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Interstellar
Kritik der FILMSTARTS-Redaktion
4,5
hervorragend
Interstellar
Von Carsten Baumgardt
Interstellar“ ist nicht gerade ein Schnellschuss. Erste Pläne zu dem Science-Fiction-Epos gab es bereits 2006, damals war noch Steven Spielberg für die Regie vorgesehen. Ein Jahr später wurde Christopher Nolans Bruder Jonathan angeheuert, um das Drehbuch zu schreiben, doch auch nachdem Spielberg längst ausgestiegen war, sollte es bis 2012 dauern, bis jemand auf die naheliegende Idee kam, den „Inception“- und „The Dark Knight“-Regisseur selbst auch mit ins Boot zu holen. Von diesem Moment an haben viele Fans ein zweites „2001 - Odyssee im Weltraum“ oder besser noch die filmische Quadratur des Kreises erwartet - nicht mehr und nicht weniger. Und auch wenn „Interstellar“ diesem Anspruch nicht ganz standhält, fügt der Meisterregisseur seiner Filmografie doch einen ebenso einzigartigen wie unerwarteten weiteren Meilenstein hinzu: eine sakrale Weltraum-Oper, in der große Gefühle wichtiger sind als bahnbrechende Effekte. Obwohl es um nichts weniger als den Überlebenskampf der Menschheit geht, legt Nolan seinen Film zunächst als intimes Familiendrama an, um schließlich in der zweiten Hälfte buchstäblich in neue Dimensionen vorzustoßen: Er erkundet die Rätsel des Universums und überwältigt dabei mit grandiosen Bildern und einer Emotionalität, die man aus seinen Werken bisher kaum kannte.

In der nahen Zukunft: Die Menschheit stirbt. Langsam, aber scheinbar unausweichlich. Das Klima hat sich verändert, die Nahrungsmittel werden immer knapper, Wissenschaft und Staat sind auf dem Rückzug. Wer überleben will, wird Farmer. Der zweifache Vater und Witwer Cooper (Matthew McConaughey) bewirtschaftet mitten im Nirgendwo des amerikanischen Korngürtels riesige Maisfelder, um seine Kinder Murph (Mackenzie Foy) und Tom (Timothée Chalamet) sowie seinen Schwiegervater Donald (John Lithgow) zu ernähren. Doch Cooper hasst es, Farmer zu sein, er ist Ingenieur und flog früher für die NASA Raumschiffe. Ein unerklärliches Phänomen bringt ihn und seine zehnjährige Tochter einem Geheimnis auf die Spur: NORAD, das US-Luft- und Weltraum-Verteidigungskommando, existiert entgegen der allgemeinen Annahme noch. Unter Leitung von Professor Brand (Michael Caine) arbeiten Regierung und NASA verborgen unter der Erde an einem Plan, die Menschheit zu retten. Cooper schließt sich der Mission an, die Richtung Saturn aufbricht, um dort durch ein Wurmloch in eine andere Galaxie vorzustoßen und nach neuen Kolonien zu suchen. Mit an Bord sind Wissenschaftler und Astronauten: Brands Tochter Amelia (Anne Hathaway), Doyle (Wes Bentley) und Romilly (David Gyasi). Schweren Herzens lässt Cooper seine Familie zurück: Er weiß, dass es für ihn kaum eine Rückkehr geben wird.




Christopher Nolan bleibt sich in „Interstellar“ treu und setzt zugleich neue Akzente. Wie immer verzichtete der Brite auf den bei Produktionen dieser Größenordnung fast obligatorischen 3D-Zuschlag - und er drehte auf klassischem 35- sowie 70-Millimeter-Material, was er mit imposanten IMAX-Aufnahmen ergänzte. Die damit verbundenen Formatwechsel sind für den Regisseur und seinen IMAX-erfahrenen Kameramann Hoyte van Hoytema („Her“, „Space Station“), der Nolans zur Drehzeit mit seinem eigenen Regiedebüt „Transcendence“ beschäftigten Stammpartner Wally Pfister ersetzt, keineswegs eine Spielerei. Vielmehr erschaffen sie sorgfältig komponierte Bilder, die bei allen beeindruckenden Schauwerten (von den gigantischen Staubstürmen auf der Erde zu Beginn über einige hochspannende Actionsequenzen bis hin zum ekstatischen Finale) auch eine große Natürlichkeit besitzen: Es ist kein Zufall, dass „Interstellar“ insgesamt etwas weniger stilisiert daherkommt als die vorigen Filme des Regisseurs, denn das Herzstück ist hier eindeutig die hochemotionale Geschichte. Letztlich steckt in „Interstellar“ genauso viel von dem Gefühlskino nach Art von Steven Spielberg wie von den kühnen kinematographischen Weltentwürfen eines Stanley Kubrick, mit denen Nolan sonst eher in Verbindung gebracht wird.

In allererster Linie ist die 165-Millionen-Dollar-Produktion „Interstellar“ jedoch natürlich von der Filmemacherpersönlichkeit Christopher Nolan geprägt, die ihr erzählerisches Ziel wie stets von Beginn an klar vor Augen hat. Im ersten Drittel der satten 169 Minuten Spielzeit widmet der Regisseur sich dem Unterbau seiner Story, die Figuren werden ausführlich eingeführt, ohne dass dabei bereits tiefschürfende Charakterstudien entstünden: Hier streut Nolan die Saat aus, die er im letzten Akt des Films umso eindrucksvoller erntet. Zu Beginn werden die Grundkonflikte mit aus Familiendramen und Katastrophenfilmen bekannten Motiven und Versatzstücken etabliert, später hebt der Film dann gleichsam ab und gewinnt auf dem Weg zu seiner finalen Bestimmung immer mehr an Klasse und Intensität. Spät, aber nicht zu spät entfaltet „Interstellar“ einen wahren Sog von Bildern und Ideen – nun bringt Nolan das Kleine und das Große, das Private und das Kollektive, das Irdische und das Kosmische zusammen und stellt vor dem Hintergrund seiner intimen Geschichte existenzielle Fragen: Was war vor dem Urknall? Wo endet unser Universum?

