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    Death Proof
    Durchschnitts-Wertung
    3,5
    1212 Wertungen - 40 Kritiken
    13% (5 Kritiken)
    28% (11 Kritiken)
    23% (9 Kritiken)
    20% (8 Kritiken)
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    40 User-Kritiken

    Kino:
    Anonymer User
    4,0
    Veröffentlicht am 25. Februar 2010
    Der Serienkiller Stuntman Mike hat es auf den weiten, einsamen Straßen von Texas auf gutaussehende Girls abgesehen. Eine Gruppe Durchreisende kommt ihm gerade recht und mit einem mörderischen Manöver serviert Mike die Damen ab. 14 Monate später ist er in Tennessee unterwegs und nimmt neue Opfer ins Visier. Doch die Damenriege um die Stuntfrauen Zoë und Kim sind ihm mehr als nur ebenbürtig und eröffnen ihrerseits die Jagd... ----------------------------------------------------------------- Nach seinen filmischen Verbeugungen vorm Heist Movie, vor Pulp, Blaxploitation, Eastern und unzähligen weiteren Sub-Genres, Vorbildern, Idolen und Einflüssen wandte sich Quentin Tarantino gemeinsam mit Kumpel Robert Rodriguez dem Grindhouse-Kino zu. Jenen Spielsälen, in denen vor allem in den 1970ern B-Movies verschiedenster Gattungen des Exploitation-Genres aufgeführt wurden (Horrorfilme, Italowestern, Car-Chase-Movies usw.), widmeten die beiden ihre Zusammenarbeit. Dabei begnügten sie sich nicht mit inhaltlichen Anlehnungen und Referenzen, auch der Look wurde an die typischen Abnutzungserscheinugen der Filmrollen angepasst, die damals von Kino zu Kino hin- und hergereicht wurden. Das Bild von „Death Proof“ ist dementsprechend von Kratzen übersät und verschmutzt, es ruckelt mal vor, mal zurück, verliert zwischendurch die Farbe und einzelne Szenen fallen absichtlichen Fehlschnitten zum Opfer. Zudem knackt und knistert der Sound und alles in allem ist der Film absolut kein audiovisuelles Hochglanzprodukt. ----------------------------------------------------------------- Schon aufgrund dieser alle (modernen) Sehgewohnheiten ignorierenden Technik dürfte mancher von „Death Proof“ wohl bereits nach zwei bis fünf Minuten restlos bedient sein. Oder man nimmt es über die volle Laufzeit als besondere Erfahrung, als ein nasty amusement an. Ein gewisses Potenzial zur Verweigerung des Dienstes am Endverbraucher, sprich dem Zuschauer, wohnt mehr oder weniger ausgeprägt jedem Werk Tarantinos inne, diesbezüglich macht er hier keine Ausnahme. Sobald Gewöhnung an das Seherlebnis eingetreten ist steigert er diese Komponente sogar auf andere Weise in eine neue Höhe. Die Freundinnen ‚Jungle‘ Julia, Shanna und Arlene ‚Butterfly‘machen sich auf zu einem Road Trip, landen dabei in einer Bar und sowohl auf dem Weg dorthin, als auch an Ort und Stelle plappern sie um das vollkommene Nichts. Beschaffung von Drogen, Sex, Männer und das alles in abgeranztem Dirty Talk. Ob dies nun tatsächlich ein Einblick in die Mythologien und Thematiken ist, mit denen sich Frauen unter sich tatsächlich beschäftigen, sei dahingestellt, doch selbst bei Tarantinos bekanntem Hang zur Dialoglastigkeit gibt es hier kein schönreden: hörenswert, ausgefeilt, unterhaltsam oder gar spannend ist das bei allen Anspielungen und Verweisen nicht und einzig, weil der Meister es geschrieben hat, zu behaupten, es sei genial, würde hier mit Verblendung einhergehen. Der Trumpf, den „Death Proof“ ausspielt, heißt zu diesem Zeitpunkt eindeutig Kurt Russell. ----------------------------------------------------------------- Mit seinen ersten Auftritten, wenn er sich an den Sonnenblenden seines Autos befestigte Fotos der Frauen ansieht und vor sich hin schmunzelt, wenn er sich in der Bar der Blondine Pam nähert und ihr eine Mitfahrgelegenheit anbietet, einfach jedes Mal, wenn Russell im Bild ist zieht er einen in den Bann seines schneidigen Stuntman Mike. Die Präsenz und verborgene Bedrohung, die von ihm ausgeht, wird im weiteren Geschehen allgegenwärtig und je geschwätziger und nichtiger es weitergeht, umso deutlicher wird, dass Tarantino seinen Psychopathen mit voller Härte zuschlagen lassen wird. Bis es soweit ist wird einem tatsächlich keine der Protagonistinnen sympathisch, als gehänselte Ex-Mitschülerin von ‚Jungle‘ Julia gelingt dies der von Rose McGowan gespielten Pam am ehesten. Das Haupttrio hingegen wird einem nie ganz klar und jede bleibt unentschlossen an ihrer Attitüde hängen. Da wird gegiftet und gezickt, da kreisen die Zeigefinger und die Köpfe auf den Schultern. Sydney Tamiia Poitier, Jordan Ladd und Vanessa Ferlito ist dabei wenigstens ein gewisser Sex-Appeal nicht abzusprechen, dessen Zurschaustellung entspricht auch dem B-Movie-Flair, gute Charaktere definieren sich aber nicht über lange Beine und einen Lapdance. Denkwürdig ist einzig Russells