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Sherlock Holmes
Durchschnitts-Wertung
3,9
1588 Wertungen - 87 Kritiken
8% (7 Kritiken)
37% (32 Kritiken)
25% (22 Kritiken)
17% (15 Kritiken)
11% (10 Kritiken)
1% (1 Kritik)
Deine Meinung zu Sherlock Holmes ?

87 User-Kritiken

Max H.
Max H.

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4,5hervorragend
Veröffentlicht am 29.01.10

Den wirklichen Durchbruch hat Guy Ritchie mit seinen Filmen nie ganz erreicht. Das beste Beispiel war ganz klar Rocknrolla, nach dem Film wusste man einfach nicht weiter, war er gut oder war er schlecht, da streiten sich denke ich die Geister.

Sein nächstes Projekt war ein typischer und popcornreifer Blockbuster, den er da mit Sherlock Holmes geschaffen hat, die Wirkung lässt sich sehen.

Pluspunkt 1 war sicherlich die starke Optik. Ich kann mich an bisher keinen Film errinern, der ein so detailreiches London aufweisen konnte, graphische Mängel waren nur schwer bis gar nicht ersichtlich, außerdem hält sich Ritchie stylistisch an der Zeit der industriellen Revolution fest.

Pluspunkt 2 waren die durchaus sehenswerten Schauspieler, die sich teilweise schnelle und teilweise intelligente bis sarkastische Dialoge leiferten.
Trotz der überragenden Leistung des Robert Downey Jr. überzeugte defintiv auch Jude Law. Dieses geniale Ermittlerduo macht in dieser Konstellation defintiv auch Spaß über lange 128 min.

Überhaupt zeigt Guy Ritchie, dass er zu einem großen Blockbuster fähig, obwohl das Drehbuch teilweise verwirrend ist, löst Holmes den Fall durch seinen Blick fürs Detail letzten Endes und stellt den Kinobesucher zufrieden.

Eine Fortsetzung zu planen, ist somit die logische Konsequenz des Filmes, bleibt abzuwarten, ob er das Niveau des ersten halten kann und nicht in eine dialogische Katastrophe wie Rush Hour 3 hineindriftet. Die Frage also, wird Teil 2 Teil 1 die Stirn bieten können?
"Eine exzellente Frage"

horrispeemactitty
horrispeemactitty

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3,5gut
Veröffentlicht am 13.01.13

Robert Downy Jr. mal wieder in einer guten Rolle. Er überzeugt mit Witz, Charme und schauspielerischen Fähigkeiten. Der Film an sich ist mehr als richtig wenn man Unterhaltung sucht. Die Geschichte um Blackwood sorgt für Spannung und an Action wird auch nicht gespart. Super Film für einen Abend allein oder mit Freunden!

Christian Hoja (Cellurizon.de)
Christian Hoja (Cellurizon.de)

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4,0stark
Veröffentlicht am 28.01.10

