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    Black Swan
    Black Swan
    Starttermin 20. Januar 2011 (1 Std. 43 Min.)
    Mit Natalie Portman, Mila Kunis, Vincent Cassel mehr
    Genres Drama, Thriller
    Produktionsland USA
    Zum Trailer
    Pressekritiken
    3,8 7 Kritiken
    User-Wertung
    4,1 1390 Wertungen - 69 Kritiken
    Filmstarts
    4,0
    Bewerte :
    0.5
    1
    1.5
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    2.5
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    3.5
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    4.5
    5
    Möchte ich sehen

    Inhaltsangabe & Details

    FSK ab 16 freigegeben
    Ernsthafte Hoffnungen macht sich Nina (Natalie Portman) nicht auf die Hauptrolle als zugleich weißer und schwarzer Schwan in der ambitionierten Neuauslegung von Tchaikovskys "Schwanensee". Als ihr exzentrischer Ballett-Regisseur Thomas (Vincent Cassel) ihr den Part trotzdem anbietet, ist sie ganz fassungslos vor Glück. Doch bald merkt Nina, dass professioneller und privater Druck Tag für Tag rapide ansteigen. Zuhause steht sie ständig unter der Aufsicht ihrer herrischen Mutter (Barbara Hershey), die ihr eigenes Scheitern als Tänzerin mit der Karriere ihrer Tochter kompensiert wissen will. Und dann ist da noch Thomas’ neuer Ensemble-Darling Lily (Mila Kunis), die wie ein düsterer Gegenentwurf zur eingeschüchterten Hauptdarstellerin auftritt. Die Premiere naht – und Nina entwickelt zunehmend paranoide Züge...
    Verleiher Fox Deutschland
    Weitere Details
    Produktionsjahr 2010
    Filmtyp Spielfilm
    Wissenswertes -
    Besucher in Deutschland 1 878 866 Einträge
    Budget $17,000,000
    Sprachen Englisch, Französisch, Italienisch
    Produktions-Format -
    Farb-Format Farbe
    Tonformat -
    Seitenverhältnis -
    Visa-Nummer -

    Kritik der FILMSTARTS-Redaktion

    4,0
    stark
    Black Swan
    Von Björn Becher
    Während der Pressekonferenz zu „Black Swan", dem Eröffnungsfilm der 67. Filmfestspiele von Venedig, wurde Regisseur Darren Aronofsky nicht müde zu betonen, dass sein neuer Film der Kompagnon seines Venedig-Erfolgs „The Wrestler" sei. Was sich auf den ersten Blick verrückt anhört, handelt der eine doch von brutalem Wrestling und der andere von filigranem Ballett, macht bei genauem Hinsehen durchaus Sinn. Wie der Showsport Wrestling in „The Wrestler" endgültig entmystifiziert wurde, werden nun in „Black Swan" die Schattenseiten des Balletts ausgeleuchtet. Hinzu kommt hier noch ein Psycho-Mystery-Thriller, der sich unerwartet gut in die Gesamthandlung einfügt, auch wenn Aronofsky dem Zuschauer schon sehr früh offenbart, wohin der Hase läuft. Das New Yorker Ballett zählt zu den besten der Welt. Doch ein Umbruch steht an. Der Ausnahmeregisseur Thomas Leroy (Vincent Cassel) hat seinen einstig...
    Die ganze Kritik lesen
    Black Swan Trailer OV 2:12
    Black Swan Trailer OV
    105 517 Wiedergaben
    Black Swan Trailer DF 2:25
    296 451 Wiedergaben

    Interview, Making-Of oder Ausschnitt

    Interviews 1 - Deutsch 3:58
    Interviews 1 - Deutsch
    17 418 Wiedergaben
    Alle 4 Videos
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    Schauspielerinnen und Schauspieler

    Natalie Portman
    Rolle: Nina
    Mila Kunis
    Rolle: Lilly
    Vincent Cassel
    Rolle: Thomas Leroy
    Winona Ryder
    Rolle: Beth MacIntyre
    Komplette Besetzung und vollständiger Stab

