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Henri IV
Durchschnitts-Wertung
2,7
18 Wertungen - 9 Kritiken
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Deine Meinung zu Henri IV ?

9 User-Kritiken

movieman71
movieman71

User folgen Lies die 10 Kritiken

2,5
Veröffentlicht am 15.02.11
Henri 4 ist eine zweischneidige Sache. Da wären als Erstes die Schauspieler, von denen einige vor sich hin chargieren, als wäre dieser Historienbrocken die neueste GZSZ-Folge. Hannelore Hoger z.B spielt die olle de Medici mit stoischen Dialogzeilen, ohne erkennbare Emotion,und auch die sonstigen Darsteller des französischen Königshauses geben eher den Eindruck eines royalen Irrenhauses. Die Damen des Filmes scheinen auch nur dabei zu sein, um sich zumindstens Einmal komplett zu entkleiden, und ihre Oberweite in die Kamera zu halten, jeder mittelmäßige Porno wäre froh,über diesen Brüste-Overkill. Die zweite Seite des Filmes ist allerdings erfreulicher, denn immer wenn Jo Baier das Schwert auspackt, sieht man, etwas wehmütig, Was aus diesem Film hätte werden können, wären die 20 Millionen nicht nur in die opulenten Schlachtszenen geflossen. Diese sind tatsächlich gelungen, auch wenn man sich ein wenig zu sehr im Blut und Erde wälzt. Ein Film also, dessen Wort-und Handlungsfetzen durch gut aussehende Schlachtsequenzen zusammen gehalten werden, immer wenn Jo Baier Geschichte erzählen will, scheitert er an seinem Cast.
Kino:
Anonymer User
2,5
Veröffentlicht am 31.03.10
Was um Himmels Willen bewegt deutsche Produzenten zu derartigen Projekten? Sicherlich verdient die Romanvorlage des in Vergessenheit zu geraten drohenden Heinrich Mann eine Würdigung, doch ist dies hier keine. Ambitioniert ist noch das Beste, was man zu ihr sagen kann. Und das liegt nicht zuletzt an der Besetzung der Hauptdarsteller, die den Charme von Castinggewinnern verbreiten - hübsch, gebleechte Zähne, modische Intimfrisur und bemühtes Spiel... Was hat das nun mit der historischen Vorlage zu tun, die zum Biopic des guten König Heinrich verkam? Das brutale Massaker an über 30000 Menschen, die anschließende Gefangenschaft des Königs von Navarra, die amour fou zu Margaux - all das wurde zur Nebensache - abgehandelt. Heinrich Manns Botschaft, sein Aufruf zum radikalen Humanismus, ist hier kaum noch zu erahnen, geschweige denn nachzuvollziehen. Dabei ist die Inszenierung nicht unschuldig - man kann heute nicht mehr eine derartige Schwarz-Weiß-Malerei betreiben! Die dekadente Sippe der Medicis wurde bis zur Schmerzgrenze überzeichnet, die hugenottischen Gutmenschen blieben brav und blass. Für wie einfältig wird der Zuschauer denn gehalten? Und die Akteuere? In den Nebenrollen glänzen Ulrich Noethen und Hannelore Hoger, andere verdiente Schauspieler haben nicht die geringste Chance, so klein ist ihr Part. Fazit: Ich weiß nicht, wie lang es her ist, dass ich die "Bartholomäusnacht" angeschaut habe, aber die faszinierende Persönlichkeit Henris IV. ist mir seitdem präsent geblieben - dank des eindringlichen Spiels Daniel Auteuils - dabei war er dort eine Nebenfigur - dieser Henri ist schon jetzt Geschichte...
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 28.03.10
Wenn man sich auf diesen Film einzulassen bereit ist, dann erschließt sich einem auch die Klasse dieses Films. Selten habe ich einen so "undeutschen" Film aus Deutschland gesehen. Allein die Bilder sind wie Gemälde, die Schauspieler sind grandios (Ulrich Noethen ist nicht umsonst für den Deutschen Filmpreis nominiert). Hans Zimmer, der die Musik machte, wird ebenfalls aufgrund der Qualität des Films zugesagt haben. Der Film hat lediglich aufgrund seiner doch deutlichen Länge nicht volle 10 Sterne verdient. Man muss allerdings auch zugestehen, dass ein 1500 Seiten straker (und hoch komplexer) Roman wahrscheinlich nur schwer unter 2/12 Stunden adäquat zu verfilmen ist... Dass der Film auf sehr geteilte Meinungen stößt, zeigt für mich nur, dass es Zuschauer gibt, die die Klasse des Film erkennen, wärend andere dies nicht tun. Nicht ohne Grund ist Heinrich Manns Roman (der teilweise bis zum Wortlaut der Dialoge widerzuerkennen ist) ebenfalls kein "Bestseller". Ich fühlte mich jedenfalls sehr gut unterhalten und wünsche mir in Zukunft mehr solcher Filme.
