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The Commuter
Durchschnitts-Wertung
3,4
135 Wertungen - 15 Kritiken
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Deine Meinung zu The Commuter ?

15 User-Kritiken

TorMarci
TorMarci

User folgen 3 Follower Lies die 94 Kritiken

2,5
Veröffentlicht am 24.12.18
Als ich damals den Trailer gesehen habe und er mein Interesse auf den Film geweckt hat, wollte ich mir den Film nicht entgehen lassen. Story: Michael MacCauley ist Versicherungsmakler und kurz vor der Rente. Wie jeden Tag fährt er mit dem Zug zur Arbeit und erfährt dort, dass er gekündigt ist. Als er dann den Zug wieder zurück nach Hause nimmt, spricht ihn eine ominöse Frau an und fragt ihn, ob er ihr nicht einen Gefallen tun könnte, für welchen er eine Menge Geld bekommen würde. Michael geht auf den Gefallen ein, doch merkt schnell, dass wenn er den Gefallen nicht schafft (eine Person im Zug zu finden) nicht nur sein Leben, sondern auch das seiner engsten Verwandten in Gefahr ist. Soweit erstmal zur Story. Der Film baut sich soweit gut auf und folgt auch einem roten Faden. Von diesem weicht er bis zum Schluss nicht ab, auch wenn es eins, zwei Abweichung gibt, die aber nicht weiter ins Gewicht fallen. Am Anfang wird ein gewisses Grundszenario aufgebaut, welches den Film über Sinn ergibt und auch bis zum Ende erzählt wird, wodurch man das Handeln verschiedener Personen nachvollziehen kann. Dennoch gibt es insgesamt zu viele Figuren, welche keinen richtigen Hintergrund bekommen, wodurch man als Zuschauer an der Stange gehalten wird, da jeder der Personen in Frage kommt, es aber für die spätere Auflösung irrelevant wird. Ohne größer zu spoilern kann man sagen, dass dem Film einfach einige Überraschungsmomente fehlen und insbesondere zum Ende raus er sehr vorausschaubar und 0815 wird. Schade hier wäre um einiges mehr drin gewesen, da man es bei Filmen wie Non-Stop besser gemacht hat. Die Story lebt bis zur Auflösung alleine von der Spannung, da man als Zuschauer nie genau weiß, was als nächstes passieren könnten und wohin der Film gehen wird. Klar man hat einige Vorahnungen und wenn man sich kurz Zeit nimmt und drüber nachdenkt kommt man auch schnell auf die Auflösung, aber grundsätzlich ist das soweit in Ordnung. Ab der Mitte des Films weißt er dann auch einige erzählerische Schwächen auf und es macht auch nicht mehr alles so Sinn, wie noch am Anfang des Films. Neben Logikfehlern in der Erzählweise, kommen auch nicht wirklich gut animierte Kämpfe dazu, wodurch die Story schon drunter leidet. Das Ende bzw. die Auflösung ist leider komplett missraten und ist auch nicht wirklich originell erzählt. Das Tempo, welches der Film am Anfang hat, fällt zum Ende hin komplett und es wird zu einem standardmäßigen Thriller, welchen man so schon gefühlt 1000 x gesehen hat. Ich würde soweit gehen und sagen, dass es einer der schlechtesten Ende war, welche ich je gesehen habe. Es hat eine gewisse Art von Trash schon und da spielen neben den schlechten Effekten, auch einige Logikfehler mit ein. Daneben gibt es noch das Vorausschaubare und den eher schlecht erzählten Antagonisten, wodurch man auch am Ende einiges hätte weg lassen können, um die Story besser zu machen. Schade hier wäre um einiges mehr drin gewesen, wenn man das ganze erzählerisch anders aufgebaut hätte. Es fehlt dem Film an allen Ecken und Kanten und am Ende kann man sagen, dass er einfach nicht stimmig wird. Wenn man