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Slumdog Millionär
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4,2
1212 Wertungen - 96 Kritiken
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5% (5 Kritiken)
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2% (2 Kritiken)
Deine Meinung zu Slumdog Millionär ?

96 User-Kritiken

Mutant143
Mutant143

User folgen 0 Follower Lies die 12 Kritiken

1,5enttäuschend
Veröffentlicht am 21.10.09

der film hat mir so garnicht gefallen. das einzig gute daran ist der einblick in die indische kultur. ansonsten ist er sehr vorhersehbar, die WWM-einlagen mit einem rotzigen moderator eher langweilig gestaltet. wird mir wohl immer ein rätsel bleiben, wieso dieser film überhaupt einen oscar gewonnen hat.

Christian Hoja (Cellurizon.de)
Christian Hoja (Cellurizon.de)

User folgen 18 Follower Lies die 267 Kritiken

4,5hervorragend
Veröffentlicht am 12.02.09

‚Slumdog Millionaire ‘ ist ohne Zweifel die große Überraschung der diesjährigen Award-Saison. Der Siegeszug der zehnten Regiearbeit des Briten Danny Boyle bei fast sämtlichen relevanten Preisverleihungen ist eine kaum weniger märchenhafte Geschichte, als sie der Film selbst erzählt.
In Teilen seiner Konstruktion drängt sich bei ‚Slumdog‘ der Vergleich mit dem 2002 veröffentlichten ‚City of God‘ auf. Dies liegt auch an der Exotik des Schauplatzes, die in beiden Fällen nicht Postkartenmotiv-tauglich aufbereitet wird, sondern den Blick vor den realen (oder von außen als real wahrgenommenen) Umständen, die in Indiens, beziehungsweise Brasiliens, untersten Schichten herrschen nicht verschließt. Die Protagonisten beider Filme werden von frühester Kindheit an mit Gewalt und Armut konfrontiert, die Authentizität des Geschehens wird jeweils durch die Besetzung einheimischer (Laien)Darsteller miterzeugt. Dennoch ist ‚Slumdog Millionaire‘ ein sehr eigenständiges Werk, bereitet es doch aus ähnlichen Zutaten ein im Geschmack gänzlich unterschiedliches Gericht zu. Wo Fernando Meirelles die kompromisslose Härte des Stoffes auf die Spitze treibt und das Schicksal seiner Figuren ein stets bedrohtes und ungewisses ist, ist der Weg hin zum Happy End bei ‚Slumdog Millionaire‘ zwar ein beschwerlicher und verlustreicher, nichtsdestotrotz ein geradezu unausweichlicher. Am Anfang werden dem Zuschauer im Sinne von ‚Wer wird Millionär?‘ vier Antwortmöglichkeiten auf die Frage geboten, wie Jamal es geschafft haben kann, kurz vor der Beantwortung der finalen Frage zu stehen: „A: He cheated, B: He’s lucky, C: He’s genius, D: It is written“. Betrachtet man den Aufbau des Films ist nicht schwer auf die Lösung zu kommen.
Der Erzählrythmus sieht es vor, dass mit jeder Frage, die Jamal in der Quizsendung zu beantworten hat, ein Ereignis aus seiner Vergangenheit verknüpft ist. Dieses wird dann in annähernd episodischer Form wiedergegeben, wobei sich Jamal, sein Bruder Salim und später auch Latika immer wieder in ausweglose Lagen manövriert sehen und sie schließlich meistern, nicht selten unter großen Verlusten, die im Umkehrschluss eben wieder zu den benötigten Antworten führen. Aus den einzelnen Rückblenden und Kapiteln der Geschichte versteht Boyle es meisterlich, ein funktionierendes Ganzes im Einklang mit dem Gegenwartsplot rund um das Verhör, die Begeisterung der Mitmenschen für den jungen Fernsehhelden, bis hin zum großen Finale, zu schaffen. Dass das gesamte Konstrukt des Film damit letzlich genau das, nämlich ein konstruierter Bogen zwischen passiertem und präsentem ist, könnte beim Zusehen stören, da damit eine gewisse Offensichtlichkeit einhergeht. Die entscheidende letzte Frage der Quizshow ist konsequente Folge dieses Schemas, das einigen möglicherweise einen Tick zu deutlich der Struktur einer Handlungsmontage, statt einem Aktionsrealismus folgt.
Doch im Grunde kann man ‚Slumdog Millionaire‘ daraus keinen Vorwurf machen, da es sich eben trotz aller gezeigten Abgründe und Niederungen des Lebens in Indien um einen postiven, einen lebenbejahenden und einen Film voller Hoffnung handelt. Auf das einfachste reduziert ist er eine Liebesgeschichte, bis ins komplexeste ausgebreitet eine Allegorie über das Schicksal, über Ereignisse im Leben eines jeden, deren Sinn und Nutzen sich erst später und oft in den unerwartetsten Zusammenhängen offenbaren. Aus der Geschichte um das bettelarme Straßenkind, das am Ende unter keinen anderen, als den eigenen Lebensumständen zum Millionär werden kann, wird damit eine ebenso unwahrscheinliche, wie wahrhaftige, erhellende und einfach erlebenswerte. Selten genug gelingt es einem Film, die sensible Balance zwischen reell Abgebildetem und fiktiv Erzähltem zu halten und in der Summe eine schöne, bewegende Story zu erzählen. ‚Slumdog Millionaire‘ gerät bei diesem Drahtseilakt noch nicht einmal ins Schwanken, es gelingt ihm fehlerfrei.
Audiovisell ist der Film hervorragend gelungen. Die musikalische Untermalung veredelt die emotionalen und dramatischen Momente. In ausgewogenem Wechsel zwischen Nah- und Panoramaaufnahmen, kombiniert mit mal ruhiger, mal rasender Schnitttechnik, findet Boyle eine tolle optische Umsetzung. In den Slums von Mumbai werden die Protagonisten wie durch Hauptschlagadern gepumpt, die Stadt wird zur pulsierenden organischen Materie. Ein näheres Erleben würde wohl nur eine Urlaubsreise bieten. Dennoch, um noch eimal den Vergleich zu ‚City of God‘ zu ziehen: dessen brachiale Virtuosität erreicht ‚Slumdog Millionaire‘ nicht ganz, kommt mit ein, zwei motivischen Wiederholungen sogar etwas ins Schleppen. Aber das hindert den Film nicht ernsthaft am Entfesseln seiner Bilderflut.
http://blogs.myspace.com/index.cfm?fuseaction=blog.view&friendID=418824324&blogID=470252084

