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    Der Hobbit: Eine unerwartete Reise
    Durchschnitts-Wertung
    4,2
    2569 Wertungen - 451 Kritiken
    Verteilung von 451 Kritiken per note
    145 Kritiken
    177 Kritiken
    77 Kritiken
    27 Kritiken
    15 Kritiken
    10 Kritiken
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    451 User-Kritiken

    kobi l.
    kobi l.

    User folgen 1 Follower Lies die 37 Kritiken

    2,0
    Veröffentlicht am 26. März 2013
    Der Hobbit ist weder mittelmäßig noch miserabel; er ist etwas unbefriedigendes dazwischen. Der direkte Vergleich mit dem Herrn der Ringe ist zunächst mal nicht zwingend, doch gerade der wird hier im Minutentakt dem Zuschauer aufgedrängt. Abgesehen von EINEM neuen musikalischen Thema verlässt der Film sich ausschließlich auf den HdR-Soundtrack, der an den unmöglichsten Stellen aus dem Off dudelt. Die Inszenierung versucht die Vorgängertrilogie durch kitschig-knallige Bilder zu übertrumpfen, die kaum noch einen Hauch von Mittelerde verströmen, die eher kindlich wirken. Man soll hier schmunzeln und sich über jeden Charakter freuen, der den Weg aus der HdR-Trilogie in den Hobbit schaffte, und es sind tatsächlich viele, zu viele, fast alle; Gollum ist aber der einzige bei dem das Konzept aufgeht. Die Action ist schmerzhaft überzogen und scheint die trägen vorhergehenden Kapitel kompensieren zu wollen. spoiler: Natürlich kommt der riesige Albino-Ork am Ende nochmal zurück (wo war er nur in den Büchern?); dass alle Bäume an der Klippe wie Streichhölzer umfallen, der letzte aber stehen bleibt (und dabei natürlich fast zur Gänze abfackelt) bis die Adler kommen ist klar. Die Bildsprache ist düster, rau und archaisch, wirkt aber nie bedrohlich und gerade deshalb unecht und richtungslos. Martin Freeman überzeugt als Hobbit, aber, wie alle restlichen Figuren auch, entwickelt er sich nicht. Klischees, oh mein Gott, ja - davon gibts hier wirklich genug: spoiler: "I once said... you weren't one of us... OH how wrong I was!" *Augenrollen* ENTTÄUSCHEND
    Max H.
    Max H.

