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Suburbicon
Durchschnitts-Wertung
3,1
16 Wertungen - 6 Kritiken
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Deine Meinung zu Suburbicon ?

6 User-Kritiken

Cursha
Cursha

User folgen 19 Follower Lies die 694 Kritiken

3,5gut
Veröffentlicht am 21.11.17

"Suberbicon" ist schon ein ungewöhnlicher Film, der ganz schön verstörend ist. Leider fühlt sich der Film nicht ganz rund an und ist nichts ganzes und nicht halbes. Ich persönlich bin ein riesiger Fan der Coen Brüder und so zählen Filme wie "The Big Lebowski", "No Country For Old Man", "Fargo", "Inside Llwyn Davis" oder "Barton Fink" zu meinen Lieblingsfilmen. Auch bei "Suberbicon" merkt man dass die Coen Brüder daran gearbeitet haben. Ihr Stil ist doch unverkennbar. So wirkt zum Beispiel schon die Vorstadtidylle extrem nach Coen und erinnert vom Stil an ihre letzten Filme "A Serious Man" oder "Hail,Caesar!". Es gibt viel Gewalt und die Figuren sind schrullig. Die Musik von Alexandre Desplat ist ebenfalls gut, aber dennoch fühlt sich alles nicht ganz Rund an. Zunächst hat der Film zwei Handlungsstränge. Einen Rund um Matt Damon, der andere dreht sich um Rassismus im Haus nebenan. Aber gerade der Nebenstrang um den Rassismus wird viel zu kurz behandelt. Kaum wird darauf eingegangen und es wirkt eher wie ein Fremdkörper in dem Film. Natürlich dient es dazu um verstärkt den falschen Schein einer amerikanischen Kleinstadt in den Vordergrund zu drängen, aber ich finde die Zeit hätte man besser investieren können. "Suberbicon" startet mit einem Werbespot in dem es um die perfekte Kleinstadt geht, eine tolle Szene, die die Richtung des Filmes vorgibt. Interessant ist dabei Matt Damons Part, der einen Vater spielt dessen Frau aus unerklärlichen Gründen von zwei Verbrechern ermordet wird. Dabei spielt er eine Rolle, die eigentlich gar nicht zu ihm passt und irgendwie gegen sein Image geht. Dies wurde vom Trailer auch falsch aufgezogen. Aber Damon macht seine Sache gewohnt souverän. So hat er ein paar echt verstörende Szenen (Tischtennisschläger). Auch Julianne Moore ist gewohnt gut in ihrer Doppelrolle. So spielt sie Damons Frau und Schwägerin, wobei sie nach dem Tod der Frau, direkt zu Beginn, ja nur noch als Damons Schwägerin auftritt. Die dümmliche Hausfrau steht ihr dabei sehr gut und sie erfüllt ihre Rolle mit Bravur. Allerdings ist es schwer mehr über sie zu sagen ohne auf die Handlung weiter einzugehen. Allen die Show stiehlt Oscar Isaac. Dies sah ich so, wie auch meine Begleitung, die vollkommen weg war von Isaacs Part. Der spielt mit so viel Charme und Hinterhältigkeit, dass sich auch der letzte in Isaac verliebt. Ihm gehört dieser Film. An dieser Stelle muss auch sagen, dass mit Damon, Moore und Isaac drei meiner absoluten Lieblingsschauspieler vereint wurden, von denen Isaac im allgemeinen mein Lieblingsschauspieler ist seit Christopher Lee. Ursprünglich war auch Josh Brolin dabei. Und ich bin auch Fan von Clooney und den Coen-Brüder. Zu guter Letzt ist dann noch Noah Jupe, der uns die Geschichte aus der Sicht von Nicky erzählt. Der Jungschauspieler trumpft groß auf und kann seinen Kollegen das Wasser reichen. Seine Rolle ist super Interessant. Meine Begleitung und ich sind beide Erzieher und haben nach dem Film nur darüber diskutiert wie sich der Film auf die Psyche des Kindes auswirkt und wie sich das Kind wohl entwickeln wird. Die Figur macht einiges mit und kann einem echt leid tun, wenn man merkt was er alles miterleben muss. Wie bereits gesagt gibt es tolle Wendungen und viel Blut. Dennoch fehlt dem Film am Ende etwas. Wobei ich nicht sicher bin was es ist. Kurz: Genialer Cast, schrullige Figuren, verstörende Story und eine große Portion Coen Anteil machen "Suberbicon" zu einem doch guten Film, der vollkommen zu unrecht von den Kritikern nur solide aufgenommen wurde. Man muss sich drauf einlassen und überraschen lassen.