mich fragt was ich an der Story mag, kann ich nur sagen, der Anfang ist soweit gelungen und das Grundszenario auch, aber den Rest hat man schon zu oft gesehen und Überraschungsmomente gibt es auch keine, wodurch einfach zu viel Potenzial liegen gelassen wurde, Note: 4+ Schauspieler: Hier haben wir das Beste mit am ganzen Film. Ich sehen Liam Nesson unglaublich gerne und vor allem in Non-Stop hat er mir sehr gut gefallen. Auch hier macht er nicht wirklich viel falsch, nur insbesondere zum Ende wird seine Figur bzw. seine Geschichte zu schlecht weiter erzählt und da reicht auch seine schauspielerische Leistung nicht mehr ganz so aus. Dafür kann er aber nicht wirklich was, daher fällt das hier nicht all zi sehr ins Gewicht. Neben ihm gibt es eine Menge an Figuren, welche alle ihre Rolle soweit gut spielen, aber dennoch hinter ihren Möglichkeiten bleiben, da die Story nicht viel mehr her gibt. Die anderen Schauspieler gehen neben Liam Nesson schon ein wenig unter, wodurch die Leistung der anderen auch nicht so leicht zu bewerten ist. Da alle aber ihre Sache soweit völlig in Ordnung spielen, haben wir hier mit das Beste am Film. Note: 2 Action/Spannung: Ich fange mal mit der Spannung an. Wie bei jedem Thriller ist die Spannung mit das Wichtigste am ganzen Film. Auch hier gibt es von Anfang an eine Grundspannung die bis zur Auflösung auch immer weiter steigt, da man als Zuschauer wissen möchte, wie der Film ausgehen wird und wer den nun die Person ist, die gefunden werden muss. Nach der Auflösung fällt die Spannung ab und steigt dann auch nicht mehr wirklich, was meiner Meinung nach auch nicht schlimm ist, da der Film vorher komplett von der Spannung lebt. Dem Film fehlen zum Ende hin einfach die Überraschungsmomente, wodurch man noch einmal hätte Spannung erzeugen können. Schade hier hätte man mehr raus holen können. Aber an sich kann man sagen, dass es das Beste am Film ist, da es den Film trägt und er schafft die Zuschauer so bei der Stange zu halten. Kommen wir zur Action. Bis zur Mitte hin sieht die soweit gut aus und macht für einen Thriller soweit auch Sinn. Zum Ende wird es aber wirklich mies. Neben physikalischen Logikfehlern gibt es noch eine Menge schlechte CGI, welches dem Film wirklich schadet, da man eher schmunzeln muss, als das die Action gut anzusehen ist. Hätte man hier, wie oben bereits erwähnt das ganze anders erzählt, wäre auch um einiges mehr drin gewesen. So schadet es dem kompletten Film und es macht auch keinen großen Spaß sich das Anzuschauen. Daher gebe ich das erste mal in dem Bereich zwei Noten. Die Spannung bekommt von mir eine 2, da sie bis zur Auflösung wirklich mit das Beste ist, aber die Action- und Kampfszenen bekommen von mir tatsächlich eine 5+, weil das ist wirklich ganz mies und wirklich nicht gut. Note: 3 Gesamtnote:3 Schade hier wäre um einiges mehr drin gewesen. Das Grundszenario ist stimmig und auch Liam Nesson macht Spaß beim Anschauen. Aber leider hat man es sich selber mit einer eher schwächeren Story und komplett missratenen Actionszenen versaut. Am Ende ist es ein durchschnittlicher Thriller, ohne große Überraschungsmomente und Wow- Momenten. Hätte man sich mehr getraut und das Ganze anders erzählt, wäre um einiges mehr drin gewesen.Bleibt am Ende die Frage, wem ich den Film empfehlen kann. Empfehlen kann ich den Film allen Liam Nesson Fans. Allen anderen würde ich eher Non-Stop raten, oder einen anderen Film von ihm.
Justus H.
Justus H.