Auftritt. Und als er McGowan auf den präparierten Beifahrersitz seiner Karre, in die sogenannte Crash Box, bittet und plötzlich unverschämt mitten in die Kamera grient gibt er das Startsignal für einen Höllenritt. Zunächst zertrümmert Stuntman Mike die hilflose Pam, anschließend setzt er sein Vehikel frontal in jenes der zum Quartett angewachsenen Damen. Den heftigen Crash zeigt Tarantino mehrmals und mit vollster Brutalität, es fliegen Gliedmaßen und ein Hinterreifen reißt ein ganzes Gesicht mit sich. ----------------------------------------------------------------- Wer denkt, „Death Proof“ konzentriere sich nun allein auf Stuntman Mike und weitere halsbrecherische Tötungsmanöver, wird enttäuschtNach einer kurzen Auflockerung in Form eines Wiedersehens mit dem aus From Dusk till Dawn und Kill Bill bekannten Ranger Earl McGraw, der klar macht, dass das Gesetz und dessen Hüter im Kampf gegen Stuntman Mike macht-, nutz- und lustlos sind, geht quasi alles von vorne los. Vier neue Frauen werden eingeführt und weitere, weniger gossige, etwas interessantere Dialoge folgen. Abernathy, Lee, Kim und Zoë geraten zudem um einiges mögenswerter und besonders letztere münzt Tarantinos Film auf eine weitere Ebene um. Zoë Bell, die sich selbst spielt, ist von Beruf Stuntfrau und doublte Uma Thurman in „Kill Bill“. Schauspielerisch fehlt es ihr an einigem und ihr ständiger verkniffener Gesichtsausdruck wirkt oft unnatürlich, beeindruckend ist aber ihr Auftritt auf der Motorhaube eines weißen Dogde Challenger. Zoë will unbedingt auf dem aus „Fluchtpunkt San Francisco“ bekannten Wagen ‚Schiffsmast‘ spielen, wobei sie sich bei voller Fahrt bloß an zwei Gürteln festhält. Hierbei treffen sie und ihre Freundinnen auf Stuntman Mike und Bell ist bei den wilden Rammmanövern sichtlich in ihrem Element. „Death Proof“ huldigt damit auch ihr im speziellen und handgemachter Stuntarbeit im allgemeinen. ----------------------------------------------------------------- Den Schmuddellook streift der Film in der zweiten Hälfe (unerklärlicherweise) ab, nicht nur das Bild wird sauber, auch die Sets werden heller, ansonsten ist der Ablauf beinahe identisch. Stuntman Mike kommt wiederum als schleichende Bedrohung in die Nähe der Frauen, welche sich, wer hätte es gedacht, über Sex an Filmsets unterhalten und ansonsten wie ihre Vorgängerinnen viele versteckte und offensichtliche Hinweise an Tarantinos Werke und Phänomene der Popkultur einstreuen. Nach der ersten offenen Konfrontation wechseln allerdings die Positionen. Zoë, den Attacken von Mike knapp entronnen, sinnt auf Rache und die Frauen lassen den Stuntman nicht ohne weiteres entkommen. Dramaturgische Regeln setzt Tarantino während des rasanten Showdowns wieder einmal genüsslich außer Kraft, denn wie er den coolen Killer plötzlich zum winselnden Feigling umkrempelt, der von der Gegenwehr seiner ‚Opfer‘ völlig überrumpelt wird, ist schon bemerkenswert. Der Regisseur lässt Russells Spiel in eine beinahe bemitleidenswerte Hysterie ausarten und bricht mit sämtlichen Gesetzen des stets übermächtigen Bösewichts. ----------------------------------------------------------------- „Death Proof“ geht schnurstracks und mit voller Wucht an allem vorbei, was man von einem Mainstream-Film erwarten würde und nietet bei der Gelegenheit so manche Erwartung an einen Tarantino-Film gleich mit um. Reichlich Barfüßigkeit, Mikes Erwähnung einer BigCahunaBurger-Filiale, unzählige weitere Anspielungen und ein todsicherer Soundtrack verankern ihn zwar in seiner Welt, das Funktionieren des Films kann er sich allein über das Prädikat ‚Tarantino‘ aber nicht sichern. Ob „Death Proof“ eine gänzlich unbrauchbare und des Ansehens unwerte Ansammlung von (Selbst)Zitaten ist, ein müdes Nachahmen kaum nachahmenswerter Vorbilder, oder doch wieder ein innovatives Fest cineastischer Ausgefeiltheit und Brillianz kann endgültig kaum beantwortet werden. Das hängt letztlich auch davon ab, mit wieviel Leidenschaft des Regisseurs man sich selbst zumindest anzufreunden bereit ist, um sich auf etwas derartiges einzulassen. Einer, der wie Tarantino zu jedem nur erdenklichen Genre Dutzende von Produktionen in seinem Regal stehen hat und aus jeder wortgenau zu rezitieren weiß, der gewinnt und vergrault Fans von Projekt zu Projekt. Ihm treu zu bleiben erweist sich am Ende auch bei "Death Proof" nicht als Fehler, denn mit dem über weite Strecken naheliegenden Begriff »Langeweile« ist dieser reudigen Ausgeburt eines von allen Fesseln der Konvention befreiten Films nicht genüge getan. ----------------------------------------------------------------- komplette Review siehe http://blogs.myspace.com/index.cfm?fuseaction=blog.view&friendId=418824324&blogId=505643045
    marrylemon
    marrylemon