Am prägnantesten gelingt das Zusammenspiel von Ideen und Gefühlen beim Umgang mit dem Phänomen der Zeit, die bekanntlich relativ ist: Während Cooper und seine Mannschaft in entfernten Galaxien Stunden verbringen, vergehen auf der Erde teilweise ganze Dekaden. Schon dieser Gedanke allein ist schockierend, wenn Nolan uns dann aber in einer herzzerreißenden Szene mit den konkreten menschlichen Folgen dieser Relativität konfrontiert, dann bekommt er eine unerhörte emotionale Resonanz. Da genügt dann eine einzige ausgedehnte Großaufnahme von Matthew McConaugheys Gesicht beim Anblick seiner um ein Vielfaches schneller gealterten Filmkinder, um den ganzen Schmerz, die Trauer und das Empfinden der eigenen Winzigkeit angesichts der Gleichgültigkeit des Universums zum Ausdruck zu bringen. Hier geht es eben nicht darum, ein filmisches Proseminar in theoretischer Physik abzuhalten, dennoch nimmt Nolan die wissenschaftlichen Grundlagen seiner Geschichte spürbar ernst. Er stützt sich genauso wie übrigens schon Carl Sagan (Roman) und Robert Zemeckis (Film) in „Contact“ auf die Wurmloch-Theorien von Kip Thorne und gibt dem Publikum ähnlich wie schon bei „Inception“ in simplen Worten die wichtigsten Informationen an die Hand, ohne seinen Film zu überfrachten.

Menschen in Raumschiffen, fremde Planeten und unbekannte Gefahren: Die Szenen außerhalb unserer Galaxie inszeniert Christopher Nolan angenehm organisch, er verzichtet auf den Effekt-Overkill und lässt lieber das hervorragende Produktionsdesign mit seinen immer wieder wechselnden Sets sowie Hans Zimmers hypnotische Musik zur Geltung kommen. Und wenn „Interstellar“ schließlich zu einer geradezu orgiastischen Space-Oper wird, der Fluss der Bilder und Gedanken nicht mehr zu stoppen ist und sich uns immer neue Welten öffnen, dann lässt der Film endgültig auch alle rationalen Einwände gegen seine Erzählstruktur oder seine wissenschaftliche Stichhaltigkeit hinter sich. Da ist dann selbst das wacklige raumfahrttechnische Fundament der Erzählung letztlich nur eine Randnotiz: Ein paar Regierungs- und NASA-Nerds tüfteln versteckt unter der Erde jahrelang im Geheimen an Hochtechnologie, die dem heutigen Wissen meilenweit voraus sein müsste, um auch nur ansatzweise zum Erfolg zu führen – allerdings ohne einen Apparat von zehntausenden Mitarbeitern und ohne Millionen-Budget. Solche Schönheitsfehler nimmt man am besten mit Humor – auch den gibt es in „Interstellar“ über die beiden Roboter-Figuren TARS und CASE (Stimme: Bill Irwin).

Nolans Absicht, die Figuren in den Mittelpunkt zu stellen und damit die menschliche Dimension seines Raumfahrttrips zu betonen, zeigt sich auch an der ebenso prestigeträchtigen wie hochklassigen Besetzung. Ihr gehören mit Matthew McConaughey, Anne Hathaway, Michael Caine, Ellen Burstyn und Matt Damon gleich fünf Oscar-Preisträger an, hinzu kommt weitere Prominenz wie Casey Affleck und John Lithgow. Der All-Star-Cast besticht durch erstaunliche Homogenität, am deutlichsten ragt tatsächlich der Hauptdarsteller heraus. McConaughey spielt Cooper in der bisher besten Phase seiner Karriere überzeugend und charismatisch als sympathischen amerikanischen Jedermann, der wie ein Löwe für seine Familie kämpft (und nebenbei auch ein Wissenschafts- und Raumfahrtass ist). Die Vater-Tochter-Beziehung zwischen Cooper und der von Mackenzie Foy („Conjuring“) und später von der wieder einmal exzellenten Jessica Chastain („Zero Dark Thirty“) gespielten Murph, ist der Dreh- und Angelpunkt des Films und am Ende sind es die ganz unmittelbar menschlichen Fragen, die in diesem Weltraumepos am längsten nachhallen: Steht das Wohl des Einzelnen über dem der Gesamtheit? Würdest du die Familie opfern, um die Menschheit zu retten?

Fazit: Christopher Nolan präsentiert sich in seinem irgendwo zwischen „2001“, „A.I.“, „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ und „Gravity“ angesiedelten Sci-Fi-Opus „Interstellar“ nicht nur als Kinovisionär, sondern vor allem auch als warmherziger Erzähler. Meisterwerk-Niveau erreicht er indes nicht ganz.
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Kommentare

  • Hans H.
    Ging mir auch so. Ich wollte ihn nochmal schauen, weil ich dachte nix kapiert zu haben. Aber die Langeweile herrscht wohl vor.
  • Djangolina
    Na das nenne ich mal Pessimismus! Bei so vielen Sternen ist es doch eher unwahrscheinlich, das wir eine Ausnahme sind - nur mal rein mathematisch gedacht.
  • Djangolina
    Ich finde 4,5 Sterne grob übertrieben. Die Story ist schon gut, aber der Film hat erhebliche Mängel. Zum Beispiel ist er unglaublich schwülstig, auf eine ganz komische naive, amerikanische Art. Laufend wird einem bedeutungsschwangere Sinfonie-Musik reingepresst, nicht eine Szene lang gibt es Ruhe. Zudem ist die Handlung (der wahrscheinlich sehr dicken Buchvorlage) an manchen Stellen so stark gerafft, dass es lächerlich wirkt - wie z.B. der ultraschnelle Entschluss Coopers, an der Mission teilzunehmen. Zuvor macht Michael Caine mal eben eine Tür zum Nebenzimmer auf und es steht eine Rakete dahinter... Dass er 169 Minuten hat, macht den Film auch nicht gerade geschmeidiger. Vielleicht hätte man einfach kürzen sollen.
  • Nino S.
    Ich persönlich finde das der Film einer der spannendsten Filme 2014 war!;)(nur meine Meinung)
  • Jacques S.
    Danke, treffender kann man es nicht beschreiben. Auch fand ich sehr angenehm, dass ein Film sich mal wieder Zeit nimmt. Zeit für die Figuren. Zeit für die komplexe Geschichte. Zeit für Momente. Obwohl ich grundsätzlich auch an amerikanischen Popcorn-Kino Freude habe, war dies eine nötige Abwechslung zu all den Teil 4 von XYZ Filmen, die wirken wie ein 90 minütiger Trailer. Gut dass Nolan es sich erlauben kann, neue Geschichten zu erzählen - auf seine Art.
