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Gravity
Durchschnitts-Wertung
4,1
1240 Wertungen - 129 Kritiken
36% (46 Kritiken)
28% (36 Kritiken)
13% (17 Kritiken)
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Deine Meinung zu Gravity ?

129 User-Kritiken

Alex M.
Alex M.

User folgen 4 Follower Lies die 16 Kritiken

5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 03.10.13

Gestern habe ich diesen Streifen als Vorpremiere im Kino in 3D gesehen und es war nich einfach nur ein Film, es war ein Erlebnis! Unglaublich, was hier geleistet und geschaffen wurde. Eine meisterhafte Regieführung, sowie bahnbrechende Bilder und Effekte und eine Kameraführung, dass man die Geschehnisse beinahe hautnah auf eindrucksvollste Weise spüren kann. Ich habe den 3D Effekt in einem konventionellen Kino noch nie so atemberaubend gut umgesetzt gesehen, sodass man wirklich meinen könnte Teil der Crew zu sein. Die Spannung lässt einen von Anfang an nicht los. Desweiteren hat die Kinoatmosphäre auch gestimmt und somit kommt auch ein kleiner Tipp für eine besondere Erlebniserfahrung: Kaum Leute im Kino, kein Popcorn- oder Tütengeraschel, absolute Stille im Publikum - alles was diese klaustrophobische Stimmung im paradoxerweise "unendlich großem" All noch mal vertieft hat. Absolute Empfehlung für diesen Meilenstein von Film!