    User folgen Lies die 13 Kritiken

    5,0
    Veröffentlicht am 9. Mai 2010
    Kann schon sein, dass ich als treuer Tarantino-Fan ihm alles abkaufe und toll finde, aber ich mochte den Film von Anfang an. Es stimmt, dass die Handlung nicht unbedingt die beste ist und ja, der Film ist Geschmacksache. Dennoch geht es in dem Film um Details die Tarantino in jedem seiner Filme einbaut. Die Dialoge sind lang aber nicht langweilig. Der Soundtrack ist wieder typisch Tarantino und auch die 70er werden betont. Zuerst dachte ich sogar, dass der Film 20-30 Jahre zurück spielt, aber spätestens als dann zwischen dem Dodge Challenger und Stuntman Mikes Auto die ganzen neuen Autos zu sehen waren, ging mir ein Licht auf.
    Leon H.
    Leon H.

    User folgen Lies die 21 Kritiken

    3,0
    Veröffentlicht am 24. April 2010
    Wie seltsam das jetzt auch klingen mag, aber dieser Tarantino-Film hat meine Erwartungen nicht ganz erfüllt. Also versteht mich jetzt nicht falsch der Aufabau und die Machart die besonders an frühere Filme erinert, in denen einfach mal schnell das Bild oder der Ton verrutschte oder gar ganz weg fiel, gefiel mir persöhnlich sehr gut, und auch Kurt Russel als durchgeknallter Stuntman der in den Worten von Eli Roth ofentsichtlich in der Zeit stehen geblieben ist wusste sich anscheinend zuhelfen. Jedoch sind es die Dialoge die einen guten Tarentino Film ausmachen, was hier jedoch nicht der Fall ist, weshalb Die Verfolgungsjagd mein Lieblingspart in diesem Film ist, den beim lieben Quentin finde ich darf man mehr erwarten als Sex and the City ähnliche Dialoge.
    Marsellus Wallace
    Marsellus Wallace