    User folgen 50 Follower Lies die 153 Kritiken

    4,5
    Veröffentlicht am 29. Juli 2013
    "Der Hobbit" beendet nun also ein gigantisches Kinojahr 2012 mit einem würdigen Ende. All der negativen Kritiken zum Trotz bin ich, stellt euch vor, echt reingegangen. Aber auch mit dem Wissen im Hinterkopf, dass sich hier kein zweites "Herr der Ringe" abspielen würde. Ich hab Tolkien's Erstling gelesen und wusste um die eher lockere und sympathische Abenteuerreise des Bilbo Beutlin. Und somit stellt sich die fast drei Stunden Spielzeit als absoluter Glücksgriff (vor allem für Buchkenner heraus). Es gibt enorm viel zu beobachten in optisch nie zuvor erreichtem Rahmen, es gibt neue Charaktere und eine Welt voller Wunder mit spannender, aber auch ironischer Szenen, die sich wohlwollend vom "Herr(n) der Ringe" abheben ohne seine Wurzeln zu verleugnen. Nach 9 Jahren endlich wieder Mittelerde. Und Peter Jackson ist entgegen einiger Erwartungen voll bei der Sache. Er generiert schon im ersten Teil seiner Triologie eine dreistündige Saga, die zwar erzählerisch gut gefüllt ist, aber sein Konstrukt nicht vermissen lässt.. Neben der ausgeschmückten Linie seiner Hobbitgeschichte, strickt er auch noch das im Buch nur angedeutete Geheimnis um den Geisterbeschwörer, bietet dem Publikum zudem noch die Sequenzen in denen Thorin zu seinem Beinamen Eichenschild gekommen ist und versucht insgesamt den "Herr(n) der Ringe" nie aus den Augen zu lassen. Und doch muss man differenzieren, dass es sich bei "Der Hobbit" nicht um seinen filmischen Vorgänger handelt. Natürlich wirken seine Zwerge ungewohnt und doch hätte sich ein jeder harter Kritik erwähren können, hätte er das Buch gelesen oder zumindest einen genaueren Blick auf Gimli geworfen. Die Zwerge sind eine zwar eigenartige, stolze Rasse, aber auch voller Raufbolde ohne Benehmen und passenden ironischen Zwischentönen. Es wurde im Vorfeld viel um die 48er frame rate diskutiert. Tatsächlich war sie für mich dermaßen gewöhnungsbedürftig, dass ich ganze zehn Sekunden gebraucht habe, ehe ich mich der Flut der Bilder hingeben konnte. 2009 hatte James Cameron die 3D – Technik revolutioniert, und ich wage zu behaupten, Peter Jackson ist das mit seiner Kombination aus erhöhter Bildrate und 3D – Technik auch ein Stück weit gelungen. Seine Bilder besitzen unglaubliche Schärfe und Authenzität, wirken aber trotzdem fantastisch und kunterbunt, dass einem der Ausdruck "magisch" oder "episch" schonmal in den Sinn kommt. Vor allem aus der Adlerperspektive kann das Gefühl Mittelerdes unheimlich fließend transportiert werden und eine nie dagewesene Perfektion stellt sich ein, die durchgehend bis zum Schluss erhalten bleibt. Das liegt auch zwingend damit zusammen, dass Jackson die dritte Dimension endlich wieder gewinnbringend nutzt. Tatsächlich streuen sich soagar Gegenstände ein, die ins Publikum fliegen, eine altmodische, aber dennoch, vor allem in Schlachtszenarien, wirkungsvolle Variante. Gegenüber der Technik kann der Rest nur abfallen, auch die wieder mal bedeutsame musikalische Untermalung. Der Soundtrack von Howard Shore ist dennoch überragend, seine ochestralen Einsätze mal wieder genaustens getimt und das "Lied vom einsamen Berg" ist jetzt schon ein Ohrwurm, was sicherlich auch damit zu tun hat, dass das Thema im Film immer wieder zitiert wird, und Klassiker der Filmgeschichte. Die Darstellerriege ist selbstverständlich prominent und zum Teil bekannt. Zu den Neulingen gehört Martin Freeman, der seine Rolle bravorös ausfüllt. Sein Bilbo Beutlin ist der Gattung der Hobbits angepasst, höflich, bequem, aber auch im Falles des Falls mutig. Freeman kann seiner Person allerdings auch neue interessante Facetten hinzufügen, seine Dialoggewandheit ist sowohl unbeholfen als auch ironisch und sein Charakter wandelt sich vom Kindlichen zum Abenteuerer hin. Die Zwerge kriegen alle aufgrund dreistündiger Spielzeit erfreulich viel Mitsprache und die Schauspieler erledigen ihre Aufgaben alle ziemlich gut, herausstechen tut allerdings erwartungsgemäß nur Richard Armitage's Thorin als sturer und deutlich mitgenommener Zwergenprinz. Natürlich findet Jackson auch immer wieder Zeit alte Weggefährten wie Galadriel, Elrond oder Saruman zu etalblieren und schon fast nostalgisch an seine