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Heat
Durchschnitts-Wertung
4,4
1136 Wertungen - 68 Kritiken
75% (51 Kritiken)
10% (7 Kritiken)
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Deine Meinung zu Heat ?

68 User-Kritiken

Angelo D.
Angelo D.

User folgen 5 Follower Lies die 236 Kritiken

5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 30.10.13

Eine Wucht die für mich unerreicht bleibt! "Heat" ist zeitlos und meiner Meinung nach der beste Thriller rund um das Thema "Räuber und Gendarm". Was für Leistungen von den Schauspielern zu sehen ist, vor allem von De Niro und Pacino aber auch von den anderen, ist meisterhaft. Dieser Film hat einfach alles was ein absolutes Meisterwerk haben muss und ist keine Sekunde unglaubwürdig, übertrieben oder langweilig. Drei Stunden königliche Unterhaltung. Fazit: Überragender Meilenstein den man sehen muss!

sander90
sander90

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5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 07.06.11

Wieso ist "Heat" von Michael Mann aus dem Jahre 1995 eine besondere Perle? Weil das Werk ein brilliant inszeniertes Action-Drama mit einem Meisterregisseur hinter der Kamera und zwei der herrausragendsten Schauspielern der Filmgeschichte auf dem bis dato letzten Höhepunkt ihrer Karriere darstellt? Ja, aber nicht nur deshalb! Selten wurde die Absurdität ( im phil. Sinne) der menschlichen Existenz so stilvollendet in einem Hollywood Blockbuster auf die Leinwand gebannt. Zur Handlung: Bankräuber Neil McCauley (DeNiro) ist ein Perfektionist wenn es um seine Berufung geht. Mit seinen Bandenmitgliedern führt er der Reihe nach erfolgreich lukrative Coups im Großraum Los Angeles durch. Nachdem ein neues Mitglied beim jüngsten Raubversuch durchdreht und einen unbewaffneten Polizisten ermordet ihnen der fanatische Cop Vincent Hannah (Pacino) auf den Fersen. Hannah hat eine Frau und eine Stieftochter. Vordergründig ein harmonisches Leben, doch Hannah ist getrieben davon seinem nächsten Ziel hinterherzujagen. Sein Familienleben ist nur zweitrangig. McCauley hat zwar keine Familie, jedoch sind beide Einzelgänger und finden nur Sinn in ihrer Arbeit. Was unterscheidet beide nun? Hannahs Arbeit als Cop gleicht der Strafe des Sisyphos ,einen Felsbrocken immer und immer wieder einen Berg hinaufzutragen, denn ist der eine Verbrecher gefasst steht auch schon der nächste parat. Rastlos rast er von Ziel zu Ziel ohne jemals Befriedigung oder geschweige denn ein höheres Ziel zu erlangen. McCauley will nach seinem letzten großen Coup mit seiner neugewonnenen Freundin auf eine Insel auswandern um fern von der Arbeit sein Leben geniessen zu können, das ist das Ziel und der Sinn, welches er seinem Leben gegeben hat. Aber ist dies nicht ein unerreichbares Ideal? Eine Idee die sich jeder Mensch in einer ähnlichen Form entwickelt hat? Der Schrecken der ewigen Arbeit wird durch den Schrecken der Langeweile ausgetauscht, weswegen beide Charaktere doch Brüder im Geiste sind, da Ihnen dieses Dilemma bewusst zu sein scheint. Die Frage die sich jeder selber beantworten muss ist, ob das Ende nun als Neils Scheitern oder als seine Erlösung anzusehen ist. Keine Frage dürfte sich nach der Bewertung dieses Werkes stellen: ein Meisterwerk!

schreibmaschine
schreibmaschine

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1,5enttäuschend
Veröffentlicht am 01.07.09

Was hier dargestellt wird, sind zwei archetypische Männlichkeitsbilder, die an keiner einzigen Stelle gebrochen werden.
Es geht um animalische Instinkte, die die Männer zu großen Vaterfiguren machen, wenn sie in der Lage sind, die Triebe unter die Kontrolle von Vernunft und Moral zu bringen.

Die potenz und Macht der beiden wird an keiner Stelle hinterfragt.
Die beiden werden wie folgt eingeführt: Der eine beim ficken, der andere bei einem Überfall als logistisches Großhirn. Wenn sie nicht ihren Schwanz in der Hand haben, haben sie eine Waffe in der Hand, was aufs selbe hinausläuft.

