Gefährten
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    8 User-Kritiken

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    Simon Donat
    Simon Donat

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      4 - Sehr gut

    Gefährten ist ein Film der von Freundschaft während der Grausamkeiten im 1. Weltkrieg handelt. Steven Spielberg hat hier kein neues Meisterwerk geschaffen, aber einen sehr schönen Film , der Liebhaber des gefühlvollen Kinos bestimmt begeistern wird. Mich hat er auch sehr angetan. Selbsverständlich spart Spielberg hier nicht mit Pathos und an Kitsch grenzenden Szenen, aber trotzdem schafft er es, Joey und Albert so darzustellen, das man mit ihnen mitfiebert. Die Inszenierung und vorallem die Bilder im Film sind so wunderschön, das sie versuchen ,die Schwächen zu überdecken. Klar, schnulzig ist der Film ein wenig. Aber das ist wiederrum Geschmackssache wie man das empfindet. Mein Fazit: Ein liebevoll erzählte und inszenierte Geschichte , die an Klassiker der 50, 60 er erinnert (deshalb auch vielleicht der Pathos), aber dennoch kein Klassiker ist, aber trotzdem zu begeistern mag.

    Hinzugefügt am 26.02.2012 um 15:00 Uhr
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    schreibanflo
    schreibanflo

    0 follower | Seine 10 Kritiken ansehen |

      0.5 - Null

    Schnulzig bis zum ende! Sehr übertrieben und die szenen wirken extrem kulissenhaft! Kann die positiven kritiken keinesfalls verstehen!

    Hinzugefügt am 25.02.2012 um 20:07 Uhr
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    Gattinara
    Gattinara

    1 follower | Seine 1 Kritik ansehen |

      4.5 - Großartig

    Ich kann beim besten Willen die teils recht harsche Kritik an diesem Film nicht nachvollziehen. Gefährten ist großes Gefühlskino mit tollen Bildern, wunderschöner Musik und einer Geschichte, die gerade aufgrund ihrer vermeidlichen Simplizität mitzureißen vermag. Wer aufgrund eines Pferdes in einem Film nur an "Wendy-Kitsch" denken kann, hat den Film bereits im Vorfeld in eine Schublade gepackt und aufgrund dieser (fragwürdigen) Voreinstellung letztlich wahrscheinlich auch kaum verstanden. Denn Gefährten ist nur bedingt ein "Pferde-Film". Im erzählerischen Zentrum des Films stehen vor allem Episoden um den ersten Weltkrieg aus verschiedenen Perspektiven der Kriegsteilhaber, weit entfernt von einer simplen schwarz-weiß oder gut und böse Darstellung-weshalb ich auch den Patriotismus-Vorwurf kaum nachvollziehen kann- der Film bezieht nämlich ganz offensichtlich keine Stellung für irgendeine Kriegspartei. Das Pferd Joey ist dabei das verbindende Element und stiller Betrachter. Dabei nutzt Spielberg nur selten bombastische oder mit überbordender Gewalt versehene Szenen, um die Intensität und das Grauen des Ersten Weltkriegs dem Zuschauer zu verdeutlichen. Vielmehr zeigt er die Unmenschlichkeit der Materialschlacht vor allem in einfachen Sequenzen. Spoiler :So z.b. wenn die britische Kavalerie als Anachronismus im MG-Feuer der Deutschen niedergeschossen wird, das Schicksal der deutschen Desserteure oder Joey, der im Niemandsland um sein Leben rennt. Natürlich ist der Film dabei emotional aufgeladen. Doch hier direkt von Kitsch zu sprechen halte ich für verfehlt und zu kurz gegriffen. Das gerade durch die Beziehung Albert und Joey Freundschaft, Treue und das Füreinander-da-sein im emotionalen Mittelpunkt des Films steht, mag manch einer für eine zu einfache und daher für eine kitschige Botschaft halten, doch gerade in unserer heutigen oftmals gefühlskalten und saturierten Gesellschaft hat gerade die Verbreitung solch vermeintlich "einfacher" Botschaften eine große Bedeutung. Oftmals sind es eben die "einfachen" Gefühle, die wirklich bewegen- auch oder sogar besonders im Kino. Oder um es anders zu sagen, und ich zitiere: "Ich habe eben keine Lust immer nur irgendwelche Kunstfilme über ein iranisches Mädchen und ihrem Fahrrad oder die Coming-Out Geschichte eines homosexuellen Schamanen in der Mongolei zu sehen." Gefährten ist Gefühlskino, großartig verfilmt und toll inszeniert. Wer an die tiefe Beziehung zwischen Mensch und Tier, die Spielberg zu Beginn des Films auf den Weg bringt, glauben will und kann, wird mit mehr als zwei großartigen Kinostunden belohnt. Joeys Geschichte ist dabei glaubwürdig mit den Kriegsparteien und dem Kriegsgeschehen verwoben und vermittelt in mitten der Unmenschlichkeit des Krieges immer wieder Szenen der Menschlichkeit und der Freundschaft, die bei kritischer Betrachtung vielleicht den Realismus vermissen lassen, an die man aber vielleicht gerade deshalb glauben und hoffen möchte. Spoiler :PS: Nur nebenbei: Wer die Szene im Niemandsland der Schützengräben leichtfertig als übertrieben abtun möchte, der sei auf die historische Tatsache des so genannten Weihnachtsfriedens im Ersten Weltkrieg verwiesen- manche unglaublichen Geschichten schreibt eben doch das Leben

