Schnell-Bewerter
Mein FILMSTARTS
    The Dark Knight
    Durchschnitts-Wertung
    4,7
    4386 Wertungen - 141 Kritiken
    Verteilung von 141 Kritiken per note
    83 Kritiken
    43 Kritiken
    13 Kritiken
    0 Kritik
    1 Kritik
    1 Kritik
    Deine Meinung zu The Dark Knight ?

    141 User-Kritiken

    Kino:
    Anonymer User
    5,0
    Veröffentlicht am 25. Februar 2010
    The Dark Knight ist düster, obwohl vieles bei Tageslicht stattfindet. Er ist das moralische Zerrbild einer von Terror erschütterten Gesellschaft und einiger einzelner Männer, deren Machtlosigkeit durch ihre Güte bedingt ist. Dieser überaus deprimierende und pessimistische Grundton kann einem möglicherweise nicht beim ersten Mal Ansehen in vollem Umfang aufffallen, da die optische Urgewalt einen beinahe erschlägt. Allein die Action-Sequenz, die zur Festnahme des Jokers führt, ist in ihrem Aufbau absolut atemberaubend. Auch dadurch bedingt, dass die sonst allmächtige, erhabene, treibende und ungewöhnliche musikalische Untermalung zunächst verstummt, einen mit dem Visuellen zurücklässt, nur um in der brilliant umgesetzten 'Geburt' des Bat-Pod förmlich zu explodieren. Heath Ledger bietet mit seiner Darstellung einen Einblick in pure, unverfälschte Bösartigkeit jenseits ethischer Grundsätze. Dennoch ist sein Joker mit einer erschreckend nachvollziehbaren Moral bezüglich gesellschaftlicher Doppelbödigkeit ausgestattet. Wer kann in heutigen Zeiten seinen Grundsatz anzweifeln, dass in jedem das Verdorbene lauert und nur hervorgebracht werden muss? So wie er selbst es in einem der 'Guten' des Films emporhebt. Dazu das geniale Ende, so superheldenuntypisch und dennoch die einzige Konsequenz, die sich aus der Konstellation ergeben kann. Die Darstellerleistungen sind allesamt brilliant, abseits von Heath Ledger und den sonstigen Hauptfiguren sei auch Gary Oldman erwähnt, dessen Commissioner Gordon als letzte Bastion der Aufrichtigkeit am Ende vielleicht die tragischste Figur des Films ist. Der Eindruck des ersten Sehens, das zu vieles zu oberflächlich behandelt wird, einige Themen nur angekratzt werden, bestätigte sich bei mir zwar zum Teil, aber der Sinn dahinter offenbarte sich als ein anderer: The Dark Knight fordert auch vom Zuschauer die Entscheidungen, vor die er seine Protagonisten stellt. Er fordert eine Einstellung zu den Dingen, einen Standpunkt. Große Filme offenbaren nicht ihren gesamten Unterbau, sie lassen ihn vom Zuschauer entdecken. In diesem Punkt ist The Dark Knight ein Gigant. http://blogs.myspace.com/index.cfm?fuseaction=blog.view&friendID=418824324&blogID=438509983
    Gringo93
    Gringo93

    User folgen 22 Follower Lies die 428 Kritiken

    5,0
    Veröffentlicht am 11. Dezember 2013
    Fazit: Ein Film, der wohl ALLE Erwartungen um ein Ganzes übertroffen hat. Der realistische Ansatz, Heath Ledger als Joker und die perfekte Technik machen den Film zum besten Superhelden-Streifen, den es jemals gab und vielleicht auch geben wird.
    Jens85
    Jens85

    User folgen Lies die 10 Kritiken

    5,0
    Veröffentlicht am 25. Februar 2010
    Erst fragte ich mich ja, ob der ganze Hype um den Film gerechtfertigt ist. Dann hats mich erwischt, Trailer hier, Filmkritik da... ich wollte ihn einfach nurnoch sehen. Karten für die Vorpremiere letzten Mittwoch bestellt und ich kann nur eins sagen "WOW" ! Für mich der Film im Jahr 2008 - mit Abstand. Ich bin einfach nur total begeistert. Im gesamten gesehen ein riesen Kunstwerk! Schauspieler - 10 Atmosphäre - 10 Dialoge - 10 Story/Umsetzung - 10 Es war ganz ganz grosses Kino, wenn ich daran denk dass ein 3. Teil sich daran messen muss - viel Glück. Nochmal so ein Paukenschlag wäre zu schön, die Messlatte liegt jetzt jedenfalls verdammt hoch.
    Dailydead
    Dailydead