Das Kulturblog
Das Kulturblog

User folgen 2 Follower Lies die 87 Kritiken

4,0stark
Veröffentlicht am 11.11.17

Ganz harmlos pirscht sich diese böse Satire auf den "American way of life" an das Publikum heran. George Clooney lullt uns erstmal mit Bildern einer beschaulichen Vorstadt-Idylle in dem fiktiven Städtchen "Suburbicon" irgendwo mitten in den USA tief in den 1950er Jahren ein. Während der ersten halben Stunde passiert nicht viel, bevor er die Schraube immer deutlicher anzieht und eine gallige Abrechnung mit Trumps "Make America great again"-Pathos auf die Leinwand knallt. Die Eisenhower-Jahre werden bis heute als gute, alte Zeit verklärt, in der die Welt noch heil und übersichtlich schien und das Feindbild klar war (erstens Kommunisten, zweitens schwarze Bürgerrechtler, die gegen Rassendiskriminierung kämpften). Diese Vorstellung nimmt "Suburbicon" in einem sehenswerten Unterhaltungsfilm lustvoll aufs Korn. Clooney und sein Hollywood-Starensemble vom linken Flügel der Traumfabrik speisen ihre schwarze Komödie aus zwei Quellen: Zum einen aus einem Drehbuch der Coen-Brüder, an dem sie vor gut dreißig Jahren schrieben. Zum anderen basiert diese grelle Farce auf einer wahren Geschichte: 1957 zogen die Meyers als erste schwarze Familie in den Suburb Levittown in Pennsylviana. Weiterlesen auf Das Kulturblog