    Hinzugefügt am 22.02.2012 um 16:32 Uhr
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    Downfall86
    Downfall86

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      1 - Sehr schlecht

    Ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, woher die guten Bewertungen für "Gefährten" kommen. Mein erster Kritikpunkt ist das eigentliche Hauptanliegen des Films, nämlich die Beziehung von Mensch und Tier. Die lange Geschichte über das freundschaftliche Band der beiden lässt sich im Grund auf Zurufe Alberts reduzieren. Ich bin zwar kein Pferde-Experte, aber ich bin mir wirklich nicht sicher, ob durch wiederholtes Zureden ein Pferd wirklich versteht was man von ihm will. Einzig das Anlegen des Geschirrs kam mir als plausible Lernkurve vor. Die Reaktionen der Pferdekennerin an meiner Seite scheinen das auch zu bestätigen. Da muss man sich aber Fragen, ob man nicht eine realistischere Darstellung wählen kann, wenn schon ein Tier der Hauptcharakter ist. Denn Jeremy Irvine kann es nicht sein, zu offen bleibt ein Großteil seiner Geschichte, wenn auch natürlich nicht seine Motivation. Spoiler :Zumindest, wenn man mal von seinem schnellen und unemotionalen Einsehen absieht, als "Grandpa" das Pferd ersteigert und mitnehmen will. Etwas mehr Verzweiflung oder Fassungslosigkeit oder gönnerische Größe sollte man erwarten, wenn man nach alle dem das geliebte Tier doch wieder abgeben soll. Hier wurden in meinen Augen echte Emotionen gegen einen letzten erzählerischen (schwachen) Twist getauscht. Der "emotionale" Höhepunkt im Krieg gegen Ende des Films hat bei mir im Kino eher für ein Aufstöhnen unter den Zuschauern gesorgt. Ich habe selten eine so verklärte Szene im Rahmen eines Kriegsschauplatzes gesehen. Es mag viel im Krieg passieren, aber was dort gezeigt wurde, halte ich für absurd und auch mit gutem Willen kaum nachvollziehbar. Auch andere Szenen zeigen wenig logische Handlungsmotive der Charaktere. Spoiler :Als Joey erstmals ersteigert werden soll, bietet der Verpächter deutlich mehr, als den Wert des Pferdes. Warum? Weil er es kann und sich nicht von seinem Pächter vor dem Dorf lächerlich machen lassen will. Ist das Eintreiben der Schulden ein Rachefeldzug? Warum erscheint es so, als ob er den Kaufpreis für das Pferd eintreibt, auf welches er selbst geboten hat? Wie kann die "Feuerprobe" beim Pflügen gefühlte wenige Tage nach der Auktion schon über alles entscheiden? Als die beiden kleinen Deserteure gefasst werden, wandelt sich das Motiv des Älteren von "Ich tue alles, um dich zu beschützen, ich habe es hoch und heilig versprochen" trotz des angebotenen Auswegs ("War das ein Versehen?") doch schnell in eine märtyrerische, suizidale Haltung, ohne, dass der Zuschauer einen Grund gezeigt bekommt. Das Mädchen mit den Glasknochen zeigt keinerlei Beeinträchtigungen, abgesehen davon, dass die offenbar schlecht schmeckende Medizin nehmen muss. Auch hier wäre es doch angebracht zu zeigen, wie hart das Leben mit einem Mädchen zu dieser Zeit umgegangen ist. Vielmehr zeigt sich uns ein aufgewecktes süßes Mädchen, wie sich wohl die meisten als Tochter wünschen Beinahe grotesk schnell wechselt das Wetter von sonnig zu sintflutartigem Regen und (gut, nach der Bestellung des gesamten Feldes) zurück zu sonnig. Auch die gesellschaftliche Rollenverteilung erscheint mir für das frühe Jahrtausend sehr modern. Positiv ist das Handwerk der restlichen Kriegsszenen hervorzuheben, sowie die musikalische Untermalung. Schlussendlich kann ich auch nur raten, welches Publikum mit "Gefährten" angesprochen werden soll. Frauen, die sich für Pferde interessieren? Zu viel Krieg, Gewalt und Grausamkeiten. Männer werden es schwer haben, sich mit dem Pferd, bzw. der Mensch-Pferd Beziehung identifizieren zu können. Auch eine realistische Darstellung des Krieges bietet sich hier nicht. Es bleibt viel Kitsch, der vielleicht Jugendliche ansprechen könnte (was auch vorurteilsbeladen ist). Wenn dieser Film den Oscar für "Bester Film" erhält, ist es die letzte Oscar-Verleihung, die ich gucken werde.