    User-Kritiken

    Veljanovic H.
    Hilfreichste positive Kritik

    von Veljanovic H., am 20/09/2011

    5,0Meisterwerk
    Mit Herrn Aronofsky habe ich damals noch nicht viel anfangen können. Ein paar mal den Namen gehört, aber richtig viel ...
    Weiterlesen
    MrMonk
    Hilfreichste negative Kritik

    von MrMonk, am 07/04/2011

    1,0schlecht
    Ich fand den Film nicht gut.
    Alle User-Kritiken
    23% (16 Kritiken)
    49% (34 Kritiken)
    17% (12 Kritiken)
    3% (2 Kritiken)
    7% (5 Kritiken)
    0% (0 Kritik)
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    69 User-Kritiken

    Bilder

    16 Bilder

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    Kommentare

    • Kinosoph
      Zunächst einmal: Spart Euch das Geld - der Film ist schlecht! Nicht nur die Tanz-Szenen sind schlecht. Das große Problem des Films ist: Er erzählt seine Geschichte nicht, er behauptet sie zu spielen. Und damit macht er selbst genau den Fehler, den der Trainer unserer Filmheldin vorwirft: Du zeigst mir Deinen schwarze Seite nicht - Du behauptest sie nur! Also bleibt der Film von Anfang an bemüht. Er greift nach jedem noch so kleinen Strohhalm, damit ein Spannungsbogen entsteht. Doch jedes Mal, wenn ein winziger Moment von Gefühl und Lebendigkeit entsteht (z.B. in der Art, wie die Mutter ihre Tochter kontrolliert oder wenn die Tragik der Muttergeschichte angedeutet wird) versteht der film sich selbst nicht und gleitet ab in einen banalen Versuch, eine Geschichte zu erzählen. Aber das Schlimmste: Die Macher haben ganz offensichtlich keine Ahnung von Schwanensee und verstricken sich in Phantasien von Schizophrenie. Das ist dann wirklich entlarvend. Schade.Dass Frau Portman einigermaßen gut spielt, liegt daran, dass sie eigentlich nur ihre eigene Situation als junge Schauspielerin in Szenen setzen muss, der wohl immer wieder ältere Männer begegnen mit Geilheit auf ihre "schwarze Seite". Noch mal: spart Euch das Geld und guckt Euch einen richtigen Film an und keine überfrachtete Diaschau.
    • Michael Jogwer
      Ist ja interssant ;-)
    • Filmfan Andi
      das wird offen gelassen,entscheidend aber, so oder so wird sie den schwarzen Schwan nicht mehr verkörpern können...Puh, Interpretationen werden auch schon gespoilert?
    • digital-bath
      SPOILER: @ Radagast: - Spoiler: Ich würde sagen Nina stirbt. Ich glaube es würde keinen Sinn an dieser Stelle machen, wenn ausschließlich der weiße Schwan stirbt. Schließlich hat sie sich nunmal wirklich selber durch ihre Halluzinationen und Wahnvorstellungen verletzt. Der schwarze Schwan ist für mich nur ein "Rauschzustand" gewesen -
    • Radagast
      Komme gerade aus dem Kino, für mich ein wirklich grandioser Film: 4,5 von 5 Sternen. Toll war Ninas Metamorphose vom weißen zum schwarzen Schwan, verdeutlicht durch die Hautveränderung auf dem Rücken (stets von der Mutter misstrauisch beäugt), über die Szene, in der ihr eine kleine schwarze Feder aus dieser Hautveränderung gezogen wird (Grusel pur), bis hin zum grandiosen Schlussakt, in dem jede Piourette sie mehr zum schwarzen Schwan macht. Zum Ende muss ich eine Frage stellen: [spoiler]Stirbt da nur der weiße Schwan oder auch Nina selber?[/spoiler]
    • Filmfan Andi
      haha, Psychologiestudent und alter Bock, ... @Arcustangens, wenn "man nicht weiß"..., dann befolge deinen eigenen Rat: geh arbeiten. :lol:
