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    Tödliches Kommando - The Hurt Locker
    Durchschnitts-Wertung
    3,9
    614 Wertungen - 98 Kritiken
    Verteilung von 98 Kritiken per note
    13 Kritiken
    39 Kritiken
    22 Kritiken
    14 Kritiken
    8 Kritiken
    2 Kritiken
    Deine Meinung zu Tödliches Kommando - The Hurt Locker ?

    98 User-Kritiken

    Kino:
    Anonymer User
    4,0
    Veröffentlicht am 25. Februar 2010
    Sergeant Thompson, Sergeant Sanborn und Specialist Eldridge leisten als Bombenentschärfungskommando einen der gefährlichsten und härtesten Dienste im Irak. Nachdem Thompson bei einem Einsatz ums Leben kommt wird Sanborn und Eldridge der waghalsige Staff Sergeant James zugeteilt, auf dessen Konto über achthundert Bombenentschärfungen gehen. Doch von Teamplay, einer der wichtigsten Überlebensgrundlagen, hält James nicht viel und startet einen risikoreichen Alleingang nach dem anderen… ----------------------------------------------------------------- Manche Filme bauen ihn sanft auf, diesen gewissen Druck des Realen, den sie auf den Zuschauer laden, indem sie ihn den Gedanken fassen lassen: „Whao, sowas passiert tatsächlich gerade auf der Welt / vor der Haustür / in der Nachbarschaft.“ Das kann durchaus mit dem Zweck eskapistischer Unterhaltung einhergehen, wie es beispielsweise der Oscarabräumer 2009 „Slumdog Millionaire“ bewies, der um die Armut und Lebenslage der Bettlerkinder in Indien eine fast märchengleiche Story sponn und daraus Schwupps ein Feelgood-Movie werden ließ, ohne jedoch die Zustände in Mumbai zur Trivialität zu degradieren. Kathryn Bigelow schlägt mit „The Hurt Locker“ eine andere Richtung ein. An ihrem Film ist nichts sanftes, vielmehr drückt er einen über zwei Stunden unbarmherzig zu Boden, beleuchtet einen Soldatenalltag, dessen Passieren sich in dieser Form wohl nur die wenigsten bewusst sind und der in seiner vollen Härte fern jeglicher Schönung hereinbricht. Das fühlt sich zwar nicht gut an, ist aber so spannungsgeladen und eindringlich, dass selbst Wunderlampenbesitzer auf den Wunsch nach etwas angenehmerem verzichten würden. ----------------------------------------------------------------- Auch Bigelow verzichtet bei „The Hurt Locker“, und zwar auf zwei elementare Dinge, deren Fehlen man einem gewöhnlichen Blockbuster gepflegt um die Ohren hauen würde. Allerdings grundet Bigelows Verzicht nicht darauf, hier eine Independentproduktion vorgelegt zu haben, sondern auf einer knochenharten Konsequenz im Umgang mit der Geschichte ihres Films. Jenes Kino, das sich aus dem Umstand Krieg destilliert, schafft meist und dann seine stärksten Momente, wenn es auf ein herkömmliches Erzählen verzichtet und die Dinge, Taten und Aktionen einfach passieren lässt. Ob der zermürbende Marsch durch eine unwirtliche, fremdweltlich anmutende Wüste in „Jarhead“ (2005), oder der wohl berühmteste und wahrscheinlich auch beste Vertreter des ‚Just let it‘ happen-Moments, die Landung der Alliierten in der Normandie in Steven Spielbergs „Der Soldat James Ryan“ (1998), zwischen nicht selten pathetisch aufgeblasenen und verklärenden Schlachtgemälden bleiben solche Sequenzen im Gedächtnis. Während Sam Mendes und Spielberg eben auch noch eine Geschichte erzählen, lässt Bigelow „The Hurt Locker“ von Anfang bis Ende passieren, fast völlig ohne zu Erzählen. ----------------------------------------------------------------- Die Anfangssequenz schmettert einen unmittelbar in den Alltag des Bombenentschärfungskommandos. Thompson, Sanborn und Eldridge leisten auf einer staubigen Straße Dienst strikt nach Vorschrift und Vorsicht, schicken eine ferngelenkte Drohne vor, um den Sprengsatz zu prüfen, aber als Thompson schließlich doch in den monströsen Schutzanzug steigen muss, um die kontrollierte Sprengung von Hand vorzunehmen, ist es bei aller Obacht ein kurzer Moment des Zögerns Eldridges, der Thompsons Leben kostet. Die Anspannung und Strapazen, das ständige Vorausahnen des Unerwarteten und die Disziplin, mit der