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Sucker Punch
Sucker Punch
Starttermin 31. März 2011 (1 Std. 50 Min.)
Mit Emily Browning, Abbie Cornish, Jena Malone mehr
Genres Fantasy, Action, Thriller
Produktionsland USA
Zum Trailer
Pressekritiken
2,4 6 Kritiken
User-Wertung
3,2724 Wertungen - 70 Kritiken
Filmstarts
3,5
Bewerte :
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Inhaltsangabe & Details

FSK ab 16 freigegeben
Babydoll (Emily Browning) steckt in der Klemme: Gemeinsam mit ihren vier Leidensgenossinnen Sweet Pea (Abbie Cornish), Blondie (Vanessa Hudgens), Rocket (Jena Malone) und Amber (Jamie Chung) feilt sie einen Plan aus, um aus der düsteren Irrenanstalt zu entkommen, in der man sie gegen ihren Willen weggesperrt hat. Viel Zeit bleibt ihnen nicht mehr, denn Babydoll soll einer Lobotomie unterzogen und damit kaltgestellt werden. Um die harsche Realität auszutricksen, taucht das Quintett in groteske Phantasiewelten ab und stellt sich dort mit Hilfe eines mysteriösen Greises (Scott Glenn) den monströsen Repräsentation ihrer Häscher Blue (Oscar Isaac) und High Roller (Jon Hamm) – titanischen Samurai, feuerspeienden Drachen, furchterregenden Soldaten und unaufhaltsamen Cyborgs. Vor endzeitlichen Panoramen beginnt ein Kampf um Leben und Tod...
Verleiher Warner Bros. GmbH
Weitere Details
Produktionsjahr 2011
Filmtyp Spielfilm
Wissenswertes -
Besucher in Deutschland 357 416 Einträge
Budget 82 000 000 $
Sprachen Englisch
Produktions-Format -
Farb-Format Farbe
Tonformat -
Seitenverhältnis -
Visa-Nummer -

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Kritik der FILMSTARTS-Redaktion

3,5
gut
Sucker Punch
Von Jan Hamm
Als Autorenfilmer ist Zack Snyder bislang nicht in Erscheinung getreten – „Dawn of the Dead", „300", „Watchmen" und „Die Legende der Wächter" waren allesamt Adaptionen. Mit seinem ersten Originalstoff will der Kino-Ästhet nun also zeigen, was wirklich in ihm steckt; zeigen, dass er nicht nur auf bereits etablierten Marken riffen kann, sondern eine eigene Vision hat. Bei der US-Kritik ist „Sucker Punch" durchgefallen, auch die Box-Office-Zahlen nach dem Startwochenende in den Staaten blieben weit hinter den Erwartungen zurück – bei einem Budget von 82 Millionen Dollar muss ein Einspiel von 19 Millionen als ernüchternd gelten. Und fürwahr, „Sucker Punch" ist keineswegs perfekt. Snyder setzt seinem Publikum ein so aufreizendes wie charakterloses Mädchen-Quintett vor und hofft darauf, dass das Schicksal so hübscher Gesichter doch bitte zu interessieren habe. Nicht alle fünf Mädels kommen ung...
Die ganze Kritik lesen
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Sucker Punch Trailer (2) DF 1:32
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Sucker Punch Trailer (2) OV 2:36
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Schauspielerinnen und Schauspieler

Emily Browning
Rolle: Babydoll
Abbie Cornish
Rolle: Sweet Pea
Jena Malone
Rolle: Rocket
Vanessa Hudgens
Rolle: Blondie
Komplette Besetzung und vollständiger Stab

Pressekritiken

  • Filmcritic.com
  • Empire UK
  • Reelviews.net
  • The Hollywood Reporter
  • Variety
  • Slant Magazine
6 Pressekritiken

User-Kritiken

Philm
Hilfreichste positive Kritik

von Philm, am 14/02/2017

3,5gut

Die Idee des ablenkenden Tanzes ist zum Teil gut gelungen. Würde der Woweffekt mehr eintreffen und hätte vorallem die Hintergrundgeschichte... Weiterlesen

BrodiesFilmkritiken
Hilfreichste negative Kritik

von BrodiesFilmkritiken, am 04/09/2017

3,0solide

Zach Synder ist ein Mann fürs visuelle – was eine tadellose Fähigkeit ist der absoluter Respekt gezollt gehört. Daß er trotzdem... Weiterlesen

Alle User-Kritiken
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Kommentare