Das Scheitern der Figuren wird nur dadurch begründet, dass ihre Entscheidungen nicht anerkannt werden: die Frau von Val Kilmer geht nicht zu ihrem Mann zurück, weil sie eben zu blöd ist und die eindeutige Sinnfälligkeit der Entscheidung und ihre Verantwortung als treusorgende Ehefrau und emotionale Stütze nicht anerkennt. "Der sensible Chris würde an der Trennung zerbrechen – und doch kann er nicht anders, als weiterhin für McCauley zu arbeiten und der Spielsucht zu frönen."
Der Geldtransporterüberfall scheitert, weil einer von denen seine Triebe nicht unter Kontrolle hat.

Der Film erzählt uns nicht, dass die Vaterfiguren scheitern, sondern, dass die Welt im Chaos versinkt, weil sie nicht mehr auf die Väter (=Führer) hört. Und das ist ein Thema, das vielleicht vor 120 Jahren neu war (vgl. August Strindberg: Fräulein Julie, 1888).

Die Frauen sind ebenso archetypisch dargestellt: als Heimchen am Herd, als Sexobjekt, als emotionale Stütze, wo man(n) auch mal weich sein kann und als große Verführerinnen, die die Männer ins Verderben stürzen. (vgl. "Der Sündenfall" In: Die Bibel, 1.Mose 2.3, ca. 1000 v.Chr.)
Die Frauen bewegen sich überhaupt nicht in dem Film. Sie stehen, sitzen oder liegen und sehen gut aus. (Wenn sie mal rennen, dann nur in die Arme von Männern.) Sie sind IMMER zu Hause (unterwegs NUR in Begleitung ihrer Männer) und warten auf das Erscheinen ihrer Männer, ihre Anrufe, sie kochen für sie, lassen sich vögeln und kümmern sich um die Kinder. Sie schmelzen dahin, wenn ihre Männer sie als Lustobjekte bezeichnen (Eady ist ein bißchen abgestoßen, dass ihr Freund ein Mörder ist, aber als er ihr sagt, dass er sie liebt, da KANN sie gar nicht anders und kommt mit.)
Die Unzufriedenheit der Frauen rührt einzig daher, dass sie ihre Frauenrolle nicht richtig ausüben können, weil die männer nie zu Hause sind. Somit wird die Frau hier nur über den Mann definiert. Allein kann und will sie nicht existieren.
Die einzige Frau, die aus der zugeschriebenen Rolle versucht auszubrechen, ist die von Val Kilmer. Und das dieser Ausbruch zutiefst verwerflich ist, muss man nicht erklären, oder? Das ist eben der klassische Sündenfall. Zumal sie ihrem Kind den Vater raubt und wo das hinführt, sieht man an Natalie Portman - das Mädchen, das verzweifelt ihren Vater sucht, ihn nicht findet und sich deshalb umbringt (es zumindest versucht).

Ebenso männlich ist die Kameraführung: der Blick von oben auf die Stadt, die Close-ups auf die stehenden Männer, ansonsten Totale auf Männer in Bewegung, Inszenierung von Frauen als Standbilder, Inszenierung von Autos, Fluzeugen, Waffen usw., die alle von Männern gelenkt werden.

Diese Väterverherrlichung als Führerverherrlichung hat schon beinahe etwas Faschistisches.

Das Verlassen der Frauen am Ende ist eben nicht als Scheitern dargestellt, sondern als Pflichterfüllung. Die beiden müssen jeweils ihren Auftrag zuende führen, ihrer Mission, Bestimmung als übergeordnete Patriarchen folgen. Sie dürfen sich eben nicht ins Private zurückziehen, weil das nicht die Aufgabe der Patriarchen ist. Ein Patriarch muss herrschen, Entscheidungen treffen, alle anderen müssen folgen, dann funktioniert das System. Die Frauen sind hier eingesetzt als das personifizierte Private, dass man eben leider aufgeben muss, wenn man etwas wirklich Großes erreichen will.
Die Notwendigkeit ergibt sich aus der Dramaturgie des Films. Was wäre das für ein Ende, wenn sich beide in den Schoß der Familien legen würden? Dann würden sie ja ihre Machtpositionen aufgeben. Denn im Privaten = Emotionalen herrschen die Frauen über die Männer (nicht, weil sie irgendwas TUN würden, sondern weil sie die männlichen Triebe auf sich fokussieren). Die Vorherrschaft der beiden Männer begründet sich eben darin, dass sie ihre Triebe unter Kontrolle bringen und ihrer öffentlichen männlichen Bestimmung folgen.
Im Grunde liegt das ganze Übel darin, dass die Frauen die Männer nicht verstehen.