mercedesjan
mercedesjan

User folgen 14 Follower Lies die 80 Kritiken

5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 03.10.13

Alfonso Cuarón, der Regisseur des besten Harry Potter-Films („Harry Potter und der Gefangene von Askaban“), glänzte in den letzten 7 Jahren mehr mit seiner Abwesenheit als mit guten Filmen. Denn nach seinem viel beachteten „Children of Men“ aus dem Jahr 2006 kam vom mexikanischen Filmemacher nichts mehr. Das lag aber nicht an einer Auszeit oder kreativen Pause, vielmehr war die schwierige und über viereinhalb Jahre andauernde Produktion von „Gravity“ der Grund für seine Abwesenheit. In dieser Zeit wurde sein ursprünglich als kleiner Weltraumfilm geplanter Film, immer größer, da Cuarón nur so seine Vision verwirklichen konnte. Das Budget schwoll dabei auf 80 Millionen Dollar an. Neben technischen und finanziellen Problemen kam auch die schwierige Suche nach einer Hauptdarstellerin dazu, die am Ende erst an Sandra Bullock ging, als fünf ihrer Hollywood Kolleginnen Cuarón eine Absage erteilt hatten. Doch dieser ließ sich nicht davon beirren, trotzte allen Widrigkeiten und liefert mit „Gravity“ sein Meisterstück ab. Der von James Cameron als bester Weltraumfilm aller Zeiten bezeichnete Film ist ein fulminantes Meisterwerk und in allen Bereichen schlichtweg perfekt. Ein packender, hochspannender und dramatischer Höllenritt, 372 Meilen über der Erde, mit einer nie dagewesenen Intensität. Das Gravity dabei nur 80 Millionen Dollar verschlang ist kaum vorstellbar. Denn mit seiner technischen Brillanz stellt Gravity selbst die größten Blockbuster des enttäuschenden Kinosommers in den Schatten. Die Detailfülle in den Actionszenen ist atemberaubend und die Bilder die Cuarón von unserer Erde auf die Leinwand zaubert grandios. Die neuen Techniken die von Cuaróns Team entwickelt wurden, um die Schwerelosigkeit so beindruckend und real darzustellen wie nur möglich, sind vollends gelungen. Die optische Pracht wird unterstützt von einem endlich wieder lohnenswerten 3D. Nachvollziehbar warum Cuarón sagte das man in 2D nur 30% des Erlebnisses hätte. Er arbeitet mit vielen Einstellungen aus der Ego-Perspektive, einer Menge umherfliegender Teile und zieht mit seinem geschickten 3D Einsatz den Zuschauer noch mehr in seinen Bann. Darüber hinaus überzeugt die überragende Soundkulisse. In Zeiten von „Star Trek“ und „Star Wars“ bei denen es krachende Weltraumschlachten zu bestaunen gibt, hält sich Gravity endlich einmal wieder an die Vorgaben der Physik. Die Actionsequenzen sind komplett lautlos, das einzige was man hört sind die Geräusche innerhalb des Anzuges und die dramatische Filmmusik von Steven Price. Diese ist ebenso fantastisch wie die Soundkulisse selbst. In den ruhigen Szenen wirkt sie fast hypnotisch und in den Actionsequenzen erreicht sie eine Dramatik die die Spannung auf das Maximum treibt. Rein technisch gesehen ist Gravity schon eine Wucht doch Cuaróns meisterliche Regie macht den Film erst zu einem Meisterwerk. Es gibt Filme die brauchen ihre Zeit um anzulaufen, nicht so Gravity. Schon der Vorspann lässt einen durch die Musik sofort voll einsteigen und was dann folgt ist eine der besten Eröffnungsszenen der Filmgeschichte in der Cuarón über zehn Minuten ohne einen einzigen Schnitt auskommt. In dieser virtuos inszenierten Sequenz erfährt man darüber hinaus schon eine Menge über die Hauptpersonen des Films. Vom kurzen Auftritt eines Astronauten der Explorer einmal abgesehen, ist Gravity ein zwei Personen Stück. George Clooney füllt seine Rolle dabei souverän aus. Er spielt den coolen und erfahrenen Astronauten Matt Kowalski, der sich auf seiner letzten Mission befindet. Bei all dem Drama bleibt er erstaunlich ruhig, ob das in der Realität ebenso wäre sei einmal dahingestellt. Allerdings ist das nicht weiter tragisch denn seine Figur dient ohnehin nur dazu um seiner jungen und unerfahrenen Kollegin ein Echo zu geben. Denn „Gravity“ ist der Film von Sandra Bullock. Bullock gehört keineswegs zu meinen Lieblingsschauspielerinnen, um es mal milde auszudrücken, doch was sie hier abliefert sollte selbst die größten Zweifler zum Verstummen bringen. Ihre Leistung ist Oscar würdig, denn sie schafft es trotz ihres extrem eingeschränkten Bewegungsspielraumes und des kleinen Visiers eine emotionale Tiefe in ihre Figur zu bringen wie ich es selten zuvor gesehen habe. Die kurze Laufzeit von nur 90 Minuten kommt einem dabei deutlich länger vor, was keinesfalls ein Kritikpunkt ist. Im Gegenteil, mehrmals hat man das Gefühl das der Film jetzt enden könnte, doch der Film umschifft einige potenziell unbefriedigende Enden und wird mit der Zeit immer noch besser. Gerade wenn man denkt es könnte nicht mehr besser werden legt der Film noch einen drauf. So stößt Gravity am Ende sogar in philosophische Dimensionen vor. Der Kontrast zwischen den vielen ruhigen, fast schon hypnotischen Momenten und der brachialen Action ist beeindruckend. Dabei erreicht „Gravity“ eine Spannung wie ich sie nie zuvor (!) erlebt habe. Im Finale toppt der Film alles je dagewesene und erreicht eine solche immense Intensität und eine solche unerträgliche Spannung, dass der Film seinen Film-Status verliert! Gravity ist kein Film im eigentlichen Sinne, er ist vielmehr so intensiv, das man die physische Erfahrung von Sandra Bullocks Figur Dr. Ryan Stone teilt und der Film zu einem Erlebnis wird. Ich für meinen Teil, hatte klatschnasse Hände, alle Muskeln angespannt, ich habe gezittert und im Finale konnte ich eine Träne nicht zurückhalten. Wahnsinn! Noch nie hat mich ein Film so emotional mitgerissen wie Alfonso Cuaróns sensationeller „Gravity“, bei dem mir alle Superlative ausgehen! Fazit: Ist „Gravity“ der beste Film des Jahres? JA! Meine bisherige Nummer Eins „Django Unchained“ sieht gegen diesen Trip aus wie ein unbewaffneter Rollstuhlfahrer gegen ein Fliegerass mit dem Abzug an der Atombombe. Ist „Gravity“ der beste Weltraumfilm aller Zeiten? Jain. Da hat noch Stanley Kubricks legendärer „2001-Odyssee im Weltraum“ etwas dagegen. Doch allein die Tatsache dass ich „Gravity“ nach der Erstsichtung auf eine Stufe mit „2001“ stellen würde, war eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Sollte ich diesen Film im Kino sehen? JA! Diese physische Erfahrung sollte ein jeder einmal erlebt haben und „Gravity“ ist der beste Film seit Jahren. So ins Schwärmen wie hier gerate ich sonst eigentlich nie aber wenn es einen Film gibt, der sich diese Lobeshymne verdient hat, dann „Gravity“, der meine erste 10 seit Drive im Januar 2012 bekommt. Zum Abschluss bleibt mir nur ein „Danke!“ an Alfonso Cuarón für einen ganz besonderen Film den man nur sehr selten sieht!