  • Bale-Fan
    http://www.slashfilm.com/video...
  • niman7
    Sehr gute Kritik von Filmstarts.de
  • Heino Bischoff
    Was mir spontan in den Sinn kam, als ich den Film sah: Schokolade für Auge und Ohr!
  • nada-
    Sweet Dreams (weil's so unglaublich schön gemacht ist):
  • Marsellus Wallace
    einer meiner top-filme dieses kinojahres, großartiger soundtrack, tolle effekte und action und ne bildhübsche hauptdarstellerin. abolut gelungen freue mich auf weitere filme von snyder.
  • Florian Fäßler
    Schöne Effekte, schöne leute :-)Ganz nett zum Anschauen
  • Konto gelöscht
    Erklären ist eigentlich für Weicheier, aber ‚Sucker Punch‘ spielt mit den degenerierten Reflexen des von der Wurstindustrie fettgewordenen Konsumenten, er verführt gerade zu hinterlistig. In seinen niedrigsten Instinkten wird der Zuschauer berührt, geradezu ordinär betatscht. Snyder offenbart hier die vulvastische Dependenz des männlichen Betrachters. Die Erektion des Zuschauers widerspiegelt die tief verankerte sexuelle Dominanz des Mannes. Wurden die sexuellen Fantasien von zu/an/bei alter Männer gegenüber zu/an/bei jungen Mädchen bedient, wurde nur bedient, was vorher schon da war. Es verändert sich nichts, abgesehen von neuronalen Einschreibungen in das Konsumareal des Gehirns. Der tote Hase bleibt ein toter Hase bleibt ein toter Hase. Niemand kann ihm wieder Leben einhauchen, ausser vielleicht durch die Welt hinter den Spiegeln. Snyder aber hat einen Film gemacht, der etwas ändert. Mit tiefsinniger Action lädt Snyder seinen Film religiös auf. Die Welt des Mädchens ist eine tote Welt in einem toten Film in einem toten Gehirn in einem toten Korridor. „Sucker Punch“ ist ein Sucker Punch. Es geht um die existenziellsten Lebens- und Überlebensprinzipien in einer
  • Marcelluz Wallace
    Gut gemacht ist er ja...Aber er hat mich keine Sekunde lang fesseln können...Die Idee ist gut doch leider hat der gute Zack Snyder eher seinen visuell sadistischen Fantasien freien Lauf gelassen als das er der Story und den Charakteren eine gewisse Tiefe mit auf den Weg gab...Mir fehlt der rote Faden...Der Soundtrack ist aber top! So war es bei Thron leider auch...Nur der Soundtrack und die visuellen Effekte funktionieren hier!
  • Birk Oetzmann
    Ich weiß jetzt Jetzt wieso der Film gefloppt ist! Die Story war den meisten zu hoch bzw. war ihnen zu kompliziert erzählt! Ich finde persönlich den Film einfach fesseld und actionreich ;)
  • bestsimon
    Eine der besten Kritiken von Filmstarts! So sieht man den Film mit ganz anderen Augen! Klasse!
  • mckalla
    Habe ihn gerade gesehen, kann mir mal jemand erklären wieso er floppen konnte???? der film war wirklich nicht schlecht, hmm ich denke mal, weil der Film SUCKER PUNCH hieß und nicht DIE SCHLÜMPFE oder GARFIELD, weil da gehen die ganzen Idioten gerne rein. Schade schade :( ich würde gerne mehr davon sehen, vielleicht mal mit Kerlen, Superhelden oder sonst was wie in Watchmen.
  • Hias1234
    Achtung Spolier!!!! fortsetzung: eine gewisse art der wiederholung ist dem film nicht abzusprechen. es läuft immer wieder auf das gleiche schema hinaus: babydoll tanzt und in der zweiten fantasiewelt müssen die mädels irgend etwas vermöbeln oder über den haufen ballern, während eins der mädels in fantasiewelt 1 eines der wichtigen utensilien besorgt.allerdings ist das absolut nicht als negativ zu bewerten, wenns dann auf dem bildschirm dermaßen abgeht. insbesondere die episode mit den robotern rockt ja mächtig.mich wunderte allerdings, dass die riesen samurais schon derart früh verschluedert wurden. als erste traumwelt-2-szene hauen die aber mächtig rein. der auftakt ist hier also mächtig gelungen.der schluss ist gut und für babydoll so richtig schön hoffnungslos. die version, die snyder aber eigentlich angestrebt hätte, hätte ich ganz klar bevorzugt.naja, warten wir mal den director`s cut auf dvd ab, der hoffentlich kommen wird, nachdem der film vollkommen unverständlicherweise derart floppen konnte. 9/10 für den meister der visuellen penetration.
  • ParanoidAndroid
    [quote]Natürlich polarisiert dieser Film - so wie es schon 300 tat. [/quote]Damit ist meine Frage beantwortet, die ich Dir im "Was habt ihr zuletzt gesehen"-Thread stellte...
  • Knarfe1000
    Gestern gesehen. Audio-visuell berauschend. Voller Klischees und popkulureller Anleihen, die so überspitzt und ironisch daher kommen, dass es eine wahre Freude ist. Style over Substance? Durchaus. Und dennoch ist die Story deutlich intelligenter und vor allem spannender als z.B. die von Pocahontas in Space. Und da regt sich kaum jemand auf. Wer nach Logik sucht, hat schlicht übersehen, dass es sich um ein Märchen handelt. Die ganze Inszenierung - auch die der "realen Welt" - legt das nahe. Ich sage nur Busfahrer. Und wen die Schicksale der Protagonisten kalt lassen, sollte mal auf die Couch. Natürlich polarisiert dieser Film - so wie es schon 300 tat. Und man muss den Stil natürlich nicht mögen. Aber manche "professionelle" Kritiker, die den Film mit 1 oder 2 Punkten abstrafen, sollten sich einen neuen Beruf suchen. Ich gebe 8 / 10 und bin sehr auf den Directors Cut mit zusätzlichen 18 Minuten gespannt.
  • Filmfan Andi
    Hohes Gericht: jetzt werde ich (kleiner Wörter verwechselnder Götzenanbeter mit nicht in Einklang zu bringendem Weltbild :) )schon angeprangert vermeintliche Erkenntnisse nicht zugeben zu wollen, von einem Richtenden, der zwar für sich vereinnahmt Böse festmachen zu können, aber selbst kein Guter sein will, sondern Humanisten, bloß weil man wagt die wahre Regiegröße Gladitz für keine ernstzunehmende Quelle zu halten; also ehrenwerte Eminenz: um mal @Laotse zu zitieren und auch wenn sie mich menschlich nervt, bekenne ich mich zum inszenatorischen Genie einer Riefenstahl, gerade weil mir bewusst ist, dass ich hierzulande von jemanden verdächtigt werde, aber bei der Konvention, dass nur in den USA differenziert diskutiert werden soll, kommt mir das kalte Kotzen.
  • ParanoidAndroid
    Gib doch einfach zu, daß Du diese Erkenntnis mit Deiner Welt nicht in Einklang bringen kannst.Und Humanismus mit Gutmenschentum gleichzustellen - Aua! Götzenanbeter!
  • Filmfan Andi
    na eher dünn die Argumente der erfolglosen Rivalin; aber sicher begründet auch die Arbeit eines einzelnen Kameramannes natürlich den Ruhm eines ganzen Regie-Lebenswerkes, denn sie hatte ja sonst keine; außerdem Kamera=revolutionäre Optik= "regere" Beruf… wie einfach; somit Seelenheil in Anbetracht eines bösen Individuums - vor allem für alle "Gutmenschen"
  • DerSchnabelbart
    Hihihihihihih
  • Hias1234