    User folgen 6 Follower Lies die 32 Kritiken

    5,0
    Veröffentlicht am 12. Oktober 2019
    Super Film mit viel Action, Spannung und Dramatik zugleich! Ein Batmanfilm der aber durch die düstere Athmosphäre nicht für Kinder geeignet ist! Alles Top!
    KritischUnabhängig
    KritischUnabhängig

    User folgen 10 Follower Lies die 216 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 25. Februar 2010
    Mit "Batman Begins" ist Christopher Nolan einer der besten Comic-Verfilmungen der letzten Jahre gelungen. Und das lag daran, dass sich der Film viel auf die Story sowie Motivation und Moral von Bruce Wayne konzentriert hat. Durch seine Vergangeheit, war vieles nachvollziehbar, schlüssig und konsequent erzählt. Dadurch war aber die Messlatte, die sich Nolan für die Fortsetzung "The Dark Knight" selbst gelegt hat, natürlich hoch und die Erwartungen der Öffentlichkeit wohl noch höher. Wie konnte man nun den ersten Teil toppen? Nolan hat sich dafür entschieden ein Action-Feuerwerk zu entfesseln, und liegt mit seiner Entscheidung leider daneben. Warum? Ganz einfach: Die Story bleibt auf der Strecke. Um es tiefer zu begründen, fang ich mal ganz vorne an: "The Dark Knight" fängt mit dem Bankeinbruch des Joker an. Hier soll an das Ende von "Batman Begins" angeknüpft werden, wo man erfährt, dass es einen neuen Feind gibt, nämlich den Joker. Die Inszenierung des Banküberfalls ist klasse und die Auflösung erst! Die Flucht mit dem Bus ist jedoch etwas unglaubwürdig. Die folgenden Filmminuten wirken dann sehr zerfahren, wie ich finde. Es wird von Szene zu Szene gesprungen, viele alte wie auch neue Gesichter eingeführt. Irgendwo dazwischen taucht auch mal Batman auf, der paar Nachahmer und Scarcrow vermöbelt. Die Idee mit den Batman-Nachahmern ist einfach nur doof und dass Scarcrow (einer der Hauptprotagonisten in Teil 1 samt einiger Kultszenen) so mal eben fertiggemacht wird und dann zwischen den Fakes Platz nimmt, ist geradezu lächerlich. Weiter geht es mit einer Reihe von Actionszenen, von denen es mehr als genug in "The Dark Knight" gibt. Dazwischen gibt es immer wieder mal mehr oder weniger "Storyfetzen", die in die nächste Actionsequenz überleiten. Trotz der langen Laufzeit von 152 Minuten wirkt der Film etwas "gehetzt und getrieben". Das mag daran liegen, dass die Actionszenen, die durchweg gut inszeniert sind und optisch gefallen, doch irgendwie teils zu schnell geschnitten sind (vor allem wenn Batman auftaucht und Bösewichte verhaut). Mein Höhepunkt ist aber sicher die Vefolgungsjagd in der Mitte des Filmes. Erstklassig, spannend und am Ende noch überraschend inszeniert und aufgelöst. "The Dark Knight" kann auch mit einigen Explosionen aufwarten, wo ich mich aber frage, wie der Joker den ganzen Sprengstoff ins Krankenhaus und auf die Schiffe z.B. geschafft hat. Selbst mit Helfern ist das in der kurzen Zeit ein nahezu unmögliches Unterfangen. Wo ich gerade die Schiffe erwähne, möchte ich darauf verweisen, dass ich mir einen anderen Ausgang gewünscht hätte. Das wäre dann hollywood-untypisch gewesen, aber realistischer. Ähnlich wie im ersten Teil gibt es paar (bekannte) technische Spielereien, wie das "Batmobil" oder einen neuen Anzug. Dann gibt es aber auch diese "Echo-Lot-Handy-Brille". Das empfand ich dann als zu viel des Guten. Die schauspielerische Leistung ist mit gut bis sehr gut zu bewerten. Die Ausnahme bildet aber die Darstellung der Rachel Dawes (Batmans Jugendliebe aus Teil 1). Rachel Dawes wird nicht mehr von Katie Holmes gespielt, sondern durch Maggie Gyllenhaal. Ich finde diesen Wechsel nicht gut. Gyllenhaals Leistung wirkt lahm und langweilig. Besondere Erwähnung findet natürlich noch Heath Ledgers Leistung als Joker. Sie ist wirklich gelungen, und sorgt für die schauspielerischen Höhepunkte des Films. Christian Bale als Batman/Bruce Wayne wirkt diesmal etwas blass, vielleicht gerade wegen der starken Darstellung von Leadger und einiger anderer Nebenrollen. "Batman Begins" konzentrierte sich mehr auf Bruce Wayne, wodurch Bale mehr Spielraum eingeräumt wurde. Zusammenfassend ist "The Dark Knight" ein guter Actionfilm, dennoch hatte ich mehr erwartet. Der erste Teil hat mich emotional mehr berührt. Es wurde mehr Wert auf die Handlung gelegt, und die Spannung wurde ruhiger, durchdachter und langsamer aufgebaut. "The Dark Knight" ist dagegen ein Actionspektakel von der ersten Minute an, wo sich Batman und Joker ein Katz- und Maus-Spiel liefern, das in die Länge gezogen wird, sodass sich die Handlung mehr und mehr im Kreise dreht und das ständige Hin und Her eine Hektik und Unruhe bewirken. Für tiefgründige Storyelemente bleibt leider kein Platz mehr. 7/10
    Max S.
    Max S.