    Hinzugefügt am 20.02.2012 um 00:23 Uhr
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    Downfall86
    Downfall86

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      1 - Sehr schlecht

    Ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, woher die guten Bewertungen für "Gefährten" kommen. Mein erster Kritikpunkt ist das eigentliche Hauptanliegen des Films, nämlich die Beziehung von Mensch und Tier. Die lange Geschichte über das freundschaftliche Band der beiden lässt sich im Grund auf Zurufe Alberts reduzieren. Ich bin zwar kein Pferde-Experte, aber ich bin mir wirklich nicht sicher, ob durch wiederholtes Zureden ein Pferd wirklich versteht was man von ihm will. Einzig das Anlegen des Geschirrs kam mir als plausible Lernkurve vor. Die Reaktionen der Pferdekennerin an meiner Seite scheinen das auch zu bestätigen. Da muss man sich aber Fragen, ob man nicht eine realistischere Darstellung wählen kann, wenn schon ein Tier der Hauptcharakter ist. Denn Jeremy Irvine kann es nicht sein, zu offen bleibt ein Großteil seiner Geschichte, wenn auch natürlich nicht seine Motivation. Spoiler :Zumindest, wenn man mal von seinem schnellen und unemotionalen Einsehen absieht, als "Grandpa" das Pferd ersteigert und mitnehmen will. Etwas mehr Verzweiflung oder Fassungslosigkeit oder gönnerische Größe sollte man erwarten, wenn man nach alle dem das geliebte Tier doch wieder abgeben soll. Hier wurden in meinen Augen echte Emotionen gegen einen letzten erzählerischen (schwachen) Twist getauscht. Der "emotionale" Höhepunkt im Krieg gegen Ende des Films hat bei mir im Kino eher für ein Aufstöhnen unter den Zuschauern gesorgt. Ich habe selten eine so verklärte Szene im Rahmen eines Kriegsschauplatzes gesehen. Es mag viel im Krieg passieren, aber was dort gezeigt wurde, halte ich für absurd und auch mit gutem Willen kaum nachvollziehbar. Auch andere Szenen zeigen wenig logische Handlungsmotive der Charaktere. Spoiler :Als Joey erstmals ersteigert werden soll, bietet der Verpächter deutlich mehr, als den Wert des Pferdes. Warum? Weil er es kann und sich nicht von seinem Pächter vor dem Dorf lächerlich machen lassen will. Ist das Eintreiben der Schulden ein Rachefeldzug? Warum erscheint es so, als ob er den Kaufpreis für das Pferd eintreibt, auf welches er selbst geboten hat? Wie kann die "Feuerprobe" beim Pflügen gefühlte wenige Tage nach der Auktion schon über alles entscheiden? Als die beiden kleinen Deserteure gefasst werden, wandelt sich das Motiv des Älteren von "Ich tue alles, um dich zu beschützen, ich habe es hoch und heilig versprochen" trotz des angebotenen Auswegs ("War das ein Versehen?") doch schnell in eine märtyrerische, suizidale Haltung, ohne, dass der Zuschauer einen Grund gezeigt bekommt. Das Mädchen mit den Glasknochen zeigt keinerlei Beeinträchtigungen, abgesehen davon, dass die offenbar schlecht schmeckende Medizin nehmen muss. Auch hier wäre es doch angebracht zu zeigen, wie hart das Leben mit einem Mädchen zu dieser Zeit umgegangen ist. Vielmehr zeigt sich uns ein aufgewecktes süßes Mädchen, wie sich wohl die meisten als Tochter wünschen Beinahe grotesk schnell wechselt das Wetter von sonnig zu sintflutartigem Regen und (gut, nach der Bestellung des gesamten Feldes) zurück zu sonnig. Auch die gesellschaftliche Rollenverteilung erscheint mir für das frühe Jahrtausend sehr modern. Positiv ist das Handwerk der restlichen Kriegsszenen hervorzuheben, sowie die musikalische Untermalung. Schlussendlich kann ich auch nur raten, welches Publikum mit "Gefährten" angesprochen werden soll. Frauen, die sich für Pferde interessieren? Zu viel Krieg, Gewalt und Grausamkeiten. Männer werden es schwer haben, sich mit dem Pferd, bzw. der Mensch-Pferd Beziehung identifizieren zu können. Auch eine realistische Darstellung des Krieges bietet sich hier nicht. Es bleibt viel Kitsch, der vielleicht Jugendliche ansprechen könnte (was auch vorurteilsbeladen ist). Wenn dieser Film den Oscar für "Bester Film" erhält, ist es die letzte Oscar-Verleihung, die ich gucken werde.

    Hinzugefügt am 20.02.2012 um 00:23 Uhr
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    tobe78
    tobe78