    achtung spoiler! wie man bei diesem film wieder sieht, ist es oft enorm wichtig, mit den richtigen erwartungen den kinosaal zu betreten. wenn ich bei diesem film also erwarte, 1,5 stunden lang visuell berauscht zu werden, dann kann eigentlich nix schiefgehen. ich kann dann leider nicht verstehen, wie sehr viele leute im nachhinein so enttäuscht sein können. da kann ich nur sagen: selbst schuld.ich habe lediglich 2 kritikpunkte:1. das budget ist für einen derartigen film einfach zu niedrig, d.h. die effekte sehen nicht immer überragen aus.2. ganz logisch ist das ganze nicht, besonders nicht zum ausgang hin. eine überragende bilderflut wird einem hier geboten.vorraussetzung ist allerdings, die hauptdarstellerin und ihr gesicht toll zu finden, sonst scheitert der film grandios. dieses ist nämlich gefühlte 80% des films in großaufnahme und zeitlupe zu sehen. wenn man ein verehrer der frau ist - so wie ich - hat das ganze aber etwas atemberaubendes.die inszenierung ist sowieso der ganz große pluspunkt des films. selten wurde etwas so innovativ-kreatives und visuell beeindruckendes auf die leinwand gezaubert.alleine die anfangssequenz unterlegt mit einer version von sweet dreams haut einen einfach um.die ankunft in der irrenanstalt ist auch toll gefilmt:ihr stiefvater und der chefpfleger unterhalten sich über ihre spätere folter und den betrügerischen weg dorthin und die kamera wechselt immer zwischen den beiden hin und her, während babydoll im vordergrund mit dem gesicht richtung kamera steht und immer eine ander gesichtshälfte von ihr in großaufnahme zu sehen ist.das später einführen des bürgermeisters zum beispiel ist grandios und die traumwelten sowieso. ... to be continued
  • ParanoidAndroid
    Die revolutionäre Film-Optik, für die Leni Riefenstahl in der Filmwelt so angesehen ist, und seither von etlichen Regisseuren in ihren Werken zitiert wurde und immer noch wird, ist nicht ihrer Handwerkskunst zu verdanken. Fremde Lorbeeren, Du verstehst? Prestige, für den sie über Leichen ging. Und genau deshalb ertrage ich es nicht, wenn dieses durch und durch böse Individuum als die "beste Regisseurin aller Zeiten" geadelt wird!
  • Filmfan Andi
    womit du meinen "verklärten Humbug" damit widerlegst möchtest, dass der eigentliche Regiehonor natürlich jemand anderem gilt? ...denn Abschaum bleibt stets Abschaum :)
  • ParanoidAndroid
    [quote]wohl einer der best-inszenierten Filme aller Zeiten und Riefenstahl beweist nur, dass menschliche Agrundtiefe allein noch kein Hindernis dafür ist die beste Regisseurin aller Zeiten zu sein. [/quote] Lies den gleich folgenden Artikel - und Du wirst nie wieder so einen verklärten Humbug über den menschlichen Abschaum Leni Riefenstahl niederschreiben, da kommt mir nämlich das kalte Kotzen: [i][b]Kunst, Korruption, TodesangstRiefenstahls Kameramann Willy Zielke[/b] Willy Zielke war der geniale Fotovisionär der 1920er und 30er Jahre. Er war der erste Filmemacher, Autor, Regisseur und Kameramann seiner eigenen Filme in einer Person. Jetzt sind seine Erinnerung entdeckt worden. In "Angst" schildert er fast kühl und distanziert sein grausames Schicksal im Dritten Reich."Willy Zielke ist mir als Fotograf aus der Fotogeschichte bekannt", sagt der Fotograf und Freund, Dietrich Hinrichs. "Er ist bekannt geworden mit seinen Glas-Stilleben, die er als Lehrer an der Fotofachschule in München im Jahr 1929 fotografiert hat, die dann auch großen Erfolg hatten auf der internationalen Werkbundausstellung in Stuttgart 1929. Damit ist er in die Geschichte der Fotografie als Avantgardist eingegangen, als Vertreter der neuen Sachlichkeit in der Fotografie und in jeder Fotogeschichte vertreten."Avantgardistischer Fotograf und FilmemacherAls in den 1970er Jahren die avantgardistische Fotografie boomt, werden Zielke alle Negative aus dieser Epoche von einem französischen Fotohistoriker entwendet und nie zurückgebracht. Christie's erzielt damals für nur ein Foto von Zielke 25.000 US-Dollar. Zielke lebt von Sozialhilfe und ist ahnungslos. 40 Jahre früher, im Jahr 1933, glaubte Zielke noch an sein Glück und dreht den Film "Arbeitslos - Schicksal von Millionen"."Daraufhin bekam er den Auftrag für den Film das 'Stahltier'“, ein Jubiläumsfilm zum 100. Geburtstag der deutschen Eisenbahn", berichtet Hinrichs. "Der Film war revolutionär." Aber der grandiose Film kommt im Konkurrenz- und Kompetenzgerangel der Reichsbahnleitung unter die Räder und wird verboten. Von "sowjetischer Machart" ist die Rede und davon, dass er die Leute abschrecken würde, die Bahn zu benutzen. Außerdem habe er jüdische Literatur zu Rate gezogen. Zielke ist fassungslos und niedergeschmettert. "Unter anderem wird Leni Riefenstahl auf den Film aufmerksam", sagt Hinrichs. "Sie holte ihn sich als Anschauungsmaterial für neue Filmpläne, die sie hatte, da sie zur Olympiade einen Film drehen sollte, für den sie die besten Kameraleute dieser Zeit engagiert hatte." Und diesen Film fhabe sie vor ihren Kameraleuten vorgeführt, als Beispiel eines modernen Filmes."Urheber der Fotos aus "Olympia"-PrologSchon in "Triumph des Willens" hatte Zielke, teilweise als Kameramann, mit Riefenstahl zusammen gearbeitet. Nun sollte er den "Prolog" zum Olympia-Film selbstständig als Autor, Regisseur und Kameramann verantworten. Ein schlauer Plan von Riefenstahl, denn wäre der Film wegen der vielen Nacktszenen verboten worden, fiele alles auf ihn zurück. Dass er auch Urheber der berühmten Fotos aus dem Prolog-Film war, steht auf der letzten Seite des Riefenstahl-Buches zu den Olympischen Spielen. "Für das Bundesarchiv als die Stelle, die das deutsche Filmerbe archivisch betreut, kann ich nur sagen", so der Leiter Karl Griep, "dass der Vertrag, den ich jetzt gesehen habe, eindeutig belegt, dass die Werkrechte am Prolog des 'Olympia'-Filmes Willy Zielke zustehen. Dass er ein hervorragender Filmemacher war und das auch unter der nationalsozialistischen Prominenz bekannt war, ist unbestritten. Insofern liegt die Vermutung sehr nahe, dass Frau Riefenstahl ihn als Konkurrenz begriffen hat."Kaum hatte Zielkes Film die Zensurhürde genommen, erklärt sich Leni Riefenstahl zur einzigen Urheberin des gesamten "Olympia"-Films. Ihr Vertrag mit Zielke aber zeigt, dass er sogar zwei Fassungen herstellen musste - eine nach seinem Geschmack und eine für Riefenstahl. Als er weder zur Abnahme seines Films geladen wird, noch je erfährt, was Riefenstahl über seinen Film denkt, schwant ihm nichts Gutes und er lässt den Vertrag von einem Notar beglaubigen. Karl Griep erklärt: "Wenn er im Januar 1937 unsicher wurde über seine Position, gerade, was den Prolog des 'Olympia'-Filmes angeht, dann kann es für ihn Gründe gegeben haben, dass er den Verdacht hatte, dass man ihn möglicherweise übergehen will - was später dann auch tatsächlich so war. Zielke ist aus den Credits des 'Olympia'-Filmes verschwunden.