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    Walhalla Rising
    Durchschnitts-Wertung
    3,2
    131 Wertungen - 24 Kritiken
    Verteilung von 24 Kritiken per note
    5 Kritiken
    9 Kritiken
    1 Kritik
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    Deine Meinung zu Walhalla Rising ?

    24 User-Kritiken

    Thomas Z.
    Thomas Z.

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    4,0
    Veröffentlicht am 9. April 2018
    Man sollte definitiv im Vorfeld wissen, worauf man sich einlässt, wenn man in das cineastische Universum von Nicolas Winding Refn eindringt. Fernab von konventionellen Erzählstrukturen ticken die Uhren hier erfrischend anders. Refn nimmt sich Zeit für die Entfaltung seiner Film-Kunst; Zeit, die sich der geneigte Zuschauer auch nehmen sollte. Stilistisch liegt der Fokus des ausgesprochen wortkargen Werks auf einer fast sinfonieartigen Komposition der Bilder. Licht und Schatten, diffuser Nebel, visionäre Farbenspiele, landschaftliche Symbolik werden, flankiert von einer dezenten sphärischen Musik, perfekt in Szene gesetzt. Der Hauptprotagonist "One-eye" (Mads Mikkelsen) spricht kein einziges Wort und öffnet durch die naheliegende Anspielung auf Odin im Rahmen des Anschlusses an christianisierte Wikinger einen großen Interpretationsspielraum, begleitet von symbolträchtigen Bildern von einzigartiger Ästhetik und brachialer Gewalt. Leichte Kost ist das nicht, eher ein eigentümlich fremdartiger Brocken, der erstmal verdaut werden muss, Kunst im besten Sinne des Wortes. Langeweile habe ich zu keiner Sekunde empfunden. Alle, die Filme aufgrund ihres Unterhaltungswertes beurteilen oder ein großes Wikinger-Epos erwarten, sollten einen riesengroßen Bogen um diesen Film im Besonderen und um Nicolas Winding Refn im Allgemeinen machen.
    schonwer
    schonwer

    User folgen 239 Follower Lies die 729 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 10. August 2016
    "Valhalla Rising" ist ein Film von Nicolas Winding-Refn. Das müsste denen die sich mit Filmen beschäftigen, sich für Filme interessieren und bereits einen Film von Winding-Refn gesehen haben vieles sagen. Der Film ist sehr speziell und sehr abstrakt. Man kann vieles interpretieren, doch wenn man sich um den Film erkundigt und im Nachhinein die Filmstarts-Kritik liest (empfehlenswert, aber nach dem Film) merkt man wie viel gewollt ist und das alles symbolisiert ist. "Valhalla Rising" ist kein Film, bei dem man sich zurücklehnen kann, sondern ein starkes Stück Film, welches jedoch so skurril und speziell ist, dass es die Zuschauer spaltet. Die Darsteller sind alle solide, bis auf einen toll besetzten Mads Mikkelsen. Die Musik ist seltsam, doch mit dem Rest des Films passend. Fazit: "Valhalla Rising" ist ein sehr abstrakter Film, der voller Symbolisierungen steckt. Atmosphärisch dicht, speziell, andersartig, skurril, brutal und mit einem tollen Mikkelsen.
    ToKn
    ToKn