die Männer ihre bereits von ersten Haarrissen zersetzten Nerven zusammenhalten müssen, vermitteln Bigelows Inszenierung und Barry Ackroyds in alle Blickrichtungen zuckende Kamera nicht als etwas abstrakt Erahnbares, sondern machen aus der psychischen und physischen Grenzerfahrung der Soldaten eine ebensolche für den Zuschauer. Da sind Spezialisten am Werk und dennoch fühlte man sich selten so sehr in Unsicherheit, denn auch diese Profis wissen: die Risiken, die sie eingehen, sind absolut unberechenbar. ----------------------------------------------------------------- „The Hurt Locker“ könnte sich nach seiner würgegriffähnlichen Anfangsszene zurücklehnen und nun eine Geschichte zu erzählen beginnen, tut dies aber nicht. Nachdem Sergeant James zu Sanborn und Eldridge stößt lässt der Film per Texteinblendung wissen, dass der Kompanie Bravo noch 38 Tage bis zu ihrer Ablösung bevorstehen und diese letzten 38 Tage sind eine Routine, bei der sich nur eine entscheidende Variable verändert: statt des bedachten Thompson führt nun mit James jemand das Kommando, der die Risiken nicht zu minimieren versucht, sondern sich und sein Team frontal in sie hineinstürzt. Mit seiner Figur verzichten Bigelow und Autor Mark Boal auf das zweite Element, nämlich einen reinen Helden. James entschärft zwar Bomben und rettet damit Leben, gefährdet diese zuvor aber kaum weniger, als der ursprüngliche Bombenleger selbst. Er führt ein privates Duell gegen Kabel und Drähte, gegen Zünder und Schlösser und gegen jene, die sie zusammengelötet haben. Er versucht nicht bloß, den richtigen Draht zu kappen, James will dem Tod persönlich die Sense aus der Hand reißen und er scheut sich nicht davor, dieses Kräftemessen möglicherweise zu verlieren. Und je unkontrollierbarer die Situation dabei wird, desto wohler fühlt sich James, denn während alle um ihn herum nicht einmal die Angst vor der Bombe überwunden haben, hat er die größte aller Ängste hinter sich gelassen. Die Angst, die Kontrolle zu verlieren. Ein Risiko kann nur so groß sein, wie die Fähigkeiten desjenigen gering sind, der sich ihm stellt, und James weiß um seine außergewöhnlichen Fähigkeiten. Dennoch: als Helden kann man jemanden wie ihn schwerlich verehren. ----------------------------------------------------------------- Innerhalb der ersten Dreiviertelstunde wiederholt „The Hurt Locker“ das Grundprinzip seiner Einleitung mit annähernd identischen Einsätzen zwei weitere Male, büßt dadurch jedoch keinen drahtbreit an Spannung und Dramatik ein, da das Interesse des Films eben nicht einer Geschichte, sondern den Charakteren gilt. James führt ein waghalsiges Manöver nach dem anderen durch, während Sanborn darüber immer erzürnter und Eldridge immer verängstigter wird. Gerade durch die Wiederholung der Ereignisse, die Aktionen und Reaktionen des Teams, baut „The Hurt Locker“ eine Wirkungsstärke auf, die mehrmals der Spitze des Erträglichen entgegen pegelt und auf bedrückende Weise deutlich macht, dass man hier (im Verständnis der Soldaten) keine Außergewöhnlichkeiten zu sehen bekommt, sondern eine Alltäglichkeit unter ständiger, nie abreißender Anstrengung. Entspannung von diesem permanenten Druck gibt es kaum. Wenn James sich mit einem Raubkopien vertickenden irakischen Jungen namens Beckham anfreundet und Eldridge in Gesprächen mit einem Psychiater seinen Tod heraufbeschwört, offenbaren sich auch darin nicht gerade Lockerungsübungen zwischen den Einsätzen, weshalb „The Hurt Locker“ nicht davor gefeilt ist, auf einen weniger in Extremsituation geübten Zuschauer durchaus ermattend zu wirken und ihn unter der schier unlösbaren Spannung erschlaffen zu lassen. ----------------------------------------------------------------- Dem wirkt Kathryn Bigelow jedoch spätestens in der zweiten Hälfte durch gezielte Schläge entgegen, ohne sich dabei der Drastik eines „Der Soldat James Ryan“ bedienen zu müssen. Ein Gefecht in der Wüste, bei dem das Bombenentschärfungsteam zunächst auf ein paar gestrandete Söldner trifft und beide Gruppen wenig