  • sprees
    Habe den Filme heute endlich gesehen. Hier nun meine brühwarmen Eindrücke und vielleicht sollte ich den Film nochmal sehen um die Substanz des Films richtig zu erfassen. Doch ich möchte hier einfach aus Kinozuschauersicht festhalten, das es sich hier nicht um ein Meisterwerk handelt. Sehe den Film von der Struktur und der Dramaturgie als einen schwachen Nolan Film. Das erste was mir durch den Kopf ging war, dass es auch wenn man immer über die Hollywoodbosse (mich inklusive) aufregt, nicht schlecht gewesen wenn jemand dieses Mammutteil etwas mehr auf den Boden geholt hätte. Hatte die ganze Zeit das Bild vor Augen das man hier einem Regisseur soviel Freiheiten gelassen hat und dadurch einfach die Zugänglichkeit für den Zuschauer sehr drunter gelitten hat.Zuerst muss ich sagen, dass der Film für mich zu viele Länge hatte. Schule am Anfang hätte man aussparen können und einfach mehr Zeit in die Entwicklung der Entscheidung stecken können.Für mich wurde nicht plausibel rausgearbeitet warum er so plötzlich ja sagt und alles aufgibt.Dann war es ein Bleichschwerer Film.Wirklich fast null Humor der mal diese Kruste von Raum und Zeit aufgebrochen hätte.Gerade zum Hauptdarsteller baut man keine richtige Bindung auf. Für mich war das was mich an Dark Knight Rises gestört hatte hier im Overkill zu finden. Nolan wollte zu viele Themen reinpacken die den Film überladen haben. Außerdem werden Fragen nicht sauber herausgearbeitet.Ich spreche jetzt nicht von einem schlechten Film. Doch wenn man bei Nolan oft von anspruchsvollen Kino im Gewand von Blockbusterzutaten spricht so waren die Blockbustergewürze sehr lau und es war für mich ein sehr sperriger Film der nur in einzelnen Passagen meine Gefühle angesprochen hat. Speziell die Videobotschaften der Kinder oder auch Matt Damons Part und das Ende. Aber dazwischen war viel Luft und auch viele Theorien die mir dann zu hoch waren und die mich mit dem Gefühl zurückliessen das ich Physiker sein müsste um den Film vielleicht komplett genießen kann. das klappte in Inception viel besser. Aber von einem schlechten Film möchte ich nicht sprechen und vielleicht is nach der zweiten Interstellar Runde auch mehr Licht im dunkeln. Den Inception war auch beim zweitenmal ansehen faszinierender als beim ersten
  • Daniel B.
    Es gibt wirklich viele Leute, die mit diesem Film anscheinend nichts anfangen können. Und verdammt viele Leute können auch nichts mit Einsteins Relativitätstheorie anfangen. Dennoch gibt es diese Theorie und sie hat denen, die meckern, letztlich ihr Leben durch die daraus resultierten Erfindungen in hohem Maße bereichert. Die Nörgler sind offensichtlich noch nicht reif genug, um einem so interessanten Stoff aufmerksam zu folgen. Ich persönlich bin immer wieder dankbar, wenn sich ein Film Zeit nimmt und mich in den Stoff eintauchen lässt. Ich habe ein wenig gewartet mit dem Kinobesuch und sah ihn erst vorgestern. Das Kino war fast leer und der Film gehörte mir allein. Bewusst verzichtete ich auf dieses nervige Diktat, stets mindestens zu zweit im Kino zu erscheinen. Tja und es kommt nicht häufig vor, dass mich ein Film danach noch länger beschäftigt und so in seinen Bann zog wie dieser Film. Man liegt Nachts im Bett und hat diese großartigen Bilder noch im Kopf und wenn soetwas passiert, kann ich einen Film bedingungslos empfehlen.
  • Conrad K.
    Mich hat der Film sehr begeistert und mir gleichzeitig offenbart, dass auch Nolan wohl ganz offenbar ein begeisterter Stanislaw Lem Fan ist. Anders kann ich mir die offensichtlichen parallelem zu Lem's Geschichten nicht erklären. Natürlich muss Nolan's Vision einige Abstriche an Hollywood und das Popcorn-Kino machen aber umso bewundernswerter das ihm dieser schmale Grad so hervorragend gelungen ist."Wir brauchen keine anderen Welten, wir brauchen Spiegel"
  • Gravur 51
    Ich sehe das nach dem 2. schauen genau so. Kann ich nur empfehlen, viele Fragen oder Kritikpunkte lösen sich dadurch in Luft auf.
  • Joachim K.
    Man muss nichts dafür zahlen, um das Kino vorzeitig zu verlassen. Einfach aufstehen und gehen ;) Aber lieber ausharren und dann meckern...
  • Borsti
    Gegen den Tesserakt hab ich ja auch nichts, hat Kubrick in 2001 wie gesagt auch gemacht und war absolut angemessen für ein Phänomen, welches ohnehin jegliche menschliche Vorstellungskraft sprengt.Nur danach hätte es diesen Schritt zurück zu einem linearen Ende für mich nicht gebraucht und wenn, dann eben ausführlicher und detailreicher, als im fertigen Film. Ich hätte ja auch nicht die Ausformulierung der Formel gebraucht aber wenigstens die visuelle Darstellung, wie die Menschen sich die Gravitation zu Nutzen machen können bzw. sich ins All transportieren wäre doch absolut toll gewesen.Für mich hetzt Nolan am Ende von einer Szene zur nächsten ohne dem Zuschauer überhaupt Zeit zu lassen, dass Erlebte auf sich wirken zu lassen. Hat für mich einfach nicht zum restlichen Film gepasst.
  • niman7
    Ja, sogar Teil 3 .
  • niman7
    Weil die anderen schlicht besser waren :D
  • Gravur 51
    Das war soviel ich weiss ein Aprilscherz gewesen.
  • niman7
    Seeeeeehr interessante Interpretation :D
  • sudabeh A.
    Viele Filme welche in früheren Jahren "verlacht" wurden haben sich erst im Laufe der Zeit zu Klassiker entwickelt Bestes beispiel : Blade RunnerWie waren eigentlich die damals die Kritiken zu 2001 ?
  • BobbyStankovic
    Meines Wissens wurde "Männerhort" hier auch beworben ... Nur so als Denkanstoß.
  • Rango
    Verstehe das Problem nicht!Wenn du Effektbombastic willst, dann schalt um auf Transformers oder Michael Bay Filme, dabei kannste dann auch gleich dein Hirn zuhause lassen (wird nicht benötigt)!Der Film hatte ordentlichen Humor und wirkte dabei nicht überladen an sinnlosen Gags, hat ein ernstes Thema aufgegriffen, welches dazu noch sehr interessant gewesen ist und verständlich an den Mann/Frau gebracht wurde.Das alles in ein Drama gehüllt, fand ich klasse!Aber wie gesagt ... wer den Film nicht versteht, die Effekte fehlten oder der Humor nicht zusagt, sollte bei Michael Bay oder Filmen wie "TED" bleiben ...viel Spaß damit!
  • Knarfe1000
    Endlich mal eine fundierte Rezension - Glückwunsch!