Wir haben in diesem Film also folgende Rollenverteilung:

frau - mann
objekt - subjekt
stehen - bewegen (sowohl in bewegung sein als auch andere bewegen)
privat - öffentlich
wollen - müssen
unkontrollierter trieb - kontrollierter trieb
mitfühlend - verantwortungsbewusst
= fühlen - handeln

Vorgeführt wird eine Welt, die kaputt geht, weil die Macht der Väter nicht mehr anerkannt wird.

Botschaft: Das kommt davon, wenn man die Paten entmachtet.

Fazit: Haarsträubend chauvinistisches Heldenepos. Trotzdem die 3, weil handwerklich einwandfrei gebaut, gefilmt, gespielt.

Taubenschlag
Taubenschlag

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2,0lau
Veröffentlicht am 01.02.09

So, jetzt habe ich endlich zeit gefunden. Jetzt gibt es keinen Ausweg mehr, jetzt hab ich wirklich einmal 3 stunden zeit, um mich dem so durchweg euphorisch bewerteten Film zu widmen. Ich bin voller Vorfreude, und:ich werde belohnt, klasse erste szene, durchdachter raubzug bis ins detail. So kanns weitergehn, und, so gehts leider nicht weiter. Ich bin wahrlich kein mensch, der Action einer guten, sich aufbauenden story vorzieht, doch der anfolgende teil ist ganz einfach zäh und voller längen, gespickt mit unnötigen nebenhandlungen wie der Ehekriese Pacinos oder der Romanze um De Niro. Das zieht den Film nur unnötig in die Länge, naja ein Lichtblick, das feine Cafegespräch der Kontrahenten, doch dann plätschert alles wieder vor sich hin. nach gut anderthalbstunden ist für mich zeit, den stecker zu ziehn, so stelle ich mir einen spannenden Filmabend zweier Leinwandlegenden nicht vor. wenn ich eine wirkliche hetzjagd mit guter handlung und starken darstellerleistungen sehen möchte, dazu gewürzt mit raschen actionszenen und raffinesse, sehe ich mir lieber zum xten mal Auf der Flucht an, als mich von diesem "Werk" einschläfern zu lassen. Das klappt mit diesem Streifen traurigerweise nicht einmal so gut wie mit der gesegneten ZDF-Serie "Der Alte".

schonwer
schonwer

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4,5hervorragend
Veröffentlicht am 02.03.17

Michael Mann's dreistündiger Film "Heat" zählt für sehr viele als "der Klassiker des Kriminalfilms". Das versteht man auch wenn man den Film sieht. Dieser ist in fast jeder Hinsicht perfekt. Der einzige Abzug ist dafür, dass hier und dort paar Längen auftauchen. Al Pacino und Robert De Niro spielen sensationell und dieses Duell zwischen den beiden ist verdammt spannend und macht Spaß anzusehen. Die Kameraführung ist top und die Inszenierung ist so gut. Diese ist kalt, macht das ganze super spannend und gibt dem Film einfach Stil. In den Actionszenen geht es dann hier und dort auch ziemlich hart zu und "Heat" bietet auch so eine grandiose Szene nach der anderen. Sei es die Banküberfallszene (welche übrigens Christopher Nolan inspirierte für seinen Film "The Dark Knight") oder die bekannte Restaurantszene. Manche Szenen erinnern sogar an die Spielereihe "Grand Theft Auto". Fazit: Famos besetzt, grandios inszeniert, sehr spannend und hart.