    • Corporal Hicks
      Doch doch doch, sehr nettes Filmchen, mit sehr netten Darstellern. Von Anfang an bis zum Zerfall sehr gut inszeniert.Frau Portman hatte viele gute Szenen im Verlauf ihres Zerfalls.Ich kann mich nicht erinnern eine Frau Portman jemals so gut gespielt gesehen zu haben, geschweige denn gefordert worden zu sein.Wenn sie solche Rollen spielen darf und kann, braucht sie auch niemals nimmer mehr in einem Kinder-Star Wars Film mitspielen. Großes Kino, ob es für diese goldene Figur reicht...wird man sehen, Chancen hat sie.
    • Arcustangens
      Man weiß nicht, was man von dem Film so halten soll. Eine Bewertung spare ich mir, ich glaube aber auch, dass dieser Film nicht bewertet werden möchte. So viel Interpretationsspielraum wie da einem gelassen wird, kann doch unmöglich jemand hingehen und sagen.. ja, der ist gut.. oder nein, der ist schlecht. Ein Film, den man sich durchaus mehrmals anschauen muss, um ihn richtig zu verstehen und eventuell Zusammenhänge feststellen und analysieren zu können.. etwas, auf das ich gerne verzichten kann, so wie der Film mich jetzt ausgelaugt hat. Für den alten Bock, der nichts zu tun hat, vielleicht ein gefundenes Fressen.. aber für einen jungen hart arbeitenden Menschen, der bloß ein Filmerlebnis sucht, vielleicht eher weniger passend..
    • koala85
      nix für ungut aber ihr seid doch sicher Psychologiestudenten um 13. Semester mit zuviel Zeit oder? :D
    • Filmfan Andi
      ja, an den Requien Film habe ich jetzt nicht gedacht, der ist wirklich auch gut, doch Black Swan steht bei mir wegen der beschriebenen Thematik noch etwas höher... :)
    • Make it shine
      @Filmfan Andi Wow, das mit der Schizophrenie ist mir hier gar nicht in den Sinn gekommen. Jetzt würde das aber auch Sinn machen. :D Darren Aronofsky schuf mit "Black Swan" ein weiteres Charakterdrama und zeigt deutlich, wer in diesem Gebiet der Meister ist. Natalie Portman spielt die Rolle einer Frau, die Ballett aus Leidenschaft ausübt. Und das ist zunächst gar nicht mal negativ, Leidenschaften sind nämlich sehr wichtig im Leben eines Menschen. Diese Leidenschaft übt sie mit einem sehr großen Ehrgeiz aus. Neben ihrer starken Willenskraft ist es der hohe Grad an Perfektionismus, der sie so weit bringt. Leider erfährt sie erst am Ziel, dass sie sich noch viel mehr verändern muss. Sie stellt zu Beginn nur den weißen Schwan dar. Zurückhaltend, freundlich, schüchtern, introvertiert. Der schwarze Schwan ist aber genau das Gegenteil davon. Um diesen schwarzen Schwan auch darstellen zu können, muss sie sich selber verändern. Der ganze Film handelt eigentlich primär von der Wandlung und Veränderung eines Menschen. Diese Veränderung ist oftmals Hart und das muss sie selber auch feststellen. In ihrer Rolle als Schwanenkönigin will sie überzeugen, mehr noch, sie will eine perfekte Rolle abliefern. Ich liebe Filme, die einen Protagonisten zeigen, der sich im Laufe des Films verändert. Jeder Mensch ändert sich stetig im Lauf der Zeit, entwickelt sich durch die neuen Erfahrungen, die er sammelt, weiter. Die Hauptfigur Nina Sayers lernt durch ihre neuen Erfahrungen dazu. Sodass sie am Ende die Bühne fast schon selbstverständlich betritt, mit einer Härte, die sie erst entwickeln musste. Natalie Portman spielt eine überragende Rolle. In den letzten Jahren habe ich