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2,0
Veröffentlicht am 15.10.18
Ich muss zugeben, dass ich skeptisch bin, wenn die Filmstarts- und die User-Kritiken weit auseinanderklaffen und bin dazu geneigt zu denken, dass der Filmstarts Rezensent ja auch mal einen schlechten Tag haben kann. In diesem Fall hätte ich aber besser auf die Fachmeinung vertrauen sollen, denn der Film ist unterdurchschnittlich und wird hier von der Community überbewertet. Die Story ist ziemlich an den Haaren herbei gezogen, aber auch wenn man sich auf die Story einlässt, ist die Logik löchrig wie ein schweizer Käse, nur um die nötigen Plottwists herbei zu führen ohne die der Film wirklich nichts mehr zu bieten hätte. Trotzdem ist der Film ziemlich vorhersehbar damit das typische Hollywoodschema nicht vernachlässigt wird und die Action ist zu großen Teilen auch übertrieben. Von meiner Seite aus ist der Film keine Empfehlung.
ToKn
ToKn

User folgen 5 Follower Lies die 509 Kritiken

2,0
Veröffentlicht am 11.09.18
Hatte Mühe dahin zu kommen, wo der Film endlich Fahrt aufnimmt, interessanter und beweglicher wird. Das war ziemlich lange und… hat sich nicht so richtig gelohnt. Die Story-Line ist arg unglaubwürdig, wird zum Ende hin dann ziemlich überschaubar, weil sie sich zum allgemeinen Einheitsbrei entwickelt, wie in anderen Thrillern auch. Irgendwie fehlt der große Schock-Moment und am Ende ist dann auch alles Friede, Freude, Eierkuchen. Selbst Frau und Sohn sind am Ende vor Ort, was auch schon in vielen anderen Filmen gleichen Genres ziemlich unglaubwürdig ist. Erinnert mich vom Filmaufbau her alles so ein bisschen an die „Alarmstufe Rot“-Filme und an die ersten beiden „Die Hard“-Teile, bloß das es damals gleich richtig zur Sache ging. Das finale Action-Paket, was einen allerdings wach bleiben lässt, ist ziemlich überzogen, habe die CGI-Technik schon besser im Einsatz gesehen. Ich muss zugeben, dass mir alle vier Filme in der Zusammenarbeit Liam Neeson und Regisseur Jaume Collet-Serra nicht so recht gefallen. Richtig überzeugen konnte mich der Film nicht und so manch eine positive Kritik ist für mich nicht ganz nachvollziehbar.
Melanie W.
Melanie W.

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3,0
Veröffentlicht am 13.06.18
Der Film an sich ist natürlich Dank Liam Neelsen wieder einmal gut gespielt. Es hat aber lange gedauert bis der Sinn des ganzen kam.
Frank F.
Frank F.

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4,0
Veröffentlicht am 08.04.18
Guter Action Film das einzige was mir nicht gefallen hat war die völlig überzogeneSpoiler: Entgleisung des Zuges
Oli-N
Oli-N

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4,0
Veröffentlicht am 18.01.18
Inhaltlich ist schon alles geschrieben, ich verzichte mal auf Vergleiche und versuche nicht einen einfachen Actionfilm kritisch auf plausibilität zu analysieren. Ich habe mich nach der etwas zähen Einführung wirklich gut unterhalten gefühlt. Für mich absolut sehenswertes Popcorn Kino!
Markus S.
Markus S.

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4,0
Veröffentlicht am 13.01.18
Der Film fängt recht ruhig an. typisches Setting, die ersten zehn Minuten sind so naja. Man macht sich so mit den wichtigsten Figuren vertraut und nicht viel passiert und danach wird es ziemlich spanned, bis es gegen Ende in wilde, für meinen Geschmack zu wilde Action übergeht. Die beiden Prügeleien okay, wenn auch gerade die zweite für meinen Geschmack zu wild aussah (man hat nicht mehr wirklich gesehen, was gerade passiert, ein fettes Minus bei Actionszenen. Und einige Szenen waren wirklich over the top und ich meine nicht mal das Ende. das Ende eines Actionthrillers (und so würde ich den Film einfach mal nennen) muss over the top sein, also von daher sag ich da gar nichts zu. Eher so Szenen wie Spoiler: als Mike unter dem Zug hängt und auf den fahrenden Zug wieder aufspringt oder sich mit einem vielleicht mitte 30 jährigen prügelt, der ne Knarre hat und den Typen aus dem Fenster schmeißt sind ein wenig übertrieben. Das wichtigste ist, dass der eigentliche Antagonist nicht die mysteriöse Frau aus dem Anfang ist, sondern jemand, den der Zuschauer nicht ewrwartet hätte und auch die Suche nach dem Ziel im Zug ist extrem spannend. Von daher Story, gut actionszenen verbesserungswürdig. 4/5 Sternen
Isabelle D.
Isabelle D.

