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    The Irishman
    Kritik der FILMSTARTS-Redaktion
    4,0
    stark
    The Irishman

    Gar nicht cool!

    Von Björn Becher
    Mehr als zehn Jahre versuchte Martin Scorsese vergeblich, das Sachbuch „I Heard You Paint Houses“ von Charles Brandt über den angeblichen Mafia-Killer Frank Sheeran und das spurlose, bis heute ungeklärte Verschwinden des mächtigen Gewerkschaftsbosses Jimmy Hoffa zu verfilmen. Bei den alteingesessenen Studios bekam er einfach die nötige Finanzierung nicht zusammen. Bis dann Netflix einsprang, angeblich 159 Millionen Dollar auf den Tisch legte und Scorsese einfach machen ließ. Wenn man sich den fertiggestellten „The Irishman“ nun anschaut, leuchtet dabei auch sofort ein, warum jedes traditionelle Hollywood-Studio einen solch großen Bogen um das Projekt gemacht hat.

    Das liegt nämlich weniger an der nur einige Minuten lang wirklich auffallenden, aber im Vorfeld viel diskutierten Technik, mit deren Hilfe die in die Jahre gekommenen Stars ihre Figuren in verschiedenen Altersstufen spielen können. Stattdessen geht es ganz allgemein um das Konzept des Films: Scorsese verweigert sich nämlich nicht nur einem klassischen Drei-Akt-Aufbau, sondern erhebt die Zähigkeit regelrecht zum Programm. Wo in seinen früheren Filmen wie „Casino“, „Departed: Unter Feinden“ und natürlich vor allem „GoodFellas“ das Gangsterdasein immer auch eine gewisse Coolness innewohnte, ist es hier ein dröges, langweiliges und vor allem (selbst-)zerstörerisches Handwerk. Passend dazu verzichtet Scorsese auch noch komplett auf Action. Mit durchaus bissigem Humor demaskiert er die Männer im Mittelpunkt der Geschichte. Der Gangsterabgesang ist so – nicht nur wegen der sehr stolzen Laufzeit – durchaus anstrengend, aber nichtsdestotrotz unbedingt sehenswert.

    Mafiosi, die von Kindern gemocht werden möchten.


    Der Lastwagenfahrer Frank Sheeran (Robert De Niro) verdient sich in den 1950er Jahren nebenbei ein wenig Geld, in dem er ein Teil des Edelfleisches von seiner Ladefläche unter der Hand an Mafiosi verkauft. Als er es dabei immer weiter übertreibt, fliegt er auf, doch der windige Anwalt Bill Bufalino (Ray Romano) haut ihn raus. Zudem stellt er Frank seinem Cousin vor: Russell Bufalino (Joe Pesci) ist der Kopf einer Mafiafamilie in Pennsylvania und versorgt den loyalen Iren Sheeran zunächst mit einfachen Jobs. Doch eines Tages fängt Sheeran an, für Bufalino „Häuser zu streichen“, also Morde zu begehen (bei denen das Blut der Opfer wie Farbe an die Wände spritzt).

    Die Mafia arbeitet eng mit der Gewerkschaft der Lastwagenfahrer und ihrem die riesigen Renten-Geldtöpfe der Arbeiter verwaltenden Boss Jimmy Hoffa (Al Pacino) zusammen. Russell macht Frank zum Mann an Hoffas Seite, eine Art Bodyguard und Vertrauter. Doch als John F. Kennedy 1961 das Präsidentenamt antritt, fängt die Beziehung zwischen dem Lastwagenfahrerboss und der Mafia an zu bröckeln. Denn die Italiener hievten mit ihrem Geld JFK ins Weiße Haus, doch dessen Bruder und Justizminister Robert (Jack Huston) macht nun trotzdem Jagd auf den korrupten Gewerkschaftler. Immer deutlicher werden die Spannungen zwischen der Mafia und dem sich für unantastbar und übermächtig haltenden Hoffa – und Frank sitzt zwischen den Stühlen. Denn sowohl Bufalino als auch Hoffa sind für ihn längst nicht mehr nur Mentoren, sondern auch Freunde…

    Doppelt hält besser


    Martin Scorsese versieht „The Irishman“ gleich mit einer doppelten Rahmenhandlung: Da sitzt einmal der mehr als 80 Jahre alte Frank Sheeran vereinsamt in einem Altersheim und denkt über sein Leben nach. Die zweite Rahmenhandlung ist ein Road-Trip quer durch die USA, den der mehr als 60 Jahre alte Sheeran, sein Mentor Russell Bufalino und ihre Ehefrauen gemeinsam unternehmen – offiziell zu einer Hochzeit, doch wer sich mit der Geschichte auskennt, ahnt schnell, auf welches zwar historisch nicht bestätigte, aber von Scorsese als real präsentierte Ereignis diese Reise zusteuert.