“Eingewiesen in NervenheilanstaltAber Zielke verschwindet nicht nur aus den Film-Credits, sondern auch aus der Öffentlichkeit. Drei Wochen nach der notariellen Beglaubigung seines Vertrages wird er gewaltsam aus seiner Wohnung entführt und ohne ärztliche Einweisung in das wenige hundert Meter entfernte Krankenhaus Schwabing gebracht. Ab da beginnt seine fünfeinhalbjährige Leidenstour durch Nervenheilanstalten bis in die Euthanasie-Fabrik von Haar. Sofort bekommt er die Diagnose Schizophrenie und wird sterilisiert. Er wird unzähligen medizinischen Experimenten ausgesetzt. Seine Verzweiflung vertraut er kleinen Zetteln an, in die er, wenn er keinen Stift hat, mit einer Nadel den Horror in der Anstalt Buchstabe für Buchstabe durch das Papier sticht.Willy Zielke nennt Leni Riefenstahl als die Verantwortliche für sein Martyrium. Sie wollte den Erfolg des "Olympia"-Films nicht mit einem Zielke teilen. Sie hat Zielke wohl in der Anstalt geparkt, denn als sie mit "Tiefland" beginnt, schickt sie ihren Aufnahmeleiter nach Haar, weil sie einen guten Kameramann braucht. Zielke lehnt ab. "Ich ziehe die Hölle der Anstalt vor als mich Frau Riefenstahl auszuliefern", schreibt er in seinem Tagebuch. Zielkes Mutter kämpft verzweifelt um die Freilassung ihres Sohnes. Später malt er ein anrührende Bild über seine Sehnsucht nach ihrem Schutz, auf dem die Mutter den Kopf des Sohns schützend im Schoß hält. 1942 holt Riefenstahl Zielke persönlich aus Haar ab. Er hat keine Wahl mehr, denn der Tod steht ihm bevor. Als Gefangener in ihrem Haus entdeckt er, dass sie sein Werk an sich gerissen hat. "Der Werkschutz ist nicht übertragbar, der Werkschutz steht dem Autor zu und niemandem sonst", so Archivleiter Griep. Das sollten all diejenigen wissen, die bis heute einen schwunghaften Handel unter Riefenstahls Namen mit Zielkes Eigentum betreiben.[/i]--- Nina Gladitz für Kulturzeit ---
  • Filmfan Andi
    Gebe @Laotse Sucker Punch-Kritik absolut recht, aber auch wieder nicht... Nach gestriger Sichtung gebe ich ihm auch 3,5/5 Sternen und sehe auch das er "auf hohem Niveau scheitert". Man kann ja mEn jeden Film miteinander vergleichen. So ist er sicher besser als der höher bewertete Green Hornet aber 2 Klassen schlechter als Inception. Wohl ist es eine Frage von Vorlieben, aber Ich frage mich schon: wenn dieser 3,5/5 Sterne erhält, womit erklärt man die 4,5/5 für Serbian Film. Weder die Inszenierung noch Score können annähernd mit Sucker Punch mithalten (allein die Gänsehautmelodie anfangs, oder die hervorragenden Kameraeinstellungen und Effekte seien hier erwähnt) also muss es wohl an der unglaublich guten Story und dem "Gesamtpaket" liegen :( ... Zu Triumpf des Willens: wohl einer der best-inszenierten Filme aller Zeiten und Riefenstahl beweist nur, dass menschliche Agrundtiefe allein noch kein Hindernis dafür ist die beste Regisseurin aller Zeiten zu sein.
  • ParanoidAndroid
    Was natürlich nichts daran ändert, daß Snyder "zeitgeistiger" ist als Nolan, Jimmy. :jap:
  • ParanoidAndroid
    Mit "Sucker Punch" verliert er einige Sympathien.
  • Jimmy Conway
    Pfff. Du mit deinem Sack Schneider. Nolan ist der bessere Regisseur, basta :ass:
  • ParanoidAndroid
    [i]SPIEGEL ONLINE: "Sucker Punch" wurde teilweise heftig verrissen. In dem Film quälen Ihre Protagonistinnen in ihrer Phantasie ihre Peiniger. Stellen Sie sich manchmal vor, Kritiker zu foltern? Snyder: Ich sehe es so: Wenn zehn von 100 Kritikern verstanden haben, worum es mir geht, kann ich mit den vielen schlechten Kritiken leben. Die intelligent geschriebenen Verrisse finde ich sogar spannend. Aber ich frage mich, ob ich den Film etwas offensichtlicher ironisch hätte inszenieren sollen. Andererseits sollte er auch keine totale Farce sein, an deren Ende die Geschichte überhaupt keine Bedeutung mehr hat. Denn die liegt mir am Herzen. SPIEGEL ONLINE: Was genau liegt Ihnen denn da am Herzen? Snyder: Für mich ist der Film eine Meditation über Freiheit, meine Heldinnen brechen aus dem Gefängnis aus. Deswegen war ich auch geschockt über die Reaktionen. Ich wollte eine anspruchsvolle Version des Freiheitsbegriffs auf die Leinwand bringen. Eine meiner Inspirationsquellen war "Brazil". Aber um das mit dem Herzen zu begreifen, muss man die Protagonistinnen mögen. Und deswegen war das Konzept der absoluten Satire untauglich. SPIEGEL ONLINE: Und weshalb mussten Ihre Hauptdarstellerinnen wie jugendliche Prostituierte angezogen sein? Snyder: Ich spiele mit den Elementen des Genres und reflektiere bewusst seine Mechanismen. Und in diesem Genre rennen Heldinnen nun einmal so herum. Das Problem ist natürlich: Diese Kostüme werden von Mädchen getragen, nicht von Frauen. Gleichzeitig versuche ich, das Genre ironisch zu brechen. An einer Stelle sagt meine Hauptdarstellerin Abbie Cornish: "Das soll wohl ein Witz sein, unsere Show muss kommerzieller sein." Die Leiterin der Anstalt antwortet: "Ich möchte hier eine künstlerisch wertvolle Aufführung inszenieren." In einer früheren Version des Films entgegnet Cornish: "Haben Sie sich mal die Leute angesehen, die zu solchen Shows kommen?" Das fand ich dann aber doch etwas zu offensichtlich. SPIEGEL ONLINE: Diese Deutlichkeit wäre wohl notwendig gewesen, denn offenbar hat gerade in den USA niemand Ihre Ironie verstanden. Snyder: Die Amerikaner haben generell ein Problem mit Ironie. Ich hatte die Hoffnung, dass wir uns in dieser Beziehung entwickelt haben. Aber nein, gerade die US-Kritiker haben den Film wörtlich genommen. Für sie ist er einfach ein Film über leichtbekleidete Mädchen mit Maschinengewehren. SPIEGEL ONLINE: Können Sie uns bitte verraten, wie Sie für "Sucker Punch" sogar in den USA eine Freigabe ab 13 Jahren bekommen haben? Snyder: Das war ein echtes Problem, denn nach der Sichtung durch die Motion Picture Association of America (MPAA) musste ich Schlüsselszenen herausschneiden. Es gibt am Ende eine Szene mit John Hamm, in der die Protagonistin "Baby Doll" die sexuelle Kontrolle über ihren Peiniger gewinnt. Das Ganze spielt auch noch vor einer Wand, die aussieht wie eine stilisierte Art-déco-Vagina. Den Zensoren gefiel nicht, dass die Protagonistin plötzlich sexuell erregt ist. Es hieß: Die Szene kann im Film bleiben, wenn die Figur nicht aus freiem Willen an dieser Situation teilnimmt. Eine Vergewaltigung wäre also okay, oder was? SPIEGEL ONLINE: Mit den Entscheidungen der MPAA sollten Sie doch inzwischen bestens vertraut sein. Snyder: Wenn ich irgendetwas im Zusammenhang mit "Sucker Punch" falsch eingeschätzt habe, dann die MPAA. Denn es war meine Entscheidung und nicht die des Studios, eine Altersfreigabe ab 13 Jahren zu bekommen. Ich weiß, wie man einen Film macht, der nicht jugendfrei ist. Um "Sucker Punch" so phantastisch aussehen zu lassen, wie er jetzt wirkt, brauchte ich eine Menge Geld. Und das hätte mir das Studio nie gegeben für einen Film, der nicht jugendfrei ist. Das hätte das Budget halbiert. Ursprünglich hattet ich mal eine nicht jugendfreie Version geschrieben. Das wäre ein ganz anderer Film geworden. SPIEGEL ONLINE: Und was für ein Film? Snyder: Ein Hardcore-Film. Man muss sich ja immer eine coole Bedrohung für seine Protagonistin ausdenken, damit das Publikum mitfiebert. Und die Bedrohung für "Baby Doll" wäre gewesen, nach ihrer Lobotomie für den Rest ihres Lebens vergewaltigt zu werden. SPIEGEL ONLINE: Bereuen Sie heute Ihre Entscheidung zum Kompromiss? Snyder: Nein, kein bisschen. Aber ich war überrascht über die seltsam variable Moral der MPAA. Wenn es feste Regeln gäbe, könnte ich mich daran halten oder sie spielerisch umgehen. Aber die sagten einfach: Wir finden, der Film ist nicht jugendfrei, weil er sich so anfühlt. Er fühlt sich "nicht jugendfrei" an? Ja, sagte man mir, einige Mitglieder des Klerus seien sehr aufgebracht gewesen. Ich wusste gar nicht, dass die in der Kommission sitzen! Durch die Kompromisse sind Brüche im Film, die für das Publikum schwerer nachzuvollziehen sind als in der ersten Fassung. SPIEGEL ONLINE: In welcher Form beeinflussen die massiven Prügel, die Sie für beinahe jeden Ihrer Filme beziehen, Ihre Arbeit? Werden Sie weniger risikofreudig? Snyder: Ich glaube nicht. Um eine Baseball-Metapher zu benutzen: Ich versuche, jeden Wurf so gut wie möglich mit meiner Keule zurückzuschlagen. Ich gehe jetzt bestimmt nicht auf Nummer sicher. Solange ich weiß, dass irgendjemand meine Filme mag, mache ich genauso weiter. SPIEGEL ONLINE: Für Ihr anstehendes Supermann-Projekt werden Sie sich aber definitiv etwas zusammenreißen müssen. Snyder: Ich bin wahnsinnig aufgeregt, die Dreharbeiten beginnen im August. Für einen Regisseur ist das praktisch übermorgen. Aber ich mache mir keine Sorgen über die Rezeption. "Supermann" wird schließlich nicht in einem Bordell spielen.