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Der Film wirkt unter dem Strich etwas fade. Er verzichtet auf tragende Sentimentalität oder sonstige Sensationen wie Sex, Gewalt oder Beziehungskitzel. Von vielen Seiten gefördert, stellt er eher die Information und nicht die Emotion in den Vordergrund. Die Ausnahmefrau Stinnes schafft es aufgrund ihrer Privilegien als Industriellentochter die Welt zu umrunden. Sehr anschaulich werden die einzelnen Stationen und auch politischen Situationen in den durchquerten Ländern gezeigt. Wobei ich mich frage: Reichte der Einfluß der Stinnesdynastie bis in die Tiefe der Anden, oder bis ins vom Bürgerkrieg zerrissene China? Mir fällt dabei die Doku John Raabe ein. Auch hier wird der weitreichende Einfluß deutscher Industrieller in der ganzen Welt des Vorkriegsdeutschlands um 1927 deutlich. Die Anmahnung genauerer Informationen in dieser Hinsicht stellen eine Überforderung dar. Der Film dokumentiert ausführlich die Auseinadersetzungen in der Expeditionsgruppe, die schließlich auf Fräulein Stinnes und ihren Kameramann schrumpft. Die einzelnen Stationen werden deutlich durch Einblendungen der Weltkarte angezeigt. Zahlreiche Schnitte mit Originalaufnahmen unterstreichen gekonnt die filmische Dokumentation. Positiv finde ich die echten Kulissen, Drehorte und vor allem den Adler Standard 6. In diesem sehr anschaulischen Abbild jener Zeit liegt die Stärke des Films. Für alle geschichtsinteressierten ein Muss.
Hinzugefügt am 24.10.2009 um 16:11 Uhr Verstoß melden
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