London gegen Ende des 19. Jahrhunderts: Meisterdetektiv Sherlock Holmes und seinem Partner Dr. Watson gelingt es endlich, den Serienmörder Lord Blackwood zu fassen, der bei okkulten Ritualen bereits fünf junge Frauen getötet hat. Doch kurz vor seiner Hinrichtung macht Blackwood Holmes klar, dass noch etwas viel Größeres im Gange ist. Drei Monate später der Schock: der mit dunklen Mächten im Bunde stehende Blackwood ist von den Toten widerauferstanden. Währenddessen bittet Holmes’ ehemalige Liebe, die Kriminelle Irene Adler, um Hilfe…
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Erdacht von einem, gespielt von vielen, beliebt bei allen. Oder zumindest bei genügend Lesern und Zuschauern, dass man die Figur des Sherlock Holmes als zeitlos bezeichnen kann. 1886 verfasste der schottische Arzt und Schriftsteller Arthur Conan Doyle erste Entwürfe eines rational und analytisch denkenden Detektives namens Sherrinford Holmes, dem beim Lösen seiner Fälle allein sein Verstand und nicht Väterchen Zufall genügen sollte. Sherrinford wurde schließlich in Sherlock umbenannt, sein Partner Ormond Sacker in John Watson und der erste Fall des Knoblers und des Doktors wurde als „A Study in Scarlet“ in Beeton's Christmas Annual publiziert. Die Popularität der Figur stieg allerdings erst 1891 mit der ersten kürzeren Geschichte „A Scandal in Bohemia“, veröffentlicht im The Strand-Magazin. Der Rest ist Geschichte, Holmes ermittelte in 56 Kurzgeschichten und vier Romanen und bestand zahlreiche Bühnen-, Leinwand- und Fernsehabenteuer, zum Teil auf Doyles Material, zum Teil auf Eigeninterpretationen basierend. Vom beliebtesten Darsteller Basil Rathbone, über berühmte Namen wie Jeremy Brett, Christopher Plummer oder Christopher Lee, bis hin zu neueren Verfilmungen mit Rupert Everett und Richard Roxburgh, Sherlock Holmes hat die Bühne nie verlassen.
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Eine großangelegte Neufassung für die Lichtspielhäuser scheint da durchaus sinnhaft. Mit Robert Downey jr. setzte man auf einen Schauspieler, mit dem man momentan einfach nicht falsch liegen kann, da der wiedergeborene Hollywoodstar spätestens seit seinem Auftritt als Comicheroe „Iron Man“ (2008) nichts mehr falsch machen zu können scheint und sich zur Freude jeden Filmfans nun voll auf das Ausschöpfen seines außergewöhnlichen Talents konzentriert. Die Vergabe des Regiestuhls an Guy Ritchie überraschte da schon mehr, hatte der Brite bisher doch weder Erfahrungen mit annähernd in dreistelliger Millionenhöhe budgetierten Blockbuster-Produktionen, noch hatte er in den vergangenen Jahren seinen mit „Bube, Dame, König, GrAs“ (1998) und „Snatch“ (2000) erworbenen Ruf als Regiewunder bestätigen können. Nach dem Disaster „Swept Away“ (2002) hatte er jedoch mit „Revolver“ (2005) und „Rock N Rolla“ (2008) wenigstens einigermaßen zurück in die Spur gefunden und seine Fähigkeiten stehen eigentlich weit außerhalb des einmaligen Vollausrutschers außer Frage. Nach „Sherlock Holmes“ kann man feststellen, dass sowohl die todsichere Wahl, als auch die nicht ganz so selbstverständliche sehr gut aufgehen.
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Das Ritchies Variante dabei andere Akzente, als verrätselt-kopflastige setzt, macht mit Druck und Tempo bereits die Eröffnung klar, und das Ganze so schön stimmungsvoll, dass einem nicht in den Sinn käme, es als negativen Aspekt zu werten. Holmes muss nicht lange gebeten werden, er ist bereits mittendrin, hetzt durch die nachtgeschwängerten Straßen Londons, angetrieben von Hans Zimmers Score, der sich in den ersten Klängen noch ein bißchen nach „The Dark Knight“-Resteverwertung anhört, aber sehr schnell einen ganz eigenen urigen Charme entfaltet. Eine der sich im Trailer abzeichnenden Gewöhnungsbedürftigkeiten stellte der faustkämpfende und mit Polizeistöcken wirbelnde Holmes dar, allerdings macht gleich seine erste Konfrontation deutlich, dass Ritchie den verstandsorientierten Detektiv keinesfalls zur besinnungslos prügelnden Karachowalze umorientiert hat. Holmes geht jeden Schlag, jede Wirkung genau durch und koordiniert seine Bewegungen nach der maximalen Effektivität, was in seiner Umsetzung dem Charakter (und nach Ritchies Meinung und jener der Drehbuchautoren auch der literarischen Vorlage) voll gerecht wird, wenn es ihn in seiner Wehrhaftigkeit natürlich auch eher zum Action-, denn zum Kriminalhelden macht.