User folgen 16 Follower Lies die 228 Kritiken

3,5
Veröffentlicht am 12.01.18
"The Commuter" von Jaume Collet-Serra ist ein gut gemachter Thriller, spannend und unterhaltsam. Vor allem der Anfang ist stark und erzählt fast allein durch Bilder und Schnitt die gesamte Vorgeschichte der Hauptfigur Michael MacCauley. Man erfährt in diesen wenigen Minuten so viel darüber, was er für ein Mensch ist, wie sein Leben aussieht, wie seine Beziehungen zu seiner Frau und seinem Sohn sind. Und dabei wird kaum gesprochen. So geht das mit dem "Show don't tell"-Prinzip, "Ghost Story"! Leider wird der Film nach dem tollen Einstieg etwas konventioneller und wir finden uns in einem zwar gelungenem, aber doch genretypischen Thriller wieder. Wir haben den Ein-Mann-kämpft-gegen-eine-anonyme-Übermacht-Plot, die schöne, mysteriöse Unbekannte, eine Pest-oder-Cholera-Entscheidungssituation, Gewissensfragen, Versuchungen und Rätsel. Es gibt Tote. Die Gefahr für unseren Helden spitzt sich immer weiter zu. Wer ist Freund, wer Feind? Jeder könnte beides sein und nichts ist so, wie es scheint. Das ist zwar routiniert, aber dennoch packend inszeniert, und Liam Neeson zeigt, dass er auch im fortgeschrittenen Alter noch als Actionheld taugt. Und ein bisschen Sozialkritik gibt's auch, vor allem an den Banken, wegen der Finanzkrise, und dem Umgang der Politik und Gesellschaft mit der Mittelschicht. Spoiler: Am Ende löst sich die zuvor als unentrinnbar geschilderte Situation dann leider etwas zu leicht in Wohlgefallen auf. Da hätte ich mir noch etwas mehr Biss oder zumindest einen düsteren Beigeschmack oder irgendeinen Nachklang gewünscht. Aber wahrscheinlich lässt sich der Film mit Happy End besser verkaufen. Fazit: Kann man sich gut angucken.
amlug
amlug

User folgen 34 Follower Lies die 279 Kritiken

3,0
Veröffentlicht am 12.01.18
Nach dem überdrehten aber gleichzeitig auch unglaublich unterhaltsamen Hai-Thriller The Shallows mit Blake Lively schnappt sich Regisseur Jaume Collet-Serra wieder seinen Lieblingsstar Liam Neeson und inszeniert mit ihm einen Thriller, der ganz im Stile des ungemein spannenden Flugzeug-Thrillers Non-Stop daherkommt. Aber an die Klasse von Non-Stop kommt The Commuter leider nicht heran, was schlichtweg einmal daran liegt, dass ich den Flugzeug-Thriller von der Atmosphäre her schon deutlich dichter fand und im Gesamtwerk dann auch viel spannender. Das Setting im Flugzeug, das nonstop über den Atlantik fliegt und einige Menschen auf engstem Raum zusammenhält hatte etwas hochspannendes und interessantes. Es war ein cooles Konzept und die Spannung wurde clever aufgebaut. Im Zug funktioniert das nicht ganz so gut, was alleine schon einmal daran liegt, dass ein Zug, vor allem so ein Pendlerzug, gefühlt jede Minute an einer Station anhält und Leute ein- und aussteigen. Das macht das ganze Szenario leicht unübersichtlich und auch lange nicht so intensiv, wie eben so eine Story in einem Flugzeug. Allerdings muss ich The Commuter auch definitiv zu Buche halten, dass der Film dadurch wirklich sehr stressig rüberkommt und das passt sehr gut zu diesem Film. Ich konnte oft mit Liam Neesons Charakter Michael mitfühlen, der vollkommen aufgeworfen und verzweifelt war, ob seines durchaus sehr obskuren Auftrags oder der relativen Ideenlosigkeit, wie man diesen einen Menschen unter den vielen Zuggästen ausfindig machen soll. Das war auf jeden Fall interessant, da der Film hier auch, vor allem am Anfang, extrem viel Spannung aufbaute. Wir bekommen durch 5-10 großartig geschnittene Anfangsminuten unseren Hauptcharakter einfach und schnell präsentiert und ich fühlte auch sehr schnell sehr gut mit ihm mit und konnte seine Standpunkte nachvollziehen. Liam Neeson spielte dabei natürlich auch absolut souverän und seine wachsende Verzweiflung machte ihn menschlich und auch sympathisch. Dadurch, dass die Antagonisten auch sehr im Hintergrund bleiben aber dennoch unfassbar bedrohlich und skrupellos daherkommen, merkt man auch schnell, dass hier viel auf dem Spiel steht und der Film baut so hauptsächlich auch seine Spannung auf. Denn The Commuter ist wirklich ein spannender und vor allem auch mal wieder extrem kurzweiliger Film, wie eigentlich so ziemlich jeder Thriller von Collet-Serra. Das Konzept, dass man mal nicht den Täter (á la Orient-Express) sucht, sondern das Opfer und das moralische Dilemma, das sich daraus dann ergibt fand ich interessant und auch wenn ich den Twist am Ende nach einer gewissen Zeit ziemlich offensichtlich fand und der Streifen gegen Ende auch immer schwammiger und ungenauer wurde, gefiel mir der (wie immer auch überdrehte) Schluss doch recht gut. Insgesamt betrachtet fällt der Streifen aber dann doch irgendwie ein bisschen enttäuschend aus. Zwar war The Commuter, wie gesagt, spannend und kurzweilig aber der Wiederschauwert hält sich bei mir, zumindest aktuell, dann doch stark in Grenzen, was zum Beispiel bei Non-Stop nicht der Fall war. Dieser Zug-Thriller hier hat zwar einen überraschend tiefgehenden Hauptcharakter, schafft es aber nicht die zahlreichen anderen Passagiere oder die Antagonisten sonderlich interessant zu gestalten. Bei Letzteren wäre das auch nicht zwingend nötig gewesen aber so der wirkliche Punkt ihrer Absichten wirkte stark herunter gekürzt und wird am Ende letztendlich blitzschnell in einem Satz abgehakt. Auch fehlte es dem Film ein wenig an so wirklich brenzligen Szenen und verzwickten Situationen. Das sind zwar jetzt alles keine großen Mankos aber ehrlich gesagt würde ich am Ende dann doch eher noch einmal Non-Stop empfehlen! Fazit: The Commuter ist kurzweilige, spannende und technisch gute gemachte Thriller-Unterhaltung, die allerdings inhaltlich nicht so hundertprozentig überzeugt und gegen Genre-Verwandte-Filme wie Non-Stop eindeutig den Kürzeren zieht!
André G
André G