[/i]--- Das Interview führte Christian Aust für Spiegel-Online ---
  • Laotse
    @DOA: Du verdrehst mir die Worte im Mund. Ich habe keineswegs über Riefenstahl selbst gesprochen (erst recht nicht apologetisch), sondern über die Riefenstahl-Rezeption und die tiefe Verankerung faschistischer Ikonographie in der modernen Popkultur. "300" hat das sichtbar gemacht - möglicherweise war die Entrüstung über den Film deswegen so lautstark (oder besser: hilflos). ;) Wer Lust hat, sich mit den Themen von SUCKER PUNCH auseinanderzusetzen, findet hier mehr Lesestoff: Und hier nochmal ein Verweis auf das diesbezügliche Interview mit Zack Snyder (danke, Autopoiet):
  • DOA_DOA
    btw. glaube ich ja, dass dekonstruktion eine von vielen merkmalen der postmoderne ist. die eigentlich doch eher einer ansammlung verschiedener ansätze gleicht, welche sich untereinander nicht sonderlich grün sind. der gemeinsamer nenner besteht eher darin, keinen zu haben. eine argumentation anhand einzelner aspekte der postmoderne halte ich inzwischen (meine älteren beiträge waren da noch ganz anderer meinung) für belanglos. mehr noch,ich empfinde den begriff ansich als unsinn.
  • DOA_DOA
    hehe. nazi-keule. man kann anscheinend in alles etwas interpretieren egal ob intention des regisseurs oder nicht. was bleibt sind unsäglich lange diskussion, dem thema "anti-kriegs" film gleich. wann ist etwas dagegen, will anklagen oder nur zum nachdenken anregen, wenn es gleichzeitig seinem objekt des anstosses verfällt. öde!!! ciao.
  • Autopoiet81
    Der Kontext, lieber DOA, der Kontext. Es sind ja seither nicht umsonst 70 Jahre vergangenen und die Moderne hat neue Formen der Kunst und Populärkultur hervorgebracht - manches davon nennt sich dann "postmodern" und beschäftigt sich mit der Dekonstruktion der Bilder der Moderne. Aber die Nazi-Keule ist zu verlockend, non? ;-)
  • DOA_DOA
    Danke für die neue Erkenntnis. Nun sehe ich auch Riefenstahls "Triumpf des Willens" endlich als das, was es ist. Das mutige Werk einer Antifaschistin, die darauf aus war, das "Tun" ihrer Auftraggeber auf subversivem Wege bloßzustellen.
  • Venom
    Gerade den Gender-Konflikt fand ich noch am deutlichsten herausgehoben. Es gab eine recht klare schwarz-weiß Zeichnung der Charaktere. Männer = Täter und Frauen = Opfer.
  • P-Saimon
    @Laotse: Den konnte ich noch nicht lesen, weil ich mit meinem eigenen Text beschäftigt war. Aber Recht Du hast. :) @Autopoiet: Die Warner-Marketing-Maschinerie tut in den letzten Monaten nichts anderes, als den Film als "das neue visionäre Werk eines Über-Regisseurs" zu vermakten. Als No-Brainer wird der Film von den US-Kritikern verschrien, die sich damit übrigens ziemlich lächerlich machen. Und seit "Inception" (tut mir leid, dass ich diese Kuh wieder melke) ist Mainstream+Anspruch die beste Werbung, die ein Film haben kann.
  • Autopoiet81
    "Irgendwelche nur schwer erkennbaren Genderkonflikte oder die Abrechnung mit der Popkultur, das riecht für mich dann doch extrem nach Promotion." --> Ich möchte deinen Beitrag nur in diesem Punkt aufgreifen. Glaubst du, eine Gender-Lesart wäre eine gute Werbung für den Film? Die Warner-Marketing-Maschinerie tut in den letzten Monaten nichts anderes, als den Film als No-Brainer für Heranwachsende Game-Geeks anzupreisen. Heutzutage will KEIN großes Studio mit einer Gender-Dekonstruktion in Verbindung gebracht werden. - Der Rest deines Einwands wurde eigentlich schon abgehandelt.
  • Laotse
    Dazu verweise ich einfach nochmal auf meinen vorigen Beitrag. :)
  • P-Saimon
    Um mich auch mal kurz in die Diskussion einzuklinken: ich stimme Phoenix0 voll und ganz zu. Manchmal ist es einfach unangebracht in jeden Film etwas (oder zu viel) reinzuinterpretieren. Ich habe schon vor meinem Gang ins Kino mehrere Kritiken zu "Sucker Punch" gelesen, auch die Filmstarts-Kritik, aber ich konnte die angesprochene Gesellschaftskritik beim besten Willen nicht erkennen. Obwohl ich es versucht habe. Ich verstehe durchaus, dass man alles Mögliche in den Film reininterpretieren kann, aber trotzdem saß ich 80% der Zeit mit einem dicken Grinsen über beide Backen um Sessel und habe mich an den spektkulären Bildern satt gesehen. Wenn Snyder tatächlich genau das Verhalten anprangern will, dann spreche ich mich schuldig. Aber nur weil ein Regisseur vor der Veröffentlichung eines neuen Films Gott und die Welt dazu erzählt, muss man das noch lange nicht für bare Münze nehmen. Ich erinnere mich an ein frühes Interview mit Snyder zu dem Film (tut mir leid, ich habe keinen Link. Ich weiß damit begebe ich mich hier gefährlich weit ins Unglaubwürdigkeits-und-Humbug-Terrain), in welchem er sagte, er wolle mit "Sucker Punch" nur seinen Fetisch auf die Leinwand bringen. Leicht bekleidete Frauen mit Maschinengewehren? Da gibt es schlimmeres. Und Tarantino macht ja seit Jahren (wenn auch anders) genau das Gleiche. Irgendwelche nur schwer erkennbaren Genderkonflikte oder die Abrechnung mit der Popkultur, das riecht für mich dann doch extrem nach Promotion. Und wenn es ihm Tatsächlich darauf ankommt, sollte er seine Massage (wie schon von Phoenix0 erwähnt) das nächste Mal etwas deutlicher machen. Und jemand anderes die Dialoge schreiben lassen. Denn die waren, abgesehen von jeglicher Kritik an irgendwas, lediglich auf besserem Pornoniveau. Und das ist schlicht und einfach Tatsache.
  • Autopoiet81
    Richtig, für Snyder könnte es eine kritische Position in diesem Sinne gar nicht geben. SUCKER PUNCH zeigt eindrucksvoll auf, wie Zuschauer und Akteure in jene Welt eingebunden sind. Ans Ende setzt Snyder dann auch eine Frage mit Tragweite: "Wer sagt uns, wie wir leben und wie wir sterben?". Das ist im Grunde eine Reflektion nicht über SUCKER PUNCH selbst, sondern auch über den ästhetischen Kurs, den Snyder mit seinen Werken einschlägt. [Kleiner Spoiler]Nicht umsonst sind Einstiegs- und Ausstiegspunkt der Fantasien in SUCKER PUNCH der Moment des mentalen Kollaps, wenn sich die verstörenden Geschehnisse, die wir nie zu Gesicht bekommen, zu einem sinnhaften Ganzen zusammenschließen - einem Ganzen, das eben aus typischen Bildern besteht und das "Wahre" gänzlich überdeckt. Eine grandiose Filmfigur, wie ich finde.