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Eine weitere in Richtung Vorlagentreue abzielende Korrektur offenbart sich in der Beziehung zwischen Holmes und seinem Freund Watson. Etablierten Basil Rathbone und Nigel Bruce in ihrem ersten von insgesamt vierzehn gemeinsamen Auftritten, „Der Hund von Baskerville“ (1939), einen Umgang, bei dem sich Holmes‘ Genialität auch über das eher gutmütige und etwas schlichte Gemüt seines Partners zum Ausdruck brachte, ist der Watson in „Sherlock Holmes“ ein gänzlich gleichberechtigter Begleiter, der dem exzentrischen Detektiv in Sachen Gesellschaftsverträglichkeit sogar weit voraus ist. Dieser Watson gibt Kontra und kennt bei aller Brillanz doch jede menschliche Schwäche Holmes‘. Dieser weiß nach der Verhaftung und nahenden Hinrichtung Blackwoods nicht wohin mit sich selbst und seinem überlegenen Verstand und dümpelt in Stagnation und tumben Experimenten dahin. Zudem will Watson das gemeinsame Haus in der Baker Street verlassen und mit seiner zukünftigen Mary unter ein Dach ziehen. Das passt dem geradezu eifersüchtigen Holmes gar nicht und bei einem Kennenlernessen versucht er Mary als gänzlich ungeeignete Wahl zu entlarven. Wenn sie auch nicht allzu weit geführt wird zeigt sich darin, in der Bürde seines untrüglichen Wissens, eine sehr spannende Dimension des Charakters Sherlock Holmes, der nicht aus seiner Haut kann und die Verbrechensbekämpfung und die Auseinandersetzung mit seinen Partner nötig hat, um seine Talente in eine sinnvolle, fordernde Richtung kanalisieren zu können.
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Elementar, um solche Dimensionen überhaupt erkennbar werden zu lassen, ist natürlich das Zusammenspiel der Hauptdarsteller – und das funktioniert zwischen Robert Downey jr. und Jude Law großartig. Da man mit „Sherlock Holmes“ nicht einem gängigen Trend hinterhergehechelt ist und das Ganze nicht zu einer Art Holmes Begins oder Watson Origins gemacht hat, begegnet man den beiden an einem Punkt, an dem sie voll aufeinander eingestimmt sind, was Downey jr. und Law so gut transportieren, als hätten sie überhaupt noch nie ohneeinander vor der Kamera gestanden. Das Gebalge der beiden bewegt sich auf hohem Niveau und schmiert zu keiner Zeit in Richtung billiger Zoten ab und man merkt jeder gemeinsamen Szene an, wie die beiden Stars ihr Spiel an dem des jeweils anderen empor ziehen. Das macht die Beziehung Holmes‘ und Watsons glaubhaft und in den richtigen Momenten amüsant und dramatisch und steht damit in der Tradition unterhaltsamer Buddy Movies.
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Nachdem Holmes seinen Frust bei einem barenuckle fight ablässt (und ja, selbst der fügt sich passend in den Film ein), nimmt die schnieke Irene Adler mit ihm Kontakt auf und Blackwood steigt aus seiner Gruft. Im Grund baut nun alles Folgende auf einzelnen Szenen an verschiedenen Schauplätzen auf, an denen Holmes allein, Holmes mit Watson, Holmes mit Irene oder alle drei an verschiedenen Hinweisen herumrätseln. Das macht den Mittelteil bis in den Showdown hinein recht austauschbar und bei einer Sichtung des Films auf DVD könnte man die Kapitel wohl wild durcheinander anschauen, da die jeweiligen Lösungen sowieso erst zum Schluss präsentiert werden und bis dahin beim Miträtseln eigentlich fast egal ist, warum die Helden gerade da und da agieren. Dass der Spannungsbogen unter dieser leicht einsetzenden Willkürlichkeit nicht allzu sehr zu leiden hat ist den hervorragenden, atmosphärischen Sets und dem auf beeindruckende Weise am Computer und in Handarbeit entstandenen Handlungsort London an sich zu verdanken. In „Sherlock Holmes“ wird dabei nicht auf verklärte Nostalgie gesetzt, die Schauplätze sind meist dreckig und unaufgeräumt, dabei aber auch detailverliebt und auf ihre altmodisch enttechnisierte Art ansehnlich. Die im Aufbau befindliche