Vorgänger zu erinnern. Zusätzliche Spielzeit bekommen allerdings nur Ian McKellen's Gandalf, der in früherer Zeit etwas lockerer und auch weniger weise wirkt, eine gelungene, ungewöhnliche Darstellung seiner Person und natürlich Andy Serkis' Gollum. Trotz Kurzauftritt überzeugt Gollum mit starker Präsenz, in der sowohl seine mysteriöse Gestalt als auch sein stärker ausgeprägter, shizophrener Wortwitz, für einen weiteren Höhepunkt des Films sorgt. Fazit: Natürlich ist "Der Hobbit" nicht ohne Schwächen. Die verschiedenen Geschichten rund um Geisterbeschwörer oder den Grün/Dunkelwald liegen für Buch – Laien noch etwas offen dar, außerdem setzt sich der Film sehr gemächlich in Gang und somit kann sich das "Herr der Ringe" – Gefühl (noch) nicht ganz einstellen. Manche Passagen wirken zudem beliebig und Frodo's Cameo soll beispielsweise nur den Zusammenhang zwischen beiden Mittelerde – Epen verdeutlichen. Trotzdem ist "Der Hobbit" die spannendste und beste Abenteuerreise des Filmjahres und ein Fantasy – Epos mit Zukunft, der vor allem durch Optik und Musik immer wieder besticht und nichtsdestotrotz gerade so eigenständig bleibt, ohne sich vom "Herr(n) der Ringe" zu distanzieren. Ein krönender Abschluss des Jahres, der sehnsüchtig auf die Fortsetzung warten lässt.
    Kino:
    Anonymer User
    4,5
    Veröffentlicht am 2. Mai 2013
    [...]Salopp gesagt: ein 300seitiges Märchenbuch, mehr eine Gute-Nacht-Lektüre, erzählt also die Vorgeschichte zum mehr als vier Mal so umfangreichen Überepos der Fantasyliteratur. Wie lässt sich das nun an dessen gewaltige Filmumsetzung knüpfen? Anwort: nicht ohne ein paar unschöne Zacken in der Naht, aber insgesamt doch ganz fantastisch. Die kalten blausilbernen Farben der eröffnenden Credits weichen einem warmen Goldton, Mittlerde erstrahlt über weite (und wortwörtliche) Strecken in einem Licht und Glanz, der zu dem Zeitpunkt, an dem „Die Gefährten“ einsetzt, längst zu verblassen begonnen hat, über den sich ein Schatten schiebt, der in „Eine unerwartete Reise“ erst noch ein kleiner, kaum auffallender schwarzer Punkt ist, von dem aus sich langsam eine Bedrohung quer durch die Lande zu verästeln beginnt. Und auch in den End Credits macht es sich bemerkbar, dort herrscht nicht die winterliche Schwere von Enyas May It Be, nicht die tragische Bitterkeit von Emiliana Torrinis Gollum’s Song und nicht das so hoffnungsvolle wie wehmütige Abschiedsgesäusel (nicht abwertend gemeint) von Annie Lennox‘ Into the West. Nein, Neil Finns Song of the Lonely Mountain ist abenteuerlustiger, raubeiniger, ein Lagerfeuerlied mit dem Schwung einer alten Legende in sich, keine der ganz großen, die ganz Mittelerde in ihren Grundfesten erschüttert, eben eine Zwergenlegende, von J.R.R. Tolkien seinen Kindern und Enkeln erzählt, im Film vom alternden Bilbo für seinen Adoptivsohn Frodo niedergeschrieben. Das Vermächtnis eines Liebenden an einen Geliebten, nicht die kühle Wiedergabe einer allsehenden Elbenchronistin.[...] [...]„Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ ersteigt nicht die schier unerreichbaren Höhen der „Der Herr der Ringe“-Trilogie und dies wird ihm auch mit „The Desolation of Smaug“ und „There and Back Again“ nicht gelingen, wie könnte es auch? Das ändert aber rein gar nichts daran, dass Peter Jackson hier den besten Fantasyfilm seit der „Rückkehr des Königs“ abliefert und mit seiner zweiten Mittelerde-Trilogie, sofern nicht alles mögliche schief- oder die Welt untergeht, eine wunderbare Ergänzung zur ersten schaffen wird. Der Auftakt mag einige kleine bis mittlere Schwierigkeiten haben, und dennoch: als Fan und wie ich als jemand, der die bisherigen Filme mit aller nur erdenklichen Leidenschaft verehrt, ist das schnell vergessen, wenn es sich Herz und Gedanken nur allzu gern wieder für drei Stunden in Mittelerde bequem machen. Und sie war schon wieder zu spüren, direkt nach der letzten Szene, diese Sehnsucht nach der Fortsetzung, die Revitalisierung eines Gefühls von vor zehn Jahren. Alles ist wieder wie es damals war, die filmische Qualität nicht besser, aber die Empfindung von neuem aufgeflammt. Und DAS ist wohl tatasächlich mehr, als man sich von „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ hätte wünschen können.[...]
    Martin S.
    Martin S.