Kino:
Anonymer User
1,0
Veröffentlicht am 12.03.10
Ich erwarte von solch einem Historiendrama ein gewisses Maß an Sachlichkeit: dass die politische Dimension des französischen Religionskrieges deutlich wird, dass Strategien und Ziele klar ausgesprochen werden, und dass die Charaktere ihre Rollen im historischen Kontext spielen. Die erste (französische) Inszenierung der Bartholomäusnacht (mit Isabelle Adjani) leistete diese Anforderungen. Jo Baiers Film leider nicht. Stattdessen ertränkt er Politik und Strategie in einem unnötigen Blutbad, von dem mir regelrecht schlecht wurde. Hier, so ist mein Eindruck, wird eher die teuflische katholische (Medici-)Familie gezeigt als das Land Frankreich dieser Zeit. Solch gruselige Reality-Filme sollte man besser von der Kino-Leinwand verbannen und auf RTL 2 zeigen.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 10.03.10
Komme eben aus dem Kino und meine Freundin und ich stehen noch ganz unter dem positiven Eindruck, den Henri 4 wider Erwarten bei uns hinterlassen hat. Ich habe die beiden Romane, auf denen der Film basiert, nicht gelesen und auf Grund der schlechten Kritiken keine besondere Erwartung gehegt. Ich hätte fast ein beeindruckendes Filmerlebnis versäumt! Voraussetzung ist sicherlich, Interesse an bzw. Liebe zu Filmen mit historischem Thema zu haben. Kostüme und Kulissen kommen faszinierend authentisch rüber. Die Schauspieler, allen voran der mir bis dato unbekannte Julien Boisselier, sind überzeugend und so charismatisch, daß man mit ihnen mitfühlt, was für mich immer ein Kriterium eines guten Films ausmacht. Die story wird so packend erzählt, daß ich die Länge des Films nie als solche empfunden habe und nicht einmal die dringend notwendige P.....pause eingelegt habe.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 08.03.10
Komme eben aus dem Kino und meine Freundin und ich stehen noch ganz unter dem positiven Eindruck, den Henri 4 wider Erwarten bei uns hinterlassen hat. Ich habe die beiden Romane, auf denen der Film basiert, nicht gelesen und auf Grund der schlechten Kritiken keine besondere Erwartung gehegt. Ich hätte fast ein beeindruckendes Filmerlebnis versäumt! Voraussetzung ist sicherlich, Interesse an bzw. Liebe zu Filmen mit historischem Thema zu haben. Kostüme und Kulissen kommen faszinierend authentisch rüber. Die Schauspieler, allen voran der mir bis dato unbekannte Julien Boisselier, sind überzeugend und so charismatisch, daß man mit ihnen mitfühlt, was für mich immer ein Kriterium eines guten Films ausmacht. Die story wird so packend erzählt, daß ich die Länge des Films nie als solche empfunden habe und nicht einmal die dringend notwendige P.....pause einzulegen gewagt habe.
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 06.03.10
Als König setzte Henri IV. mit seinem Edikt von Nantes das Recht auf Glaubensfreiheit in Frankreich durch. Aufgrund seiner toleranten Haltung inmitten ideologischer Machtkämpfe wählte Heinrich Mann die Figur Henris als Protagonisten zweier Romane in den 1930er Jahren, die Jo Baier als Vorlage dienen. Mann sah in dem Monarchen eine geeignete Projektionsfläche humanistischer Ideale, um literarisch mit der Diktatur des Nationalsozialismus abzurechnen. Baiers Verfilmung soll als Allegorie auf gegenwärtige Glaubenskonflikte verstanden werden, Protagonist Henri als vernunftgeleitete Gegenfigur zu machthungrigen Glaubensfanatikern. Leider kommt der politische Aspekt unter dem Gewicht der epischen Erzählung nur in Ansätzen zur Geltung. Gerade am Beispiel der Bartholomäusnacht wird der ganze Wahnsinn des Konfliktes deutlich, doch wird die blutige Episode zu schnell abgehandelt, um Spuren im Bewusstsein der Zuschauer zu hinterlassen. Im Bemühen, das gesamte Leben Henris in einem Film zu erzählen, nimmt sich die Geschichte bisweilen nicht die Zeit, um dessen Entwicklung vom Feldherrn zum modernen Staatsmann greifbar zu machen. Dennoch gelingt es dem Film, das Interesse am Schicksal des Protagonisten bis zum Ende aufrechtzuerhalten. Das liegt in erster Linie am charismatischen Hauptdarsteller Julien Boisselier sowie der Regie Baiers. Dessen Inszenierung ist mal roh, mal sinnlich und reißt den Zuschauer mit ihrer Dynamik immer wieder mit. So überzeugt "Henri 4" eher aufgrund seiner handwerklichen Qualität, als durch den intendierten Gegenwartsbezug.