amlug
amlug

User folgen 33 Follower Lies die 276 Kritiken

3,0solide
Veröffentlicht am 10.11.17

Suburbicon ist ein seltsamer Film. Die Drehbuchautoren, die Coen-Brüder und Regisseur George Clooney fabrizierten hier einen irgendwie doch recht deprimierenden Film, den ich persönlich zwar lange nicht so schlecht fand, wie er von vielen Kritikern gemacht wird aber irgendetwas störte auch mich an diesem Werk und auch einen Tag nach der Sichtung kann ich immer noch nicht wirklich in Worte fassen, was genau das jetzt eigentlich ist, was mir an diesem Streifen einfach nicht gefiel. Dann rolle ich wohl den Film einfach am besten mal von hinten auf. Die grundsätzliche Geschichte wusste mich nämlich durchaus zu überzeugen. Der Film spielt mal wieder gekonnt mit der Erwartungshaltung, die der Trailer (welcher nebenbei bereits viel zu viel verrät) fabriziert. Denn einige Charaktere sind im Film dann letztendlich ganz anders, als im Trailer und so entwickelt sich durchaus eine durchtriebene Geschichte mit schrillen, aber wenig tiefgehenden, Charakteren, die dennoch sehr viel Spaß machen, sei es die leicht dümmliche Margaret (Julianne Moore) oder der durchtriebene Versicherungsmensch Bud Cooper (Oscar Isaac). Der Gag an der ganzen Geschichte ist, dass wir sie aus der Sicht des wortkargen und im Trailer extrem unauffälligen, Nicky (Noah Jupe) sehen und wir uns praktisch mit dem Jungen auf die Suche nach der Entschlüsselung dieser verworrenen Geschichte begeben. Wobei, so verworren war die Geschichte dann auch wieder nicht, im Gegenteil, sobald die ersten ein-, zwei Wendungen kommen, schlägt der Film eigentlich den vorauszuahnenden Weg ein, ohne zumindest mich persönlich groß zu überraschen. Neben dieser ganzen Familien-Geschichte um Gardner (Matt Damon) läuft dann auch noch parallel der, anscheinend von George Clooney eingebrachte, Plot um die dunkelhäutige Familie Meyers, die rassistisch bedingt aus „Suburbicon“ vertrieben werden soll. Aber dieser Plot lief praktisch nur nebenher und hatte eigentlich so gut wie gar nichts mit der Hauptgeschichte zu tun. Sicher, es geht in beiden Fällen um die Zerstörung der kitschig, klischeehaften amerikanischen Kleinstadtidylle aber trotzdem wirkte es mehr so, als seien hier zwei vollkommen unterschiedliche Filme zu einem verwurstet worden. Und dabei fand ich diesen eigentlichen Nebenplot, um den Rassismus sogar deutlich interessanter als die eigentliche Hauptgeschichte. Das diese beiden Geschichten aber nicht so ganz zusammenfanden liegt vielleicht auch allgemein daran, dass für mich das Zusammenspiel der Szenen nicht wirklich funktionierte, der ganze Film kam in meinen Augen nie so richtig in Fahrt, hatte den Fuß immer ein bisschen auf dem Gaspedal und trat dann aber sofort wieder auf die Bremse. So fehlte Suburbicon einfach das gewisse Etwas, die Spritzigkeit und die Dynamik. Ja, er war bissig, ja er war verrückt aber das hätte man in meinen Augen noch deutlich heftiger auf die Spitze treiben können. Rein technisch überzeugt George Clooneys Film aber auf ganzer Linie. Die amerikanische Vorstadtidylle der 50er Jahre funktionierte prächtig und wurde am Anfang des Films wunderbar eingeführt. Dabei funktioniert der Film hier mit der Überspitzung auch recht gut, wozu natürlich auch die Schauspieler ihren entscheidenden Teil dazu beitrugen. Matt Damon spielte absolut hervorragend und meisterte seinen Charakter überaus gelungen und mit augenzwinkernder Ernsthaftigkeit. Julianne Moore überzeugte mich ebenfalls, genauso wie Oscar Isaac, dessen zehn Minuten absolut genial- und genau so schräg sind, wie ich mir eigentlich den ganzen Film erwartet hätte. Doch weitaus mehr beeindruckt hat mich der junge Noah Jupe, der eine extrem, extrem bemerkenswerte schauspielerische Leistung ablieferte, ich hoffe in Bälde noch viel mehr von dem jungen Mann zu sehen. Auch der Soundtrack war sehr passend und so kommt am Ende ein Film heraus, der sein Potential in meinen Augen nicht ausschöpft und es so vielleicht verpasst ein schräger Kultklassiker zu sein aber das entscheidet ja bekanntlich sowieso erst die Zeit, das kann man jetzt noch nicht sagen … Fazit: Verpasst es ein wenig, seine Geschichte voll auszuarbeiten und auf die Spitze zu treiben. Ist aber dennoch solide und auch leicht deprimierende Unterhaltung!

BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

User folgen 4 Follower Lies die 2 854 Kritiken

2,0lau
Veröffentlicht am 10.11.17

Dieser Film ist von George Clooney und wird eben auch als ein Film des solchen verkauft, dabei sollte man auf andere Beteiligte mehr hinweisen: das Drehbuch schrieb er zusammen mit den Coen Brüdern und man hat zu jedem Zeitpunkt eben auch das Gefühl einen Coen Film zu schauen. Allerdings einen eher schwachen Streifen der beiden. Dabei erkenne ich klar das Konzept: hier wird eine in jeder Hinsicht vorbildliche schwarze Familie gezeigt die Haß und Ablehnung in ungerechter Form ertragen muß; auf der anderen Seite eine spießige weiße Vorzeigefamilie hinter deren Haustür in Wahrheit Blut, Gewalt und andere fiese Dinge passieren. Leider habe ich keinen emotionalen Anteil an dem präsentierten genommen: Matt Damons Figur ist ein herzloses Monster das fiese Dinge tut, viele andere Figuren werden von unbekannten oder nicht funktionierenden Darstellern gebeben wo stellenweise die geschriebenen Charaktere toll, die Umsetzung aber sehr mangelhaft ist. Ansonsten sind die Hintergründe was hinter allem steckt sehr simpel und banal und das Erzähltempo endlos langsam. Clooney ist zwar ein toller Regisseur, der Film überzeugt durch wunderschöne Bilder und gut eingefangene Atmosphäre, aber erzählerisch ist er einfach nur eine sehr lange und langweilige Angelegenheit. Fazit: Ist zwar klar als Satire gedacht und gemeint, gerät aber zur längeren Qual mit herzloser Hauptfigur!

Till D.
Till D.