    User folgen 1 Follower Lies die Kritik

    1,0
    Veröffentlicht am 2. Januar 2013
    Bin schockiert. Einer der teuersten Filme aller Zeiten. Und er enttäuscht auf allen Ebenen. Fragwürdige Schauspielerische Leistungen – ich habe das Gefühl einigen Szenen hätten einen zweiten Take durchaus vertragen. Die Starbesetzung gibt es nur auf dem Papier – abgesehen von Ian McKellen und Martin Freeman haben die anderen bekannten Gesichter praktisch keine Relevanz für den Film - und zeichnen den Kontrast zur Herr der Ringe Trilogie diesbezüglich umso schärfer. Wo zum Teufel ist die Kohle hin? Hier jedenfalls ist sie nicht gelandet. Der Visuelle Eindruck an vielen Stellen des Films ist eher der einer durchschnittlichen Mittelalter-Dokumentation eines Privatsenders, als das was man im Kino erwarten würde. Jetzt ließt man Blog auf Blog ab, dies bedinge sich durch die neue Technik mit der doppelt so hohen FPS usw. – daran meine Besten liegt das nicht: Das ist bloß total lieblos gemacht! Hier jedenfalls ist die Kohle auch nicht. Mit Animationen wir mehr als verschwenderisch umgegangen – alles ist animiert. Jeder Ork, jeder Goblin – gefühlt jeder einzelne Gegner. Man hat den Eindruck selbst an Filmen wie The Cube (der Erste) waren mehr Statisten beteiligt. Nun sind die Animationen für sich genommen nicht übel ausgeführt – allerdings funktioniert die Interaktion zwischen Animationen und Schauspielcharakter, abgesehen von Bilbo und Gollum da ist es ausgezeichnet, überhaupt nicht. Auch vermisse ich eine gewisse Kontinuität in der optischen Ausführung der Animationen – stellenweise habe ich das Gefühl es wurden verschiedene Studios beauftragt. Alles nicht herausragend. Hier kann die Kohle auch nicht stecken. Mir sind noch nie im Kino so unverschämt Schaumstoffwaffen aus dem Liverollenspiel- zubehör unter die Nase gehalten worden, übertrieben laut unterlegt durch ein sattes „KLONCK“-Geräusch bei jedem absetzten. In den Händen von Hauptfiguren. Leinwandfüllend. Nicht mal für die kleinen Details und Requisiten ist offensichtlich Geld ausgegeben worden. Where the f**k did you hide the money, Peter? Stellenweise war ich mir nicht sicher ob das eine Buchverfilmung oder Parodie werden sollte. Sie kann beides. Die „Herr der Ringe“- Filme legen die Latte schon sehr hoch. Aber angesichts des entschieden höheren Budgets (ein einziger Teil des Hobbit teurer als die gesamte HdR-Trillogie – kann das sein, bin ich hier richtig informiert???), gemacht von denselben Leuten, der kann doch nicht überall entschieden schlechter sein?! Das Einzige was überraschend und überdurchschnittlich gut ist, sind die Kritiken. Und zwar in allen Medien. Auch in Seriösen. Mein persönlicher Eindruck ist: DA MUSS DIE KOHLE STECKEN!!
    Ben Min
    Ben Min

    User folgen 7 Follower Lies die 38 Kritiken

    3,0
    Veröffentlicht am 7. Januar 2013
    Bis auf beeindruckende Landschaftsaufnehmen, sehr langwierig, von der neuen HFR-Technik kaum was zu merken, auch 3D schien mir eher unnötig. Man merkt im Vergleich zu Herr der Ringe sofort, dass dies die Verfilmung eines Kinderbuches ist. Dann auch noch 3 Teile? So wenig wie im ersten Teil passiert ist, hätte man auch einfach einen Film drehen können. Meine hohen Erwartungen sind definitiv nicht erfüllt worden.
    Zach Braff
    Zach Braff