    2 Follower | Seine 70 Kritiken ansehen |

      1.5 - Schlecht

    "The war has taken everything..." - Seit den letzten 10 Jahren im Filmgeschäft (bzw. des 5malig prämierten, in Szene gesetzen Oscar Siegers "Saving Private Ryan") spaltete Meisterregisseur StevenSpielberg seine weltweiten Fans und die Betrachter seiner auf die Leinwand gehievten Werke immer mehr. "Krieg der Welten," "Tim und Stuppi" und "Indiana Jones - und das Königreich des Kristallschädels" beispielsweise versetzten bis heute eine Vielzahl der Fananhängerschaft nicht in positives Erstaunen, sondern in kaltes Entsetzen. Es scheint so, als ob sich die besten Zeiten in der Karriere von Steven Spielberg als brillanter Regisseur so langsam aber sicher (leider) dem Ende zuneigen. Denn in immer auch nervigerer und nerdigerer Manier folgen mittlerweile unausgegorene und vermeidbare Produktionen für andere Regisseure (z.B. "Transformers" für Actionspezialist Michael Bay) als auch immer durchwachsenere Regieleistungen, für welche es bereits in der Vergangenheit teils heftige, teils kontroverse Kritik in den Feuilletons hagelte. Und auch der neueste Kinobeitrag 2012, "Gefährten" bildet da in dieser Hinsicht keine Ausnahme und zeugt noch nicht einmal von drögem filmischen Mittelmaß. "Gefährten" offenbart sich als der bisherige inszenierte Blockbusterwitz 2012, neben "Für immer Liebe" und "Die eiserne Lady" z.B, trotz einer gewisssen handwerklichen und darstellerisch soliden Qualität. In pittoresken Bildern / formidabler Ausstattung nebst glänzend komponiertem John Williams Score gedeiht zumindest in der ersten halben, inszenierten Stunde von "Gefährten" die Hoffnung für den Betrachter, ddas Steven Spielberg wieder an alte Regieglanzleistungen anknüpfen könnte, wenn er penibel darauf achtet, das jede Gestik / Mimik von Jeremy Irvine im Zusammenspiel mit seinem ihm treu ergebenem Ross sitzt, um so schnell wie möglich das Herz bzw. die Gunst des Zuschauers für sich gewinnen zu können. Aber leider liegt genau in diesem Punkt und den gut gemeinten Absichten von Steven Spielberg, noch einmal "Donner, Glanz und Gloria" früherer Hollywood Studio Produktionen aufleben zu lassen, auch das größte Manko. Man kann sich leider nicht dem Eindruck verwehren, das Jeremy Irvine auf Gedeih und Gederb darauf angewiesen war, während des Drehs den Betrachter in "Faster,Harder And Intense" Manier in seiner Rolle zu begegnen, um ihn mit als bald (bereits nach 10 Minuten!) rollenden Kulleraugen und