Tower Bridge, keuchende Kutter auf der Themse und die Silhouette des nächtlichen Londons, es gibt einiges zu entdecken. Reine Actionszenen, wie eine wüste Prügelei, die im unfreiwilligen Stapellauf eines unfertigen Schiffes endet, dosiert Ritchie sparsam, inszeniert aber sehr mitreißend und ohne hektische Schnittgewitter oder wildes Kameragewackel. Die bereits in vorigen Reviews zu Werken Ritchies erwähnte Homogenität des gezeichneten Milieus behält er auch bei „Sherlock Holmes“ bei und modernisiert den Stoff nicht darüber hinaus, macht daraus weder Blockbusterware vom Wühltisch, noch eine weitere Variation seiner „Bube, Dame, König, GrAs“-erprobten Motive. Ritchies Regie ist reif, was in seinem Fall nicht bedeutet, dass er seinen visuellen Einfallsreichtum abgelegt hätte und sich auf traditionelle Muster verlässt, er kanalisiert ihn nur, ähnlich wie seine Hauptfigur, in sinnvolle Bahnen.
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Dass „Sherlock Holmes“ gegen Ende ein wenig verflacht und der Showdown gegen manch andere vorangegangene Szene den Kürzeren zieht, lässt sich verschmerzen. Wenn Holmes schließlich den Fall rekapituliert und die Auflösungen präsentiert ist dieser und jener „Aha!“-Moment schon noch drin, dennoch hat man den Eindruck, bis hierhin einfach zwei, drei Szenen, bzw. neun, zehn Minuten Film zu viel intus zu haben. Da aber Downey jr. vom Anflug dieses Phänomens verschont bleibt genügt seine Performance, um einen natürlich trotzdem bis zum Abspann mit den Augen auf der Leinwand zu halten. Ob seine Version des Meisterdetektives irgendwann zu den klassichen gehören wird, das lässt sich selbstverständlich (trotz GoldenGlobe-Auszeichnung) noch lange nicht sagen. Die Augenlider am Zwinkern zu hindern, um wirklich jeden seiner Momente voll zu erfassen, dazu ist man in jedem Fall geneigt. Jude Law erweist sich als perfekte Ergänzung, womit zumindest sämtliches Rüstzeug für die Erschaffung eines legendären Duos in etwaigen Fortsetzungen in den Händen der Produzenten liegt. Rachel McAdams spielt hier insgesamt weniger kraftvoll, als zuletzt neben Russell Crowe im Politthriller „State of Play“ (2009), wird vom Buch aber auch löblicherweise nicht auf reines Eye Candy beschränkt. Mark Strong hat als Lord Blackwood relativ wenig Screentime und wenn er zu sehen ist, dann meist düster dreinblickend. Ihm hätte man sicher mehr abverlangen können, im Zuge dessen, dass sehr deutlich auf einen künftigen Gegner hingewiesen wird, wollte man aber wohl nicht gleich im ersten Film einen allzu mächtigen Schurken. Eddie Marsan als wenig heller Inspektor Lestrade und Kelly Reilly als Watsons angebetete Mary spielen, sobald sie gefordert sind, gut mit Downey jr. und Law.
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Das Ende von „Sherlock Holmes“ ist mit der gleichen untrüglichen Selbstsicherheit, die seinem Titelhelden eigen ist, auf ein Wort ausgelegt: Sequel! Das könnte man arrogant nennen, schließlich hätte ein finanzieller Misserfolg jeden Weg zu einer Fortsetzung verbauen können, letztlich verdient sich Guy Ritchies Film dieses Vorrecht der Unabgeschlossenheit aber durch viele vorhandene Qualitäten. Die Londoner Straßen, die vielen Verweise auf den kommenden Schurken, die ungelöste Frage, wie sich Dr. Watson entscheiden wird, Downey jr.‘s unwiderstehlicher Auftritt – man wird gern in’s London England des 19. Jahrhunderts zurückkehren. Doch noch einmal zurück zum Auftakt: „Sherlock Holmes“ ist sehr feines Unterhaltungskino, das über alle im Vorfeld geäußerte Skepsis, ob Action und der Detektiv zusammenpassen, erhaben ist, indem es zumindest die Prügeleinlagen in den Kontext der Intelligenz des Helden setzt und es insgesamt nicht mit Feuer und Explosionen übertreibt. Wenn dann allerdings mal etwas explodiert, so passiert dies gleich mal in einer Szene, die man auch am in weiter Ferne liegenden Ende des Filmjahres 2010 noch im Gedächtnis haben wird. Und da wird sich wohl auch der Film an sich einnisten.
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Komplette Review siehe: http://christiansfoyer.wordpress.com/2010/01/28/review-sherlock-holmes/