später unter Beschuss genommen werden, ist ein mörderisch durchdringend inszenierter Höhepunkt des Films, der eine weitere auslaugende Facette des Soldatenlebens und –leidens passieren lässt. Stundenlanges, unter sengender Hitze in der Deckung verharren, gelegentlich ein sich zeigendes Ziel ins Visier nehmen und eine weitere Ewigkeit auf die nächste Gelegenheit lauern, wenn man es verfehlt. Mit jedem Schuss, den Sanborn in eine Häuserwand statt in den Körper des Feindes setzt, verschärft sich diese vollständige Zwangslage, in der das Team zum ersten Mal wirklich eines ist, nachdem Sanborn kurz zuvor noch über die Möglichkeit eines „Unfalls“ sinnierte, um den ungeliebten James loszuwerden. Erstmals gönnen sie sich mit Triumpftrunk und Machogebalge im Anschluss an den Einsatz so etwas wie Gemeinsamkeit. Doch nicht erst, als sie unter James‘ Bett eine Kiste finden, die dieser nicht etwa mit Habseligkeiten von zu Hause, sondern mit entschärften Zündern, mit Dingen, die ihn beinahe getötet hätten, gefüllt hat, ist klar, dass diese Männer niemals den selben Krieg kämpfen werden. Für Sanborn und Eldridge soll er nach Hause führen. Für James nur immer wieder von vorne beginnen. ----------------------------------------------------------------- Es ist zweifellos der Anziehungskraft ihrer Fähigkeiten zu verdanken, dass in Kathryn Bigelows „The Hurt Locker“ Namen wie David Morse, Guy Pearce, Ralph Fiennes oder Evangeline Lilly auftauchen, die sich allesamt nicht zu schade sind, nur für ein paar Minuten im Film zu sehen zu sein. Ihre Anwesenheit kommt einer gewissen Ehrerbietung gleich, die sich besonders Jeremy Renner als Sergeant William James redlich verdient. Mit seinen verantwortungslosen Handlungen, über die er sich jene Kicks holt, die ihm ein Leben ohne Bomben und Granaten, Sturmgewehren und Befehlsgebrüll nicht bietet, schafft er einen Charakter zwischen Junkiewahnsinn und dem Selbstbewusstsein eines Ausnahmekönners auf sehr speziellem Gebiet. Mark Boals Charakterzeichnung ist intelligent und Renners Spiel vielfältig genug, um ihn nicht als den typischen Draufgänger zu zeigen, der im Laufe des Films die Verantwortungslosigkeit seines Handelns begreift und sich zur personifizierten Fürsorglichkeit wandelt. James bleibt zwar nicht alles hinter seinen dringend benötigten Adrenalinschüben egal, aber er ist am Ende, wer er am Anfang war, denn zu etwas anderem ist dieser Mann überhaupt nicht mehr fähig. Dabei darf Renner einige Male aus sich heraus brechen und gibt die ganze Unlösbarkeit dieser Figur zu erkennen, etwa wenn James in voller Montur unter der Dusche in sich zusammenfällt. Mit Anthony Mackie und Brian Geraghty als Sanborn und Eldridge stehen Renner zwei Schauspieler gegenüber, die in ihren oppositionellen Rollen weniger Wucht erzeugen, diese aber überzeugend annehmen und ausfüllen. ----------------------------------------------------------------- In seiner Tätigkeit als Journalist war Autor Mark Boal tatsächlich mit einem Bombenentschärfungskommando im Irak unterwegs, war pro Tag bei zehn bis fünfzehn Einsätzen dabei und unmittelbarer, als es „The Hurt Locker“ gelingt, hätten seine Erfahrungen kaum vermittelt und wiedergegeben werden können. Kathryn Bigelow und die Arbeit ihrer Crew wird dem Anspruch Boals, den wahren Alltag der Soldaten im Krisengebiet zu zeigen, absolut gerecht. „The Hurt Locker“ ist ein rauer, so schockierender wie faszinierender Einblick in eine Zwischenwelt aus Überlebenswillen und Todesmut, durch die man aufgrund der kompletten Abwesenheit einer wirklich so zu bezeichnenden Geschichte geradezu brutal geschleift wird, was den Abstand zum Geschehen aber umso schonungsloser reduziert. Bis man mit James durch den Staub kriecht und an seiner Seite die Entscheidung treffen muss, welchen Draht es zu kappen gilt. Jeden Tag auf ein Neues. ----------------------------------------------------------------- komplette Review siehe: http://christiansfoyer.wordpress.com/2010/01/14/review-the-hurt-locker/
    Robin H.
    Robin H.