herausquellenden Tränen (wenn Joey ihm leider weggenommen wird) süffisant um den Finger wickeln zu können. Jeremy Irvine erweckt ganz klar den Eindruck künstlicher Tränendrüsendrückermomente, welches die entstandenen Sympathien und die entsprechende Authenzität / Glaubwüridigkeit beim Betrachter sofort wieder zunichte macht. Steven Spielberg verfügte früher einmal über das Talent, nicht nur seinen Geschichten freien Atem in Sachen Entwicklung zu zugestehen, sondern sich auch folgendem Motto/Credo zu verhaften: Don´t instruct the actors only, let them "evolve, as well as the story." Davon ist im Falle von "Gefährten" nicht mehr viel übrig geblieben. Steven Spielberg wagt sich an das kühne Experiment, Emotionen auf andere Art als üblich entstehen zu lassen, welches im Falle von "Gefährten" bereits von vorneherein zum scheitern verurteilt ist. Zum Glück wurde bei diesem Experiment wenigstens auf die überflüssige 3D Berieselung verzichtet. Denn nicht die entsprechenden Bilder sorgen für die notwendige Bindung des Betrachters an gesehene und treffen auch nicht das Herz und den Verstand. Nein, "echte" verkörperte Gefühle und Glaubwürdigkeit tun dies, eröffnen die Pforte, um sich in einem Film fallen zu lassen. Dies aber zu erreichen, erweist sich im Filmgeschäft aber immer wieder als schwierige Herausforderung, welche zu bewerksteligen ist. Wobei die erste halbe Stunde von "Gefährten" Gott sei Dank nicht das vorankommen in der eigenen Story behindert, sondern noch einen wichtigen expositionellen Teil von ihr darstellt. "I promise you that if I can, I will return him to your care." - Nichts desto trotz erweist sich der weitere Verlauf der inszenierten Geschichte als durchweg diskutabel. Denn Steven Spielberg legt weniger Wert auf entsprechende Stringenz, sondern wechselt die vorhandenen Schauplätze / Orte der Handlung ziemlich zügig, so dass man erst einmal dazu geneigt sein kann, die Handlung als inkohärent verlaufend / nicht zusammenhängend einzustufen. Bei genauerer Betrachtung erweisen sich die auftauchenden Orte/Charaktere aber als ein einzig inszenierter, emotionaler McGuffin im klassischen Sinne von George Lucas, um die Handlung Stück für Stück weiterzuführen, am Ende zu einem Abschluss zu bringen und die eigene, über Gebühr banale pseudotiefgründige Botschaft am Ende des Filmes nach dem zu jeder Zeit durchschaubarem Ausgang vermitteln zu können. mehr und weiter unter: http://blockbusterandmore.blog.de/2012/02/16/gefaehrten-kritik-12807312/

