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    666 - Trau keinem mit dem du schläfst
    Kritik der FILMSTARTS-Redaktion
    2,5
    durchschnittlich
    666 - Trau keinem mit dem du schläfst
    Von Stephan Flory
    Frank Faust (Jan Josef Liefers) hat gerade seine große Liebe Jennifer (Sonsee Ahray Floetmann) verloren. Danach geht es mit ihm bergab: Er trinkt, seine Wohnung verwahrlost und zuletzt verliert er seinen Job. Da erscheint ihm Mephisto II. (Armin Rohde) und schlägt ihm einen Pakt vor…

    Nachdem in Hollywood schon desöfteren klassische Dramenstoffe in moderne Verpackungen gezwängt wurden, fängt man nun auch in Deutschland damit an. Während in den USA natürlich Shakespeare das beliebteste Opfer ist, wählte man für "666 – Trau keinem mit dem du schläfst" (wer hat sich eigentlich DEN Titel ausgedacht?) Goethes "Faust" als Verwurstungsobjekt aus. Der in Hockenheim geborene Regisseur Rainer Matsutani inszenierte unter anderem die Komödie "Nur über meine Leiche" mit Katja Riemann. Doch vor allem Produzent Bernd Eichinger ist es wohl zu verdanken, dass "666" nur so vor Starauftritten wimmelt. "Cameos" kann man diese unterdessen nicht nennen, da der Abspann ganz gezielt mit den Namen angibt und sich nicht auf die "Bunte"-Kompetenz seiner Zuschauer verlässt. Einigen Promis fehlt dabei ganz offensichtlich ein wenig schauspielerisches Vermögen: Heiner Lauterbach und zur großen Überraschung auch Claudia Schiffer bringen ihre Auftritte souverän über die Bühne, während Boris Becker und Verona Feldbusch dann doch etwas hölzern wirken. Eine gute Portion Selbstironie bringen sie aber zumindest alle in ihre Rollen ein.

    Der "Faust"-Mythos jedoch spielt für das Drehbuch nur eine Alibi-Funktion, denn bis auf die in der kurzen Inhaltsangabe beschriebene Ausgangssituation finden sich nicht allzu viele Motive aus der prominenten Vorlage. Vielmehr gründet sich der gesamte Witz des Films neben den unvermuteten Starauftritten auf Verwechslungen, die entstehen, da Mephisto sich in zahlreiche Promis verwandelt. Dass dabei Sex und Körperflüssigkeiten in Hollywood-tauglichem Ekelhumor gipfeln, ist jedoch ein Novum – aber wohl kaum zu begrüßen. Und dass Hitler in der Hölle eine Spezialbehandlung erfährt, wissen wir bereits seit "Little Nicky".

    Kamera und Musik verdienen wie bei deutschen Filmkomödien üblich keine besondere Erwähnung. Doch dieser Film hat ja sogar Spezialeffekte, die gar nicht mal so gekünstelt aussehen wie wir das im deutschen Kino gewohnt sind. Störend ist das penetrante Product Placement. Da sehen wir als erstes einmal ein riesiges D2-Logo auf dem Handy des Protagonisten, sein Taxi ziert BHW-Werbung und auf den Foto-Koffern seiner Freundin steht gut lesbar "Kodak". Ob man das nicht etwas dezenter anstellen kann?

    Im Großen und Ganzen ist "666" ein unterhaltsamer, dabei jedoch absolut belangloser Streifen, was angesichts der monumentalen Vorlage und ihres Potenzials etwas schade ist. Famos sind einige der Auftritte der Stargäste.
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