    User folgen 2 Follower Lies die 92 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 7. September 2012
    Dieser Film ist, meiner Meinung nach, ein bisschen zu überbewertet, genauso wie der Vorgänger "Batman Begins". Zu der Story und zu der Umsetzung: Die Story war gut, die Umsetzung eigentlich auch. Der Bösewicht, Joker, ist eine deutliche Steigerung zu dem Bösewicht aus "Batman Begins", Scarecrow. Immer, wenn dieser auftauchte, hatte man schon das Gefühl, dass gleich etwas interessantes passieren wird und das sogar auf einer einigermaßen lustigen Weise. Beispielsweise die Szene, wo er mit Krankenschwesterkleidung aus dem explodierenden Krankenhaus spaziert. Diese Szene ist interessant, natürlich traurig und lustig zugleich. Ich wusste in diesem Moment echt nicht, ob ich schockiert sein oder lachen soll. Das ist eben der Joker. Ein großes Plus. Ob man Harvey Dent, oder TwoFace, als Bösewicht bezeichnen kann, darüber kann man streiten, denn am Ende ist eben nur ein Guter, der Psychospielchen betreibt. Am Anfang schien er mir auch schon fast als Hauptperson in dem Film. Er kam genauso oft, oder sogar öfter vor, als die eigentliche Hauptfigur Christian Bale. Ob ich das jetzt gut oder schlecht finde, kann ich jetzt selber nicht so sagen. Dieser Film ist außerdem top besetzt. Morgan Freeman, Gary Oldman, Michael Caine und nicht zu vergessen Heath Ledger retten den Film erheblich. Fazit: Gut und um einen Stern besser als der mittelmäßige Vorgänger (aus meiner Sicht).
    Fundamentalontologe
    Fundamentalontologe