schon kaum eine Schauspielerin gesehen, die so viele Facetten zeigt wie Natalie Portman. Man schaue sich zunächst den Anfang an, in dem sie gekonnt eine schüchterne Frauspielt. Während der Unterhaltung spricht sie mit leiser Stimmte, unsicher. Ggen Schluss auf der Bühne ist sie eine starke Frau. Sehr überzeugend fand ich übrigens auch Mila Kunis und Vincent Casttel. Beide haben sehr gut in diesen Film gepasst. Die vielen Traumszenen bzw. Halluzinationen tuene dem Film sogar gut. Die Kritiker sind sich da nämlich uneinig. Für mich heben sich die Szenen nämlich von einem normalen Film ab, verdeutlichen teilweise die Wnadlung der Figur. So ist das mehr als gewollt, wenn Natalie Portman plötzlich auch ihr Erscheinungsbild verändert. Der Film bietet mehrer längere Momente, die ich gerne als "Exstase-Szenen" bezeichnen würde. In der Mitte, als sie mit Mila Kunis im Club ist und dann zu Hause landet. Oder am Schluss, als sie zunächst zur Vorstellung erscheint und dann ihre Tänze macht. Untermalt wird der gesamte Film von Clint Mansell grandiosem Soundtrack. Echt unverständlich, weshalb er nicht für den Oscar nominiert wurde. Zum Schluss fällt mir eigentlich fast kein Kritikpunkt ein. Vielleicht die Tatsache, dass die Handlung an sich in wenigen Sätzen zusammenfassbar ist. Mir hat hier noch leider der absolute AHA-Effekt gefällt. Ansonsten gibts nichts zu meckern. Für mich eigentlich gleich auf mit Aronofskys "Requiem For A Dream". Und weitaus besser als das sehr gute "The Wrestler". 4,5 von 5 Sternen für diesen ganz tollen Film
    • Filmfan Andi
      gratuliere, zwischen 13:27 und 14:45 hast du deine Meinung nicht geändert.
    • blutgesicht
      ich kann leider auch nichts gutes über den film sagen, wie manch andere hier. ich fand den film ziemlich langweilig und auch nicht sehr spannend...vielleicht hab ich auch einfach nur schon zu viele gute filme gesehen. also eine gute schauspielerische leistung heisst nicht, dass der film gut ist, was vielleicht viele hier denken.
    • blutgesicht
      In meinen Augen ist Black Swan kein guter Film. Nur für Ballettfans könnte es vielleicht etwas sein. Ich weiss nicht, was hier manch andere Leute, die den Film gesehen haben unter spannend verstehen...ich war nur nach 60min Langeweile gespannt darauf, ob da überhaupt noch etwas passiert....gute Schauspieler machen noch lange keinen guten Film aus...und man sollte Langeweile nicht mit Spannung verwechseln...
    • Harald L.
      Jetzt konnte ich den Film auch mal sehen und ich bin begeistert. Anfangs hatte ich ja schon meine Bedenken beim Film, aber er hat mich wirklich überzeugt. Er ist zu keiner Zeit langweillig, zeigt herrvorragend wie hart es eine Ballettänzerin hat und mischt genial Fantasie mit Realität.Natalie Portman hat wirklich den Oscar verdient, mit der genialen Leistung hat sie mich umgehauen, auch Mila Kunis spielte sehr gut und Vincent Cassel passte perfekt in die Rolle des strengen Künstlers.Ein wirklich guter Film der einem noch lange im Gedächnis bleibt.4 von 5 Sterne.
    • Filmfan Andi