    User folgen 1 Follower Lies die 32 Kritiken

    0,5
    Veröffentlicht am 19. November 2016
    der eindeutig schlechteste Film aller Zeiten bis heute. Selbst B und C - Filme sind oftmals besser, weil sie wenigstens eine einigermaßen gute Geschichte erzählen. Dieser Film hat eindeutig NULL Sterne verdient, leider kann man das nicht einstellen.
    PostalDude
    PostalDude

    User folgen 180 Follower Lies die 621 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 17. Januar 2020
    Ich zitiere Lethal Weapon 3: "Das Bombenkommando wird nie rechtzeitig hier sein." Die Jungs hier schon! Sehr stark inszeniert! Die Spannung ist greifbar, die Action kommt immer wieder gut, die Charaktere sind halbwegs glaubwürdig. Sie zittern, sie haben Angst, sie streiten. Aber sie sind auch tough & kämpfen bzw. entschärfen! Jeremy Renner spielt stark! Die Umgebung im Irak wirkt immer so, als ob gleich etwas explodiert... Einzig die Wackelkamera nervt auf Dauer... -_- Sehr starker Film!
    Kino:
    Anonymer User
    2,5
    Veröffentlicht am 9. März 2015
    The Hurt Locker ist mit seinen unberechenbaren Charakteren und der Handkamera-Inszenierung sehr um spannenden Realismus bemüht, und dieses Vorhaben gelingt, sodass der Film trotz seines unkontinuierlichen Spannungsaufbaus gut unterhält. Aber den absoluten Hype um diesen Film kann ich nicht verstehen. The Hurt Locker ist unterhaltsames Action-Kino in politischem Setting, mehr aber auch nicht.
    Telefonmann
    Telefonmann