Tom J.
Tom J.

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5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 03.10.13

Der absolut perfekte Science-Fiction Film. Bilder so schön und so groß, dass sie fast nicht mehr ins Kino passen und eine Spannung die fast im Herzstillstand endet. Großes Schauspiel, ein bebender Soundtrack und bombastisches 3D münden in einer Gänsehaut mit dem Gefühl, endlich mal wieder etwas auf einer riesigen Leinwand gesehen zu haben, das Kino zu Kino macht - einem echten Erlebnis. Danke Alfonso Cuarón für einen wahren Meilenstein in der Geschichte des Kinos.

Maik Burger
Maik Burger

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4,0stark
Veröffentlicht am 04.10.13

Hut ab,Alfonso. Gravity ist wirklich besonders. Man merkt dem Film an, dass jede Sekunde wohl durchdacht ist, nichts wurde dem Zufall überlassen. Selten habe ich einen Film gesehen, dessen Spannung und Atmosphäre so dicht war. Dieses " Mittendrin-Gefühl" habe ich auf die Art und Weise noch nie erlebt. Man hat förmlich gemerkt, niemand im Kinosaal traute sich mit der Popcorn-Tüte zu rascheln und jedes Räuspern wurde unterdrückt... Einen Wehrmutstropfen gibt es allerdings. Erwartet nicht zu viel von der Story. Diese ist eigentlich in Fünf Minuten erzählt und die Wendungen halten sich auch in Grenzen, was ich sehr schade finde. Denn hätte sich Alfonso bei der Storyline etwas mehr einfallen lassen, wäre dieses Machwerk definitiv ein Meilenstein der Filmgeschichte werden können. Gravity lebt von den Effekten und von der atmosphärischen Spannung, die es so noch nie zu sehen gab... Also unterm Strich, trotz des schwarzen Flecks auf der sonst weißen Weste, ist Gravity sicherlich Anwärter auf den ein oder anderen Oscar. Punkt!

Zach Braff
Zach Braff

User folgen 39 Follower Lies die 359 Kritiken

5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 03.10.13

Sehr intensives Sci-Fi-Drama mit einer grandiosen Sandra Bullock. "Gravity" ist teilweise extrem spannend und bei manchen Szenen bekommt man aufgrund der krassen Anspannung eine Gänsehaut. Der Sound unterstützt die Dramaturgie wahnsinnig gut. Die Optik ist bombastisch! Die 3D-Effekte sind endlich mal wieder richtig gut gelungen und kommen in dem Weltraum-Setting natürlich sehr gut rüber! George Clooneys Rolle lockert die Atmosphäre etwas auf und bringt ein wenig Humor in die sonst eher ernste Stimmung. Alles in allem ein herausragender Film und ein tolles Kinoerlebnis.