    User folgen 140 Follower Lies die 358 Kritiken

    5,0
    Veröffentlicht am 16. Dezember 2012
    Genau das, was ich erwartet habe! Schließt für mich nahtlos an die Stärke der Herr der Ringe - Trilogie an. Meiner Meinung nach: Weder störende Technologie, noch eine zu langwierige Anfangsphase. Klasse!
    mercedesjan
    mercedesjan

    User folgen 18 Follower Lies die 80 Kritiken

    4,5
    Veröffentlicht am 16. Januar 2013
    Das Jahrelange warten auf den Hobbit hatte endlich ein Ende! Neben The Dark Knight Rises für mich, DAS Kinohighlight des Jahres. Auf Grund der Tatsache dass die Herr der Ringe-Trilogie mein Lieblingsfilm ist, war ich gehyped wie nur bei wenigen Filmen zuvor. Und dann kam die große Ernüchterung, denn die Kritiken verhießen nichts Gutes. Am Ende wurde ich bestätigt, dass man sich immer sein eigenes Bild von Filmen machen muss, denn auch wenn Der Hobbit nicht an Der Herr der Ringe ran reicht (Was im Endeffekt auch ein Ding der Unmöglichkeit war, die Trilogie ist für mich eigentlich mehr als nur eine 10/10), gelingt Peter Jackson einer der besten Filme des Jahres (direkt hinter Drive und TDKR). Ein Film der mehr Abenteuer als Schlachtengemälde bietet, einen großartig unterhält und mit einer Technik aufwartet die einen staunend im Kinosessel zurücklässt. So war der Hobbit erst der zweite Film in den ich jemals zweimal ins Kino gegangen bin (neben Avatar). Der eigentliche Grund dafür ist nicht der Film an sich, sondern schlicht die grandiose Optik des Films, die man so in keinem Heimkino bewundern kann. Ein Film wie gemacht für das Kino. Die Higher Frame Rate (HFR) wurde im Vorfeld stark kritisiert. Wie eine „Herr der Ringe – Telenovela Edition“ sollte es sein. Diese Kritik kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Man braucht 2-3 Minuten um sich daran zu gewöhnen, aber nach dem Kinobesuch war für mich und meine Freunde eines klar: Wir wollen eigentlich nie wieder einen 3D-Film ohne HFR sehen(man stelle sich vor was James Cameron aus der Technik bei Avatar 2+3 rausholen würde). Gerade beim zweiten Mal fällt einem die ungewohnte Technik kaum mehr auf. Endlich sieht man auch im hektischsten Actiongetümmel alles, denn gerade die Bewegungsunschärfe (bei 2D Filmen kein Problem) hat mich bei den 3D-Filmen mit 24 Bildern pro Sekunde immer am meisten gestört. Mit dieser Technik im Gepäck, konnte mich auch das 3D endlich wieder vollends zu überzeugen (Allein die Landschaftaufnahmen von Neuseeland waren wieder einmal grandios). Aber zurück zum Film, denn neben all dem technischen Schnick-Schnack ist der Film selbst, immer noch am wichtigsten. Dass der Film kindlicher, humorvoller und deutlich weniger düster werden würde als Der Herr der Ringe, wusste man als Kenner des Buches schon vorher. Allerdings hätte ich mir auch einen erwachseneren Film gewünscht. Wenn zunächst noch lockere Scherze gerissen werden und in der nächsten Szene die Köpfe rollen dann zieht sich nicht wirklich ein roter Faden durch den Film…Weder Kinder noch Erwachsene dürften hier zu einhundert Prozent auf ihre Kosten kommen. Mich hat es teilweise dann schon gestört, da ich ohnehin kein großer Freund von Komödien bin. Klasse hingegen sind die Bezüge auf Der Herr der Ringe. Man kann sich denke ich sicher sein, dass die sechs Teile aus Mittelerde weitaus besser zu einem großen Ganzen verschmelzen