    User folgen 28 Follower Lies die 231 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 21. August 2010
    Ich habe überhaupt nichts davon mitbekommen, dass "The Hurt Locker" letztes Jahr im Kino lief. Aufmerksam bin ich auf diesen Film auch nur geworden, weil er bei der Oscarverleihung so gut abgeschnitten hat, mit sechs Oscars ausgezeichnet wurde, unter anderem als bester Film. Deshalb wollte ich ihn mir jetzt mal ansehen. Meine Erwartungen waren also recht hoch. Im Endeffekt muss ich sagen, dass ich "The Hurt Locker" zwar nicht dermaßen gut finde, aber ein beachtliches Stück Kino ist hier trotzdem gelungen. Der Film spielt sich im Irak ab und handelt von der Besetzung des Iraks. Dies allerdings noch zu einem frühen Zeitpunkt. Im Kern dreht es sich um drei verschiedene Charaktere und die Entschärfung von Bomben. Ein richtiger Handlungsstrang ist nicht vorhanden, denn typische Merkmale von Einleitung, Hauptteil und Ende sind kaum erkennbar. Das Geschehen setzt sofort mitten im Geschehen an. Dann kommt ein neuer Gruppenführer und es geht weiter. Das Geschehen wechselt von einem Szenario ins andere. Dabei ist die Umsetzung wirklich gut gelungen, denn "The Hurt Locker" überzeugt gerade dadurch, dass er keine politische oder militärische Partei ergreift. So gibt es auch keine Überdosis Patriotismus, was ebenfalls gefällt. Die Story ist kritisch, sehr realitätsbezogen und spannend umgesetzt worden. Kathryn Bigelow ist eine Frau, die es in Hollywood nie leicht gehabt hat. So liegt ihr letzter Film, beim Erscheinen von "The Hurt Locker" auch schon etwa sechs Jahre zurück, weil Filme wie "Strange Days" und "K-19" gefloppt sind. Deshalb hat "The Hurt Locker" kein sehr großes Budget, denn 11 Millionen Dollar sind wirklich nicht so viel, doch das sieht man dem Film zu keinem Zeitpunkt an. Das Geld wurde auf jeden Fall gut genutzt, die Optik ist sehr gut. Die Drehorte wirken sehr authentisch und haben mir gefallen. Wirklich gut ist die Inszenierung. Die Szenen, in denen die Bomben entschärft werden, wurden wirklich sehr spannend und beklemmend gemacht. Sowieso ist die Atmosphäre sehr beklemmend und immer bedrohlich. Dies ist auch der tollen Kameraarbeit zu verdanken. Die Kamera ist immer mitten im Geschehen und verleiht dem Zuschauer teilweise eine Rundumsicht, was manche Szenen dann auch so gefährlich wirkend macht. Die Besetzung wartet nicht mit großen Namen auf, ist aber trotzdem komplett überzeugend. Im Vordergrund stehen drei Figuren. Jeremy Renner spielt einen sehr machohaften Charakter, für den der Krieg fast schon eine Art Obsession darstellt. Er spielt diese Figur wirklich eindrücklich und überzeugend. Anthony Mackie verkörpert da eher schon etwas die Vernunft und hat mir ebenfalls gefallen. Brian Geraghty ist nicht ganz so wichtig für die Handlung, spielt aber auch gut. In kleinen Nebenrollen gibt es noch ein paar bekannte Gesichter zu sehen, wie zum Beispiel David Morse und Evangeline Lilly. Diese Rollen sind zwar sehr kurz ausgefallen, aber sie schaden nicht. Alle restlichen nicht genannten Darsteller haben ebenfalls gut gespielt. Die Charaktere sind ganz ordentlich dargestellt, nicht wahnsinnig tiefgründig, aber es reicht hier allemal. Es wird auf jeden Fall recht glaubwürdig gezeigt, was der Krieg aus einem machen kann. Zudem waren mir alle Figuren sympathisch. Der Unterhaltungsfaktor ist ziemlich hoch. Wie schon erwähnt, sind gerade die Bombenentschärfungsszenen sehr spannend gemacht. Auch sonst ist das Geschehen meist spannend und nie langweilig. Action gibt es in wohl dosierten Portionen. Einziger Nachteil ist, dass die Dramaturgie etwas am Erzählstil leidet, doch es stört nicht wirklich. Für einen Kriegfilm ist "The Hurt Locker" in Punkto grafischer Gewalt eigentlich ziemlich harmlos, weil es kaum Blut zu sehen gibt. Dies wird aber auch nicht benötigt und ist mal eine nette Abwechslung. Es muss nicht immer in eine Schlachtplatte übergehen. Die vorhandenen Effekte sind aber gut gelungen und dies lässt sich auch über den Score behaupten, der das Geschehen immer passend begleitet. Fazit: "The Hurt Locker" ist ein packendes Kriegsaction-Drama, welches mit einer beklemmenden Atmosphäre, toller Inszenierung und guten Darstellern aufwartet. Ob der Film seine sechs Oscars verdient hat, ist Ansichtssache, doch gönnen tue ich es Frau Bigelow und bin mir sicher, dass man von ihr noch manch guten Film erwarten darf!
    Kino:
    Anonymer User
    4,0
    Veröffentlicht am 25. Februar 2010
    Mit "The Hurt Locker" ist Regisseurin Kathryn Bigelow ein wirklich beeindruckendes Kriegsdrama um den Irakkrieg gelungen, das weitab von Patriotismus oder Heroisierung der amerikanischen Streitkräfte angelegt ist. Dabei fixiert sich Bigelow in ihrer Geschichte auf eine kleine Einheit eines Bombenspezialkommandos, wodurch die Entwicklungen innerhalb der Gruppe und ihre Spannungen problemlos nachvollziehbar sind. Der Film lebt von seiner extrem hohen Authentizität, die durch gelungene Actionszenen sowie einer intensiven Atmosphäre getragen wird. Spannung verleiht Bigelow besonders den Bombenentschärfungsmomenten, die selbst dem Zuschauer unter die Haut gehen dürften. Die Optik ist zudem angepasst dreckig und quälend und weißt durch Handkamerabilder die nervöse Stimmung gekonnt auf. Fazit: "The Hurt Locker" ist ein intensives und bewegendes Kriegsdrama geworden, das von Anfang bis Ende mitzureißen weiß. Durch eine intelligente Geschichte und hoher Glaubwürdigkeit ist dieser Film für einen spannenden und fesselnden Filmabend nur zu empfehlen!
    ilovekino
    ilovekino