    User folgen 208 Follower Lies die 665 Kritiken

    2,5
    Veröffentlicht am 7. Oktober 2015
    Da der Film sehr (!) individuell und zweifelsohne nur was für Genre- Fans ist, hat man mal wieder die Wahl, ob man den Film nach seinen eigenen Geschmack bewertet, oder allgemein. Mein Ding ist der Film nicht, deshalb nur 2,5 Sterne. Gemacht ist der Film allerdings wirklich gut. Viele der 4 oder 5 Sterne- Kritiker haben dahin gehend Recht, dass der Film abseits des flachen Hollywoodallerleis schon etwas außergewöhnliches ist. Kunst? Ja, tendiere ich auch in die Richtung. Wie gesagt, nicht unbedingt meins, aber objektiv bewertet, kann man ruhig den Daumen heben. Szenen- und Maskenbildner haben sich hier optimal ergänzt. Die Landschaft zieht einen von Anfang bis Ende in ihren Bann und lässt einen frösteln. Obwohl Schottland so kalt ja garnicht sein soll. Anfangs überrascht die Aufteilung des Filmes in Teile, bis zu dem Moment, wo man sie auf Grund des sehr wortkargen Drehbuchs, als Handlungshilfe annimmt. Macht Tarantino ja auch ab und an. Die Unterbrechung der doch sehr dahingezogenen Handlung durch äußerst brutale Kampfszenen, fand ich persönlich gut. Mads Mikkelsen als "One-Eye" ist der Hammer. Kritiker, die hier bemängeln das er in dem kompletten Film nicht ein Wort sagt, haben nicht besonders viel Ahnung von Schauspielhandwerk. Abgesehen davon, fällt mir so auf Anhieb keine Rolle von Mads Mikkelsen ein, bei der er übermäßig viel quasselt. Allein sein Gesicht (wie von einem Bildhauer gemeißelt), ist sehenswert und lässt der eigenen Phantasie genug Spielraum über die Interpretation seiner Gedanken. Wie gesagt, der Film ist handwerklich absolut top, aber eben nicht für Jedermann's Geschmack. Auf alle Fälle war es richtig, den Film in Deutschland direkt auf DVD zu veröffentlichen. Der durchschnittliche Kinobesucher geht für solche Filme nicht ins Kino.
    Jimmy v
    Jimmy v

    User folgen 126 Follower Lies die 506 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 24. Juni 2015
    Auch ich mochte "Walhalla Rising" beim ersten Schauen nicht so. Beim zweiten Mal hat sich dieser Eindruck verbessert, weil jetzt auch die Motive klarer werden. Offensichtlich ist One-Eye eine Manifestation Odins, der erkennen muss, dass seine Zeit anbricht, und er nun gehen muss - denn das Christentum breitet sich aus. Vielleicht ist er aber auch Vidar, ein Sohn Odins, der nach Ragnarök um eine neue zu erschaffende Welt streitet, wofür wiederum der Junge steht, den One-Eye am Ende rettet. Vielleicht aber ist dieser auch kein Gottesavatar, zumindest nicht wissend. Der Film bietet jedenfalls einige Interpretationsmöglichkeiten, die diesen Kunstfilm in seiner Konsequenz zu einer Parabel auf jedwedes Weltenende macht. Es ist interessant Interviews von Winding Refn zu lesen, der einen Science-Fiction-Film im Wikingergenre machen wollte. In dieser Hinsicht ist ihm das allerdings nicht so gelungen. Die Fähigkeit des Bootsbaus und der Entdeckung wirken dazu etwas zu gepresst und gewollt, gehüllt in einen großen Mantel von Langsamkeit, der manchmal wirklich zu viel des Guten ist - gerade in der zweiten Hälfte dann. Dieser Film lebt von seinen Gleichnissen über das Weltenende, die sehr gut in Szene gesetzt wird, ohne viel Aufwand zu betreiben. Dafür stehen die Landschaften, die drei Gruppen (traditionelle Wikinger, christanisierte Wikinger und Indianer). Aber so ist es eben auch kein Historien- oder Abenteuerfilm. Zu wenig Details. So auch bei den Figuren, wo es trotzdem etwas tiefer hätte gehen können, gerade bei den Nebenfiguren. Ich habe absolut nichts gegen "Aussagen" hinter den Filmen, aber oft wirkt es zu gepresst. So eben auch hier. Lohnt's sich trotzdem? Ja! Voraussetzung ist genügend Sitzfleich und eben eine Faszination für großartige Landschaftsaufnahmen - und brutale, raue, dadurch aber irgendwie ästhetische (wenige) Kampfszenen. Fazit: "Walhalla Rising" ist ein riesiges Symbol - kein Abenteuer-, Action- oder selbsternannter Sci-Fi mit Wikingern.
    IMATZ
    IMATZ