    User folgen 2 Follower Lies die 29 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 25. Februar 2010
    Über die drei im Titel genannten Themen wird hier in märchenhafter Weise eine interessante Geschichte erzählt. Batman fungiert als Figur des Guten, der ständig in moralische und ethische Ambivalenzen gerät und sich nicht mehr sicher ist, ober er richtig oder falsch entscheidet und handelt. Der Joker ist der ultimative Protagonist des Bösen, des Wahnsinns aus Spaß, des Nihilismus der Existenz und der irrsinnigen Idiotie eines Superverbrechers. Aber die ambivalenteste und quasi schizophrenste Figur, die vom Joker manipuliert wird ist die des Two-Face, der eigentlich das Wahre, Schöne und Gute in sich trägt und ausstrahlt, bis er durch den Joker seine Geliebte und Angebetete verliert und zum bösen Mutanten mutiert. Dazwischen gibt es noch die Figur des bedingungslos guten und idealistischen Cops Gordon und eine Reihe anderer, eher unwichtiger Nebenfiguren wie die Mafia-Bösewichte, verschiedene Cops, den Butler Alfred - der durchaus seine wichtige Rolle spielt (mit dem Brief) und letztlich noch Morgan Freeman als Unternehmer und Manager von Bruce-Enterprises... auch er spielt eine wichtige Rolle und erfüllt am Ende eine entscheidende Aufgabe, in dem er hilft den Joker zu lokalisieren und ausfindig zu machen. Dieser wirkt davon nicht überrascht, sondern hat es eher erwartet so wie es aussieht, denn er packte erstmal die richtigen Geiseln in Clownskostüme... Die Action im Film ist okay, nicht zuviel, aber auch nicht zuwenig und die gezeigten Stunts reichen vollkommen aus. Wo der filmstarts.de Filmkritiker zuviel CGI Effekte gesehen haben will, würde ich gern mal wissen... Die schauspielerische Leistung von Ledger als Joker nervt mitunter ein bisschen, weil er sich immer so nervig die Zunge leckt und ständig am laufenden Band bescheurte und ekelhafte Schmatzgeräusche von sich gibt. Ansonsten ist der Joker, dafür das Ledger als Sunny-Boy und heroischer Ritter oder Casanova gar nicht in die Rolle passt, hervorragend passend gespielt. Respekt! Hier zeigt Ledger, was alles in ihm steckt(e), ein flexibler und wandelbarer Charakterdarsteller nämlich, was viele ihm vor Batman-The Dark Knight sicherlich nicht zugetraut hätten. Mit seinem Tod und diesem Film ließ er alle Kritiker verstummen und das ist auch gut so, aber ob diese Performance nun oskarreif war... darüber wird kontrovers zu streiten sein. Die Dialoge sind nicht messerscharf, aber solide und auch die Story ist ausgeklügelt, mit vielen Verstrickungen gespickt, aber manchmal auch höchst unrealistisch... aber mit dem Realismus - Argument kann man bei der Comicfigur und Comicverfilmung Batman sowieso nicht ankommen... also was solls, wie es in der filmstarts.de Kritik steht, schmählern die Storyfehler fast keineswegs das Filmvergnügen. Was nochmal richtig gut gelungen ist, das ist das Ende und der Showdown. Da kann der Score punkten, das Gesagte, die Heldenhaftigkeit (obwohl Batman ja angeblich keiner ist...) und Gary Oldman (wie er zu seinem Sohnemann spricht). Da gabs bei mir schon Gänsehautgefühl und das hat mich sehr gefreut. Auch das Sozialexperiment mit den zwei Schiffen war ein toller Schachzug der Drehbuchakteure! Trotzdem bleibt Batman ein bisschen hinter meinen Erwartungen zurück, aber er ist trotzdem ein Kinoerlebnis und ein Film, der es verdient hat gesehen zu werden, auch weil sich tatsächlich einige latente Gegenwartsbezüge und Interpretationen herstellen lassen. Aber damit will ich jetzt hier nicht anfangen, denn das würde doch den Rahmen der Kritik sprengen und über das Ziel hinaus schießen... aber das es immer mehr Wahnsinnige und psychisch Gestörte Menschenexemplare in der (Post)Moderne gibt... da ist schon was wahres dran (Die Intensität der Amokläufe (meist ausgeführt von deprimierten und frustrierten Jugendlichen) hat in den letzten Jahren dramatisch zugenommen!) und das wird auch nicht abnehmen in nächster Zeit... wenn wir uns nicht alle einen Therapeuten suchen und regelmäßig ihn aufsuchen mögen! Der Psychologe wird die seelsorgerische Figur der Zukunft, die uns bald im Lebensalltag quasi begleiten wird... in New York hat schon jeder einen, bald wird das auch hier der Fall sein. Was für ein Alarmismus von mir! Ich höre jetz mal lieber auf mit dieser Kritik... aber lasst es euch gesagt sein :)
    Flibbo
    Flibbo