Kino:
Anonymer User
0,5
Veröffentlicht am 25.02.10
... weder zu Zeiten des alten Frankreichs, noch zu heutzutage. Fans der hochgeistigen Unterhaltung sei dieser Film nicht zu empfehlen. Laienhafte Darsteller und Dialoge bei denen einem nach Lachen und Weinen zu mute ist vermießen einem bereits den halben Film. Dafür reiht sich eine skurile Szene an die nächste: Zwei höfische Damen aus Italien reißen nach Frankreich... und werden beim Wildpinkeln gezeigt, Wahnsinn. Während der Belagerung von Paris öffnet sich das Tor, etwa zwei Dutzend Bauern stürzen nach draußen, fressen etwa eine Minute Dreck und rennen wieder in die Stadt, ach ja. Statt die Charaktere aufzubauen und die Geschichte anzutreiben wird etwa alle 20 Minuten eine Sex-Szene des Protagonisten gezeigt - hey, das ist ja wenigstens etwas. Und mein Highlight: Die "Finale"-Schlacht wird gar nicht mehr gezeigt, sondern nur ein Zelt von ihnen, dazu ordentlicher Krach und Schreie... ging da dann doch das Budget vorschnell aus? Wenn wir schon bei dem Thema Schlachten sind: Nein, auch Freunde großer Kämpfe werden nicht wirklich bedient. Drei Dutzend Statisten auf beiden Seiten und ein Kameramann der auf seinem Instrument anscheinend Stepptanz tanzt lassen einem auch gar keinen Spaß... Zusammenfassend: Der Film ist langweilig, grotesk und bietet bei allem Unglück nicht einmal was fürs Auge. Selten hab ich in einem Film schlecher gewählte Landschaften gesehen, Frankreich hat da doch bestimmt mehr zu bieten - Geschichte kann man doch bestimmt besser vermitteln als mit so einem Machwerk.
Kino:
Anonymer User
1,0
Veröffentlicht am 23.02.10
...bin ich aus einem Kinofilm gegangen, aber heute hielt mich nach knapp 2 Stunden nichts mehr auf dem Sitz. Dann hatte ich die belanglosen Charaktere und lieblos aneinander gereihten Szenen satt. Zwar kann die Leistung der Schauspieler als "okay" bezeichnet werden, aber sie verpufft, angesichts ihrer unglaubwürdigen Handlungen. Mit keiner Figur man sich auch nur annähernd identifizieren kann, und nicht einmal deren Tod löst die gewünschten Emotionen aus. Die Wege der Hauptfigur wurden zwar hier und da mit malerischen Landschaften und historischen Gebäuden (das alte Paris hatte meines Erachtens eine wunderbar düstere Atmosphäre) optisch ansprechend dargestellt, aber die Sprunghaftigkeit zwischen den Orten sorgte bei mir nur für Verwirrung. Zudem erhielten ansich unwichtige Details, wie die Schürzenjagd des Henri, mehr Filmzeit als essentielle Dinge wie die Verbindung der Charaktere zu ihrer Religion und ihrem Volk. So wirkt auch so große Schlacht-Szene am Ende, in der sich Hugenotten und Franzosen gegenüberstehen, unstimmig und zusammenhangslos. Alles in allem bin ich von diesem Film nur peinlich berührt worden, und bezweifle dass er auch nur annähernd die Produktionskosten einspielen wird. Mich hat es zum Glück nur die 4,50 Euro für die Sneak Preview gekostet, und nach vielen Film-Highlights in den letzten Jahren war es auch verschmerzbar, einmal eine "Niete" gezogen zu haben.
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