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    Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford
    Durchschnitts-Wertung
    3,7
    220 Wertungen - 18 Kritiken
    22% (4 Kritiken)
    33% (6 Kritiken)
    28% (5 Kritiken)
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    18 User-Kritiken

    Kino:
    Anonymer User
    5,0
    Veröffentlicht am 18. September 2011
    WOW. Was für ein Film! Er präsentiert mit unglaublichem Sinn für Ruhe und Stille die Einfachheit und Kargheit des Westerns. Mit kraftvollen Bildern unterlegt, entspinnt der Film eine interessante Beziehungsstudie, die durch Casey Affleck auch psychologisch an Reiz erhält. Darüberhinaus glänzt der Film mit einem unaufdringlichen, aber höchst stimmungsvollen Soundtrack. So verbindet ''Die Ermordung des Jesse James...'' das Porträt einer Zeit mit jenem zweier so unterschiedlicher Männer. Dennoch muss ich warnen, weil nicht jeder mit dem ruhigen Stil des Films etwas anfangen können wird. Wer sich aber auf den Film einlassen kann, wird mit einem athmosphärischen Meisterwerk belohnt. Schauspielerisch und inszenatorisch hervorragend. Insbesondere die Mordszene und das Ende fand ich sehr emotional. Die starke Kamera von Roger Deakins, die subtil agierenden Darsteller, die Stimme des Erzählers und der wunderbare Score wirken dabei zusammen und kreieren kunstvolle Szenen, wie sie in Hollywood überaus selten sind. Für mich persönlich ist der Film daher eines der größten Meisterwerke, die ich je gesehen habe. Kaum ein anderer Film erzählt in meinen Augen so emotional ergreifend vom Leben und erzeugt dabei eine unglaublich tiefe Tragik. Der Film bleibt immer ruhig und lebt nur von seinem Dialog und erzählt doch stets viel mehr als man auf der Leinwand sieht.
    Marc Binninger
    Marc Binninger

    User folgen 3 Follower Lies die 86 Kritiken

    5,0
    Veröffentlicht am 8. Dezember 2015
    „Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford“ ist höchste filmische Kunst. Diesen Film in Worte zu fassen, ist im Grunde ein Ding der Unmöglichkeit. Dieser Streifen zeichnet sich nämlich besonders durch seinen einzigartigen, gemäldegleichen Look aus. Während dieses Filmes verwandelt sich unser Wohnzimmer in ein Museum, unser Sofa wird zur Sitzbank, unser Fernseher wird zum bewegten Gemälde. Tatsächlich wirkt der ganze Film wie ein dreistündiges Kunstwerk, das wir bestaunen und interpretieren können, ein Kunstwerk, aus dem wir lernen können. Während wir noch im Museum sitzen, und das Gemälde auf uns wirken lassen, verschleppt Regisseur Andrew Dominik einen Teil von uns bereits an einen weiteren Ort. In das innere einer Oper. Stellen wir uns also vor, wir würden noch immer vor dem Bild sitzen, nur gesellt sich nun noch eine Musik hinzu. Eine Musik, die jegliche Dialoge der Figuren im Gemälde ersetzt. Wir bestaunen nur die Charaktere, lauschen der Musik, und schon wird ein Dialog überflüssig. Durch das alleinige Staunen und Lauschen können wir die Gedanken der Personen mühelos ergründen. Wir fühlen ihre inneren Kämpfe, wir fühlen ihre Ängste, wir sehen schlicht und einfach, was in ihnen vorgeht. Besonders deutlich, bzw. am deutlichsten wird dies in der Schlüsselszene des Filmes, die im Titel schon verraten wird. Jesse James steht gedankenversunken vor einer Wand. Hinter ihm steht Robert Ford. Er hebt seine Waffe. Musik setzt ein. Eine gefühlte Ewigkeit blicken wir in die Augen des jungen Revolverhelden, der sich sichtlich unentschlossen und im Kampf mit seiner eigenen Psyche befindet. Die Waffe zittert. Auch wenn man bereits am Anfang weiß, was gleich passieren wird, ist man sich nicht sicher, ob Robert Ford seinen inneren Schweinehund überwinden kann. Schließlich – ein Knall. Und ab diesem Punkt offenbart „Die Ermordung des Jesse James“ erst seine ganze Genialität, als er zeigt, wie Robert Ford sich nach vollbrachter Tat fühlt, wie er damit umgeht. Und nicht nur das, sondern auch, was andere über ihn und das Getane denken. Der Film zeigt, wie Robert Ford einst hoffte, durch den Mord an Jesse James als Held dazustehen, doch nun muss er erkennen, wie fern dieser Gedanke, dieser Wunsch der Realität in Wahrheit ist. „Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford“ beweist, dass das gute Kino doch noch nicht ausgestorben ist. Zudem zeigt er eindrucksvoll, dass man auch mit den heutigen Mitteln nach wie vor im Stande ist, filmische Gemälde zu erschaffen. Kurz gesagt; der vermutlich beste Film der vergangenen 10 Jahre.
    akount
    akount