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0,5katastrophal
Veröffentlicht am 02.11.17

Sinnfrei, langweilig. Zeitverschwendung. Top 5 der schlechtesten Filme. Unzusammenhängende Filmteile.

Jack F.
Jack F.

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3,5gut
Veröffentlicht am 22.10.17

Nein, dies ist nicht der beste Film nach einem Drehbuch der Coen-Brüder, das liegt aber einfach daran, dass die beiden Filmemacher schon derart viele Hochkaräter abgeliefert haben, dass die gar nicht so leicht zu übertreffen sind. Aber "Suburbicon" ist definitiv der beste Film von George Clooney seit seinem phänomenalen Polit-Krimi "The Ides of March". In einer rabiaten Mischung aus "Mad Men"-Ästhetik und "Desperate Housewives"-Arglist lässt Clooney den Zuschauer einen Blick hinter die Fassaden klein- und feinbürgerlicher US-Kleinstadtexistenzen der Nachkriegsära werfen. Suburbicon ist eine Vorstadt wie aus dem Ei gepellt, exakt vermessen, aseptisch und klinisch rein wie die heile Welt der "Frauen von Stepford". Und genau wie in der Horror-Satire mit Nicole Kidman trügt auch hier der Schein. Als bösartige Finsterlinge das Haus seiner Eltern (Matt Damon und Julianne Moore) überfallen und die Mutter des kleinen Nicky, aus dessen Sicht die Ungereimtheiten geschildert werden, die sich in seiner Nachbarschaft zutragen, dabei ums Leben kommt, zwingt das den Jungen, einen ersten Blick in den Abgrund aus Doppelmoral und Verbrechen zu werfen, der sich rund um Nicky auftut. Dass er selbst seinem stets korrekten und überstrengen Vater nicht trauen kann, zeigt sich, als Nicky einen der Täter zufällig identifiziert, sein Vormund sich jedoch blind stellt. Was hat der vornehme Herr Papa zu verbergen? Und warum weicht Nickys Tante seit dem tragischen Vorfall nicht mehr von seiner Seite? Einzig der schwarze Nachbarsjunge aus der neu zugezogenen Familie, die ihren ganz eigenen Kampf auszufechten hat, scheint das Vertrauen zu verdienen, das der Junge zumindest am Anfang noch seinen Mitmenschen unvoreingenommen zu schenken bereit ist. Der Film braucht eine Weile, um Fahrt aufzunehmen. Dann aber kommt der Zuschauer aus dem Staunen über die nach und nach sich offenbarenden Abgründe nicht mehr heraus und ist zusehends gefesselt. Wer sich mit Stoffen der Coen-Brüder auskennt, wird Parallelen zu "The Man Who Wasn't There" und "Burn after Reading" erkennen, auch wenn die Handlung von "Suburbicon" weniger turbulent und verschachtelt ist. Clooney legt augenscheinlich mehr Wert darauf, die von ihm präzise entworfene Vorstadtwelt möglichst detailgenau zu porträtieren, um sie sodann in ihrer Künstlichkeit und Verlogenheit möglichst umfassend entlarven zu können. Durch den sinnfälligen Kontrast zu den "guten" Schwarzen wirkt dieser Ansatz fast ein bisschen zu plakativ. Nicht jeder wird Clooneys Feinarbeit, die zu Lasten der Kompexität und der Spannung geht, zu schätzen wissen. Die Freunde des schwarzen und abgründigen Humors der Coen-Brüder kommen jedoch auch bei diesem Film durchaus auf ihre Kosten. Das größte Manko des Films ist vielleicht, dass er den durchaus interessanten Nebenhandlungsstrang um die erste schwarze Familie, die es in das scheinheilige Paradies von Suburbicon verschlagen hat und die sich sogleich rassistischen Mobbingmaßnahmen ausgesetzt sieht, zum bloßen Hintergrund für die Haupthandlung verkümmern lässt. Eine konsequentere Ausarbeitung des Erzählstrangs hätte noch mehr originelle Verzahnungen mit der Haupthandlung ermöglicht und der Regisseur hätte dadurch noch das eine oder andere Überraschungsmoment aus dem Hut zaubern können. So trübt am Ende der Eindruck, dass aus der mörderischen Nacht, in der die Handlung kulminiert, noch mehr herauszuholen gewesen wäre, den positiven Gesamteindruck.

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