User folgen 3 Follower Lies die 29 Kritiken

3,5
Veröffentlicht am 12.01.18
Nach "Unknown Identity", "Non Stop" & "Run All Night" haben sich Jaume Collet-Serra und Lian Neeson sich wieder für eine Zusammenarbeit zusammengeschlossen. Wer Jaume Collet-Serra kennt, weiß das der gute Mann sicherlich nicht die Fähigkeiten eines Steven Spielbergs oder Martin Scorsese besitzt. Leider hat er immer noch nicht seinen eigenen Stil gefunden, um sich von anderen Regisseuren abzuheben. Alle seine Filme sind sicherlich solide inszeniert und bietet abermals ordentliche Unterhaltung. Auch die technischen Aspekte bieten kaum einen Grund für ausufernde Kritik. Für seinen neusten Film hat er sich wieder einmal für eines der beliebtesten Genrekombinationen entschieden. So hat er wieder einmal in gewohnter Manier einen Action-Thriller gedreht. Es ist kein Zufall das er dabei schon zum vierten Mal mit Liam Neeson zusammenarbeitet. Der gute Mann ist mittlerweile 65 Jahre alt und sieht dabei immer noch wirklich gut aus für sein Alter. Seine Präsenz ist wieder einmal eine feine Sache. Ich liebe seine punktgenaue Konzentration. Ich denke er hat sicherlich auch das Drehbuch gelesen, denn anders könnte es mir sonst nicht erklären, warum er immer so vertritt im Schauspiel genau dann diese Leistung abrufen kann, womit andere Schauspieler deutliche Schwächen aufweisen würden. Nicht umsonst ist er bis heute immer noch ein gefragter Schauspieler in Hollywood. Das Drehbuch bietet eine ordentliche Einführung und der Film bietet anfangs mehr Charaktere als man denkt, wobei Liam Neeson als zentrale Hauptrolle fungiert. Zum Glück werden die Charaktere nicht hin und her geschoben, womit man den Zuschauer verwirren möchte. Insgesamt bietet der klar strukturierte Charaktere, auch wenn man hier und da etwas Rätseln wird, wer genau diese Person ist und wie sie tickt, wird man am Ende immer mehr erfahren und der Zuschauer wird nicht alleine gelassen, in dem man ein Cliffhanger einbauen ließ. Auf so einen Firle Fanz hat man Gott sei Dank verzichtet. Es ist eine simple Geschichte und auch wenn der Film hier und da etwas zu glatt verläuft, bietet der Film einen ordentlichen Spannungsaufbau. Der Spannungsbogen wird zum Glück durch keine weiteren Elementen ausgebremst. Nach den ersten 20 Minuten beginnt der eigentliche Hauptplot, dieser wird dann bis zum Ende knallhart durchgezogen. Ich persönlich mag Filme in eher beengten Räumen. So beispielsweise fand ich es echt gut, das man mal wieder einen Film fast komplett im Zug gedreht hat. Es mag sein, das es für den ein oder anderen etwas ermüdend sein mag, Liam Neeson dabei zuzusehen wie er immer wieder von Wagon zu Wagon rennt, aber ich finde solche sind differenzierter, da der Regisseur den Fokus darauf legen kann, die Spannung nach oben zu schreiben. Schon damals hat er es im Film "Non Stop" bewiesen, das auch ein Hollywoodfilm im Flugzeug perfekt funktionieren kann. "The Commuter" bietet dabeimehr Bewegung und Tempo, da Liam Neeson deutlich mehr gefordert wurde. Denn er hat alle Stunts selber ausgeführt und ich