    User folgen 2 Follower Lies die 12 Kritiken

    5,0
    Veröffentlicht am 22. Februar 2011
    Was für ein Hammer-film, ich liebe ihn einfach, schon allein weil er mal so gar nicht ins Mainstream-Bild passt und einfach legen... achtung jetzt kommts ...där ist^^. Abgesehen davon sind die Mädels wirklich heiß (besonders Mary Elizabeth Winstead :-*) und Kurt Russell ist sowieso der Star des Films. Noch in 20 Jahren werde ich mir diesen Film reinziehen soviel steht fest.
    Nirtakna
    Nirtakna

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    0,5
    Veröffentlicht am 25. Februar 2010
    Man kann Quentin Tarantino nur bewundern: Er hat seinen eigenen, unverwechselbaren Stil. Obwohl man nie genau festlegen kann, wodurch sich dieser definiert, erkennt man ihn. Todsicher. Trotzdem war ich von "Death Proof" leider sehr enttäuscht. Woran liegt das? Dem Film fehlt es nicht an Coolness, es fehlt ihm nicht an guter Musik, nicht an einigermaßen talentierten Schauspielern - es fehlt im lediglich an Handlung. Natürlich sieht sich jederman(n) gerne hübsche, weibliche Rundungen an. Selbstverständlich ist es eine nette Idee, dass mithilfe von absichtlich verursachten Autounfällen gemordet werden kann. Mich können hübsche Hintern, oberflächliche Dialoge, schnelle Autos und Brutalität aber nicht darüber hinwegtrösten, dass der Film nur aus Gerede, ein bisschen Gewalt, noch mehr Gerede und einer (absichtlich?) schlecht inszenierten Verfolgungsjagd besteht. Hinzu kommt natürlich noch viel Knackarsch und ein bisschen Lapdance für die Herren, ein bisschen lächerliches Möchtegern-Geläster und Rachegelüste für die Damen. Aber das war es dann auch schon. Sicherlich ist "Death Proof" kein Mainstream-Film. Aber nur, weil es kein Mainstream ist, ist es noch lange kein guter Film. Ich kann nur hoffen, dass Tarantino uns mit diesem Film sagen wollte: "Hey, das war doch nur ein Witz!" Aber selbst wenn es so wäre: Sorry, Quentin, aber ich habe ihn nicht verstanden.
    John de L.
    John de L.

    User folgen Lies die 2 Kritiken

    0,5
    Veröffentlicht am 1. Mai 2011
    @phoenix Dir gefällt in erster Linie, dass diese wertlosen Emanzenlesben am Ende -wie lächerlich und unreal das ist- dem doppelt so starken Mann in die Fr*sse treten dürfen, weil Mr. Tarantino nicht die Eier hat, der Realität (Kurt Russel schlägt -hübsch der Reihe nach- eine nach der anderen langsam tot) den Vortritt zu lassen. Scheinbar bestehen 2/3 seiner Konsumenten aus Lesben. Generell zeigen solche Schundfilme aber auch immer den Komplex des unterlegenen, schwachen Geschlechtes (also Frauen) gegenüber dem beherrschenden, starken. In Filmchen wie "Kill Bill" oder eben dem Machwerk hier darf es dann im Kinosessel 2 Stunden lang Wunschträume ausleben...
    lukas16
    lukas16

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    4,0
    Veröffentlicht am 19. April 2012
    Death proof ist nicht der beste film von Tarantino aber trotzdem ein guter film wenn mann sich darauf einlässt ... wie man es bei einem Tarantino nun mal tun muss. die dialoge sind sehr gut geschrieben und die story wurde gut umgesetzt. allerdings nehmen die dialoge ein bisschen sehr grosse ausmaße an und die eigendliche handlung kommt etwas zu kurz. Dennoch ist death proof ein typischer Tarantino also 4 von 5 sterne.
    udo43
    udo43

    User folgen Lies die 46 Kritiken

    2,0
    Veröffentlicht am 25. Februar 2010
    Da haben wir ihn wieder. Mr. Tarantino erzählt wieder eine Geschichte. Eine coole Geschichte. Eine Geschichte für 20-jährige. Für Coole. Für Girlies. Inzwischen wirkt es alles nur noch aufgesetzt und peinlich. Stilistisch macht er seine Sache gut. Viele Eigenheiten des Mediums Film werden - wie üblich - hübsch aufbereitet: Blitzer, Schleifspuren, SW-Sequenzen etc. - alles dabei. Wo Tarantino drauf steht ist auch Tarantino drin. Dann zitiert er sich natürlich selbst (Handymelodie). Jetzt dreht er durch. Aber die Geschichte? Tja, die hat mich nicht die Bohne interessiert.Vielleicht liegt es am Alter. Dass da nun Beine durch die Gegend fliegen und man eine hervorragende, handgemachte Action geboten bekommt, macht die Geschichte auch nicht besser. Verstehe ja, dass dieser Film eine Hommage an die traditionellen Grindhouse-Filme der 70-Jahre sein soll. Schon klar. Unterm Strich kann ich mir´n Ei drauf pellen.
    Djangolina
    Djangolina