  • Laotse
    Ich wüsste auch nicht, wo Snyder explizit Kritik übt. Warum muss alles immer nur zwischen den Extremen "Kritik" und "Affirmation" stattfinden? Snyders Filme sind Bestandsaufnahmen und Beobachtungen. Wenn es überhaupt eine Botschaft dabei gibt, dann die: "Schaut genauer hin, wie eure Entertainment-Kultur funktioniert, welche Gelüste sie bedient, welche Sehnsüchte sie befriedigt." Deswegen sind Snyders Filme anspruchsvoll - sie sind nicht eindeutig, sie erzählen von einem Dilemma: Wir berauschen uns an Bildern, deren Gehalt fragwürdig ist. Das ist ein Statement, das sich gewaschen hat und dennoch nicht anklagend formuliert wird. Deine Äußerung, man könne in jeden Film etwas "sinnvolles" lesen, ist im übrigen vollkommen korrekt. Jedes Kulturprodukt ist ein Zeugnis der Kultur, die es hervorbringt. Eine Lesart ist so gut, wie die Argumentation dahinter plausibel ist.
  • Laotse
    Zum Begriff der "Über/Unter"-Interpretation: Bedeutung ist nicht fest in Bildern verankert, sondern wird durch den Rezeptions-Akt erst aufgefächert. Bilder und Filme sind im weiteren Sinne "Texte", die gelesen werden müssen wie Romanseiten. Um mit der Filmtheoretikerin Trinh Min-ha zu sprechen: "Sinn kann weder erwzungen, noch geleugnet werden." Es ist ein großer Irrtum, überstilisierte Bilder für inhaltsfrei zu halten, WEIL sie überstilisiert sind. Das Gegenteil ist der Fall - zu "300" beispielsweise empfiehlt sich eine kurze Beschäftigung mit dem Kunstgriff der Überidentifikation, wie ihn etwa die Band LAIBACH anwendet: http://de.wikipedia.org/wiki/%... Der Faschismus wird bei "300" nicht von außen angeprangert, im Gegenteil: Er wird über seine Ästhetik begriffen (wie Autopoiet keineswegs "inhaltloslos" angesprochen hat) - und als Grundbaustein popkultureller Phantasien enttarnt (siehe Herr-der-Ringe-Phrasen über den Kampf bis zum letzten Mann etc.). Es geht dabei garnicht um Belehrungen zur Menschenfeindlichkeit des Faschismus - vielmehr um eine Bestandsaufnahme der ungeheuren Macht der Ästhetik. "300" ist ein (in meinen Augen erfolgreicher) Versuch, das Faszinosum faschistischer Ästhetik zu durchdringen - und dafür muss man dieses Faszinosum überhaupt erst einmal anerkennen, statt es irrsinnigerweise zu leugnen. In Amerika gibt es damit keine Probleme - da darf George Lucas sich differenziert zum inszenatorischen Genie einer Leni Riefenstahl bekennen, ohne dafür von irgendwem verdächtigt zu werden. "300" ist das Spektakelkino-Pendant dazu. Hätte Snyder den Film "nüchtern und realistisch" inszeniert, hätte er die Grundwesenszüge faschistischer Ästhetik ausgeblendet: Das Spektakel, die Körper, die Grandiosität, das Bedingungslose. Und erst DAS wäre tatsächlich ein intellektueller Patzer gewesen.
  • Autopoiet81
    @Venom: Interessanterweise steckt darin auch das eigentlich Dilemma, das Snyder ja mitthematisiert: Bilder lenken davon ab, die Bilder zu LESEN. Deshalb sind Snyders Filme intellektuell eben auch so herausfordernd - weil es keine genauen Anweisungen gibt wie etwa bei INCEPTION. Aber ja, das ist durchaus kritisch zu sehen, weil die Bilder am Ende dann eben doch die Deutung dominieren. Aber man kann Snyder ja nur bedingt vorwerfen, dass er eine sehr schwierige Prämisse abbildet, oder?
  • Venom
    Phoenix bringt es für mich auf den Punkt. "Man ist nicht gezwungen, sich mit den Themen auseinanderzusetzen". Genau das ist es, was für mich die noch so interessante Intention in die Irre führt. Snyder streift bei SP die tiefere Bedeutung , lenkt einen aber aufgrund der Bildgewalt ständig ab und bleibt somit recht oberflächlich.
  • Autopoiet81
    Und nochmal zu Deinem Hinweis auf die INCEPTION-Rezeption: Ja, Nolan gelingt es, dass die Leute sich damit auseinandersetzen. Für mich stellt aber INCEPTION gewohnte Muster nur bedingt in Frage - wahrscheinlich funktioniert er deshalb auch so gut. Es geht um die menschliche Psyche, um das Unbewusste und um Verdrängung. Das sind viel gepflegte bürgerliche Allgemeinplätze, deren Geltungsdominanz ich durchaus auch kritisch sehe. Aber vielleicht ist das der Preis dafür, ein breites Publikum auch intellektuell zu stimulieren. PRESTIGE hatte übrigens beides: Ratio und Magie im Widerstreit. Und am Ende hatte beides seine Daseinsberechtigung. INCEPTION beharrt mir zu sehr auf Logik und Kausalität, auch in seinem Entwurf.
  • Autopoiet81
    Phoenix0, im zweiten Punkt stimme ich dir zu. Trotzdem ist es ein erstrebenswerter Wunsch, dass seine Filme eben AUCH so gelesen werden. Ich ziehe es generell vor, wenn Filme auch in künstlerischer Hinsicht thematisiert und eben nicht nur als Unterhaltungsformate begriffen werden. Vielleicht ist es ein frommer Wunsch. Aber ein bisschen sensibilisieren kann und sollte man für solche Lesarten meines Erachtens auf jeden Fall. Nochmal zu 300: Das Interessante ist ja, dass solche Dinge zum "Thema Sparta" bekannt sind. Weniger reflektiert wird allerdings, warum sie bekannt sind - und was sie für unsere Gegenwartskultur bedeuten. Popmotive haben nunmal einen enormen Einfluss auf unsere Realitätswahrnehmung - nichts anderes impliziert auch SUCKER PUNCH. Und ich MEINE, darin Snyders grundsätzliches Programm zu sehen - von 300 über WATCHMEN bis SUCKER PUNCH.
  • badcop91
    Ich denke dies ist ein Forum in dem man sich durchaus auch amüsieren kann ;-) Um es nicht falsch zu verstehen: Ich verurteile die hier aufgeführte Diskussion in keinster Weise. Ich finde Sie sogar regelrecht interessant und auch informativ. (Immerhin kann man durch neu gewonnene Erkenntnisse, die jeweiligen Filme mit einem anderen Auge betrachten)Amüsant ist jedoch, wie jede Seite versucht Ihre Verteidigung weiter zu verstärken und die Gegenpartei immer wieder in Ihre Schranken zu weisen.
  • Autopoiet81
    @badcop: Wenn du nichts Substanzielles beizutragen hast, spar dir deine überlegene Ironie. Das ist einer ernsthaften Diskussion noch mehr abträglich, als emotional aufgeladene Argumente.
  • Autopoiet81
    "Allgemein bekannte spartanische Eigenheiten"? Was ist DAS denn? Überhaupt solltest du meine Sätze etwas differenzierter lesen - Snyder BEDIENT sich nicht einfach bei Klischees, sondern setzt sie in 300 ebenso subversiv ein wie in SUCKER PUNCH. Da wäre die Unterwanderung der "Freiheitsidee" durch einen faschistoiden Körperkult, die Ironisierung des mythischen Feindbildes in Form der Perser und jene Geißelung der Weiblichkeit. Dass sich Gorgo im Senat kein Verhör verschaffen kann, sondern erst durch die Betten hüpfen muss, mag klischiert sein. Darin steckt aber eine feministische Kritik, die alles andere als oberflächlich ist, sondern das Problem der "Objektivierung" des weiblichen Körpers als kulturimmanentes Problem begreift. SUCKER PUNCH treibt das auf die Spitze. Snyder HAT ein Programm - und dass es ihm scheinbar gelingt, das in offensichtlichen inhaltsleeren Filmen zu transportieren, macht ihn nur noch besser. Tatsächlich muss Snyder nämlich nicht ständig proklamieren, er hätte etwas Geistreiches zu sagen. Entweder die Rezipienten schauen unter die Oberfläche, oder sie finden die Sex- und Gewaltmotive einfach nur geil. Im zweiten Fall zeigt Snyder, wie schwierig es für uns scheint, diese Bilder als solche zu hinterfragen.