    User folgen 5 Follower Lies die 115 Kritiken

    2,5
    Veröffentlicht am 25. Februar 2010
    Also ich muss ehrlich sagen ich verstehe nicht wieso dieser Streifen so übertrieben gut bewertet wird.Klar gibt es wirklich sehr intressante und aufregende Szenen,aber der so hochgelobte Burner ist es nicht. Kann also die Euphorie nicht so ganz nachvollziehen.Da hat mich "im Tal von Elah" eher überzeugt. Definitiv kein schlechter Film aber auch kein Meisterwerk etc.
    Pato18
    Pato18

    User folgen 571 Follower Lies die 966 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 17. September 2012
    "Tödliches Kommando-The Hurt Locker" ist ein guter film,der vor allem von seiner spannung lebt. action ist vorhanden,aber meiner meinung zu wenig! schauspieler machen einen guten job! Fazit: Der film ist gut mehr auch nicht und mich wundert es,dass er zum besten film ausgezeichnet wurde in einer oscarverleihung!
    Lamya
    Lamya

    User folgen 350 Follower Lies die 801 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 12. März 2010
    Ich fand den Film sehr gut. Er bietet mir im Grunde fast alles, was ich von dem Film erwartet habe. Es ist nicht ganz die Richtung von Film, die ich mag, aber dennoch hat mir der Film ganz gut gefallen. 6 Oscars hat er allerdings meiner Meinung nach nicht verdient. Zumindest nicht den Oscar als bester Film. Den Film kann man sich auf jedenfall ansehen. Mir hat der Film sehr gut gefallen, mehr dann aber auch nicht... 7/10
    Felix H
    Felix H

    User folgen 5 Follower Lies die 61 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 10. Januar 2011
    Kathryn Bigelouw schuf einen wirklich sehr coolen Film. Die schauspielerischen Leistungen sind allesamt gut, aber auch nicht mehr. Das schwierige Thema Jrak Krieg inszeniert sie sehr neutral, was sehr gelungen ist und so auch alles genau beleuchtet, was die Soldaten dort Tag für Tag durchmachen müssen. Dies lässt den ganzen Film wirklich real wirken, nicht mit typischen Hollywood Attraktionen aufgepeppt. Jedoch ist dies auch für mich ein kleiner Schwachpunkt, da der Kriegsablauf so viel zu schematisch dargestellt ist, was die Spannung etwas rausnimmt. Alles in allem ein gelungener Film, aber nur einer von vielen. Oscar trotzdem verdient.
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