    Hinzugefügt am 17.02.2012 um 13:12 Uhr
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    lemonegreen
    lemonegreen

    0 follower | Seine 3 Kritiken ansehen |

      2.5 - Na ja

    Wie Lassie feat. Black Beauty... wobei man sich fragen muss: wie gut kann ein Film denn sein, der sich von vornherein so stark mit anderen vergleichen lässt? Prinzipiell gibt es dar nur zwei Möglichkeiten: Entweder er übertrifft alles vorher Gesehene, oder das Original lässt ihn neben sich einfach schlecht aussehen. Dem Vergleich entziehen, kann er sich aber nicht und so verspielt der Film schon von Anfang an einen großen Teil an Originalität. Tatsächlich weiß ich im Fall dieses Films auch nicht, was ich schlimmer fand: Die ersten unendlich langen 30 Minuten, das katastrophal verkitschte und in leuchtendem Sonnenuntergangsorange gehaltene Ende, die überwiegend mittelmäßigen Leistungen der Schauspieler mit wenig Ausreißern nach oben (David Kross, David Thewlis), aber mehr noch nach unten (Emily Watson, Peter Mullan, Niels Arestrup und ein nahezu nervtötender Jeremy Irvine), oder der teilweise unpassende Humor an den falschen Stellen, der das ganze, mit Spielberg'schem Pathos vorgetragene, Theater einfach ins Lächerliche zieht. DAS EINZIGE das mich an diesem Film noch positiv überrascht hat, war die Spannungskurve, die sich, trotz überaus vorhersehbarer Handlung, irgendwie doch noch über einigermaßen weite Teile des Films aufbauen konnte. Letzten Endes ertrinkt der Film jedoch in purer Mittelmäßigkeit. Woraus er die hohe Filmstarts-Bewertung und 6 Oscar-Nominierungen (u.a. als „Bester Film“, was ich noch unangemessener finde) zieht, erschließt sich mir beim besten Willen nicht!

    Hinzugefügt am 12.02.2012 um 17:20 Uhr
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    Bjoerg
    Bjoerg

    4 Follower | Seine 22 Kritiken ansehen |

      1.5 - Schlecht

    Nach diesem gruseligen Trailer, der ja Pathos pur war, hatte ich noch die Hoffnung, dass zumindest die Darsteller den Film retten könnten. Immerhin sind Benedict Cumberbatch und Tom Hiddleston dabei, zwei der momentan interessantesten Schauspieler. Tja, deren Auftritt dauert leider nur 15 Minuten der fast 2 1/2 Stunden Laufzeit... Und die ziehen sich, besonders wegen der vielen Kamerawinkel, die das Pferd Joey von allen Seiten in jeder Szene zeigen. Ich war ehrlich gesagt noch nie ein großer Pferdefan und das war eindeutig zu viel des Guten. Und ich glaube, alle haben verstanden, wie 'miraculous' und 'remarkable' dieses Pferd ist, wird aber trotzdem in jeder zweiten Szene wieder betont. Aber das Schlimmste ist die Darstellung der böhöhööösen Deutschen. Ja, so böse, dass die arme Zivilisten ausrauben und zwei 'eigene' Teenager erschießen. Ein paar einzelne gute sind dazwischen, wie David Kross und der Soldat, der hilft, Joey zu befreien, aber die anderen sind gaaaaanz böse. Und das Lächerlichste dabei ist, dass sie alle miteinander in der OV Englisch sprechen, mit einem starken deutschen Akzent, nur, weil die Amis zu faul für Untertitel sind. Zwischendurch hört man immer mal wieder kurze deutsche Ausrufe, aber die Dialoge sind alle auf Engisch gehalten. Auch die zwischen einem französischen ;Mädchen und ihrem Großvater (deren Akzente natürlich noch stärker sind). Tut mir leid, dieser Film hatte nur wenige Lichtblicke gegenüber viiiiieeeel Pathos und Patriotismus und wirkte oft sehr gekünstelt. Das war nichts, Steven!

    Hinzugefügt am 22.01.2012 um 04:33 Uhr
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