als das bei der Star Wars Saga der Fall ist. Apropos Star Wars: Vom Vergleich des unsäglichen Jar Jar Binks mit Radagast halte ich nichts. Radagast ist sicherlich nicht die beste Figur im Hobbit aber er macht seine Sache keinesfalls schlecht. Die Cameos sind allesamt Klasse, sowohl von Galadriel und Saruman sowie Elrond, Frodo und dem älteren Bilbo. Die beste Szene des Films ist aber zweifelsohne die Szene mit Gollum, Andy Serkis Paraderolle, die man kaum besser hätte umsetzten können und allen die Schau stiehlt, mit Ausnahme vielleicht von Sir Ian McKellen als Gandalf (sein neuer Synchronsprecher macht seinen Job ebenfalls besser als gedacht). Schon in Der Herr der Ringe die treibende Kraft ist er auch in der sonst eindimensionalen Gruppe der Zwerge (mit Ausnahme von Thorin, zu dessen Hintergrundgeschichte man auch etwas erfährt und der hier übrigens eine Episierung erfährt die seines gleichen sucht, gerade gegen Ende des Films). Jackson konzentriert sich auch nur auf eine Handvoll Zwerge, die Restlichen Zwerge der Truppe spielen nur den Mitläufer. Gelungen hingegen der Auftritt von Martin Freeman als Bilbo, der sich richtig gut macht aber auch noch Steigerungspotenzial besitzt. Das einzige was am Start des Hobbits, der übrigens genauso lange geht wie in Die Gefährten und dort nicht kritisiert wurde (Zurecht wenn es nach mir geht, da mich die Länge der Einführung bei keinem der beiden Filme stört, immerhin ist es der Start zu einer ganzen Trilogie, da kann man sich durchaus mal Zeit lassen), wirklich schlechter ist, ist der Prolog, dort kommt Smaug nicht an die überwältigende 2 Minütige Schlacht vor den Toren Mordors aus Die Gefährten heran. Wobei wir beim Thema Schlachten wären: Im Hobbit setzt Peter Jackson auf Zeitlupen-Schlachten. Ich wage mal zu behaupten das kann Jackson besser(was nicht heißen soll das die Szenen schlecht waren, im Gegenteil, das ist nur jammern auf sehr hohem Niveau), aber vielleicht spart er sich ja eine „richtige“ Schlacht im Stile von Helms Klamm und Minas Tirith noch für Teil 2 oder 3 auf. Die CGI-Orks stören mich nicht, bei der Bildschärfe wären die Masken aus Der Herr der Ringe vermutlich zu sehr aufgefallen. Auch wenn der Start etwas verhalten daher kommt, in der zweiten Hälfte kommt der Film richtig in Fahrt. Ab der Ankunft in Bruchtal jagt ein Highlight das nächste und der Film bleibt bis zum Ende spannend. Gänsehaut Momente treffen auf epische Szenen (Allein die Donnerschlacht) und der Soundtrack von Howard Shore, gemischt mit alten Elementen aus der Der Herr der Ringe und neuen Ideen für den Hobbit tut einmal mehr sein Übriges. Das Misty Mountains-Thema das sich durch den ganzen Film zieht ist ebenfalls Klasse gewählt. Fazit: Mit dem Hobbit macht Peter Jackson fast alles richtig. So reichts am Ende nicht zu einem Meisterwerk wie mein Ersteindruck zunächst war, aber die Trilogie beginnt mit einem großartigen ersten Teil. Und wer weiß wie stark die anderen beiden Teile werden und was für Auswirkungen die Teilung in 3 Teile auf das Erzähltempo und die Klasse des Films wirklich hat. Ich bin jedenfalls sehr gespannt und freue mich riesig auf Teil 2 und wenn Jackson im zweiten Teil da anfängt wo er in der zweiten Hälfte angefangen hat, dann sollte die 10 drin sein. 9/10 P.S.: Haben die Adler eigentlich eine Ausdaueranzeige oder sowas?^^
    coco2410
    coco2410