Moritz G.
Moritz G.

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3,0solide
Veröffentlicht am 15.10.13

Ich habe mich so auf "Gravity" gefreut. Doch leider wurde ich enttäuscht. Warum könnt ihr in meiner Kritik nachlesen: filmnerd . me/679/gravity-2/

OneXx
OneXx

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5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 03.10.13

Also ich drücke es mal so aus, im selben Moment wie die ersten Szenen auf mich prallten dachte ich wirklich "ich bin im All". Allein für die erstaunliche Aussicht auf die Erde war die Eintrittskarte mehr als nur Wert. Kaum zu glauben das diese Bilder nicht echt waren. Alle Effekte sahen wirklich täuschend Echt und sowas von gekonnt in Szene gesetzt. Diese dramatische Reise war für mich ein fantastisches Erlebnis und werde ihn mir noch einmal anschauen.

niman7
niman7

User folgen 49 Follower Lies die 588 Kritiken

5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 04.10.13

Gravity- als ich den Trailer das erste mal im Kino sah, war mein Sitznachbar hell auf begeistert. Ich dagegen ganz und gar nicht. Eine Astronautin die vom Weg abkommt und danach im Weltall verschollen ist? Ich konnte mir einfach nicht vorstellen einen guten Film zu sehen. Die Idee war einfach zu "dünn". Als dann eine überaus positive Kritik nach der anderen eintrudelnde, musste ich mir den Film anschauen. Vor allem weil er als bester 3D Film gepriesen wurde! Und ich bin wahrlich kein Fan von 3D. Wir beide gingen in den Film rein. Das Ergebnis: Ich war sowas von begeistert- er nicht. Doch was macht nun Coaróns Film so gut trotz angeblicher "dünner Story"? Ganz einfach: sein Film Gravity ist unfassbare Reise durch das Weltall und der Zuschauer ist mitten drin! Die Kamera ist immer ganz Nah am Geschehen. Es wird oft in die Gesichter der Darsteller gefilmt. Das beste: Ego-Perspektiven! Was den Film noch einmal einen unglaublichen Schub an Realismus verleiht. Wenn man durch den Helm von Bullock schaut (man sieht ihren Hauch) und sie dabei nach einen Kabel greift, hat man das Gefühl selbst diese Arme zu führen. Es gibt keine Einleitung. Die Astronauten befinden sich gleich im Weltall. Der Unfall passiert gleich nach den ersten 10 Minuten! Womit ich überhaupt nicht gerechnet habe. Da kommt einen gleich die Frage hoch: wow jetzt schon? Wie geht es nun weiter? Wird Bullock nun die nächsten 70 Minuten im Weltall um ihr Leben kämpfen? Die Antwort ist ja! Die 49- jährige Bullock kriegt keine Pause! Non-Stop muss sie um ihr Leben bangen. Und dabei macht sie eine unfassbar gute Figur. Ich bin kein großer Fan von ihr. Ich halte sie für eine mittelmäßige Darstellerin. Hier hat sie mir aber absolut das Gegenteil bewiesen. Es wundert mich wirklich, wieso sie erst die 6. (!!!) Wahl war. Bullocks Figur Ryan Stone schafft es schnell, dass wir sie mögen. Wir fiebern mit ihr mit, wir trauern, hoffen, leiden und freuen uns riesig wenn sie mal paar Sekunden Verschnaufpause hat. Clooney dagegen hat nicht viel zu sagen. Er ist da um die Stimmung etwas aufzulockern. Hier und da ein paar coole Sprüche. Er macht Stone an. Ein typischer Clooney eben. Der Rest ist überhaupt nicht erwähnenswert. Es geht einzig und allein um Bullock und das ist auch richtig so. Denn der Zuschauer muss sich nur auf eine Figur konzentrieren. Bullocks Stone ist unsere Identifikationsfigur. Coarón lässt es immer so wirken als wären wir Stone. Die junge Astronautin ist auch noch eine Anfängerin und trotz 6 monatiges Training (ohne einen einzigen freien Tag!), benimmt sich Stone ziemlich tollpatschig. In vielen Szenen reagiert sie einfach nur "blöd". Was überhaupt nicht schlimm ist! Ganz im Gegenteil- es ist sehr gut! So fällt es uns viel leichter sich mit ihr zu identifizieren. Sie ist kein Prototyp. Sie ist ein normaler Mensch wie du und ich. Womit der Film nochmal ordentlich plus Punkte macht. Kommen wir zum Design. Der ist einfach umwerfend! Fantastische Bilder in jeder Einstellung. Es ist überhaupt kein Wunder, dass der Film solange produziert werden musste! Und es ist ein viel größeres Wunder, dass so ein Film dabei raus gekommen ist! Wenn die beiden auf unsere schöne Erde schauen und die Sonne geht gerade auf, zaubert das einen sowas von ein Lächeln. Trümmer fliegen durch das All. Bullock muss sich durch ein brennendes Raumschiff durchkämpfen, usw. Einfach nur herrlich was hier geboten wird. Was die 3D betrifft: hier hab ich wirklich gerne den Zuschlag gezahlt! Es lohnt sich einfach. Wenn Stone auf den riesigen Arm steh und der plötzlich anfängt zu schwenken, glaubt man, das Ding trifft einen gleich! Es gibt etliche Stellen mit 3D Einsatz. Zwischen den ganzen hektischen Szenen, gibt es tatsächlich noch Musik. Die beruhigt die Situation kurz und dann gehts auch gleich wieder. Musikalisch ist der Film ebenfalls Top! FAZIT: Coaróns Wunderwerk wird zurecht gefeiert! Bullock allein im Weltall und wir mittendrin in diesem Höllentrip. Das ist Gravity!