    User folgen Lies die 14 Kritiken

    5,0
    Veröffentlicht am 25. Februar 2010
    Super!!!! Viel besser, lustiger, spannender, härter als "Kill Bill". Einfach alles ist perfekt: die Schauspieler, die Actionszenen, die Dialoge und vor allem der geniale Schluss. Ich hatte den Eindruck, das ist endlich der Film über Kick-Ass-Chicks, der "Kill Bill" hätte werden sollen, der aber am Nimbus von Uma Thurman scheiterte. Unglaublich, dass Death Proof in den USA floppte. Vielleicht lag's an den gekappten Szenen (siehe filmstarts-Kritik), die den Film wirklich zu einem Meisterwerk machen?
    TobiP86
    TobiP86

    User folgen Lies die 4 Kritiken

    0,5
    Veröffentlicht am 25. Februar 2010
    Liebe Filmstarts-Community, wenn ich morgen Nachmittag nach der Arbeit in ein BMW-Autohaus gehe und einen nagelneuen 5er kaufe, erwarte ich davon feinste Qualität. Wenn der Wagen allerdings wöchentlich in der Werkstatt landet werde ich mich darüber aufregen und das mit absolutem Recht. Filmkritikern scheint diese Vorgehensweise allerdings fremd zu sein. Nur weil ein Filmplakat "Quentin Tarantino" titelt, muss der Film nicht gut sein. Death Proof beweist dies, wie es eindrucksvoller nicht mehr möglich ist. Vorab möchte ich loswerden, dass ich nur diesen Teil des Doppels gesehen habe. Zu seinem Gegenüber kann ich nichts sagen, dieses habe ich mir erspart. Deshalb kann ich von der "hohen Kunst des Grindhouse-Films" nichts berichten. Oft lese ich, wie die Dialoge des Films hochgelobt werden. Warum das so ist, gibt mir mehr als nur ein Rätsel auf. Vulgäre Sprache ist absolut in Ordnung, hier wird es damit allerdings übertrieben. Die Unterhaltungen besitzen zum Großteil keine Relevanz im Bezug auf die Handlung und machen den Film sehr langatmig und öde. Kurt Russell ist für die Rolle des Stuntman Mike zwar wie gemacht, allerdings ist mir diese an sich zu klischeehaft. Die größte Frechheit dieses "Meisterwerkes" passiert allerdings zur Mitte des Films. Nach einem in der Tat sehr gut inszenierten Autocrash, welcher mir kurz Hoffnung einhauchte, Tarantino könnte eventuell einer totalen Blamage entgehen, passiert das Unfassbare: Er drück auf den "Reset-Button". Daraufhin beginnt die Story quasi von vorne. Ich war schockiert als ich realisiert habe was jetzt ansteht, da ich geplagt von dem ewigen Gerede doch noch Hoffnung auf einen Film hatte. Death Proof dehnt quast die Einleitung für die Handlung, welche jeder Film besitzt, auf über die Hälfte der Laufzeit aus. Da hat wohl jemand im Deutschunterricht geschlafen als der Spannungsbogen durchgenommen wurde. In der letzten Viertelstunde sehen wir dann eine durchschittliche Verfolgungsjagd, welche einer vorhersehnbaren Handlung folgt und in einem ebenso absehbaren Finale endet. Abschließend kann ich nur sagen, dass für mich als Quentin-Fan, dieser Film ein umso größerer Schock war. Ich kann ihm daher nicht mehr wie 1 Punkt geben, auch wenn er einige wenige schicke Elemente enthält (Crash, Soundtrack, Autos), da mich dieses Werk einfach verärgert hat. Und um zu meinem Aufhänger vom Anfang zurückzukehren: Wer einen DURCHZUGSLOSEN und LANGWEILIGEN BMW will, der nach halber Strecke einem Getriebeschaden erliegt..... AB IN KINO!
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