muss echt sagen: Fast alle Schauspieler werden mit zunehmendem Alter risikofreudiger, denn zuvor hat er in fast jedem Film ein Stunt-Double benötigt. Erstaunlicherweise hat er hier Stunts ausgeführt, womit ich niemals gerechnet habe. Er ist auf jeden Fall ein Schauspieler, der seine Gage redlich verdient hat. Was seine Ausstrahlung angeht muss ich echt sagen, das er in diesem Film besonders gut rüber kommt. Die Make Up und Kostümabteilung hat wirklich gute Arbeit abgeliefert, denn Liam Neeson sieht wie ein vornehmer Vorstadt Mann aus. Vor allem die Anzüge sitzen wie angegossen und passen auch perfekt zu seinem Charakter. In Verbindung mit dem Szenenbild, wirkt der Film schon fast wie ein altes Gemälde, denn der leichte angesetzt Farbfilter, versprüht den Hauch eines 70er Jahre Films. Richard Bridgland war auch bei "Unknown Identity" als Production-Designer zuständig. Kein Wunder das der Film damit deutlich aufgewertet wurde, denn mit beiden Film hat er wirklich Oscar reife Arbeit abgeliefert. Was die visuellen Effekte angeht, könnte man jetzt sagen, das es für die aktuelle Kinolandschaft nicht mehr wirklich zeitgemäß ist. Doch das CGI bietet ein solides Niveau und klar sieht man hier und da die Effekte und man hätte es deutlich besser ausarbeiten können, bei der Post-Produktion doch das Team muss immer damit arbeiten was ihnen zur Verfügung steht. Da der Film aber kein Budget von 100 Millionen $ hatte, musste er an manchen Punkten etwas mehr einsparen, da die Gage von Liam Neeson bestimmt nicht gering ausfiel. Patrick Wilson & Vera Farmiga kennt man ja schon aus den Filmen "Conjuring - Die Heimsuchung" & "Conjuring 2". Beide liefern eine solide Arbeit ab, wobei sie in diesem Film keine gemeinsame Szene haben. Patrick Wilson hat schon besser gespielt, aber dafür ist die kurz eingestreute Präsenz von Vera Farmiga sehr angenehm für den Zuschauer. Ich mag sie sehr als Schauspielerin, da ihre Ausstrahlung schon fast magisch auf den Zuschauer wirken lässt. Wobei das auch daran liegen mag, dass das Filmteam sie in einem besonderen Glanz präsentieren ließ. Sam Neill hat eher eine schon fast nichtssagende Rolle. Ein so guter Schauspieler wurde für so eine schablonenhafte Rolle verheizt, da seine Leinwandpräsenz sich auf 5 Minuten beschränkt. Fazit: Ein richtig gut gemachter Action-Thriller, der zwar bestimmt keine neuen Ideen bietet, aber dafür einen formidablen Cast zu bieten hat. Jaume Collet-Serra hat auf sehr viele Details geachtet und wenn er so weitermacht, wird er ein immer größerer Name in Hollywood. Seine Handschrift ist leider immer noch nicht erkennbar, aber ich denke er wird uns noch einige Filme bieten. Liam Neeson ist ganz klar der Höhepunkt des Films. Trotz etlicher Actionfilm Produktionen, hat er immer noch die Präsenz, womit er die Zuschauer vollends fesseln kann. Das Drehbuch ist solide geschrieben und verzichtet auf eine Liebesgeschichte. Für Liam Neeson Fans ein absolutes Fans, aber auch der neutrale Kinogänger wird ordentlich unterhalten. 7,5/10
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