  • AbnerRavenwood
    Und das tut er immer noch :) Egal was man Christopher Nolan als Filmemacher vorwerfen mag (seine Werke seien emotional unterkühlt, seine Figuren unterentwickelt, etc.), es gibt kaum einen anderen Mainstream-Regisseur, der es schafft, einem so breiten Publikum faszinierende Theorien zu präsentieren. Die Umsetzung von Physik, Mathematik oder Astronomie mit den Mitteln der Kunst ist einfach faszinierend. Zudem halte ich die Kritiken oft für unfair, denn viele, die heute als Klassiker oder Genies gelten, waren alles andere als komplette Genies. Kubrick z.B. hat faszinierende Bildwelten und Stimmungen kreiert, aber seine Schauspieler sind stocksteif und durch seinen Kontrollwahn regelrecht entmenschlicht. Statt also minutiös das herauszuheben, was an Nolans Filmen nicht stimmt, könnte man sich darauf konzentrieren, was sie in der Tat leisten. Und das ist nicht gering. (Ich wette, hätte es twitter, facebook, filmstarts und diverse Foren schon in den 60ern und 70ern gegeben, hätten Kubricks Filme womöglich niemals Kultstatus erreicht).
  • Gravur 51
    Du widersprichst dir ständig selbst. Du sagst, spassige Filme mit Action und Humor gibt es nicht mehr, nennst aber gleich Pacific Rim als Beispiel. Ich finde, wenn es genug Filme einer Sorte gibt, sind es eben solche Spassfilme. Darunter gibt es gute (Pacific Rim, Edge of Tomorrow um nur mal zwei aktuellere zu nennen) und weniger gute (Transformers). Dann gibt es eben noch die ernsteren und dramatischen wie Interstellar. Für jeden also was dabei.
  • Admiratio
    Spoiler:Sollte nicht eigentlich Channing Tatum mitspielen? Hab ich ihn übersehen oder wurde er rausgeschnitten?
  • ecki82
    Hätten sie sich wohl lieber nochmal Pacific Rim angeschaut. Schuster bleib bei deinen Leisten!!
  • niman7
    Mir ist noch etwas aufgefallen! Und zwar: Der alte Brand sagt zu Cooper, dass es sehr bald kein Essen mehr geben wird.Vor allem soll der Mais kaputt gehen weil durch den Staub der Boden austrocknet. Gut 30 Jahre vergehen während Coop im All ist und den Menschen geht es immer noch gut. Das Maisfeld sieht genauso aus wie vorher. Murph soll die letzte Generation sein, aber ihr Bruder Tom kriegt sogar 2 Kinder!
  • niman7
    Für mich der schlechteste Nolan.
  • AbnerRavenwood
    @ ItalianStallion: Sehe gerade du hast "Spirale", nicht Schleife geschrieben. Ändert aber glaube ich nichts inhaltlich an meinem Text.
  • AbnerRavenwood
    ZITAT:"Zudem habe ich noch ein weiteres Logik-Problem, bei dem ihr mir vielleicht helfen könnt. Wenn das Schwarze Loch von den Zukunftsmenschen dorthin platziert worden ist und Cooper selbst aus dem Schwarzen Loch heraus mit seiner in der Vergangenheit lebenden Tochter und seinem eigenen Ich kommuniziert, muss sich doch die Menschheit bzw. die gesamte Geschichte in einer niemals endenden Spirale befinden??? Ich meine, wieso sollten Zukunftsmenschen ein Schwarzes Loch zur Rettung der Menschheit erschaffen haben, wenn sie bereits gerettet worden sind?"Ich komme frisch aus dem Film und möchte mich über Intuition und einem (zu dieser späten Stunde) nicht ganz zuverlässigen Erinnerungsvermögen einer Antwort auf diese Frage nähern. Also: im Film fällt der Satz "Man kann die Vergangenheit nicht ändern". Die Zukunftsmenschen, die das schwarze Loch erschaffen haben, leben in fünf Dimensionen, und nehmen Zeit so wahr, wie wir Entfernungen; als etwas ganz alltägliches also, dem man sich frei bedienen kann. Diese Zukunftswesen denken demnach nicht, wie wir, in Vergangenheit-Gegenwart-Zukunft, sondern nehmen alles als Einheit war, als Raum sozusagen in dem sie sich nach belieben einmal dahin, einmal dorthin bewegen können. Genau das passiert im Wurmloch: wenn Cooper also mit seiner jüngeren Tochter kommuniziert, dann kommuniziert er keineswegs mit der Vergangenheit; er kommunziert mit einer Art Gleichzeitigkeit. Die junge Tochter ist die selbe wie die 40jährige Tochter, beide existieren in diesem Moment in einem Raum/einem Zustand, in dem alle Ereignisse und Zustände, die möglich sind, gleichzeitig passieren. Deshalb erübrigt sich auch dein Einwand, denn du gehst davon aus, dass Menschen der Zukunft mit Menschen der Vergangenheit kommunizieren. Dieses Verständnis von Zeit haben die "Zukunfts"menschen aber überwunden: sie existieren sozusagen mit uns/neben uns und leiten uns, so die Botschaft des Films, in unseren Entscheidungen.Es ist auch für mich schwierig zu begreifen, noch während ich es schreibe. Vielleicht existiert die Schleife, die du ansprichst, ja tatsächlich: die Zukunft, so wie wir sie verstehen, schlägt einen Bogen und erreicht die Gegenwart; die Schleife, die entsteht, ist eine Art Schlange, die sich selbst verschlingt; alles wird Gegenwart, und unsere Begriffe "Zukunft", "Gegenwart", "Vergangenheit" nichtig. Die Zukunftsmenschen sind solche nur aus unserem Zeitverständnis heraus; wir denken sie in der Zeit "vor uns". Sie selbst haben diese Kategorien aber längst überwunden, nehmen weder sich selbst als Zukunftsmenschen, noch uns als Vergangenheitsmenschen war.
  • Gravur 51
    Zu deinen ersten beiden Abschnitten: Ich denke, da könnten gut noch ein paar mehr Worte gewechselt worden sein, aber stilmässig hätte es wohl keinen grossen Sinn mehr ergeben, uns diese zu zeigen. Nolan hat ja über den gesamten Film schon gerafft, sonst wäre der Film nur unnötig länger geworden. Es ist schon alleine eine Kunst, wie übergangslos er alles imo hingekriegt hat, ohne unnötige "2 Jahre später" usw einzublenden. Ich finde es übrigens auch dringend wichtig, uns die Szene mit seiner alten Tochter zu zeigen, denn dies war der rote Faden des Films und ebenso wird hier nochmal die eigentliche Aussage des gesamten Werks unterstrichen, nämlich "Die Eltern werden Geister ihrer eigenen Kinder", was ja in Interstellar umso bildhafter gezeigt wurde.Zu deiner Frage: ja, gute Frage. Zu diesem Zeitpunkt bin ich auch der Meinung, dass in dem Film die Meinung vertreten wird, dass sich alles immer und immer wieder wiederholen könnte. Ich verstehe zB nicht, wie die Menschheit sich je selbst retten konnte, wenn sie sagen wir mal im 1. Loop gar nicht überlebt hätten, da sie da technologisch niemals so weit gekommen wären uns ein schwarzes Loch zu generieren da sie vorher auf dem kaputten Planeten gestorben wären.Es ist kompliziert.