    In Rückblenden wird unterdessen die eigentliche Geschichte erzählt, wobei die Klammer mehr als eine handlungsrahmende Funktion hat: Sie unterstreicht auch die Kernaussagen von Scorsese, denn die Altersheim-Episode illustriert mit dramatischem Effekt, wie wenig cool und ertragsreich das Gangsterleben für diesen nun allein im Rollstuhl vor sich hinvegetierenden Mann war. Der Road-Trip macht denselben Punkt hingegen auf augenzwinkernde Weise deutlich: Da beobachtet die übrigens grandiose Kamera von Rodrigo Prieto („Brokeback Mountain“) den großen Mafia-Boss Bufalino, der nicht einmal ein Rauchverbot im Auto durchsetzen kann und immer wieder untätig am Straßenrand herumstehen muss, wenn die Frauen mal wieder auf eine Pause bestehen.

    Eine Diskussion unter Freunden.


    „The Irishman“ ist eine knallharte Demaskierung des Gangsterlebens. Wenn etwa neue Nebenfiguren auftauchen, wird schon ihre Vorstellung mit einer kurzen Bildunterschrift versehen, wann und wie sie später einmal ihr Ende finden werden. Und das ist meist alles andere als schön: Verbrechen lohnt sich eben nicht! Daneben entlarvt Scorsese die Gangster immer wieder als einsam. Familien wenden sich ab, echte Freundschaften gibt es nur wenige, da können noch so viele Gäste zu jeder Feier kommen und einem zulächeln. Fast schon absurd wirken die hilflosen Versuche von Bufalino, Sheerans Töchter dazu zu bringen, ihn zu mögen. Aber selbst sein Patenkind geht zu ihm auf Distanz.

    Diesen Charakter eines Schwanengesangs unterstreicht Scorsese zudem, indem er dem Gangsterleben konsequent jede Form von Coolness entzieht, weshalb der Film bisweilen auch etwas zäher und dröger als etwa „GoodFellas“ wirkt. Am Ende sitzen halt auch die Mafia-Bosse viel da und reden dummes Zeug. Das ist wenig aufregend (oder zumindest weniger aufregend, als es uns Hollywood in „Scarface“, „Der Pate“ und Co. immer wieder glauben machen wollte) – und genau so zeigt es Scorsese auch. Aber bevor „The Irishman“ tatsächlich zu langweilen droht, findet Scorsese doch immer auflockernde Momente. So ist „The Irishman“ auch überraschend humorvoll, etwa wenn sich Scorsese genüsslich über die teils absurden Formulierungen oder die dahingenuschelten Worte der Mafiosi lustig macht.

    Nach dem Kopfschuss zum Minigolf


    Auf Action verzichtet Scorsese hingegen konsequent: Die zahlreichen Morde von Sheeran sind daher zwar ausgesprochen brutale, aber auch nur wenig Sekunden kurze Einschübe – zwei Schüsse in den Kopf, spritzendes Blut, Waffe entsorgen und weiter geht es mit dem eigentlichen, wenig glamourösen Leben auf dem Minigolfplatz oder der Bowlingbahn. Selbst die Spannungsschraube zieht Scorsese nie wirklich kräftig an. Zum einen versucht er gar nicht erst, Sheeran als irgendeine Art von Identifikationsfigur aufzubauen, zum anderen bringt er ihn auch kaum einmal in bedrohliche Lagen.

    Zum Konzept des Filmemachers gehört es auch, dass er dem Zuschauer immer wieder bewusst die Orientierung raubt, indem er etwa nicht immer klar macht, wie viele Jahre jetzt gerade wieder verstrichen sind. Bis auf eine markante Schlüsselstelle verzichtet Scorsese zum Beispiel auf konkrete Datumsangaben zu Beginn einer Szene. Stattdessen überlässt er es dem Zuschauer, sich selbst zurechtzufinden und gibt ihm dabei vor allem im Hintergrund ablaufende TV-Nachrichten als Hinweise. Und natürlich das Erscheinungsbild der Hauptdarsteller.

