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    Drei Chinesen mit dem Kontrabass
    Kritik der FILMSTARTS-Redaktion
    3,0
    solide
    Drei Chinesen mit dem Kontrabass
    Von Carsten Baumgardt
    Eine gelungene schwarze Komödie aus deutschen Landen? Ohne platten Schenkelklopfer-Humor? Bisher selten zu finden, aber im Fall von „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“ tatsächlich realisiert.

    Architekt Paul (Boris Aljinovic) hat ein ernsthaftes Problem: Nach einer Nacht, die er eher unbeabsichtigt im Drogenrausch verbracht hat, liegt seine untreue Freundin Gabi (Anna Maria Ondra) mit gebrochenem Genick in seiner Wohnung. Und Paul kann sich an nichts erinnern. Er bittet seinen Freund Max (Jürgen Tarrach) um Unterstützung. Er ist Arzt und somit vom Fach. Mit Hilfe von Mixer, Getreidemühle und Knochensäge soll Gabi möglichst unauffällig beseitigt werden. Allerdings weckt der Lärm, den die beiden verursachen, das Interesse des Nachbarn (Edgar Selge). Und auch Pauls Mutter (Carola Regnier) taucht ungefragt in der Wohnung auf.

    „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“ ist nicht nur Klaus Krämers Kinodebüt, sondern auch seine Abschlussarbeit an der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin. Die Idee ist sicherlich nicht neu und wurde zuletzt von Danny Boyle in der Groteske „Kleine Morde unter Freunden“ gezeigt, aber dafür kann der Film mit erstaunlicher Situationskomik aufwarten – ohne dabei auf teutonische Kalauer zurückgreifen zu müssen. Timing und Tempo stimmen ebenfalls und dank der guten Darsteller um den wunderbar tapsigen Jürgen Tarrach („Die Musterknaben“) sorgen die „Drei Chinesen“ für kurzweilige eineinhalb Stunden, so dass sich niemand von dem eigenwilligen Titel abschrecken lassen sollte.
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