    User folgen Lies die 12 Kritiken

    3,0
    Veröffentlicht am 17. März 2010
    Zunächst das Positive. Die handwerklichen Fähigkeiten der Macher zeigt sich in vielen Szenen. Für Leute die hierauf achten, ist der Film allein deshalb zu empfehlen. Teilweise fühlte ich mich an A New World erinnert. Die Schauspieler machen ihre Sache gut. Die teils träge Dialogfolge mag zwar der Gesamtstimmung zuträglich sein, dem Spannungsbogen aber leider nicht. Da das Ende an den Historie gebunden ist, muss der Film sich auf die Interaktion der letzten Tage des Jesse und der Ford Brüder beschränken. Leider kommt für meinen Geschmack zu wenig rüber, was dieses Zwischenspiel interessant macht. Da kann die Tragik des Films nicht die ganze Zeit über motivieren. Zu wenig wird der Zuschauer hin und hergerissen, wird nicht wirklich gezwungen Partei zu ergreifen. Es bleibt also ein stilistische Verfilmung der Ermordung des Jesse James, die sich glücklicherweise nicht allzu oft den typischen Westernklischees bedient, aber aus der mehr hätte werden können.
    NeinMensch
    NeinMensch

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    0,5
    Veröffentlicht am 20. April 2014
    eine grobe Enttäuschung. Hässliche Häuser, keine gescheiten Schussszenen...
    hoffMan666
    hoffMan666

    User folgen Lies die 7 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 17. März 2010
    ... ist diese mal ganz andere Variante der Jesse James Geschichte. Wobei von seiner Geschichte zu sprechen ist hier wohl falsch, geht es in diesem Film doch "nur" um seine letzen Monate. Einen letzten Bahnraub bekommt man noch serviert und dann zeichnet sich schon drastisch ab wie die Jamesbande zerfällt und der streckenweise hochgradig paranoide Jesse James z.T. selbst seine Ex-Kollegen liquidiert. Wie ein Kammerspiel jedoch mit großartigen Landschaftspanoramen kommt der Film daher. Äusserst stimmungsvoll wird das Psychoduell der beiden Hauptakteure Pitt und Affleck in Szene gesetzt. Wobei ich finde Casey Affleck die Nase weit vor seinem Kollegen Pitt hat, der, mit eininge kauzigen Grimassen und irrem Gelächter eine intelligentere Version seine "Early Grace" aus "Kalifornia" aus der Schublade zaubert. Während Affleck dem schmierigen, seiner selbst nicht sicheren, sich windenden Feigling, Robert Ford, Farbe und Tiefgang verleiht, daß die Großen sich noch was abschauen könnten. Die Kameraexperimente mit Unschärfe, Standbildern, etc. finde ich auch gelungen. Sie fügen sich sehr gut in das Gesamtkonzept ein. Was hier noch niemand erwähnt hat: Auch die Musik und der kleine Gastauftritt von Nick Cave unterstreichen den morbiden und surrealen Charakter dieses Films. Gelungen!
    niman7
    niman7