    User folgen 1 Follower Lies die 64 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 25. Februar 2010
    Ist der neue "Batman" wirklich so geil? Auf ein klares "ja" oder "nein" wird hier verzichtet. Jeder hat ihn gesehen, und der Rest wird ihn noch sehen. Der Hype war so enorm, natürlich war er dann größer als es der Film selbst letztendlich ist. Schließlich spielt in ihm ein viel zu jung und tragisch verstorbener Star mit, der mehr als gekonnt eine Kultfigur neu interpretierte, und die Werbekampagnen vor dem Kinostart waren sehr groß und aufwendig angelegt, um so viele Leute wie möglich so richtig heiß zu machen. Es klappte. Nun: wird man enttäuscht? Nein, "The Dark Knight" ist ein starker, düsterer Actionthriller, der seinen Vorgänger "Batman Begins" locker übertrifft, und dessen störende Elemente nicht wiederholt. Warum lange erzählen - es passiert verdammt viel in "The Dark Night", aber glücklicherweise hat man nicht das Gefühl, dass etwas zu kurz kommt; eine Kunst, die "Batman Begins" noch nicht ganz beherrschte. Der Preis dafür ist ein stellenweise anstrengendes Filmvergnügen. Nichts mehr von wegen bunter No-Brainer. Moralische Konflikte und menschliche Abgründe werden thematisiert. Eine Comicadaption stellt man sich anders vor; "The Dark Knight" ist eben mehr als das, und dafür mag man ihn. Was eben auch so gar nicht comic-artig aussieht, ist die knallharte Action im Film. Vor allem eine Verfolgungsjagd im Tunnel bildet einen der Höhepunkte. Die Musik nimmt sich extra etwas zurück, und so entsteht wunderbar raue, rohe, dreckige Action, die unter die Haut geht. Es knallt ordentlich in Gotham. Doch so ernst das klingen mag, wir haben ja noch den Clown, den Joker. Humor spielt eine nicht unwichtige Rolle im Film. Den gibt es hauptsächlich, aber lange nicht nur, von Heath Ledgers Figur. Einige Gags sind untergebracht und lockern die dramatische Story etwas auf. Wie nie zuvor fixiert sich dieser "Batman" auf die Charaktere. Allen voran ist da natürlich der Joker. Am besten lässt sich das so zusammenfassen: Man wartet fast darauf, bis endlich wieder eine Szene mit ihm kommt; es ist einfach ein Genuss ihm zuzusehen. Die Rolle gilt als stark oscar-verdächtig - man darf gespannt sein. Bisher ist der britische Schauspieler Peter Finch der einzige, der nach seinem Tod die Trophäe gewann. Doch auch die anderen kommen nicht zu knapp. Gary Oldman kann sich, nach dem weniger großen Auftritt in "Batman Begins", richtig entfalten und spielt Lieutenant Gordon überzeugend als konsequenten Cop und liebenden Vater. Morgan Freeman ist auch wieder dabei. Etwas unterfordert erfüllt er seinen Zweck. Michael Caine gibt gewohnt souverän den vornehmen aber fürsorglichen Alfred, mit einem guten Schuss trockenem Humor. Christian Bale alias Bruce Wayne, also Batman, also der Gute, ist interessanterweise nicht einmal als der Sympathieträger inszeniert. Er ist genau so arrogant und abgehoben wie sich das gemeine Volk einen Milliardär vorstellt. Doch in seinem Innern steckt noch viel mehr, vor allem durch sein zweites Ich, den dunklen Ritter. Der etwas verwirrende Besetzungswechsel der Rolle der Rachel (Maggie Gyllenhaal) ist sehr gut zu verkraften. Katie Holmes wirkte einfach zu blass. Aaron Eckhart, ein wertvoller Neuzugang in der neuen Batman-Saga, verkörpert glaubhaft den Werdegang vom Star-Anwalt zu - seht selbst. Glaubhaftigkeit ist ein gutes Stichwort. Noch nie war ein "Batman" so realitätsnah,, daher versteht er es auch, den Zuschauer zu packen. Nur ein paar Details wie eine völlig übertriebene technische Spielerei, die Batmans Augen zu blauen Scheinwerfern machen, überspannen den Bogen. Die meist etwas wacklige Kameraführung will das Konzept der Realitätsnähe noch unterstreichen, doch dadurch wird es ab und an leider versäumt, die spektakulären Bilder, wie z.B. Batmans Sprung vom Hochhaus, optimal einzufangen. Ein weiterer Kritikpunkt wäre der Kurzauftritt von "Scarecrow", mit dem man einfach nichts anfangen kann. "Batman Begins" war vorbei, bevor "Scarecrow" überhaupt erst richtig loslegen konnte. Da hätte man ihn jetzt auch gleich weglassen können. Aber das sind Kleinigkeiten. Musikalisch wird die schwere Kost optimal untermalt. Hans Zimmer und James Newton Howard (was für ein Duo!) zauberten starke Melodien und ein Batman-Theme, das eher gediegen und nicht so catchy wie das geniale Original von Danny Elfman ist, aber dem neuen Batman mehr als gerecht wird. Das Ende wirkt trotz der langen Laufzeit im ersten Moment etwas plötzlich, da es auch etwas wichtiges offenlässt, aber letztendlich doch ideal. Christopher Nolan schuf mit "The Dark Knight" sein bestes Werk seit "Memento". Nicht für jedermann zugänglich, nicht schnell zu verdauen, mit Tiefe statt Superhelden-Abenteuern, und gerade deshalb etwas besonderes. Und der Kinofilm des Jahres sowieso.
    Taubenschlag
    Taubenschlag