kobi l.
kobi l.

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2,0lau
Veröffentlicht am 06.03.12

Ist Guy Ritchie ein modernes Genie in der Figur Sherlock Holmes´ gelungen? Sicher nicht. Über einen vergleichbar filigranen Geist wie in der literarischen Vorlage Doyles verfügt er, der sich als bodybuilderähnliche Gestalt durch Londons Untergrund prügelt und dabei infantile pseude-intellektuelle Sprüche über die Relation von in einem Glas gefangenen Fliegen und Geigenspiel widergibt, keinesfalls. Holmes Verwandlung in einen Actionhelden, mit die man sich gegebenenfalls arrangieren könnte, scheitert aufgrund des Bemühens Richies, der Story nach sich wenigstens an die Buchvorlage zu halten, auf ganzer Linie. Eine auch nur annähernd harmonische Synthese, wie sie Milos Forman mit seinem epochalen, aber die Historizität ebenfalls übergehenden Werk "Amadeus" gelang, ist das hier nicht. Die wenigen Pluspunkte, die im Film zu finden sind, reduzieren sich auf die sporadisch annehmbaren Schauspielleistungen Jude Laws alias Watson, die Musik Hans Zimmers und enige gute Actionsequenzen in schönem Umfeld, welchen man sich jedoch auch nicht uneingeschränkt erfreuen kann, da sie den gesamten verqueren Plot weder aufbessern noch entsprechen. Richie, der bei früheren Machwerken durchaus Innovation mit einem guten Drehbuch zu verknüpfen wusste, liefert hier über weite Teile hochbudgetierten Schwachsinn ab. Schade.

Alexander G.
Alexander G.

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4,0stark
Veröffentlicht am 04.11.17

Sherlock im Bombast-Modus im unverwechselbaren Richie Stil mit spielfreudigren Duo, Hans Zimmer sorgt mit seinem Score für den musikalischen Paukenschlag. Rundum erneuerte Adaption der gelungenen Sorte. 8/10

BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

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3,0solide
Veröffentlicht am 01.07.17

Ehrenhafte Absicht, aber ein absolut überschaubares Resultat. Der gute Sherlock war rund 20 Jahre auf keiner Kinoleinwand zu sehen und nun wird er reaktiviert – und erschreckend modernisiert. Was dabei am Ende rauskommt hat von allem was, aber nichts konkretes oder Ganzes. Darstellerisch gibt’s dabei nix zu mäkeln – Robert Downey jr. hat sichtlich Spaß an der Rolle, ebenso Jude Law als kloppender Doktor – dafür bleibt Rachel McAdams ein recht bleicher „Die Frau“ part und Fiesling Mark Strong ist komplett langweilig und austauschbar. Inhaltlich ists ein einfach gestrickter Kriminalfall bei dem man aber recht schnell die Übersicht verliert und mitraten fällt vollends flach – erst gegen Ende hält Holmes eine lange Rede in der er alle Hinweise und Kniffe erläutert die oftmals mit Geschmack und Gerüchen zu tun haben. Und auch sonst findet der Streifen keine ausgewogene Balance: die zünftigen Verbalduelle die sich Holmes mit Watson liefert sind noch das Amüsanteste, läßt das Ermittlerpaar aber ebenso unseriös wie geradezu schwul erscheinen, dazu gibt’s stellenweise furchtbar übersteigerte Szenen und manche Parts die in Downeys nächstem Comicfilm Iron Man 2“ sicher besser aufgehoben wären – während das alles dann doch irgendwo an anderer Stelle einen ernsthaften Eindruck erwecken will. Hier hat man keine klare Linie gefunden und das führt dazu daß der Film trotz aufwendiger Technik in Ehren scheitert. Der Schluss ist ein geradezu plump ausgeführter Wink auf Episode 2 – ich bezweifle aber stark dass der Erstling ausreichend Erfolgreich ist um eine weitere Runde zu ermöglichen. Fazit: Comichafte Action im Überfluß und manche schrägen Verbalduelle machen den Film unterhaltsam, aber gleichsam doof!