Jason Bourne
Jason Bourne

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0,5katastrophal
Veröffentlicht am 12.03.11

Slumdog Millionaire ist eine haarsträubende Geschichte, die den Zuschauer durch allgemein bekannte Fernsehsendungen, Quatscherei von Jugendliebe, perverse Sozialromantik und eine verheerend aufgesetzte, nicht-chronologische Erzählweise auf eine manipulative Reise schickt. Dabei beschränkt sich die technische Innovation auf formal, effekthascherische Spielchen und auch inhaltlich schockt der Film mit schlechten Dialogen, völlig am Reißbrett entworfenen Charakteren und absolut vorhersehbarer, billiger Telenovela-Dramturgie. So versucht der Film seinen Mangel an emotionalem Gehalt (der Gehalt, der lediglich dadurch entstehen soll, dass sich der Protagonist von einem Mädchen besessen ist) durch allerlei Schauwerte aufzubereiten, und garniert seine unglaubwürdige Liebesgeschichte mit Gewalt, und pubertärer Videoclipästhetik.

BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

User folgen 3 Follower Lies die 2 840 Kritiken

4,0stark
Veröffentlicht am 09.09.17

Der Hit. Der Oscargewinner. Der Mega-Super-Duper-Überfilm über den noch nie einer ein schlechtes Wort verloren hat … soll ich jetzt der erste sein? Nein, ganz sicher nicht. Ich denke nur daß dieser Film von all dem Lob und all dem übermäßigen Kritiken die er erhalten hat ins unendliche gepusht wurde – und Fakt ist, ein Film kann einfach nicht so gut sein wie dieser hier gelobt wird. Aber das heißt nicht daß ich jetzt den Kübel Dreck über diesem Film auskippe. Ich gebe ihm allerdings eine Bezeichnung: anstrengend! In der Tat, dieses permanente Wechselbad der Gefühle dem der Zuschauer hier ausgesetzt wird schlaucht und schafft ganz besonders. Hier gibt es dramatische Bruderzwist Szenen, brutale Folterszenen, spannende Quizshowpassagen und eine märchenhaft übersteigerte Liebesgeschichte. Aber es gibt eine Sache die ich diesem Film attestiere und daraus resultiert wahrscheinlich auch die hochgelobte Kritik: pure Wucht. Dies ist ein Film dessen gesammelte Emotionen den Zuschaue einfach nur so aus den Socken hauen. Daher ist es die Empfehlung an jeden: ANSCHAUEN! Fazit: Gigantisches Paket aus wild gemischten Emotionen das den Zuschauer nur so miteißt.