    User folgen 53 Follower Lies die 605 Kritiken

    5,0
    Veröffentlicht am 20. August 2015
    In Andrew Dominik´s Western-Drama "Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford", geht es um den berühmt berüchtigten Banditen Jesse James. Der Film handelt weder von dem Aufstieg zum Mythos in Amerika, noch von seinen grausamen Taten, die ihm zu diesem Mythos machten, sondern um seine Ermordung...Wie der Titel uns schon verrät. Jesse ist mittlerweile 34 und schwer angeschlagen. Gefolgt von Paranoia möchte er mit seiner geschwächten Bande noch einmal einen Zug überfallen. Kurz zuvor schließt sich ihm der zwielichtige junge Robert Ford an. Robert ist seit seiner Kindheit ein großer Verehrer des amerikanischen "Robin Hood". Nach dem Überfall verbringt Robert einige Zeit mit Jesse und er muss feststellen, dass sein großes Idol nicht (mehr) so heroisch ist wie er ihn aus den Büchern kennt... Dominiks melodramatischer Western geht stolze 160 Minuten lang und wird in einer extrem ruhigen Art und Weiße erzählt. Wer hier einen actionlastigen Western mit hartgesottenen Cowboys und wilden Schlägereien erwartet, ist eindeutig falsch. Dominiks Film wird mit sehr ruhigen, wundervollen Naturaufnahmen und mit melancholischen Bildern erzählt. Beispielweise wenn Pitt und Jeremy Renner mit dicken Mänteln und langen Bärten durch eine malerische Schneelandschaft reiten. Dazu "erzählt" und beliefert uns ein Erzähler aus dem Off mit einer wunderbaren und sanften Stimme die Handlung. Es ist ein Charakterportrait über den Verfall eines starken Mannes, den selbst mehrere Staaten nicht fangen konnten. Das Interesse an der Figur Jesse James ist sehr groß. Mit der Zeit erhält man auch gewisse Abneigung und gleichzeitig das Gefühl von Mitleid mit ihm. Selbst wenn man weiß, was er alles angerichtet hat. Dazu liefert Brad Pitt, meiner Meinung beste Vorstellung, einen großen Beitrag dazu. Er ist unberechenbar. Man könnte meinen er zuckt jeden Moment seinen Colt und schießt alle nieder. Von Ben Afflecks kleinen Bruder Casey war ich bisher nicht sonderlich begeistert. In diversen Filmen wie "Gone Baby Gone" nervte er mehr mit seiner Darbietung. Hier treibt er es sogar gewaltig an die Spitze! Aber dieses Mal gehört es zu seiner Figur. Auch wenn man durch den Titel weiß, was er tun wird, "hasst" man ihn bereits nach der ersten Szene. Wenn er schon seinen geschwollenen Mund aufmacht und behauptet soviel gemeinsam zu haben, obwohl es eindeutig nicht so ist, nervt es einfach. Im Endeffekt spielt Affleck aber einen überragenden Part. Allen voran in den letzten 30 Minuten. Durch die grandiose Darbietung der beiden wird das Kammerspiel um sie zum großen Vergnügen für den Zuschauer. Selbst wenn man bereits weiß, wie das Duell enden wird. Wenn man die vielen Psychospielchen und schönen Bilder hinter sich gebracht hat, kommt es zur Ermordung des Jesse James. Diese Inszenierung ist mit das beste, was ich jemals gesehen habe. Welch wunderschöne Bilder, gefolgt von der gefühlvollen Musik. Es bleibt einen der Atem stocken. Selbst, wenn man diese Szene schon mehrmals gesehen hat. Die weiteren 30 Minuten sind mit das spannendste und interessanteste was ich jemals in einem Film gesehen habe. Aber ich will euch nichts vorweg nehmen. FAZIT: Geht der Film sehr lange? Ja! Ist der Film schnell und typisch für einen Western? Nein! Nehmt euch jede Menge Zeit, lehnt euch zurück und schaut euch unbedingt dieses majestätische Charakterportrait eines gebrochenen Mannes und eines enttäuschten Mannes der diese grausame Tat vollbrachte. Ob er nun feige war oder nicht, müsst ihr selbst entscheiden.
    Egal1805
    Egal1805

    User folgen Lies die 2 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 17. März 2010
    Ein Film, bei dem der Titel schon das Ende ankündigt? Ja das geht. Dieser Film erzählt die dazugehörige Geschichte. Leider ist er zu langatmig und man hat es schwer bei den Namen einen Überblick zu bewahren. Ansonsten gut gemachte Film und nette Geschichte.
    Flodder
    Flodder

    User folgen 2 Follower Lies die 157 Kritiken

    5,0
    Veröffentlicht am 20. März 2013
    Ein "Must-See" unter den Gangsterfilmen. Ließe sich das messen, könnt auch das rauskommen: einer der besten überhaupt. Der ist nur nicht ganz so einfach zugänglich und bringt noch dazu eine melancholisch lebensmüde Stimmung rüber, auf die man voll abfahren sollt, um die volle Dosis dieser Genreperle abzubekommen.
    M1507
    M1507

    User folgen 1 Follower Lies die 13 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 30. April 2012
    Story natürlich richtig geil, da sie auf wahrer Begebenheit basiert. Allerdings muss man an dem Film viele langweilige Szenen kritisieren bei denen ich fast eingeschlafen wäre..Brad Pitt und Cassey Affleck spielen ihre Rolllen natürlich Weltklasse wofür ich allein schon einen Stern gebe! Doch im großen und ganzen eine gelungener Western Film der auf jedenfall sehenswert ist! 3 1/2 Sterne!
    bossaboom
    bossaboom

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    2,0
    Veröffentlicht am 17. März 2010
    Der Film scheint nur was für Kenner zu sein. Ein Western ohne große Schießereien ist keine zwingende Pflicht, aber wenn es um einen gefürchteten Mann geht, erwartet man auch, dass einem der Grund dafür gezeigt wird. Dies wird in dieser Verfilmung leider verfehlt. Brad Pitt zeigt zwar mal wieder sein Können, imdem er einen unberechnenbaren Charakter darstellt. In vielen Szenen rechnet man damit, dass er die Kanone zieht und wild um sich ballert. Stattdessen gewinnt er die Szenen dadurch, dass sein Gegenüber durchschaut. Sicher ist dies eine Eigenschaft, mit der man es zu einigem Schaffen kann, aber es ist eben nicht die Erwartung an einen Westernhelden. Schon gar nicht an einen so bekannten, Die Frage, wieso er so berühmt ist, bleibt. Robert, die tragische Figur, hätte in der deutschen Synchronisation eine nicht ganz so theatralische Stimme besser gestanden, nervt sie doch von Beginn an. Hier wurde einmal zuoft versucht, den Charakter der Person durch alle Möglichkeiten zu untermauern. Während man also oft gleiche Triste Landschaften gesehen hat und vegeblich den Spannungshöhe erwartet, sehnt man sich schnell dem bereits im Titel angekündigten unspektakulären Ende entegegen.
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