    Die Figuren staunen über die Nachrichten. Wir wissen, wann der Film spielt.


    Viel wurde im Vorfeld über die Verjüngungstechnik berichtet und diskutiert. Selbst Scorsese-Vertraute äußerten die Befürchtung, dass ein Fehler an dieser Stelle den ganzen Film ruinieren könnte. Doch in Wahrheit spielt die Technik nun eine überraschend kleine Rolle: Ja, De Niro als junger, Kriegsverbrechen begehender Soldat in seinen Zwanzigern und als Fleisch stehlender Truckfahrer Mitte 30 ist gewöhnungsbedürftig und die Technik ist noch immer längst nicht perfekt. Doch das sind einmal ein paar Sekunden, einmal ein paar Minuten in einem dreieinhalb Stunden langen Epos.

    Die meiste Zeit über sind die Figuren allerdings deutlich älter. In diesen Szenen wird die Technik so subtil eingesetzt, dass sie schnell vergessen wird und man gar nicht mehr dran denkt, dass De Niro ja mittlerweile schon Mitte 70 und nicht mehr Mitte 50 ist. Am befremdlichsten ist da am Ende eher, dass Pescis Bufalino immer wieder De Niros Sheeran wie einen Sohn behandelt, obwohl beide Darsteller im wahren Leben ja in einer Altersklasse sind.

    Keine Überraschung: Der Cast ist grandios!


    Dass die Technik kaum eine Rolle spielt und die meisten Zuschauer sie schnell komplett vergessen haben dürften, hat auch mit den sensationellen Darstellern zu tun. Erst einmal muss man ganz allgemein loben, wie perfekt selbst kleinste Nebenrollen gecastet sind – von Comedian Ray Romano als redseliger Anwalt über Schauspiellegende Harvey Keitel und „Breaking Bad“-Fiesling Jesse Plemons bis hin zu zahlreichen schon aus Scorseses Mafia-Serie „Boardwalk Empire“ bekannten Darstellern wie Stephen Graham, Domenick Lombardozzi, Jack Huston oder Bobby Cannavale.

    Aber natürlich sind es am Ende die drei großen Stars im Zentrum, denen das meiste Lob gebührt – und man weiß gar nicht so recht, wen man denn da nun besonders herausstellen soll: Robert De Niro (Oscars für „Der Pate 2“ und „Wie ein wilder Stier“), der in jeder Szene ist, den Film trägt, seiner Figur so unglaublich viele Facetten verleiht? Joe Pesci (Oscar für „GoodFellas“), der einmal mehr diese ganz besondere Präsenz hat, diese Mischung aus ernster Bedrohlichkeit und komischer Leichtigkeit, die man in dieser Form nur von ihm kennt? Oder doch Al Pacino (Oscar für „Der Duft der Frauen“), der nun doch noch zum allerersten Mal für Scorsese vor der Kamera steht und dabei an den meisten der herausragenden Momenten beteiligt ist? Denn im Gegensatz zu den meist eher zurückgenommen spielenden De Niro und Pesci darf Pacino dem Affen so richtig Zucker geben und als Jimmy Hoffa wunderbar poltern und brüllen.

    Nach dem Präsidenten der mächtigste Mann Amerikas: Jimmy Hoffa.


    Am Ende sind einfach alle drei sensationell. Aber statt sie hier mit noch mehr (berechtigtem) Lob zu übergießen, sollen an dieser Stelle daher noch ein paar Worte über eine Schauspielerin verloren werden, die viele Zuschauer womöglich sogar übersehen werden, deren Figur am Ende aber die einzige ist, die Scorsese zumindest mit einem Hauch von Sympathie zeichnet: Anna Paquin („True Blood“) hat nur wenige Minuten Leinwandzeit und füllt diese fast nur mit stechenden Blicken (teils aus dem Szenenhintergrund) aus. Trotzdem ist sie für den Film unglaublich wichtig. Denn sie verkörpert das Symbol für die Kernaussage des Films über alte Männer, die einfach nur zerstören und am Ende vor einem Scherbenhaufen stehen, den man nicht mehr kitten kann.