ToKn
ToKn

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5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 12.11.15

Jetzt, 20 Jahre nach Erscheinen, habe ich mir zum x-ten mal den Film reingezogen und bin immer noch begeistert über einen Film, der auch heute noch (und das ist meine felsenfeste Überzeugung) die Kinokassen klingeln lassen würde. Der damaligen Zeit angepasst, seiner Zeit voraus und auch heute noch zeitgemäß. Schauspieler mit Furchen im Gesicht, oberste Schauspielkunst, top besetzt bis in die kleinste Nebenrolle, passende Musik, spektakuläre Kameraführung und ein aphrodisierendes Setting. Keine Sekunde zu lang. Actionthriller ist für meine Begriffe ein oft missbrauchter Begriff, weil eines von beiden meistens auf der Strecke bleibt, "Heat" ist und bleibt ein Synonym für die Kunst beides gekonnt zu verbinden. Selten hat man mit Verbrechern so mitgefiebert um am Ende dann doch zufrieden zu sein, dass das Gute gesiegt hat. In 20 Jahren schreibe ich die nächste Kritik zu "Heat", für meine Enkel. Ganz klar 7 von 5 Sternen!

mickemann
mickemann

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5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 10.10.15

Nachdem ich ein begeisterter Fan des Films "Collateral" bin, war ich sehr interessiert an einem der früheren Filme Michael Manns. "Heat" bietet sich geradezu an. Es gibt viele Gründe zu sagen, dass dieser Film ein wahres Meisterwerk ist. Zunächst wären für mich die Hauptdarsteller schon Grund genug gewesen diesen Film als Meisterwerk zu sehen. Pacino und de Niro stellen einfach so den restlichen Cast in den Schatten. Für mich ist die Szene, wo Pacino und de Niro in einem Café sitzen, ein Höhepunkt der Filmgeschichte. Dieser Dialog und der ehrliche gegenseitige Respekt füreinander ist einfach nur genial. Val Kilmer spielt ebenfalls gut, geht aber im Vergleich mit de Niro unter. Die Inszenierung Manns ist genial und jedes Bild ist stimmig eingefangen. Wer Action und Tiefgang so gut zusammenbringt ist einfach ein sehr guter Regisseur. Mein Fazit: Actionreicher intelligenter Film, bei dem de Niro und Pacino glänzen!

Cursha
Cursha

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4,0stark
Veröffentlicht am 09.04.15

Zwar ist Heat ein guter Film mit tollen Hauptdarstellern aber dennoch finde ich ihn stark überbewertet.

NOACKR_MOVIES
NOACKR_MOVIES

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3,0solide
Veröffentlicht am 22.11.14

Heat. Hitze. Aha. Naja der Film ist ok. Er hat gute Action ist teilweise spannend, verliert sich aber auch oft in nebengeschichten der Charaktere. Etwas was mich besonders gestört hat: ich sehe Al Pacino lieber als Bösewicht, wie Robert DeNiro das hätte dem Film einen schliff mehr gegeben. Drei Sterne für das und für das Ende!

Atombutterblume
Atombutterblume

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5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 15.11.14

"Heat" verspricht mit seiner phänomenalen Besetzung und einer Story, die über fast drei Stunden geht, einen überragenden Film. Zum ersten Mal in der Filmgeschichte stehen sich Al Pacino und Robert De Niro als Feinde gegenüber - und das hat es in sich. Im Film wird beinahe eine Hassliebe zwischen den beiden Hauptcharakteren Vincent Hanna (Al Pacino) und Neil McCauley (Robert De Niro) dargestellt, die aber ganz offensichtlich für beide kein Grund zur Gnade ist. Die Story von "Heat" ist extrem tiefgehend und mit seinen 171 Minuten keine Sekunde zu lang. Die Spannung wird stets oben gehalten, was den Film nie langweilig oder monoton werden lässt. Während des Streifens fallen außerdem immer wieder Sätze und Zitate, die den Zuschauer nachdenklich machen und die ihm im Kopf bleiben. Besonders intensiv ist die Szene, in der sich Al Pacino und Robert De Niro in einem Café gegenüber sitzen und bei einem vermeintlich simplen Gespräch ein weltklasse Dialog entsteht. Sowohl Al Pacino als auch Robert De Niro legen hier ein gewaltiges Brett an schauspielerischer Leistung hin und sind beide, wie gewohnt, absolut cool. Man hat auch nicht wirklich das Gefühl, dass der Eine dem Anderen die Show stiehlt - im Gegenteil. Zusammen sind diese beiden Schauspieler einfach unschlagbar und ohne Zweifel auf einem Niveau. Fazit: "Heat" ist mit Sicherheit kein lockeres Popcornkino sondern, dank einer grandiosen Story, ein sehr anspruchsvoller Film, dem zwei der besten Schauspieler aller Zeiten mit ihren Leistungen die Krone aufsetzen.

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