schonwer
schonwer

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4,5hervorragend
Veröffentlicht am 27.08.17

Mit "Slumdog Millionär" erzählt Dany Boyle eine Geschichte die wirklich unter die Haut geht. Kein Film zeigt die Situation der Slums in Indien so gut wie dieser Film. Der Film ist durch die herausragende Inszenierung, dem fantastischen Cast, der Kameraarbeit und Realitätsnähe exzellent. Es wird ein sehr gutes Tempo aufgebaut und es gibt sehr viele spannende Szenen. Insgesamt zieht sich der Spannungsbogen über den ganzen Film und wird auch gehalten. Das Prinzip von "Wer wird Millionär" gemischt mit den Slums Indiens ist eine sehr gute Kombination, welche es erlaubt das Leben unseres Protagonisten perfekt zu erzählen, ohne etwas zu vergessen und ohne Spannung oder Tempo herauszunehmen. Die Charaktere haben Tiefe und die drei Hauptcharaktere werden jeweils von drei Schauspieler gespielt (Jung, Jugendliche, Erwachsene) und diese wurden perfekt gewählt und spielen alle mit großer Glaubwürdigkeit. Fazit: Ein Must-See.

Cursha
Cursha

User folgen 18 Follower Lies die 677 Kritiken

4,5hervorragend
Veröffentlicht am 03.09.14

Danny Boyle liefert hier echt starkes Kino über einen jungen Mann der eigentlich nur die liebe sienes Lebens wieder sehen will. Boyle beschreibt dies in einer sehr faszinierenden Geschichte und gelingt damit ein wahrer Meilenstein.

Dailydead
Dailydead

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4,5hervorragend
Veröffentlicht am 08.08.14

Schöner Film der mit einem außergewöhlichen Thema punktet. Die "Wer wird Millionär" - Anspielungen sind einfach top und die Handlung sowie Inszenierung sind wahrlich großartig. Trotzdem schafft es der Film wegen einigen kleinen Schwächen im Drehbuch keine Wertung von 5 Sternen, was bleibt sind 4.5 / 5 Sternen.

Gringo93
Gringo93

User folgen 9 Follower Lies die 420 Kritiken

5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 28.11.13

Fazit: Extrem packende Geschichte. Geht dem Zuschauer ans Herz. Technik, Ausstattung, Schauspieler -> alles top!

Eric Cartman
Eric Cartman

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3,0solide
Veröffentlicht am 12.05.13

Slumdog Millionär hat mich nicht wirklich überzeugt. Gute Ansätze, die aber nicht wirklich konsequent bis zum Ende weiterverfolgt wurden. Der Film hat einige Längen. Er ist sicherlich nicht schlecht, aber so gut wie er hier teilweise gemacht wird fand ich ihn nicht annähernd.

HarveyWhite
HarveyWhite

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3,0solide
Veröffentlicht am 16.12.12

Man muss eigentlich sagen, dass die Story von 'Slumdog Millionaire' ziemlich simpel ist, aber durch diese WWM-Show gut verpackt ist. Neben beeindruckenden Bildern und einer harmonischen Atmosphäre der indischen Millionen-Metropole Mumbay auch noch eine packende und spannende Liebesgeschichte. Zudem erkennt man deutlich die Gesellschaftskritik, die der Film uns vermitteln will und auch ankommt. Wie es in Indien zugeht, wie die Verhältnisse dort sind und wie Leute durch ihre Armut zu schlimmen Sachen gedrängt bzw gezwungen werden. Mir hat der Film jedenfalls gut gefallen auch wenn ich ihn keinesfalls für ein Meisterwerk halte, da die Geschichte einfach nicht wirklich innovativ ist und mit einfachen Rückblenden und Erzählungen arbeitet. Positiv erwähnen kann man auch noch die Schauspieler, die durchgehend solide Arbeit abliefern.

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