    Fazit: Mit „The Irishman“ dekonstruiert Martin Scorsese den von ihm selbst über Jahrzehnte maßgeblich mitbefeuerten Mafia-Mythos. Das ist lang, bisweilen sogar zäh, aber insgesamt vor allem saustark.

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    Kommentare

    • TheBladeRunner
      Liest sich sehr gut.DankeEs gibt sogar ein Trailer mit einer deutschen Synchronisation. Leider hatte Joe Pesci nicht seine deutsche Stimme (Mogens von Gadow) Ich hoffe die ändern das noch!Dank Netflix ist dieses Werk entstanden! Hollywood und die Filmstudios sollten sich schämen! Ich glaube der hätte in den Kinos viel eingespielt.
    • Luksman
      Ich habe den Film gestern im O-Ton geschaut und was soll ich sagen: Ein Meisterwerk!Der Film ist wunderbar inszeniert, unheimlich verschachtelt und ruhig erzählt und erinnert mich an das Kino von früher. Wie Scorsese diese Geschichte erzählt ist Kino, wie ich es liebe. Jede Szene hat ihren Stellenwert und die Bilder und Schauspieler können atmen. Ich habe schon lange nicht mehr so einen ruhigen Kinosaal erlebt. Man hängt diesen Leinwandlegenden einfach an den Lippen.Apropos Legenden. Wie lang habe ich darauf gewartet De Niro und Pacino nochmal in einem Film gemeinsam zu sehen. Righteous Kill klammere ich mal aus und zähle nur Michael Manns Meisterwerk Heat dazu. Es ist eine wahre Freude diesen beiden Legenden zuzusehen. Ob die kleinen Nuancen, wo einfach nur ein Blick reicht oder in Pacinos Hasstiraden - alles sitzt. Und seien wir ehrlich, niemand flucht so schön wie Pacino :)De Niro ist der Anker und gleichzeitig auch der rote Faden, der mit seinem eher zurückhaltenden Schauspiel durch den Film trägt. Aber bei diesen 3 Schwergewichten hat für mich vor allem Pesci rausgestochen. Denn er spielt hier nicht seine typische cholerische Rolle wie in Goodfellas oder Casino, sondern eher einen in sich gekehrten Mafiosi, mit dem man es sich trotzdem nicht verscherzen sollte. Pesci macht aus ganz wenig, extrem viel. Toll, dass er sich hat überreden lassen (Der Legende nach wurde er 50x gefragt) aus seinem verdienten Ruhestand nochmal vor die Kamera zu treten.Das digital-de-aging fällt einem zu Beginn noch auf, man gewöhnt sich aber sehr schnell daran und es stört überhaupt nicht. Auch das Make-Up der älteren Versionen von Sheeran oder Buffalino ist herausragend.Man wirft Scorsese ja häufig vor, Gewalt und das Leben als Mobster zu glorifizieren. Dieser Filme ist die absolute Antithese. Er hat für mich etwas von Erbarmungslos von Clint Eastwood und Es war einmal in Amerika. Ein Abgesang auf das Leben als Mobster, der vollkommen verlassen von seinen Freunden und vorallem der Familie einsam stirbt.Wie Scorsese es schafft 210 Minuten, wie 90 Minuten wirken zu lassen ist echt der Wahnsinn und nicht zuletzt auch dem Schnitt seiner Cutterin Thelma Schoonmaker zu verdanken. Timing, Musik, Kamera - alles passt. Ein Film wie aus einem Guss.Was bleibt abschließend zu sagen? Ich schätze ein dickes DANKESCHÖN an Netflix. Ohne Netflix hätte dieser Film wohl nie das Licht der Welt erblickt, denn er wäre für die Filmstudios garantiert ein Flop geworden, das ist schade aber bei der aktuellen Lage der MCU-Filme etc. nur verständlich.
    • Björn Becher, FILMSTARTS.de
      Pacino und Co. liefern auf ganzer Linie. Steht so auch in der Kritik ;)
    • Björn Becher, FILMSTARTS.de
      Die Aussage Aber wenn ich lese: Am Ende sitzen halt auch die Mafia-Bosse viel da und reden dummes Zeug. Frage ich mich FS: Was habt ihr denn von einem Mann wie Scorsese erwartet? verstehe ich nicht. Was hat das mit Erwartungen zu tun, wenn ich beschreibe, was Scorsese genau zeigt (und was er ja auch zeigen wollte)?