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    4,5
    Veröffentlicht am 12. September 2014
    Ein starkes Werk erwartet den Zuschauer mit "Walhalla Rising". Es kommt herausragend "anders" daher. Mythisch, ja. Mitunter mysteriös. Auch psychedelisch. Aber vor allem dem äußeren Anschein und Gewand völlig entgegengesetzt: inhaltsvoll! Zumindest für den Zuschauer, der das Geschehen für sich beginnt (ein) zu ordnen und letztlich zu interpretieren. Eine rauhe Welt der Heiden. Es droht eine dunkle, gewaltsame Christianisierung. Ein Mann und ein Junge. Ihre Flucht und Reise entwickelt sich zu ihrer persönlichen Apokalypse. Die Vision eines heiligen Landes vor sich, eingehaucht durch fehlgeleitete, christliche Missionierer und Krieger, wird eine neue, unbekannte Welt erreicht. Manch einer wähnt sich in der Hölle. Ironischerweise sind es eben diese "Männer Gottes", Feind und Freund zugleich, die ihn, das Einauge, von einer Hölle weg (dem Christentum) in die nächste bringen. Aber ist diese Welt wirklich eine Hölle, auch für Einauge? Vielmehr scheint sie sich als Apokalypse, als Offenbarung, als "Lüften des Schleiers" zu entpuppen. Jeder muss sterben, ja. Aber kommt es darauf an, wie man abtritt? Hat die persönliche Apokalypse eine Bedeutung? Ja, denn es gibt jemanden, der sie erlebt und überlebt: der Einzige, der das Leben gewählt hat - der Junge. Jenseits aller Sündhaftigkeit und fehlgeleiteter Ideologien geht er, nicht angstfrei, aber mutig, den Weg der Wahrheit bis zum Schluß - und endet buchstäblich vor einem Meer voller Möglichkeiten, während sein Märtyrer sich seinem verdienten Gericht stellt - erhobenen Hauptes. Fazit: Ein starker, fast als Kunstwerk anmutender Film mit einer für mich spirituellen Sprengkraft. Rare Ware.
    RocketSwitch
    RocketSwitch

    User folgen 10 Follower Lies die 136 Kritiken

    0,5
    Veröffentlicht am 1. November 2013
    Ich begreife Filme als Unterhaltungsinstrument, wobei es durchaus Filme gibt, die Kunst darstellen. Ich habe 300 fünf Sterne und Pacific Rim vier Sterne gegeben. Ich mag Comicverfilmungen und wenn es intellektueller werden soll will ich Filme wie Memento oder Oldboy sehen. Das mir Walhalla nicht gefallen hat ist, denke ich, fast schon vorbestimmt gewesen. Walhalla Rising ist Kunst in Perfektion. Bei Kunst liegt die Schönheit im Auge des Betrachters. Der Film ist gut gemacht und man kann bestimmt tonnenweise interpretieren und erkennen. Aber dafür muss man sich drauf einlassen. Dazu hatte ich jedoch keine Muße. So bleibt dem Zuschauer jedoch nichts anderes übrig als sich erbarmungslos zu langweilen. Das Erlebnis gleicht einem stummen Dokumentarfilm der auch - Männer, die ins Nichts starren - heißen könnte.
    nada-
    nada-

    User folgen 13 Follower Lies die 120 Kritiken

    5,0
    Veröffentlicht am 29. Dezember 2012
    In "Valhalla Rising" werden nicht viele Worte gewechselt, stattdessen bedient sich der Film urtümlicher Bilder, um seine Geschichte vorzutragen. Der Film ist nur so interessant, wie es einem gelingt, sich selber einzubringen. Gelegenheit und Ansätze, sich seine eigenen Gedanken zu machen, bietet die Erzählung ausreichend. Empfindet man es als müssig, das Mysterium ergründen zu wollen, dem man sich gegenübersieht, wird man sich zu Tode langweilen. Ich finde Nicolas Winding Refns Darstellung faszinierend, seinen Stil berauschend und Mads Mikkelsen als stumme, einäugige Urgewalt eine der aufregendsten Hauptfiguren meiner jungen Filmvergangenheit.
    kobi l.
    kobi l.