Michael K.
Michael K.

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1,5enttäuschend
Veröffentlicht am 03.10.15

Auch wenn die Macher dieses Films offenbar laut Infos aus der Filmstarts-Kritik immerhin davor zurückschrecken, Holmes und Watson irgendwelche (bei den echten Holmes und Watson inexistenten) 'homoerotischen' Dinge andichten zu wollen, hat dieser Film ein ganz gewaltiges Minus: Der hier gezeigte Detektiv (oder Actiondarsteller?) ist nicht Sherlock Holmes. Der ganze Charakter, der hier als der Meisterdetektiv aus der Baker Street aufgetischt wird, passt nicht. Die von der Filmstarts-Kritik genannten Punkte sprechen de facto auch diese Sprache: Der echte Holmes ist zwar (für Ernstfälle) in Kampfkünsten trainiert, würde sich aber z.B. niemals 'einfach so' (d.h. ohne, dass es für einen konkreten Fall unbedingt nötig ist) an unterweltlichen Prügelwettkämpfen beteiligen wie es in diesem Film passiert. Und der echte Holmes wäre auf keinen Fall eifersüchtig auf eine Frau von Watson (das ist am Beispiel Mary Morstan auch Teil der Geschichten), zumal Watson ja durchaus auch als Verheirateter an Abenteuern teilnimmt. Die Tatkraft und der Arbeitsstil des echten Holmes sind auch ganz andere als die der Figur in diesem Film, nämlich konzentriert, vorsichtig und analytisch und nicht draufgängerisch wie bei der Figur, die in diesem Film 'Sherlock Holmes' heißt. Für eine relativ passende Sherlock-Holmes-Verfilmung halte ich die Serie mit Jeremy Brett. Diesen Film hier halte ich für das Gegenteil. Das ist ziemlich fragwürdig, offenbar wird hier darauf abgezielt, dass jüngere Zuschauer das Original nicht kennen. Da es natürlich noch schlimmer hätte kommen können, gebe ich noch 1,5 Punkte dafür.

Cursha
Cursha

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2,5durchschnittlich
Veröffentlicht am 09.04.15

Der Film hat viele Anleihen an den klassischen Holmes, aber leider dennoch sehr enttäuschend durch die zu viele Aktion. Aber jeder Film mit Mark Strong hat bei mir schon einen Bonus.

Laura W.
Laura W.

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4,0stark
Veröffentlicht am 12.07.14

die mischung aus charme, witz, beileidigungen und die feine englische art ist einfach perfekt gemischt. so macht es wirklich spaß diesen film zu gucken, obendrein werden holmes und watson sehr gut gespielt. die story ist actionreich und spannend.

RocketSwitch
RocketSwitch

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4,0stark
Veröffentlicht am 08.02.14

Sherlock Holmes muss in dieser Neuinterpretation einem gefürchteten Schurken das Handwerk legen, der anscheinend übernatürliche Kräfte besitzt. Schwung- und humorvoll machen sich Holmes und Watson also auf, den Bösewicht zu schnappen. Robert Downey Jr. erweist sich hierbei als absoluter Besetzungs-Coup. Es ist einfach eine Freude diesem leicht durchgeknallten Holmes zuzuschauen. Kombiniert mit den Fähigkeiten von Guy Ritchie als Regisseur ergibt sich ein absolut sehenswertes Ergebniss. Filmmusik, Setting und Ausstatttung sind ordentlich. Die Computereffekte sind professionell gemacht, wirken aber leider stellenweise etwas störend. Fazit: Dieser Film ist sehenswert. Temporeich, gewürzt mit einer ordentlichen Prise Humor und etwas Msytik angereichert.

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