  • trontur
    Branimal, Du hast die vielen Logik-Löcher gut zusammengefasst!Normalerweise kann ich gut darüber hinwegsehen (z.B. bei Bond-Filmen ;-)Hier haben sie mich aber gestört.Zwei kleine Anmerkungen:(3) Meiner Wahrnehmung nach wollte Dr. Mann (MD) nicht wieder zurück zur Erde, sondern Plan B ausführen (er ging schon vor Beginn der Mission davon aus, dass Plan A nicht realisierbar ist). Allerdings handelt er tatsächlich extrem dumm und überhastet für einen angeblich so intelligentes Genie.(4) Ebenfalls meiner Wahrnehmung nach konnte Brand (AH) nicht zurück zum Raumschiff, weil sie eingeklemmt war durch ein Trümmerteil (von dem früheren Astronauten). Man sieht kurz, wie der Roboter das Trümmerteil anhebt, um sie dann befreien zu können. Da erklärt, weshalb sie nicht von sich aus schnell zum Raumschiff zurückkehren konnte.Wir waren waren zu dritt im Kino. Einer von uns interpretierte die letzten Bilder von Brand (AH) auf dem dritten Planeten so, dass die Menschheit bereits dabei wäre, diesen Planeten zu kolonialisieren. Schließlich lebten bereits Menschen auf der Außenstation Nähe Saturn. Das Wurmloch müsste also in der Nähe sein, und von da aus dürfte der dritte Planet nicht allzuweit entfernt sein.Wir anderen zwei allerdings interpretierten das so, dass Brand (AH) ein kleines Camp aufgeschlagen und mit Hilfe der Eizellen die Kolonialisierung begonnen hat.Aber: Woher wusste die im Sterben liegende, alte Tochter von der Situation um Brand und hat ihren Vater deshalb zu ihr geschickt? Die beiden hatten doch vorher nicht miteinander gesprochen.Wie lange hat sie es gewusst? Falls lange, so hätten die Menschen tatsächlich eine Rettungsaktion von der Raumstation aus starten können.Hinzu kommt natürlich noch die potentiell mögliche unterschiedliche Zeit. Evtl. gilt auch für den dritten Planeten wie für den ersten Planeten, dass 1 Stunde dort ca. 7 Jahre auf der Erde sind?Alles in allem war meine Erwartungshaltung schon recht hoch. Ich schätze Nolan, Memento (9/10) ist mein bisheriger Favorit. Allerdings empfinde ich seine Werke aber auch als unterkühlt.Nachdem ich Interstellar auf mich habe wirken lassen und darüber nachgedacht habe, bewerte ich ihn für mich mit 7/10.
  • Danny M.
    So, ist ja nun schon sehr spät. Ich muss mal ins Bett. Aber zu deinen Punkten muss ich dir mal kurz strengstens widersprechen.Punkt 6: Woher willst du wissen, dass es keine Sau interessiert? Bist du Nostradamus? Es wurde doch nichts darüber gezeigt. Kann doch sein, dass es alle interessiert hat, man es aber nicht für nötig hielt, es uns mitzuteilen. Also das zu kritisieren, finde ich für völlig kleinlich.Punkt 7: Ich finde das überhaupt "also bitte"! Seine Tochter sagt doch, dass kein Vater sehen sollte, wie seine Tochter stirbt. Sie wollte nur sein Leid nicht noch weiter vergrößern und ihn das ersparen, sich das anzutun. Und er hat es wohl auch eingesehen und ist deswegen gegangen. Ich finde das eher von seiner Tochter gut gemeint, damit sie ihrem Vater noch mehr Leid, den er eh schon hat, ersparen konnte. Die von dir verlangte Reaktion wäre die viel schlimmere gewesen und hätte ihn innerlich wahrscheinlich dann komplett zerstört. Mal ehrlich: Was ist wohl besser? 1. Er weiß, seine Tochter stirbt und geht lieber? Oder 2. Er bleibt bei ihr und muss es sich hautnah antun, wie sie stirbt? Also da ist doch Variante 1 viel schmerzhafter. Insofern finde ich die Reaktionen hier sehr nachvollziehbar.So, nun schlaf ich erstmal. Mehr dann morgen. :-)
  • age
    SPOILER und so...zu deinem 6) ich habe mir schon überlegt ob er nicht vielleicht mit dem auflösen der 5. dimension einfach gestorben ist? und tot im all treibt? und dann beim wiedersehen mit seiner tochter ein echter geist ist, der ihr erscheint vor ihrem tod? wäre auch denkbar...und zu 9) hier könnte man das auch so sehen, dass das vielleicht noch die alternative zeitlinie zeigt. Mc C hat AH ja ermöglicht zu diesem planeten zu gelangen um mit den eizellen eine kolonie zu gründen. also entwickelt sich von dort aus die menschheit weiter (und stirbt auf der erde) während Mc C ja relativ betrachtet eine ewigkeit im schwarzen loch verbringt (die zeit müsste ja schon am ereignishorizont fast still stehen von außen betrachtet, nur ihm kommt es ja nicht so vor).außerdem 4) das ist ja nicht der planet wo ihr geliebter war, oder? ich habe das so verstanden dass sie da nur um die wissenschaftlerin getrauert hat und deren daten retten wollte (trotzdem bescheuert). erst am ende ist sie auf dem planeten ihres geliebten.
  • age
    es is trotzdem schwammig. 8/10 sieht einfach immer wertiger aus als 4/5 und einen film mit 4,5 sternen steckt man zwangsläufig nur in die 4-sterne schublade, anstatt es von der seite zu sehen, dass er fast 5 hat. habe noch nie den sinn bei dieser änderung verstanden. is doch wie bei der währung. es war für viele schwer zu akzeptieren, dass 5euro genauso viel wert sind wie 10mark...
  • _kaphoon_
    Ja, was denn sonst. 5 volle Sterne = 10 Punkte.
  • Gravur 51
    Ich fand den Film spitze, und einige deiner Kritikpunkte kann ich verstehen, andere wieder nicht so. Will auch gar nicht näher darauf eingehen und gleich zum Punkt kommen, der für mich Fragen aufwirft:SPOILER AHEAD!!Dein Punkt 1: Was ich an McC's Handeln am Ende nicht verstehe, ist: Wieso gibt er die Koordinaten der Raumbasis mittels der binären Staublinien durch, wenn er doch andererseits mittels Morsealphabet und der herunterfallenden Bücher sich selber aufhalten will, seine Tochter zu verlassen (STAY)?? Ich meine, das ist doch etwas schizophren? Oder waren die Staublinien nicht von ihm, sondern von den höher entwickelten Menschen?