    User folgen 1 Follower Lies die 37 Kritiken

    4,5
    Veröffentlicht am 4. März 2012
    Bei der Qualitätseinschätzung dieses Films existieren offenbar nur die beiden Extreme sehr positiv bzw. negativ. Unbestreitbar jedoch ist die ungeheuerliche Innovation der Aufmachung ( mag man sie nun bejahen oder verneinen - egal ). Der kontemplative Inszenierungsstil, welcher sich beizeiten durch äußerst gewalttätige Szenen unterbrochen sieht, hat im unvergleichlich konsequenteren Stoizismus des Protagonisten seinen Gegenpol. Die wandelnde Inkarnation Odins ist unschwer in ihm zu erkennen. Dehnt man den Interpretationsradius noch etwas weiter aus, so erkennt man in dem ( blonden! ) Jungen seinen Lieblingssohn Balder wieder, der durch die Initiative des Gottes des Feuers Loki mit einem Mistelpfeil erschossen wurde. Loki wird hieraufhin als wildes Tier in einem Käfig gefangen gehalten. Hier erfährt die konventionelle Geschichte jedoch eine Kehrtwendung; der einäugige Odin wird zu Beginn gefangen gehalten ( seine in rot gehaltenen Visionen können sowohl die Farbe des Blutes darstellend als auch die des Feuers = Loki ), er scheint trotz seiner zur Schau getragenen Gleichgültigkeit nicht Herr der Lage. Wäre eine Wandlung vom gefangenen Loki, der auf sein Opfer ( Balder ) verzichten muss, um sich in Odin ( der ebenfalls für zur Selbstaufopferung bereit wäre, um sein geliebtes Kind zu retten ) zu transformieren möglich? Die anarchistisch anmutende Umkehrung dieser Interpretation würde sich ebenfalls mit der eher vagen Zeitangabe ( um das Jahr 1000 ) und dem leicht anachronistischen Bezug zu den Kreuzzügen hinsichtlich der nordischen Stämme decken... Ein außergewöhnliches Machwerk, zu dem nur individueller Zugang möglich ist.
    CrashX
    CrashX

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    4,0
    Veröffentlicht am 15. Januar 2012
    Ich habe mir diesen Film auf BluRay gekauft, da ich mir versprach etwas anderes zu erleben, als den normalen Filmstoff aus Hollywood. Ich muss sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde. Der Film wirkt zwar etwas verstörend, jedoch kommt der für mich geniale Mads Mikkelsen ("Adams Äpfel", "Dänische Delikatessen") gut als der stumme Krieger OneEye bzw. Einauge rüber. Der Film lässt Interpretation zu und zeigt zu den Teilweisen brutalen Szenen, echte Botschaften. Als ein Europäischer Film echt gut gelungen und für mich eine gelungene Abwechslung zu den teils echt Einfallslosen Produktionen aus den USA. Danke Nicolas Winding Refn ("Drive", Pusher Trilogier) für den Ausflug in ein Kunstwerk, welches ein Film sein sollte. Geschmackssache bleibt es natürlich, jedoch wer ein bisschen Abstand von den Hollywood-Produktionen braucht - Bitte sehr.
    schildi
    schildi

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    4,5
    Veröffentlicht am 29. Dezember 2011
    Valhalla Rising ist ein Sehr intensiver Film, der mir nach dem anschauen noch einige Tage im Gedächtnis geblieben ist. An sich wird im Film nicht viel geredet, doch das hat mich keineswegs gestört. Wunderschöne Bilder der Umgebung, gute Story und manchmal ist der Film auch ziemlich blutig. Wer auf einen Film wie 300 gehofft hat, wird bitter entäuscht sein. Wer sich aber mal auf etwas neues einlässt, könnte gefallen an diesem Streifen finden.
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