4.5 - Großartig
Der entsorgte Vater - Ein Film von Douglas Wolfsperger.
Ansatz monoperspektivisch, sehr einseitig bzw. mit fadem Beigeschmack, so manche Kritiken!
Ich meine eher: Sorgerecht im Kino - Väter- und Kinderentsorgung am Familiengericht!
Im Film kommen fast nur Väter zu Wort, weil - und hier liegt gerade die Realität in diesem wahrhaftig grausamen Familienunrecht begründet - weil es in der Tat nur die Väter sind, die diesen edlen Kampf um ihre Kinderseelen bisher alleine führen und weil deren Ex-Frauen es jederzeit „legal“ ablehnen können, sich zu äußern. Das nennt man im juristischen Jargon Kooperationsunwilligkeit der Mutter. Wenn die boykottierende, entfremdende Mutter nicht will, dann wird sie auch noch von Amts wegen dafür mit dem alleinigen Sorgerecht belohnt und honoriert, anstatt wie eine Täterin. Wer kennt das nicht? Mutterkult eben nach deutschem Verständnis! Somit können hier folgerichtig nur die Väter ihre Sicht der Dinge darstellen. Eine stilistische Größe also in diesem dokumentarischen Filmgenre von Wolfsperger! Hier wird man sofort in Eberhard Fechners Filmwelt „zwischen Dokumentation und Fiktion“ versetzt. Auch hier bei Wolfsperger sind die Darsteller Zeitzeugen von der subjektiv-erlebten und gelebten Realität. In einem Krieg, hier im Rosen- und Geschlechterkrieg, da ist doch kein Freiraum für Objektivität. Douglas Wolfspergers Film kann, ob bewußt oder unbewußt, nur subjektiv sein.
Daß auch die Kinder in seinem Film nicht zu Wort kommen, das mag mehrere Gründe haben. Eins steht aber fest: Amputierte Kinderseelen durch die eigenen Mütter, die mit krimineller Energie gegen die edlen Interessen des Kindes kämpfen und das heimtückische Eltern-Kind-Entfremdungssyndrom (PAS) am eigenen Kind verursachen, weil der Hass auf den Vater größer ist als die Liebe zum Kind - Solche Kinder verstummen immer. Auch das versteht sich von selbst. Die meisten Filmkritiken klammern leider, exakt wie die traditionelle deutsche Familienrechtsprechung, die Kinder aus, obwohl diese zu den ersten Opfern in diesem sinnlosen Krieg gehören. Die Kinder werden gezwungen, sich für eine Seite zu entscheiden. Ihr Verstummen in Wolfspergers Film dürfte neben eventuellen Schutzmaßnahmen symbolisch für ihre Entsorgung und ihr unermeßliches Leiden stehen. Grandioser könnte dieses enge Verhältnis in der entsorgten Vater-Kind-Beziehung auch hier kaum dargestellt werden. Die Väter müssen zudem ohnmächtig mit ansehen, wie die Mütter ihre Kinder gegen sie aufhetzen und krank machen. Jugendamt und Familiengericht geben indessen den gestörten Müttern dabei auch noch "Recht", zum vermeintlichen Schutz des Kindes vor dem Vater.
Angesichts eines solchen Väter-Kindesmißbrauchs sollten m. E. vielmehr die neurotischen MacherInnen in der millionenlukrativen Trennungs- und Scheidungsindustrie einem echten fachwissenschaftlichen Gutachten unterzogen werden. Mit seinem Cochemer Modell und der kooperativen Vernetzung aller Professionen, hat Familienrichter Jürgen Rudolph vor Jahren bereits gezeigt wie es friedlicher im Sinne unserer Kinder und damit einer gesellschaftsfähigen Generation geht.
Nicht, dass man(n) an den Darstellerschicksalen zweifeln würde. Doch um sich ein ganzes Bild machen zu können, hätte der Filmemacher Douglas Wolfsperger die juristischen Hintergründe vertiefen sollen. Es ist aber nie so spät Herr D. Wolfsperger. An neuen Darstellern, das wissen Sie nun am besten, wird es bestimmt nicht fehlen!