    • TheBladeRunner
      Ich werden den Film nicht mit anderen Mafia Filmen vergleichen. Bin schon auf Scorsese's Arbeit gespannt. Auf Papier (Handlung) liest sich alles hervorragend. Bin als Film Fan mehr als Glücklich, diese Konstellation in so ein Film noch zu erleben!Die ganze FS Kritik von the Irishman habe ich fast bewusst verzichtet. Aber wenn ich lese: Am Ende sitzen halt auch die Mafia-Bosse viel da und reden dummes Zeug. Frage ich mich FS: Was habt ihr denn von einem Mann wie Scorsese erwartet? Tarantino oder sogar auch ein Hitchcock haben es auch so gemacht. Das ist acting auf sehr hohem Niveau! Es mag die Leute geben die so denken...Aber ohne jemanden zu ärgern, glaube ich, dass man diese Kunst Film nicht versteht. Wenn man Leute wie De Niro, Pacio oder Pesci dabei zusieht, muss das ein Erlebnis sein! Die Männer sind in der Lage jede Szene mit Mimik und Gestik und mit ihre Präsents zu versüßen.Update: Hab den mir gestern in Englischer Sprache und Deutschen Untertitel angesehen. Ein wirklich Großartiger Film! Bin mit hohen Erwartungen rein gegangen..Und wurde nicht Enttäuscht. Ein Hauch von Goodfellas.Schon beeindruckend, wie Scorsese das mit der Spielfilmlänge gemeistert hat. Das kam mir alles viel kürzer vor, weil der Film spannend und Stark inszeniert worden ist. Der Film ist wie aus einem Guss. Wie ein guter Wein, der besser und besser wurde. Pacino, de Niro und Pasci waren hervorragend. Jeder ist hier ein Highlight. Sonst sind alle Nebendarstellern perfekt besetzt. Auch H. Keitel in einer kleinen Rolle zeigt eine enorme Präsents. The Irishman ist für mich nicht nur ein grandioser Mafia Film, er geht sogar ein Schritt weiter.Die Verjüngerungstechnik haben die gut hinbekommen. Man gewöhnt sich schnell daran. Später hatte ich die Technik vergessen. Für manche kann der Film in wenigen stellen etwas langatmig sein. Ich hab aber jeden Szene genossen! The Irishman ist Kino-Kunst in sehr hohem Niveau. Scorsese kann es immer noch..und wie er das kann!5/5!
    • HalJordan
      Nachdem in diesem Jahr schon einige fragwürdige FS-Kritiken erschienen sind, ist meine Vorfreude ungetrübt. Nach allem was ich sonst so gehört habe, müssen Pacino & Co. auf ganzer Linie abgeliefert haben. Ich kann mir eher vorstellen, dass heutzutage die Menschen Probleme mit solchen extrem langen Filmen haben. Epen, die weit über drei Stunden gehen, findet man heute kaum noch.
    • Gravur51
      Dochdoch, denen kann man ruhig ihre 5 Sterne geben. Und Joker seine wohlverdienten 2.5 :)
    • Meier Müller
      Tut mir leid, wollte nicht so dreist klingen, aber Filme sind für mich ein sehr emotionales Thema.Was ich nur merkwürdig finde, ist folgendes. Du sagst es selbst: Scorsese ist für viele der größte Filmschaffende unserer Zeit. Merkwürdig, dass aber kein Film von ihm hier auf dieser Seite von 2002 an volle 5-Sterne bekommen hat, obwohl in nahezu allen Listen von seriösen Filmseiten mindestens 1 seiner Filme unter den Top-10 der Dekade sind. Im gleichen Zeitraum bekommen aber gewisse Regisseure automatisch mindestens 4 Sterne für ihre Filme (das ist zumindest hier bei Tarantino so). Da muss man sich schon fragen, woran das liegt.Natürlich mache ich meine Meinung nicht von Filmlisten abhängig, aber ich schaue mir gerne die Listen an. Manchmal entdeckt man halt Perlen, die man nicht kannte. Und jeder hat stückweit einen Bias, das ist einfach so.Mich interessiert sowieso seit geraumer Zeit (und das meine ich ohne Ironie), welche