  • Tillberg
    Cool Brasi,dass freut mich, das es dich so umgehauen hat :)Mc. Conaughey ist wirklich momentan in einer anderen Liga....
  • Tillberg
    Tolle Zusammenfassung!!!Sehe das Meiste ähnlich und einiges hast du mir noch vor Augen geführt.(y)
  • Branimal
    Also, bevor ich etwas zu Interstellar sage, möchte ich folgendes anmerken: Ich finde, dass Nolan natürlich ein sehr talentierter Filmemacher ist, The Prestige ist mein absoluter Nolan-Liebling, Dark Knight finde ich genial, Insomnia ist einfach pures Drama, Memento ist ein Rätsel genauso wie Inception ein Labyrinth ist.Zu Interstellar: Ist der Film ein Meisterwerk? - Jein.Zuerst ohne Spoiler:Die erste Stunde ist langsam und figurenbetont, schön zum Anschauen, ein begnadeter McConaughey, hat auch etwas suspensemäßiges an sich, besonders wegen dem "Geist" ;-).Ich weiß nicht wieso, die Farmszenen haben mich hier und da an Shyamalans Signs erinnert - ich weiß, dass den viele Leute nicht mögen, aber den "Farm-Suspense" fängt der voll ein.Diese Szenen sind gelungen.Praktisch von einer Minute auf die nächste fängt die Weltraumstory an, das ging eindeutig viel zu schnell, Gründe folgen im Spoiler-Teil.Der mittlere Teil ist genial, die Aufnahmen des Wurmloches, die Erforschung von Planeten unter erschwerten Gravitationsbedingungen - ein Traum, und gleichzeitig nicht zu surreal, besser geht es glaube ich nicht.Der erste Film der in Wurmlöcher und Schwarze Löcher hineinzeigt, was will man mehr.Gegen Ende kommen dann aber die weniger interessanten Schwarzen Logiklöcher, meiner Meinung nach in einer für Nolan ungewöhnlichen Anzahl - siehe Spoiler-Teil.Das Ende ist mies. Das ist wirklich so, es ist so ärgerlich, aber man muss es sagen, ich schreibe gleich warum. Das Hauptproblem: Der Film ist nicht ausbalanciert > Hochgradig wichtige Entscheidungen und Geschehnisse passieren oftmals emotionslos. Dann werden andere Szenen mit unglaublichen Feuerwerken an Emotion und Tragik beladen, die oftmals viel zu lange dauern (McC tröstet Tochter - Szene, McC beobachtet durch Regal - Szene).ABSOLUTER SPOILER-Alarm. Das sollten nur Leute lesen, die den Film gesehen haben:1.)McConaughey bekommt über Binärcode in Form von Staublinien die Koordinaten der Militärbasis Norad, auf der das Raumschiff gebaut wird, von so etwas wie einem Gravitations-Geist. Es stellt sich am Ende des Filmes heraus, dass er selber im Schwarzen Loch, in welches er am Ende des Filmes fliegt, in einem höherdimensionalen Raum diese Staub-Signale in die Vergangenheit hineinmanipuliert.> ABER: Die Entdeckung von Norad ist absolut unwichtig, ein absolut unwichtiges Detail, dass unnötig von Nolan verkompliziert wurde. Die Wissenschaftler in der Basis wollen von ihm wissen, wie er den Ort der Basis herausfand, er verweigert die Antwort und tut geheimnisvoll. Wozu? Interessiert keinen, wie er zur Basis kam. Und noch unglaubwürdiger ist es, dass McConaughey am Ende des Films, im Schwarzen Loch, die Koordinaten von Norad weiß und diese als Staub-Binärcode durch Manipulation von "Gravitationsfeldlinien" in die Vergangenheit schickt. Erstens denkt er sicher an Vieles, aber nicht an das, in dieser Situation. Zweitens ist das ein banales Detail, völlig unnötig. Drittens stellt sich am Ende die Frage, ob und wie McConaughey überhaupt diese Koordinaten überhaupt geschrieben hat.Oder waren es die "höheren Menschen" aus der totalen Zukunft, die das Wurmloch überhaupt erst ermöglicht haben, und die man nie sieht, über die aber gesprochen wird im Film?Man wird es nie erfahren.2) McC kennt den Chefwissenschaftler auf der Basis und war selber Astronaut, aber er war nie an diesem Projekt beteiligt, sondern ist nun Mais-Farmer. Dafür bietet ihm Michael Caine 1 Stunde nach der ominösen Ankunft in Norad (wird sogar im Dialog so gesagt) sofort an, die geheime Rakete zu fliegen, weil "es keinen besseren Piloten auf diesem Planeten gibt"? Aha, OK, von mir aus.3) Keine 2 Minuten nach diesem McC-Caine-Dialog fliegt McC schon ins All, vorher gibt es noch eine Minute McC-Tochter-Drama. Da hat McC relativ schnell und leichtfertig entschieden seine Familie zu verlassen und in ein Wurmloch zu fliegen, ist fast schon eine Banalität für den Herrn.3) Matt Damon: Er weiß, dass die Menschheit aussterben wird bzw. schon tot ist, hält sogar eine echt wissenschaftliche und ernste Rede, versucht McC einzureden, dass es in Ordnung ist, dass seine Familie stirbt - aber er geht über Leichen, um mit dem Raumschiff wieder zur Erde zurückzukehren? Ist angeblich intelligentester von allen, aber öffnet eine nicht angedockte Schleuse, nur weil er so geil auf das Raumschiff ist? Unlogisch.4) Anne H sieht eine Monsterwelle auf sich zukommen, aber hat irgendwie gar keine Lust zurück ins Raumschiff zu kommen sondern planscht völlig unnötig und hysterisch im Wasser, während die Welle immer näher kommt? Nur weil sie in irgendeinen (toten) Wissenschaftler verknallt ist? Am Ende kommt die Welle und schwappt das Raumschiff weg, ein Boardmitglied stirbt völlig umsonst: Dieser Typ stand übrigens die ganze Zeit neben dem Eingang zum Schiff und wartete auf AH, dass sie sich endlich erbarmt vor der Welle zu flüchten. Dann wurde sie von einem Roboter gerettet, der Kerl half ihr noch beim Einsteigen, und wurde dann einfach von der Welle weggeschwappt, hat nicht einmal sein Gesicht verzogen. Selten einen passiveren Astronauten gesehen , der wollte irgendwie krepieren. Selbsterhaltungstrieb ca. 3,4%.5) AH verbindet Physik mit dem Thema Liebe - Liebe ist eine höherdimensionale Verknüpfung zu irgendwas, hmm. Wenn am Ende McC im Schwarzen Loch ist, weiß er genau, dass er seine Tochter suchen muss, als diese dann schon 40 Jahre alt war und wieder vor dem Bücherkasten in seinem Haus stand, um ihr die vom (ebenfalls ins Schwarze Loch geschickten) Roboter ermittelten Quantendaten durch Manipulation des Uhrzeigers der von ihm geschenkten Armbanduhr im Regal durch Ausnutzung des Zupfens an "Gravitationsfeldlinien" in Form von Binärcode zu übermitteln? Hmmm.Der Uhrzeiger auf der Armbanduhr tickt den Binärcode auch dann, als McC erwachsene Tochter die Uhr aus dem Regal