    User folgen 1 Follower Lies die 35 Kritiken

    5,0
    Veröffentlicht am 29. Mai 2013
    Großartig und sehr schön genau wie seine (Vorgänger) ! Da ich das Buch nicht gelesen habe, kann ich zu der Umsetzung nichts sagen, aber was ich sah macht auf jeden Fall List auf mehr! Kann's kaum erwarten!
    Meowan
    Meowan

    User folgen 20 Follower Lies die 42 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 27. Januar 2013
    Leider der langatmigste Teil aus Mittelerde. Nicht unspektakulär, aber deutlich in die Länge gestreckt, wodurch wirklich wenig passiert für fast 170 Minuten. Die neue Bildtechnik gefällt durch besondere Schärfe, aber ist nicht immer leicht mit den Augen zu verfolgen.
    Kino:
    Anonymer User
    4,0
    Veröffentlicht am 4. Januar 2014
    Die Herr der Ringe-Trilogie ist einfach nur grandios. Die Erwartungen an die Vorgeschichte dieses Film-Meilensteins könnten größer nicht sein und ich hatte mich schon auf eine kleine Enttäuschung eingestellt. Aber Peter Jackson hat es geschafft, mich erneut nach Mittelerde zu entführen und mich knapp drei Stunden lang bestens zu unterhalten. Wie gelang ihm dies? Zum einen erneut durch die wunderschönen Landschaften Neuseelands, die sich wieder einmal als der perfekte Schauplatz für Mittelerde eignen. Untermalt mit einem wundervollem Score von Howard Shore wirken die Landschaftsaufnahmen wirklich unheimlich schön und werden durch den 3D-Tiefeneffekt toll untermalt. Zum anderen natürlich durch die wieder einmal wundervoll erzähle Geschichte, die durch einige gelungene Brücken schon jetzt sehr mit der HDR-Trilogie verknüpft ist. Aus dem Kinderbuch "Der kleine Hobbit" wurde ein Erwachsenentauglicher Film geschaffen, der durch die Zwerge sehr viel Witz und Humor hinzubekommt. Von denen hätte ich mir etwas mehr Charakterzeichnungen gewünscht, jedoch haben wir ja noch zwei Filme vor uns. Die Besetzung des Films ist ein Traum. Neben alt bekannten Gesichtern wie Ian McKellen als Gandalf überzeugt vor allem Martin Freeman als junger Bilbo Beutlin auf ganzer Linie. Zudem bekommen wir mehrere kleinere Auftritte von Personen aus der HDR-Trilogie, möchte da aber jetzt nicht zu viel vorwegnehmen. Lediglich den Auftritt von Gollum muss ich hier doch erwähnen, einfach der Wahnsinn, wie gut Andy Serkins diesen per Motion-Capture-Verfahren in Szene setzt. Wie schon angesprochen lohnt sich das 3D in diesem Film sehr. Unterstützung bekommt es durch die "HFR", also die 48 statt 24 Bilder pro Sekunde. Zunächst ungewohnt, lieferten sie nach einigen Minuten Gewöhnungszeit wirklich ein unglaublich scharfes Bild ab. Ich kann jedem nur raten, dass "Wagnis" einzugehen und sich den Film in "3D HFR" anzusehen. Bei einer Bewertung des Films sollte man folgendes noch beachten: "Der Hobbit" beruht ja auf einem Buch, welches in drei Teile aufgeteilt wurde. Der erste Film ist sozusagen das Intro (besitzt aber dennoch einen Höhepunkt) und daher kann er als Teil der ganzen Trilogie vielleicht noch einmal ein Stückchen stärker wirken. Fazit: "Der Hobbit - Eine unerwartete Reise" ist der gelungene Auftakt der Trilogie rund um Bilbo Beutlin und entführt uns erneut in die Welt von Mittelerde. Ich kann es kaum erwarten, in einem Jahr den zweiten Teil zu sehen.
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