Qualifikation diese Kritiker auf dieser Seite besitzen. Sind das irgendwelche Stundenten, die hier einfach in die Tasten hauen oder sind das wirklich Leute, die wirklich auch die Qualifikation mitbringen, Filme kritisieren zu können? Wenn da jeder Hampelmann eingestellt wird, der bei McDonalds mal Burger gewendet hat, dann würden mich diese teils wirklich merkwürdigen Kritiken nicht wundern. Das wäre wirklich mal interessant zu wissen.Und ja, vielleicht haben das einige Leute als Pöbelei empfunden. Aber ich hab doch wenigstens etwas Leben hier in die Bude gebracht. Die meisten schreiben hier ja immer so schön differenziert-sachlich. Ist doch gut, wenn auch mal ein Elefant im Porzellanladen vorbeischaut.
    • Meier Müller
      Weißt du wie viele Filme als Blaupause andere Filme hatten und trotzdem geniale Meisterwerke waren? Was erwartest du denn auch? Soll man jetzt The Departed nicht seine 5 Sterne geben, weil es eine Neuverfilmung von Internal Affairs aus dem Jahre 2002 ist? Es gibt gute Neuverfilmungen und auch schlechte. So wie es nicht gemacht werden sollte, hat Spike Lee mit Oldboy gezeigt oder die amerikanische Verfilmung von Ziemlich beste Freunde. Kann ich nicht nachvollziehen, deine Kritik.
    • Tom
      Die ganze Diskussion hat sich erübrigt mit dir. Du hast halt keine Ahnung, sorry.:D Ok.
    • Tom
      Willst Du irgendwie provozieren oder was genau ist Dein Problem? Natürlich muss auch ein Tarantino sich an seinen früheren Werken messen lassen, wenn gleich die Latte da für mich niedriger hängt als bei Scorsese. Das OUATIH ein Meisterwerk war nur Ironie, habe bei Deiner Argumentation jetzt doch Angst, dass Du das nicht erkannt hast. Ich mag zwar beide, aber Scorsese ist für mich einer der Besten wenn nicht sogar der Beste Regisseur aller Zeiten. Du kannst nicht differenzieren und pöbelst hier rum. Braucht niemand der eine vernünftige Diskussion führen möchte.Und wow, richtet sich Dein Filmempfinden echt nach Listen, die andere zusammenstellen? Bedauerlich, höchst bedauerlich.Und nur mal für Dich: bei den besten Filmen der letzten Dekade wäre auch in meiner Liste WOWS dabei.
    • Santi
      Naja,die Kritiken wäre nicht alle gleich, da es ja dennoch erlaubt ist am Ende seine persönliche Einschätzung zu geben. Hölle, wenn Joker soviele Parallelen zu Taxi Driver aufweist, dann könnte man ein ganzes Essay verfassen in dem man beide Filme analysiert, gegenüberstellt und diese mit einander vergleicht (sei es filmisch, soziokulturell etc). Man kann die Unterschiede ausarbeiten und so weiter und so weiter. Es gibt genug Möglichkeiten etwas individuell zu analysieren ohne dabei zu klingen wie jeder andere. Filmstarts hat dazu aber einfach nicht die Möglichkeiten, weil sie sich mit der Materie selbst gar nicht auskennen, sondern eben einfach nur Schreiberlinge sind, ohne nennenswerten Bezug zu Film, Kino oder sonstiges. Wärs anders, dann würden sich auch die Kritiken anders lesen. Im Falle von Joker wäre es schon genug gewesen den Film zu analysieren und dann am Ende noch einen Absatz mit der subjektiven Meinung, dass der Film für den Autor zu sehr an Taxi Driver angelehnt ist und er diesen deshalb nicht genießen konnte, zu schreiben. Das Endfazit ist aber dadurch wesentlich differenzierter. Es mag Filme geben die alles richtig machen und dennoch manche Leute nicht abholen (es gibt tatsächlich Leute die Herr der Ringe nicht mögen z.B), aber dann ist es umso wichtiger aufzuzeigen was der Film alles richtig macht. Dadurch wird die subjektive Meinung nämlich nochmal stärker hervorgehoben. Eine gute Kritik sollte keine Meinungsmache sein, sondern informieren. Bei Filmstarts lese ich mir die Kritiken grundsätzlich nur durch wenn ich den Film schon gesehen habe, weil wie man diese Spoilerfrei schreibt wissen sie leider auch nicht.Edit: Danke für den Tip am Ende ;)
