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in "somewhere" knüpft sofia coppola an thematisch an ihren großartigen film "lost in translation". doch dieser film ist stiller, suchender und auf angenehme art und weise ziellos. stephen dorff spielt den schauspieler johnny marco. ein junger typ, der keine ahnung hat, was er eigentlich mit seinem leben anfangen will. struktur hat er keine. dann steht plötzlich die tochter vor der tür. cleo wird von elle fanning gespielt. die fannings tauchen mittlerweile in gefühlt jedem film auf. es steht jedem frei das zu bewerten. hier aber fühlt man, das es von coppola womöglich beabsichtigt war. "somewhere" spielt zu großen teilen im berühmten "chateau marmont hotel" in L.A. das mit seinen gästen wie bogart oder jim morrison selbst schon eine popkulturelle legende ist. von diesem mythos zehrt der film geschickt wenn er sein leises drama um einen jungen hollywood - star hier platziert und fragt, was eigentlich ruhm ist. über allem schwebt die sphärische musik der französischen kult - band phoenix. die überbelichteten, hochgestochenen bilder sind zudem selbst schon kleine kunstwerke für sich und erinnern an fotografien von larry clark oder dessen filme, ganz besonders "ken park". "somewhere" ist unter den leisen und unauffälligen filmen eine perle. ein kleines meisterwerk einer begabten regiesseurin die sich nichts mehr beweisen muss.
Hinzugefügt am 04.03.2012 um 20:16 Uhr Verstoß melden
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