      Hm, so ein thread bisher bei diesem wirklich guten Film: Natürlich behandelt er auch eine Interpretation des Schwanensees. Doch Darren Aranofsky zeigt in seinem bisher größten Meisterwerk sehr wohl auch Subtilität, wie ich nun in meinem Interpretationsversuch ausführen möchte. Ein wesentliches Thema - für mich das entscheidende - wurde in der sonst sehr guten FS-Kritik nämlich nicht angeschnitten. Wir kennen das Thema in unterschiedlicher Ausprägung ja z.B. aus die üblichen Verdächtigen, wo Keyser Soze und eigentlich Verbal Kint ist, oder aus Fight Club, wo Bratt Bitt und Edward Norten dieselbe Person sind... [i] Black Swan – ein Interpretationsversuch [/i] Nina ist schizophren, sie leidet an einer mentalen Störung, die ohne Behandlung zu desorganisiertes Sprechen und Denken, Halluzinationen und Wahnvorstellungen führen kann. Hervorgerufen wird dies durch den extremen Druck, der auf Nina lastet, einerseits durch den Perfektionsdruck, den sie sich selbst setzt, weiters durch den Tanzregisseur, der die Vereinigung des weißen und schwarzen Schwans in einer Person verlangt und andererseits aber auch durch die Mutter, die das selbst nicht-erreichte als Ballett-Tänzerin auf ihre Tochter projiziert, weshalb Nina außer dem Ballet kein soziales Leben hat. Bezeichnet die Szene in der die Mutter ein altes Foto Ninas als jüngeres Mädchen abmalt. Zu Beginn des Filmes wird diese schizophrene Erkrankung dem Zuseher noch nicht so deutlich; sie ist eher verschleiert, während sich die Paranoia während der Premiere der Aufführung vollends offenbart. In einer Szene wird dann ihr blutender Finger gezeigt und die Enthäutung kann als Ausbruch aus ihrer Persönlichkeit interpretiert werden. In ihrer Obsession die Rolle des schwarzen Schwans zu perfektionieren driftet sie ab in ein zunehmend sinnliches, aber vor allem unvorhersehbares und gewaltbereites Verhalten am Ende des Filmes. Ein weiterer Beweis für ihre Paranoia: die zunehmend tieferen Kratzer an ihrer Schulter. Ihre Mutter kennt dieses Verhalten natürlich, weshalb sie Nina auch zu Hause auf unterschiedlichste Weise einschränkt, ihr z.B. die Hände einbindet, typisch bei dieser Erkrankung. Nina wie ein Kind zu Hause lebt. Doch Ninas Performance ist wichtiger als die Gesundheit und ist in ihrem Wunsch getrieben alles zu riskieren um künstlerische Perfektion zu erlangen. Der weiße und der schwarze Schwan in Nina verschmelzen zunehmend z.B. ausgedrückt durch die intensiver werdenden Masturbationsszenen. Die Schizophrenie könnte dahin ausgelegt werden, dass Nina und Lily nicht nur beim Sex dieselbe Person sind, sondern von Anfang an. Dafür würde sprechen, dass zu Beginn nur Nina Lily sieht und sie sich selbst dann alles weitere halluziniert. So ist ja auch die Szene vor der U-Bahn auch keine echte Begegnung mit der Rivalin, sondern nur Fiktion, was ja dann in der U-Bahn deutlich wird. Die Subtilität des Films ist aber gerade jene, dass auch der Zuschauer die Sicht Ninas offenbart wird und sie zunehmend unbewusst annimmt (sic! Das macht gerade den Reiz dieses Films aus), auch er sieht in vielen Szenen Ninas Sicht. Auch er sieht zunächst nur die Rivalin vor der U-Bahn, dann aber wieder nur Nina in der U-Bahn; er sieht wie Lily zu Nina kommt um mit ihr schläft, obwohl die Mutter sie ja gar nicht bemerkt, auch zuvor sagt die Mutter, dass niemand vor der Tür ist und Nina geht dennoch hinaus um mit Lily zu reden. Der Zuseher sieht sie aber, auch im Spiegel, interessanterweise halten "Tom und Jerry" sie dann für Schwestern. Eigentlich ist es für den Film aber egal, ob Lily eine echte Person ist, oder ob sie eine Erfindung Ninas ist – entscheidend ist nur, dass sie in ihrer