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Kinostart
3. Dezember 2009 (1h 30min)
- Regie
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Mit
Unbekannte Schauspieler
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Genre
Dokumentation
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Nationalität
Deutschland
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„Wenn Ärzte töten“ ist das Dokument eines über mehrere Tage hinweg geführten Interviews mit dem amerikanischen Professor Robert Jay Lifton. Hannes Karnick und Wolfgang Richter haben den berühmten Psychologen in seinem Haus auf der Halbinsel Cape Cod besucht und dort zu Gesprächen mit ehemaligen NS-Ärzten befragt. Mit seinen Interviews mit Überlebenden des Holocaust wie des Atombombenangriffs auf Hiroshima und mit aus dem Vietnam-Krieg zurückgekehrten Soldaten und ihrer Auswertung ist Lifton zum Begründer einer neuen wissenschaftlichen Richtung geworden. Das Zentrum seiner psychohistorischen Forschungen und Studien bilden allerdings seine Gespräche mit NS-Ärzten, in denen er den Bedingungen und Voraussetzungen nachgespürt hat, die aus Medizinern, aus eidlich verpflichteten Heilern, Mörder gemacht haben. Nun, etwa 30 Jahre später, referiert er vor Hannes Karnicks und Wolfgang Richters Kamera noch einmal die Umstände und die Ergebnisse dieser von Halbwahrheiten, Beschönigungen und Taktiken des Abwiegelns geprägten Begegnungen.
| Originaltitel | Wenn Ärzte töten - Über Wahn und Ethik in der Medizin | Details zum Film | - | |
|---|---|---|---|---|
| Verleiher | W-Film | Besucher | - | |
| Produktionsjahr | 2009 | Budget | - |
Von Sascha Westphal
Gleich zu Beginn von „Wenn Ärzte töten“ stellen die Filmemacher Hannes Karnick und Wolfgang Richter („Martin Niemöller: Was würde Jesus dazu sagen?’“) die eigentlich entscheidende Frage: Wie lässt sich das Grauen der NS-Verbrechen in einem Film darstellen? Ihre Dokumentation über die Psychologie der NS-Ärzte, die in Todeskliniken und Konzentrationslagern des Dritten Reichs aktiv an der Ermordung und Vernichtung von Juden und so genannten Unwertigen mitgewirkt haben, gibt zwar keine definitive Antwort auf dieses gleichermaßen moralische wie praktische Dilemma – die kann es letzten Endes auch gar nicht geben. Aber sie übergehen es auch nicht einfach. Ihre extrem reduzierte Herangehensweise, sie verzichtet auf historische Dokumente genauso wie auf Ortsbegehungen, setzt ein deutliches Zeichen für eine strikte Nüchternheit. Sie vertrauen auf die Macht des Wortes und die analytischen Fähigkeiten des Zuschauers. Doch gerade die fordern sie dann letztlich viel zu wenig heraus.
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