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Kinostart
unbekannt (1h 48min)
- Regie
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Mit
Tony Musante, Suzy Kendall, Enrico Maria Salerno mehr
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Genre
Horror, Krimi
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Nationalität
Italien, BRD
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Der amerikanische Schriftsteller Sam Dalmas (Tony Musante) verbringt mit seiner Freundin Julia (Suzy Kendall) einige Zeit in Rom. Auf dem Nachhauseweg macht er nachts vor einer exklusiven Kunstgalerie eine schreckliche Entdeckung. Durch die gläserne Front beobachtet er im Inneren einen Mordanschlag, bei dem eine bildhübsche Frau (Eva Renzi) von einem ganz in Schwarz gewandeten Angreifer schwer verletzt wird. Zu seinem Entsetzen vermag Sam nicht zu helfen, denn er sieht sich bald zwischen zwei Schiebetüren gefangen. Glücklicherweise trifft bald die Polizei ein und die Frau wird versorgt. Sie stellt sich als Monica Ranieri heraus, die gemeinsam mit ihrem Gatten Alberto (Umberto Raho) die Galerie führt. Der mysteriöse Täter ist inzwischen spurlos verschwunden. Einzig ein hinterlassener Handschuh sorgt für vage Hinweise. Kommissar Morosini (Enrico Maria Salerno) hat indes Sam unter Verdacht, weshalb er nach einem zermürbenden Verhör dessen Pass konfisziert. Für den Kommissar steht der versuchte Mord in direktem Zusammenhang mit anderen unaufgeklärten Attacken auf wehrlose weibliche Opfer. Bei seinen selbst angestellten Ermittlungen gerät der vermeintliche Täter Sam bald in höchste Lebensgefahr…
| Originaltitel | Uccello dalle piume di cristallo, L' | Details zum Film | - | |
|---|---|---|---|---|
| Verleiher | - | Besucher | - | |
| Produktionsjahr | 1970 | Budget | - |
Von Jonas Reinartz
Rom, Ende 1968. Bernardo Bertolucci (Der letzte Tango in Paris) besucht eine Nachmittagsvorstellung von Zwei glorreiche Halunken. Im Projektionsraum befinden sich der Regisseur des Films, Sergio Leone, sowie der Filmkritiker Dario Argento. Die beiden sind in ein begeistertes Gespräch über Kino verstrickt, doch Bertolucci versteht es, mühelos mitzuhalten. Schon bald werden die jungen Cineasten Argento und Bertolucci engagiert, um am Treatment für Leones Western-Apotheose Spiel mir das Lied vom Tod mitzuwirken. Zwei Jahre später realisiert Bertolucci mit dem zukünftigen Star-Kameramann Vittorio Storaro „Der Konformist“ und steigt so zum Liebling des Feuilletons auf. Argento hingegen bleibt seine ganze Karriere hindurch höchst umstritten. In Fankreisen aufgrund seines visuellen Einfallsreichtums gepriesen, stören sich viele Kritiker an den von ihm inszenierten Giallo-Thrillern: Sie tadeln die schematischen Figuren, die hölzernen Dialoge sowie eine zu detaillierte Gewaltdarstellung, immerhin werden vornehmlich attraktive Damen von diversen scharfen Messern malträtiert. Von deutlich brutaleren Vertretern des Italo-Horrors einmal abgesehen, wird dabei die ausgestellte Artifizialität von Argentos uvre meist völlig übersehen. Ähnlich wie bei seinem kurzzeitigen Mentor Leone ist das Medium Film als solches Argentos eigentliches Thema, L’art pour l’art in Reinkultur die Folge. Dies soll die genannten Schwächen nicht marginalisieren, dennoch ist es empfehlenswert, bei seinen Werken nicht die üblichen Maßstäbe anzusetzen. Auch im Erstlingswerk „Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe“ ist ein sinnvoller Plot kaum auszumachen, dafür aber ein überdurchschnittlicher, sehr atmosphärischer Whodunit-Krimi, der bereits nahezu sämtliche spätere Markenzeichen des spleenigen Italieners enthält.
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