„We must believe in free will, we have no choice.”
- Isaac Bashevis Singer, amerikanischer Schriftsteller
Auch wenn Matthias Glasners knapp dreistündiges Drama über den Vergewaltiger Theo (Jürgen Vogel, Nackt) nach seinen eigenen Worten ein Film über Individuen ist, zeigt bereits der Titel an, dass die Behandlung dieses gesellschaftlich hoch prekären Themas einige tief greifende, allgemeine Fragen über die menschliche Existenz aufwirft.
Es beginnt mit einer Vergewaltigungsszene, die in ihrer Explizität, Dauer und Grausamkeit einem Noeschen Irréversible in nichts nachsteht und dem Zuschauer die Unmenschlichkeit dieses schlimmsten Verbrechens ganz nah und in all ihrer emotionalen Härte aufzwingt. Kurze Zeit später wird Theo gefasst. Schnitt. Eine psychiatrische Anstalt. Einsamkeit, Sterilität. Schnitt. Fast ein Jahrzehnt Therapie, so erfahren wir, hat Theo inzwischen hinter sich geb...
Die ganze Kritik lesen