Leichtigkeit den perfekten schwarzen Schwan symbolisiert, wesentlich ist dabei die zunehmende Halluzination Ninas und, dass was „sie selbst in Lily sieht“, den schwarzen Schwan, das Gegenteil von ihr, das was sie in ihrem eingeschränkten Leben nicht sein kann, der Tanzregisseur aber von ihr verlangt zu sein. Der Zuseher sieht dann auch wie Beth sich massakriert, er sieht wie die Füße Ninas sich verändern, wie das Spiegelbild nicht mehr das zeigt was es zeigen sollte und angeblich Lily mit dem Tanzlehrer schläft… immer extremere Wahnvorstellungen. Nachdem Nina selbst davon überzeugt ist, dass sie Lily getötet hat, transformiert sie vollends in die Rolle des schwarzen Schwans mit der wahnhaften Idee mit Gefieder überzogen zu sein. Durch das Erstechen Lilis erlangt sie die totale Kontrolle über sich und ihr Leben und findet die Freiheit, die sie in ihrem Leben stets gesucht hat und bemüht sich dann als schwarzer Schwan auch nicht, ob ihre Technik korrekt ist oder nicht, den sie hat das nötige Selbstwertgefühl erlangt. Die raffinierteste Stelle des Filmes ist eben "die Verwandlung" auf der Bühne in den schwarzen Schwan, die plötzlichen roten Augen Ninas, sie selbst sieht sich Flügel wachsen, das Publikum sieht die Performance, aber die Metarmorphose natürlich nicht, was in der finalen Applaus-Szene des schwarzen Scwans gezeigt wird, als man Nina ohne Flügel zeigt… wer genau aufpasst sieht: im Schatten an der Wand sieht man die Flügel trotz "echter Hände" doch !!! Somit verschwimmt Wirklichkeit und Illusion in dieser Szene vor allem für den ZUSCHAUER ... was ist nun wahr und was nicht? Nach der Szene als die "echte"-Lily erscheint um Nina für die perfekte Darbietung zu gratulieren, zerstört sich die vorangegangene – für die Aufführung - brillante Wahnvorstellung Ninas, da ja Lily unmöglich gleichzeitig tot und lebendig sein kann. In diesem Moment akzeptiert sie, dass sie Lily nicht getötet hat und der schwarze Schwan war keine Gestalt, die sie kontrollieren konnte, sondern vielmehr kontrollierte der Schwan sie. In ihrem letzten Tanz wird es Nina als ein leidender weißer Schwan auch bewusst. Die Verletzung an sich selbst und nicht die Tötung Lilys ist ein weiteres Indiz, dass Lily gar nicht existiert, was aber wie gesagt gar nicht entscheidend ist.Genauso wie man auch dann sieht, dass ihre Mutter Nina stets kontrollierte, zu erkennen an der Freude der Mutter, ihren leuchtenden Augen bei der Verwirklichung durch die perfekte Darbietung der Tochter verdeutlicht wird. Die Kontrolle der Mutter beweist zuvor schon die erste Masturbationsszene, wo am Ende plötzlich die Mutter im Raum gezeigt wird. Ninas Freiheit als schwarzer Schwan entgleitet aufgrund der lebendigen Lily und diese Halluzination verschwindet bei Nina und auch beim Zuschauer. Ein weiterer Versuch die Kontrolle über den schwarzen Schwan zu erlangen lag ja bei Nina darin, die zuvor perfekte Beth zu bestehlen, aber sie merkte, dass es nicht funktioniert hat und brachte ihr die Sachen zurück, halluzinierte dann auch die Beth-Blut Szene sowohl beim Bett als auch im Aufzug usw.. Das es Halluzination sein muss, wird evident, wenn man sich vor Augen führt, dass Nina bereits auf Poster in New York beworben wird, sie aber trotz Kameras nicht vor der Vorstellung verhaftet wird. Auch am Ende ist es wieder gerade Lily die auf die wirklich blutende Nina aufmerksam