nimmt und er somit überhaupt nicht mehr die "Gravitationsfeldlinie", die direkt über der Uhr war, zupfen konnte?Hmmmm.Er findet seine Tochter im Schwarzen Loch (bzw. Tesserakt) in den unendlichen Gängen schwuppsdiwupps, weil er sich von Liebe leiten ließ (Liebe als Verknüpfung in höhere Dimensionen). Hmmmmm.Nachdem das Schwarze Loch kollabiert, streift er in seinem Raumanzug wieder irgendwo beim Saturn umher, befindet sich prompt wieder in der Milchstraße und wird von Menschen sofort wieder gefunden? Von mir aus.6) Die Menschen wissen zwar, dass er der Vater der mittlerweile 100 Jahre alten Weltenretterin ist, aber sie fragen ihn nicht aus wo er war, wie es im Schwarzen Loch war, was seine Rolle war, wie er überhaupt mitten im Weltraum rumschwirrte, Nee, dass interessiert keine Sau.7) Seine Tochter, die Weltenretterin, wechselt am Sterbebett zwei Sätze mit ihrem aus dem Schwarzen Loch zurückgekehrten Vater, dessen Verschwinden ihr gemäß vorherigen Filmgeschehens die ersten vierzig Jahre ihres Lebens Sehnsucht, Kummer und psychische Instabilität bereitet hat, und schickt ihn dann gleich weg, um im Kreise IHRER Familie (die ja de facto auch seine sein müsste!) zu sterben!Und er geht einfach so!Und keiner dieser Leute hat Lust ihn, sprich Ururgroßvater, kennenzulernen? Sie schauen sogar desinteressiert weg.Also bitte.8)McC setzt sich in ein futuristisches Raumschiff, dass er nie zuvor bedient hat, mit seinem Roboter-Buddy, und fliegt selbstsicher los um AH zu finden und zu retten.9)Letzte Szene zeigt eine AH die in der Gegend rumschaut, der Film ist vorbei. Wieso hat man nicht einfach gezeigt wie McC ankommt und sie sich anschauen? Müssen sich ja nicht gleich küssen. Bin übrigens kein Happy-End-Verfechter, tragische Ausgänge finde ich genauso faszinierend. Aber bei dem ganzen unnötigen Gesülze (besonders mit der unnötigen alten sterbenden Tochter, dieses Szene hätte man komplett streichen sollen) vorher wäre das doch das Mindeste gewesen. Aber nein, ein echtes Ende bleibt uns versagt.Bin etwas enttäuscht, der Film ist gut, aber ein Meisterwerk ist er nicht.Da gibt es noch viel mehr zu sagen, aber nicht alles fällt mir momentan ein.Mir kommt es vor, dass über dem ganzen der Geist von Steven Spielberg geschwebt ist. Vielleicht ist Steven Spielberg in eine Schwarzes Loch gefallen und hat von dort mittels Gravitationsfäden Instruktionen in Form von Staubablagerungen weitergegeben.8/10
  • Borsti
    Spoiler!!!!!Packend, emotional und bildgewaltig erzählter Blockbuster. Nolan schafft es erneut, trotz komplizierter Inhalte einfach hervorragend zu unterhalten und auch melodramatische Elemente (was neu für ihn ist) wunderbar in die episch erzählte Weltraumgeschichte einzuflechten.Aber da sind ja noch die letzten 20-25 Minuten, bei denen ich mich die ganze Zeit fragte, was hier eigentlich passiert (Stichwort Tesserakt und alles was danach passiert). Für mich bewegt er sich da ganz klar in der Tradition von 2001 (nicht nur beim Ende). Wohingegen Kubrick sein Ende bewusst abstrakt hält, um der Unerklärbarkeit des Universums Rechnung zu tragen und dem Zuschauer Raum zum Interpretieren zu geben, geht Nolan für mich unverständlicherweiese wieder einen Schritt zurück und versucht mit eigentlich unerklärbaren Dingen (fünf-dimensionaler Raum) irgendwie doch noch auf rationalem Wege zu einem abschließenden und etwas zu glatten Happy-End zu gelangen.Das hat für mich nicht funktioniert, weil ihm das logischerweise nur mit massiven Auslassungen gelingt. So muss der Zuschauer schlucken, dass Murph durch Morsezeichen den Schlüssel des Universums erhält. Wie genau dieser aussieht wird nicht erklärt, genauso wenig, wie in wenigen Jahrzehnten eine derart abgefahrene Raumstation im Saturn Orbit errichtet werden konnte. Das klassische Zeitreise Paradoxon gibts dann natürlich auch noch (wenn man sich fragt, von wem und vor allem wann der Tesserakt eigentlich errichtet wurde) und ehe man sich versieht überlagern eigentlich oberflächliche Plotfragen die doch vorhandenen thematischen und inhaltlichen Schwerpunkte, die dem Film durchaus zu Grunde liegen (bin gerade deswegen schon sehr auf eine zweite Sichtung gespannt.)Nichtsdestotrotz würde ich auch 4,5 Sterne geben. Ganz einfach weil es kaum noch solche Filme im Blockbusterbereich gibt, welche mich als Zuschauer zugleich geistig fordern, aber auch einfach hervorragend unterhalten und mich zum staunen bringen können.
  • _kaphoon_
    ES GIBT 10 STERNE !!!!!!! Rafft Ihr das denn nicht ???!!!!Halber Stern = 1 Punkt.
  • age
    hab mir den film heute abend angeschaut und war ziemlich beeindruckt. hatte wirklich hohe erwartungen, weil schon seit den ersten teasern klar war dass das kein effekt-feuerwerk wird sondern etwas gehaltvolles. und ich wurde nicht enttäuscht. die lange einführung der personen und der thematik war sehr unterhaltsam, dann geht plötzlich alles ganz schnell - wie ein raketenstart - und das abenteuer beginnt. wie in der kritik schon steht wird das thema zeit und relativität einfach toll behandelt, emotional tiefgründig und nebenbei immer diese atemberaubenden bilder fremder welten.auch gefällt mir der realismus, dass es keine geräusche im all gibt.das letzte drittel ist dann eher ansichtssache. für einige mag es da zu abgefahren werden, ich persönlich fand die vision nolans aber wirklich plausibel und vorstellbar.das mit der NASA und dem technischen fortschritt empfand ich als nicht störend, bzw habe ich das nicht weiter hinterfragt, da ja auch die übrigen jüngsten entwicklungen auf der erde ziemlich im dunkeln bleiben. wer weiß wie da eins zum andern gekommen sein kann.das einzige was ich irgendwie einfach doof fand ist, dass ( ! kleiner spoiler ! ) mal wieder das unangebracht emotionsgeladene verhalten einer frau die mission gefährden muss, obwohl man von ihr als ausgebildete astronautin und wissenschaftlerin erwarten dürfte, in einer solchen gefahrensituation angemessener zu reagieren.insgesamt ein spannender, tiefgründiger und dramatischer film der erfrischend visionär daherkommt und einen, wie ein schwarzes loch, in seinen bann zieht!für mich ein meisterwerk.