  • badcop91
    Ach wie herrlich. :-) So gut/schlecht der Film nun auch tatsächlich zu sein scheint (das entscheidet ja jeder selber für sich) - so kann man doch Eines sagen: Die Diskussion hier ist bestimmt viel spannender als der eigentliche Film. Wie leicht sich doch so Einige auf den Schlips getreten fühlen, soweit Ihre eigen Meinung nicht von allen Boardmitgliedern geteilt wird. Da wird dann gleich die verbale Keule rausgeholt und sprachlich mächtig aufgebläht um Eindruck zu schinden. Wirklich amüsant...Das versüßt mir gleich meinen etwas lanweiligen Arbeitstag...ich freue mich schon auf die nächste Runde :-) *GONG*
  • Autopoiet81
    Damit es nicht untergeht und weil es die "Überinterpretationsdebatte" ein für alle Mal aus der Welt schaffen sollte: Snyder über das subversive Potenzial von SUCKER PUNCH:
  • Autopoiet81
    P.S.: Zur allgemeinen Nolianitits, die in Deutschland zu grassieren scheint: Ich habe prinzipiell nichts gegen Nolan, THE DARK KNIGHT und vor allem PRESTIGE sind durch und durch intelligente Filme. Damit hat er etwas Geistreiches erschaffen. Bei INCEPTION steht die Intention über der Ausführung - und das stört mich. Meistens ist nämlich dann etwas faul, wenn einem die Leute regelrecht auf die Nase binden müssen, dass man da eben etwas ungeheuer Geistreiches schaut. Performanz vor Inhalt eben. Für mich bleibt INCEPTION die Übersetzung küchenpsychologischer Allgemeinplätze in biedere Filmarchitektur. Da erschöpft sich die Subversivität der Bilder in einem dahinbretternden Zug - bei Snyder ist sie immanent.
  • Autopoiet81
    Phoenix0, wenn du meine Argumente nicht verstehen möchtest - ich unterstelle jetzt NICHT fehlende Kompetenz -, dann sehe ich keinen Grund, weiter zu argumentieren. Jetzt beziehst du dich bereits wieder auf schulischen Wissen über Sparta, Klischees, derer sich Snyder einfach bedient. Das ist salopp ausgedrückt: Humbug. Wenn du an Snyders Intentionen zweifelst, dann lies dir doch mal bitte dieses Interview hier durch: . Da bringt Snyder sein Ansinnen selbst auf den Punkt - es geht um die Involvierung des Publikums in die Bilderwelt, in die Popkultur, um sie dann subversiv auszuhebeln. Ich verlange nicht, dass du das verstehst - aber gib dir doch ein BISSCHEN Mühe, ja?
  • Autopoiet81
    300 ist natürlich auch der deutlich bessere Film, was eben daran liegen mag, dass SUCKER PUNCH Snyders erstes Originaldrehbuch ist. Dennoch zieht sich eine Vision durch Snyders Schaffen, die mehr beinhaltet, als eine Steilvorlage für feuchtfröhliche Abende zu liefern. Ich verstehe nur schlicht nicht, warum es den meisten so schwer fällt, jenes "Substance via Style"-Konzept zumindest ansatzweise zu durchschauen.
  • Venom
    Ich finde einfach, dass es bei 300 wesentlich deutlicher gewesen ist. Auch dort war es nicht eindeutig, wie die vielen verschiedenen Interpretationen zeigen, aber doch klarer. Diese klare Linie fehlte mir persönlich bei SP. Es wirkte auf mich wie Bruchstücke und irgendwie unausgegoren. Naja, mal sehen, wie sich das beim nochmaligen Anschauen anfühlt.
  • Autopoiet81
    Phoenix0, bist Du damit einverstanden, wenn ich Deine Provokation einfach mal im Raum stehen lasse? Ich gehe nur ungern auf auf persönliche Angriffe ein und ich denke, das dürfte für die Mehrheit auch nachvollziehbar sein. Dazu gehört auch, dass du scheinbar meinen Stil persiflierst und dich dabei wohl auch noch für besonders originell hältst. Wir sind doch (fast alle) erwachsene Menschen und haben sowas nicht nötig, oder? Aber ganz generell nochmal: Ein Film kann nicht "erstmal objektiv für sich bestehen". Jeder Film nimmt dadurch eine Position ein, dass er sich zu bestimmten Bildern bekennt. Dabei geht es nicht um wahre oder falsche Intentionen, sondern immer um Lesarten. Jan führt in seiner SUCKER PUNCH-Kritik wunderbar vor, wie Snyder diese "kulturelle Aufgeladenheit" der Bilder auf diese selbst bezieht. Und das ist keinesfalls an den Haaren herbeigezogen, sondern in der Erzählstruktur des Films angelegt. Ebenso zeigt 300 die "Wiege der Aufklärung" als faschistoiden Stadtverbund auf, in der die Verherrlichung der Physis vor jeglicher Vernunft steht - auch dort müssen sich Frauen über ihren Körper Gehör verschaffen. Wer also 300 und SUCKER PUNCH als plumpe Actioner versteht, der verkennt die Bedeutung der Bildsorache der beiden Werke. Aber Kritik muss ja immer eindeutig identifizierbar sein, richtig? Oder aber, es muss genügend Exposition geben, damit auch der letzte versteht, dass man es mit einem bedeutungsschwangeren Film zu tun hat. So oder so bleibt meine Haltung: Synder ist nicht bloß ein Fast-Food-Regisseur für den bierseligen Männerabend. Das war er nie. So, und jetzt her mit den Vorwürfen, man könne alles auch ÜBERinterpretieren und es sei ja alles von Snyder nicht so GEMEINT. ;-)
  • Knarfe1000
    Die FAZ gibt 4 Sterne? Der Film scheint wirklich extrem zu polarisieren.
  • koala85
    der film war definitiv mal "was anderes". ich fand ihn nicht schlecht. jedenfalls ist mir sowas 10 mal lieber als der ganze 0-8-15 action einheitsbrei und die unzähligen remakes oder comicverfilmingen (ironman 1 und 2 ausgenommen! *hust*), die zur zeit wie pilze aus dem boden schießen. wer in diesen film reingeht und auf irgendwas wartet, das mit logik oder vernunft zu tun hat, hat sowas von gelitten! ^^ vom anfang und dem ende abgesehen macht der film einfach nur spaß. :)
  • MISTERCZECH
    [quote]Da frage ich mich dann doch: informieren sich die US-Kritiker nicht über den Film? Haben sie keine Statements des Regisseurs gelesen oder warum gehen sie nicht darauf ein?[/quote]Nun, unliebsame Elemente in einem Film, welche eine aktuelle Gesellschaftsausprägung kritisieren, werden nicht gern gesehen...Man heuchelt zwar auch in den USA gerne von Gleichberechtigung der Geschlechter, aber gehandelt wird nicht. Wenn dann einer kommt, der diese Struktur wunderbar aufzeigt, versucht man den Film nur auf das Optische zu reduzieren. Ich denke nämlich, dass Snyder durchaus viel zu erzählen hat und die Filmstarts Kritik sein Begehren gut eingefangen hat. Im Gegensatz zu derjeniger von Spiegel.de, die wieder mal ausser hohlem Zerriss nicht viel zu bieten hat. Ich jedenfalls lese Kritiken immer nach dem Konsum eines Filmes. Ich denke zwar nicht, dass ich irgendwie voreingenommen wäre, wenn ich die Chronologie dieser Handlungen umkehren würde. Wahrscheinlich würde mir das sogar helfen einige Sachen kritischer zu sehen. Aber ich will einfach einen unverfälschten Eindruck beim Eintritt ins Kino haben, um den Film geniessen zu können. Das lege ich auch jedem gerne ans Herz. Nur weil irgendeine "Tomaten"-Seite bei ihrem Rating 1/5 erreicht, heisst das noch lange nichts. Selber ansehen und sich selber ein Urteil bilden und danach eine Kritik lesen, so lautet die Devise. Auch, wenn ich also durchaus gut auf den Film zu sprechen bin, ist es mir wiederrum schleierhaft, wenn ihn jemand hier mit "Inception" vergleicht. Bei "Inception" war es dieses von Nolan erfundene Universum, dass sich tiefgründig zu einem grossen Bild zusammengesetzt hat. "Sucker Punch" beinhaltet niemals einen solchen Tiefgang, sondern diese kritische Leseart unserer Popkultur. Wie man "300" als tiefgründig bezeichnen kann, ist ebenfalls fragwürdig, zumal die Stärken des Filmes ganz klar auf der visuellen Seite lagen.