macht. Trotz Ninas Schlussworte (es war perfekt…) konnte sie sich der Kontrolle ihrer Umwelt nicht entziehen und scheitert in Wahrheit in diesem Wissen wie der echte weiße Schwan - weiß/schwarz sieht man dann auch im Abspann. Zu den Schauspielern: Während der Tanzregisseur eher durchschnittliches Beiwerk ist, ist meiner Meinung nach zumindest genauso überzeugend wie Nina, wenn nicht sogar überzeugender die zwielichtige Rolle der Mutter, aber auch die Leichtigkeit Lilys überzeugt mich, während Wynona Ryder als Beth eher solala ist. Natalie Portman wird wohl aufgrund der riesigen Marketings-Kampagne den Oscar als beste Schauspielerin erhalten, obwohl sie es nicht ist; weder in den Tanzszenen noch als Masturbierende wirkt sie mir sonderlich überzeugend. Sie ist nur dort besonders gut, wo die hervorragenden Kamera- und Kostümeffekte wirken, nicht wegen ihrer schauspielerischen Präsenz … CGI wird dabei so gut benutzt, dass ein jeder halbwegs gute Schauspieler gut wirken würde - Portman ist zwar also sehr gut; doch Darren Aronofskys Film als ganzes ist besser und schrammt bei mir nur sehr, sehr knapp an der Höchstwertung vorbei, von mir somit für diesen tollen Film 4,5/5
    • koala85
      Klasse Film! ...für Leute die das Genre mögen. Ich steh bei Kinobesuchen allerdings eigentlich mehr auf Popcornkino (ja ich weiss ich bin primitiv :( ). Von Natalie Portman jedenfalls sehr gut gespielt und den ein oder anderen Preis hat sie dafür wohl verdient! Zudem waren ein paar echt krasse Schockmomente drin und die Vermischung aus Illusion und wirklichkeit wird auch super rübergebracht. Nur der Franzose hat mich ein bisschen genervt... ;)Ich würd bei der Genrebezeichnung aber noch ein "Psycho-" vor das "Thriller" schieben.
    • Knarfe1000
      Im Kino haben ein Haufen Kids gesessen, die mir mit ihrem ständigen Gekicher und Kommentaren ("was für ein Bullshit" u.ä.) auf den Sack gegangen sind. Meine Frau sehr passend: "Warum sind die nicht in Yogi-Bär gegangen?"
    • choizz
      omg. das bedeutet also, dass ich der kluge bin, du der depp und du ziehst mich gerade mit deinem post auf dein niveau herunter, um mich dann mit deiner umfassenden erfahrung zu schlagen, die nicht dazu ausreicht, den film zu verstehen, die rolle von nathalie portman nachzuvollziehen und dir deine vielen offenen Fragen zur Story zu erklären... ahhhhhhhjo :-).Is ja auch schnuppe. Fand den Film wie viele andere auch absolut TOP. Vll. isses in der Tat Geschmackssache - hatte bereits im Kino das Gefühl, dass viele mit der ganzen Sache nicht viel anfangen konnten.
    • lorondar
      @BollFan: Ich schreibe schon seit Jahren Gastkritiken auf Filmstarts, hatte aber seit der Seitenumstrukturierung nicht die Lust mich anzumelden. In der Regel schließ ich mich bei Kritiken der breiten Masse an, und ich schau viele, wirklich sehr viele Kinofilme aus ganz verschiedenen Genres an.Im Anbetracht der Vorschusslorbeeren, die dieser Film einheimste, war ich einfach nur enttäuscht. Und das gewaltig. Scheint wohl einfach absolut nicht meinen Geschmack getroffen zu haben, und diese sind nun mal verschieden. @choizz: genau solche Aussagen, wie die deine sind Dschungelcamp-Niveau, weshalb ich darauf nicht weiter eingehe, denn die Deppen ziehen die Klugen auf ihr Niveau und schlagen sie mit Erfahrung.
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