Väteraufbruch für Kinder mit unzählig anderen betroffenen Vätern könnte Bände über die Rechtsbeugung im deutschen Familienrecht schreiben. Rolf Lamprecht schreibt im Zusammenhang mit dem allseits bekannt gewordenen Skandalfall Görgülü: „Justizverbrechen werden von der eigenen Zunft nur widerwillig wahrgenommen. Nichts sehen! Nichts hören! Nichts sagen! Diese Apathie ist ein schlimmes Zeichen. Sie schürt Wiederholungsängste. Schon einmal, 1933, als sich Recht in Unrecht verkehrte, nahm der „Stand“ den Verfall achselzuckend hin. So dreist haben Überzeugungstäter erst ein Mal die Autorität des Rechts herausgefordert: Baader und Meinhof. Der Unterschied: Damals rebellierten Desperados, heute sind es drei Herren in roter Robe.“
Deutschland wurde aus diesen Gründen wiederholt vom Europäischen Gerichtshof wegen „Mißachtung des Menschenrechts auf Familienleben“ verurteilt.
„10 Jahre nach der Kindschaftsrechtsreform“, so Väteraufbruch für Kinder, „ist Deutschland wieder das familienpolitische Schlußlicht in Europa: Finnische Trennungsmediation, polnisches Sorgerecht, dänisches Elterngeld, französisches Familiensplitting, österreichische Männerpolitik, belgisches Wechselmodell... Familienpolitik kann sehr modern sein - und unsere Nachbarn machen uns vor, wie das geht“.
Nicht zuletzt hätte Wolfsperger v.a. das elterliche Entfremdungssyndrom (PAS) stärker thematisieren müssen, unter dem die Kinder, so unbestritten in der Fachwissenschaft, lebenslänglich grausam leiden.
Der Kindesmißbrauch muß im Namen der besten Interessen des Kindes unverzüglich bestraft werden, wenn wir keine amputierten Kinderseelen mehr haben möchten und die Verantwortlichen müssen für ihre Mißtaten endlich haften. Unsere stillschweigende PolitikerInnen sollen endlich aufwachen, wollen sie sich nicht länger unglaubwürdig machen. Tun Ihnen denn diese über Jahre hinweg gequälte Eltern und Kinder etwa nicht leid?
„Tötet jemand den Körper“, so der bikulturelle Khalil Gibran, „wird er zum Tode verurteilt; wer aber die Seele tötet, entkommt unerkannt.“
Der Film ist auf jeden Fall ein Hoffnungsträger u.a. gegen den sinnlosen Geschlechterkrieg, der für Deutschland langsam eine bedenklich-spezifische, femifaschistische Dimension erkennen läßt dort, wo Männer Schweine sind und wo nur ein toter Mann ein guter Mann ist und dort, wo unsere Söhne im Baby- und Kindesalter schon Opfer des radikalfeministischen Geschlechterrassismus geworden sind.
In „Typisch Mädchen“ von 1985 behauptet Marianne Grabrucker ohne ihre femineurotische Jungenmisandrie zu merken: „Die Anerkennung der Mädchen kann nur auf Kosten der kleinen Buben geschehen. Und EMMA schreibt 1986 ohne sich vor der femichauvinistischen Kinderdiskriminierung zu schämen: „Wenn wir wirklich wollen, daß es unsere Töchter einmal leichter haben, müssen wir es unseren Söhnen schwerer machen“.
Besten Dank an alle dafür, daß sie uns Vätern und unseren Kindern endlich eine Stimme geben konnten. Eine Stimme, die uns bis heute gleichermaßen von Medien, Gesellschaft und Politik verwehrt wird.
Hinzugefügt am 21.06.2009 um 16:35 Uhr
Verstoß melden