  • age
    es gab ja mal 10 sterne hier. ist noch garnicht so lange her. fand ich persönlich auch sehr viel besser...
  • Admiratio
    Ich muss zugeben, den Film, glaube ich, nicht ganz verstanden zu haben. Aktuell finde ich die Hauptwendung vorhersehbar und den Ausweg aus dieser Situation nicht nachvollziehbar.Dennoch hat mich der Film ungemein in seinen Bann gezogen und ich glaube nicht daran, dass es für die letzten 30-45 Minuten keine bessere Erklärung geben soll, als meine jetzige.
  • Martin M.
    Kein eindeutiger Fall, aber könnte gut sein."haha" und viele Ausrufezeichen sind auch sehr auffällig immer ;-)
  • Tillberg
    Der Post ist von mir. Irgendwie steht da jetzt Gast.
  • Tillberg
    Beruhig dich mal wieder Besserwisser....Nach einer kleinen Analyse muss ich feststellen, dass du hier und da Recht hast. Manchmal waren zuviele Emotionen im Spiel. Aber das kennst du ja bestimmt ;)Als Nolan-Jünger würde ich mich jetzt jedoch nicht beschreiben!?Und was du mit Niman hast, kann ich beim besten Willen nicht nachempfinden?!Entweder hat der schon alle betroffenen Post´s gelöscht oder ich kapiere es net!Der hat doch kaum was geschrieben...Naja egal, auf jeden Fall ---Besserwisser---, jetzt haben wir uns alle wieder lieb ;)
  • Tillberg
    Was meinst du?1-10 mit halbe Sterne?Also im Endeffekt 20 Abstufungen?Das würde es genauer machen....Oder wie an der Schule 1-15 (ohne 0,5 Schritte dann)....
  • Modell-101
    Also ich denke, für bessere Bewertungen müssten allgemein mehr Sterne zur Verfügung stehen.
  • Fain5
    Ich hatte am anfang meine Zweifel aber jetzt trollst du einfach zu offensichtlich.
  • Knarfe1000
    Gut, damit bist du als Troll enttarnt.
  • Tillberg
    Cool, den werde ich sicherlich haben.An anderer Stelle in diesem Forum wird deutlich, dass Prestige für dich ein Meisterwerk ist (ich gebe ihm auch gute 9 Punkte).Aber steht der jetzt neben Fight Club und T2 oder leicht darunter?Bei mir gibt es 10er, bei denen ich nicht darüber nachdenken musste (z.B. Jäger des verlorenen Schatzes) und 10er, die es gerade noch so geworden sind (L.A. Confidential).Man wird in der Bewertung umso genau, desto größer man die Skala macht. Statt von 1-10, von 1-20 beispielsweise.Aber ich persönliche finde die 10er Skala ausreichend.Ich bewerte alles von 1-10. Filme, Bücher, Sehenswürdigkeiten, Frauen....... :D
  • Tillberg
    Arno ist kult!
  • Tillberg
    Ein Glück, dass es noch solche Koryphäen wie dich gibt :D
  • Nino S.
    ? :D Was war daran bitte naiv?
  • Fain5
    Hier geht es nicht um Geschmack sondern darum keine Ahnung von der Filmgeschichte zu haben. Da kann man gleich sagen die Ägypter oder Römer hatten nur so durchschnittlichen Einfluss auf unsere Weltgeschichte.
  • Fain5
    Wow. Zuerst Nolan und jetzt die Coens? Warte lieber bis zum nächsten Uwe Boll Film. ;)
  • Fain5
    Ok. Kann ja mal vorkommen. Danke für die Klarstellung :)
  • Tillberg
    Entschuldige, ich habe deinen Post nicht richtig verstanden.
  • Tillberg
    Klar Walter, die war heiß.
  • Tillberg
    Gone Girl kenne ich noch nicht. Freue mich aber schon auf den Fincher. Zu Planet der Affen stimme ich mit dir voll überein. Das halte ich für eine zu hoch ausgefallene Filmstarts-Kritik.Zu Gravity habe ich ja schon gesagt... Für mich eine 8 und kein Meisterwerk. Technisch brilliant, aber mit keiner Meisterwerk würdigen Story. Aber ich erkenne an, das viele das anders sehen als ich.Alles in allem gebe ich viel auf die Filmstarts-Kritiken, da sie größtenteils ziemlich oft in dem Bereich liegen, was ich als eine richtge Kritik empfinde.
  • Tillberg
    Walter, du scheinst mir ein ganz ausgekochtes Köpfchen zu sein :D
  • Fain5
    Ich glaube ausser der Filmstartsredaktion war das jeder^^
  • Coemgen 1.
    Naja jeder hat einen anderen Geschmack. Wäre ja auch langweilig wenn wir alle gleich wären.
  • Knarfe1000
    Noch zu den 78 % auf Metacritic... 2001 hat 82 %
  • Knarfe1000
    Nicht , wenn sie gegen Nolan ist ;-)Kann deine Meinung zwar auch nicht teilen, ist aber auch gar kein Problem. Ich kann z.B. mit Coen-Filmen nicht viel anfangen, die für viele auch Meisterwerke sind.
  • Knarfe1000
    Dann bist du offenbar sehr streng.
  • Knarfe1000
    Da sind wir einer Meinung. Auch meine Freunde waren nur mäßig angetan von Revolution.
  • Fain5
    Naja schlechtester Film vielleicht nicht aber bei weitem nicht das, was der Hype versprochen hat.
  • TresChic
    \\Nach den beiden eher schlechten Filmen (Inception und sein dritter Batman-Film) \\LOL Inception war ja wirklich schlecht, was für ein Einheitsbrei gell? LOL Du lass mal mit der Kinokarte. :-)
  • Bruno D.
    Liebes Filmstarts-Team. Ich verweise jetzt einfach mal auf Punkt 5.4 eurer Nutzungsbestimmungen. Und das ist nicht das erste Mal.
  • Fain5
    Stammtisch? Was bist du denn für einer?
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