  • LifeofBriaindead
    ups, musste grade an Hape Kerkeling´s "Hurz" denken (falls das noch jemand kennt). Ich will weder Snyder, noch Autopojet, noch sonst jemandem etwas unterstellen, aber ist es nicht so, dass man in jeden Film, Song oder jedes Buch und Bild mit etwas gutem Willen etwas hineininterpretieren kann? "Piranha" ist eine reflektion der oberflächlichen Gesellschaft der USA, "Saw" ein Kritik am Voyeurismus unserer Zeit, "Titanic" prangert den Grössenwahn der menschlichen Rasse an... Ich finde ein Film sollte erstmal objektiv für sich bestehen können (werde ich am So. bei "Sucker Punch" überprüfen), mögliche Interpretationen sind ein zusätzliches Goodie.
  • Venom
    Ich sehe es ähnlich wie Autopoiet, ich hatte das selbe Gefühl. Allerdings bin ich mir nicht sicher ob die Interpretation der Filmstarts Kritik mit der Intention Snyders übereinstimmt. Das ist mir irgendwie zu ungenau gewesen. Und selbst wenn selbst diese Ungenauigkeit gewollt gewesen ist, dann finde ich es persönlich nicht so gut. Wenn man etwas zu sagen hat dann auch halbwegs deutlich. Das muss nicht plakativ sein, aber eine Kritik sollte zumindest gehaltvoll sein. Das hab ich ein wenig vermisst. Ich hatte das Gefühl beim schauen, dass Snyder nicht richtig wusste, was er eigentlich will. Emotionslose Darstellerinnen oder Charakterzeichnung. Auf jeden Fall ist beides nicht aufgegangen. Die Actionszenen waren super, aber bei der Story hatte ich irgendwie immer Fragezeichen auf dem Kopf, ob er nun etwas mitzuteilen hat oder nicht. Am Ende blieb ein enttäuschtes Gefühl von suggeriertem Tiefgang hinter dem nicht viel steckt. Schade! 300 und Watchmen waren genial, aber das waren auch schon die Vorlagen. Mal sehen, wie sich Snyder bei Superman macht.
  • Tobi-Wan
    So, jetzt habe ich den Film gesehen und kann mitreden. Und siehe da: Jans Interpretation in seiner Kritik klingt für mich schlüssig. "Sucker Punch" degradiert Frauen nicht zu Objekten, die Männer gefügig sein sollen, er prangert eben das an - zumindest ist das eine Lesart, die sich am Film tatsächlich belegen lässt. Snyder hätte diese Ebene aber besser noch deutlicher herausgearbeitet, denn ohne sie bleibt nicht mehr als eine hohle Effektshow.
  • adnox
    Warum sehe ich die User-Wertung nicht???
  • Autopoiet81
    Wenn du meinst! Ich verlange ja nicht, dass es jeder versteht - wo kämen wir denn da hin? Ach ja, Planet Erde und offen für Deutungen - und du?
  • starvinmarvin
    hmm irgendwie kann ich mir das wirklich nur schwer vorstellen.. aber nochmal zu snyders vorigen. also ich weiß nicht auf welchem planeten du lebst, aber "300" und "Dawn of the Dead" (im Gegensatz zu Romeros Klassiker) waren uneingeschränkt in erster linie visuell orientierte Unterhaltungsfilme ohne größeren gesellschaftskritischen Hintergrund. und mir fällt es sehr schwer "Sucker Punch" dahingehendes zu suggerieren.. da kann ich auch die Gesellschaftskritik in "Big Brother" in den Himmel loben.. halbnackte, rumballernde Frauen, die Drachen und Nazis jagen und dabei vollkommen farblos und ohne Tiefe sind, sollen uns nun also die Augen öffnen.. naja...
  • Autopoiet81
    P.S.: Mich persönlich hat SUCKER PUNCH enorm verstört. Ich bin keinesfalls mit einem Hochgefühl aus dem Film, im Gegenteil. Und ich kann in keinster Weise nachvollziehen, wie man diesen Film im Nachhinein als spaßigen No-Brainer abfeiern oder als solchen verurteilen kann.
  • Autopoiet81
    Ist es denn so viel cooler, einen Offenbarungseid zu leisten? Ja, der Film ist ein sinnloser No-Brainer, aber wisst ihr was, ich habe kein Problem damit? Ist das die neue kritische Distanz? Ich beginne langsam zu begreifen, welche Art Exempel Snyder mit SUCKER PUNCH statuieren wollte - und das schließt das eigene Publikum mit ein.
  • Patrik Hochnadel
    Gestern im Kino habe ich mir einfach nur gedacht was für Vollidioten eigentlich ins Kino gehen und mit welchen Erwartungen gehen manche Menschen in den Film?Wenn ich bei jeder Actionszene wo etwas unrealistisches passiert (das sind ca. 99%) höre:"Boah wie schlecht ist das denn? Mega schlecht" und diese Personen dann lachen müssen, dann staut sich richtig Wut bei mir auf.Ich denke aus dem Trailer ist klar geworden, das bei Sucker Punch nix groß mit Story und intellektuellen Gesprächen kommen wird. Allerdings wurden einem spektakuläre Actionszenen und ein aussergewönliches Szenario versprochen.Dann frage ich mich wieder, warum Mr. Intellektuell hinter mir nach der ersten halben Stunde dem ganzen Kino mitteilen muss, das er den Film scheiße findet. Also: Wenn ihr Action sehen wollt, geht in den Film.
  • Autopoiet81
    Phoenix, ich verstehe deinen Beitrag einfach nicht, tut mir leid. Ich verhandle Themen auf ästhetischer Ebene? Oder wolltest Du nur ein Späßchen mit mir treiben? - Ich glaube viel eher, in das INCEPTION-Nest gestochen zu haben, woraufhin jetzt ein riesiger Schwarm Nolan-Bienen im trunkenen Sturzflug auf mich einfällt. Noch einmal, ich habe schlicht vertreten, dass Snyder deutlich mehr zu erzählen hat als Krachbumm. Und ich finde es verdammt schade, dass er scheinbar vom Mainstream-Publikum als Trash-Regisseur geadelt wurde. Und ja, ich nehme es mir heraus, SUCKER PUNCH mit INCEPTION zu vergleichen. Warum? Weil er schlicht und einfach eine verdammt ähnliche Struktur aufweist, nur dass Snyder im Unterschied zu Nolan zwischen den Zeilen erzählt.
  • EddieDean
    Nachdem ich in letzter Zeit immer öfter den Kopf schütteln musste bei den Filmstarts-Reviews (da eine inhaltliche Analyse meistens nicht mal im Ansatz stattfindet), muss ich hier auch mal loben. Das ist ein interessanter, fundierter, inhaltlich tiefgehender Review - einer der Besten, die ich bislang gelesen habe (sowohl im deutsch- als auch englischsprachigen Raum). Bitte mehr davon. Ob er für mich auch zutrifft, werde ich bald selbst herausfinden müssen.
  • LifeofBriaindead
    nö mein lyrischer Großmeister, aber du hast natürlich vollkommen Recht: Nolan-Filme sind scheiße - Snyder-Filme genial. Dieser "Schwachfug" war übrigens üüüberhaupt nicht ironisch gemeint!!!
  • ParanoidAndroid
    [quote](...)die "ästhetische" Fantasie von Snyder oder die "realistische" von Nolan? [/quote] Nolan muß in Dein Hirn geschlichen sein und Dir diese Verbal-Fäkalien in selbiges gepflanzt haben, anders kann ich mir diesen Schwachfug einfach nicht erklären!
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