    • Larry Lapinsky
      Zitat Björn Becher: Am Ende sitzen halt auch die Mafia-Bosse viel da und reden dummes Zeug. Na, dann hat der Film ja beste Chancen, zumindest Quentin Tarantinos Lieblingsfilm 2019 zu werden. Für mich hingegen sieht's düster aus. Wollte ihn gern im Kino sehen, aber - wie's momentan laut Ankündigungen (?) aussieht, kommt er z. B. in Hamburg nur in 2 Kinos sporadisch, nicht mal jeden Tag der Woche, frühestens um 20.00 Uhr rum und ausschließlich in OF-Fassung. In Bremen und Hannover GAR nicht. Das ist natürlich perfide Absicht und da bin ich als Provinzler dann raus. V. a. wenn die tatsächlich nur dummes Zeug (und dann noch ausschließlich auf Englisch) reden. Synchronisiert Netflix dann überhaupt für seinen Stream vernünftig (so mit Christian Brückner und Co.)? Es ist ja auch die Frage, ob sich das für die lohnt, wenn sie sämtliche anderen Verwertungsketten (z. B. Blu Ray) auch ausschließen und der Film bei denen vielleicht auch nicht mal der Straßenfeger der breiten Kundenmasse wird ... Hab gehört, dass es den ach so hochgelobten Roma von Cuaron auch nur im OmU gibt - stimmt das? Ich gucke ja (bisher) kein Netflix ...
    • Sentenza93
      Ich freue mich trotzdem drauf. Selbst wenn nicht viel passiert, und das Ding 3 1/2 Stunden dauert...Ich bin mir sicher, dass einen die Story, der Cast und alles weitere bestens bei der Stange halten.
    • sven
      Ich verstehe was du meinst, wenn man Filme allerdings nur noch nach den objektiven Tatsachen bewerten würde hätten doch alle Kritiker dieselbe Meinung und das fände ich persönlich schon etwas langweilig. Wie gesagt, die Kritiken hier entsprechen auch oft nicht meiner Meinung, aber ich finde wenn man sein subjektives Empfinden gut belegen kann, hat es einen größeren Mehrwert (für mich) als zB fünf Kritiken die alle objektiv sind und dasselbe sagen. Die Lion King-Kritik hier fande ich zB absolut überflüssig, da in dem Text die ganze Zeit nur von der tollen Technik gesprochen wurde (objektiver Punkt) aber so gut wie gar nicht auf die Leistungen der Sprecher eingegangen wurde (subjektiv). Aber kennst du die Filmanalyse von Wolfgang M. Schmitt? Das wäre vielleicht was für dich, da du ja auch den soziokulturellen Kontext angesprochen hast. Kann ich dir auf jedenfall nur empfehlen, da ich glaube, dass du da eher auf deine Kosten kommst. :)
    • Larry Lapinsky
      Jep!!!
    • Meier Müller
      Dann sollte man zukünftig nur noch mit sehr empfehlenswert, empfehlenswert und nicht empfehlenswert bewerten. Die Nuancierung checkt doch sowieso niemand. Kein Mensch kann aus dem Stegreif heraus verstehen, warum ein Film 1 Stern, 0,5 Sterne oder 1,5 Sterne wert sein soll...
    • Meier Müller
      Außerdem habt ihr The Dark Knight im Nachhinein auch hochgeratet!!!!!!!In einer früheren Version dieser Kritik hatte „The Dark Knight nur 4,5 von 5 Sternen. Nachdem wir uns den Film in Vorbereitung auf die Pressevorführung von „The Dark Knight Rises noch einmal angesehen haben und er in den vergangenen vier Jahren nichts von seiner Kraft verloren hat, stand für uns aber endgültig fest, dass hier die Höchstwertung absolut verdient ist.
    • Rem Lezar
      Ich helfe wo ich kann
    • Deliah C. Darhk
      Warum?Millionen Fliegen können sich doch nicht irren!
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