilder | Details zum Film | - | |
|---|---|---|---|---|
| Produktionsjahr | 2007 | Besucher | - | |
| VOD-Starttermin | - | Budget | - |
Von Sascha Westphal
Von der damals wegweisenden, mittlerweile einfach nur legendären englischen Band Joy Division zu sprechen, heißt auch, von der Stadt, Manchester, und von der Zeit, den späten 70er Jahren, zu sprechen. Die Gruppe und ihre Musik lassen sich um keinen Preis von dem Umfeld trennen, aus dem sie hervorgegangen sind. Bis zu einem gewissen Grat gilt das natürlich für jede Musikrichtung, jede Band und jeden Musiker. Doch in diesem Fall sind die Bindungen enger und stärker als sonst. Joy Division war anders als die Buzzcocks und The Fall, die Happy Mondays und auch The Smiths nicht nur eine Band aus dieser Stadt, in der im 19. Jahrhundert die industrielle Revolution ihren Anfang nahm, sie waren Manchester. In den düsteren Klangwelten und Texten ihrer Songs hat die vierköpfige Gruppe den Geist dieser Metropole auf einzigartige Weise eingefangen: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Stadt scheinen in ihren Liedern zusammenzufließen. Diesem Phänomen muss sich jeder Filmemacher stellen, der sich dem Werk und der Geschichte der Band nähert. Darin liegt eine beispiellose Herausforderung, aber auch eine ungeheure Chance. Und die hat der Kameramann und Videoclip-Regisseur Grant Gee bei seiner Dokumentation „Joy Division“ auch ergriffen. Letztlich schöpft er vielleicht nicht das ganze historische und künstlerische Potential aus, das in der Geschichte dieser Band liegt. Aber er zeichnet in seinem Film ein weitaus größeres und vielschichtigeres Panorama als viele andere Musik-Dokumentationen, die sich so oft damit begnügen, nur den Mythos einer Band zu befestigen.
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Rolle: er selbst
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