    User folgen 1 Follower Lies die 6 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 25. Februar 2010
    Natürlich hat man nach einem Meisterwerk, was "Batman Begins" ja zweifelsohne war,hohe Erwartungen an den Nachfolger "The Dark Knight" gesetzt. Man muss sagen, dass auch dieser Film wieder wunderbar besetzt wurde, nur die fehlende Katie Holmes stört etwas. Der Joker kommt durch die starke Leistung von Ledger um einiges actionreicher und dunkler als noch im Burton Film von 89' daher. Trotzdem fehlt meiner Meinung nach so ein wenig die Aura des brillanten Jack Nicholson im 1. Teil der Reihe.Wenn dieser in Teil 1 das Flugzeug Batmans mit einem etwas zu lang geratenen Colt (!!) vom Himmel holt, ist das einfach urkomisch. Man kann schon sagen, dass der "neue" Batman ernster und realer sein will und man solche albernheiten lieber fern halten möchte, dann kommt man aber mit einem so hanebüchenen Handy-Hokuspokus daher,was die eigentlich so Lebensnahe Atmosphäre des Erstlingswerks von Nolan ziemlich erschüttert. Ich hatte oftmals den Eindruck, dass in diesem Sequel das Hauptaugenmerk auf die zugegeben erstklassigen Action Szenen gelegt wurde, wobei die Story an Tiefe lange nicht an die des ersten Teiles heranreicht. Man will immer noch einen draufsetzen und das nervt ungemein. Dennoch kann man sagen, dass der Film eine gelungene Fortsetzung ist,schon allein um dem Spiel des bösen Jokers zuzuschauen.Das Ende hat wohl jeden Zuschauer überrascht und möglicherweise Liebhaber der Comics verärgert.Batman,der Rächer,der Feind allen bösens, plötzlich der Bösewicht? Doch genau das weckt die Spannung und Vorfreude auf das Finale der Trilogie,die hoffentlich wieder mit ähnlich guter Besetzung glänzen und wieder mehr an den Tiefgang des ersten Teils anknüpfen kann.
    Two Face
    Two Face

    User folgen Lies die 16 Kritiken

    5,0
    Veröffentlicht am 24. April 2017
    Nolan setzte mit diesen Film einen neuen Maßstab für Comicverfilmung und Fortsetzungen. Heath Ledger spielt atemberaubend.
    Möchtest Du weitere Kritiken ansehen?
    • Die neuesten FILMSTARTS-Kritiken
    • Die besten Filme aller Zeiten: Usermeinung
    • Die besten Filme aller Zeiten: Pressemeinung
    Back to Top