Sebastian v.
Sebastian v.

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5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 05.10.13

Eigentlich fand ich den offiziellen Trailer zu diesem Weltraumfilm eher nervend. Ich halte nicht viel von einem Trailer. Trotzdem sollte er gut genug sein, um einen klasse Film für mich interessant zu machen und mich in's Kino zu locken. Dieser Trailer hat diese Aufgaben nicht erfüllt. Er sagt rein gar nichts über den Film aus. Der Grund, warum ich dem Kino für "Gravity" trotzdem nicht lange ferngeblieben bin, sind die durchweg positiven Kritiken durch renommierte Personen im Netz. Im nahegelegenen Cineplex lief, zu meinem großen Glück, "leider" nur die teure 3D - Version. Doch dazu eines vorweg: Die ausgegebenen 11,50€ haben sich mehr als gelohnt!! Zum Film: Gravity ist eigentlich gar kein Film. Er ist eher ein phänomenales Erlebnis. Ein Abenteur für jeden Zuschauer! Der verblüffend authentisch animierte "Schauplatz", das Weltall, weiß in jeder Hinsicht zu begeistern. Ab dem ersten Bild im Film wird der Zuschauer mitgerissen in eine faszinierende, völlig andere Welt, in der ganz andere Naturgesetze herrschen, als wir sie gewohnt sind. Ich kannte bisher keinen Film, in dem man sich so intensiv in die Situation hineinversetzt fühlt, wie in Gravity! Und das liegt nicht zuletzt an der berauschenden 3D-Technik. Die Story ist überraschend gut. An keiner Stelle zu sehr tiefgehend und das darf sie auch nicht sein. Der Film spielt durchgehend im All. Kein Wechsel zu anderen Themen, keine bildliche Rückschau, keine wirklichen Wendungen. Eigentlich ist es ein einziger langer Handlungsstrang, bestehend aus einer Kette von unglücklichen Vorfällen und den verzweifelten Versuchen der Protagonisten, gefährlichen Situationen aus dem Weg zu gehen. Besonders gefallen hat mir die sehr dünne Besetzung. Im Grunde gibt es nur eine Hauptdarstellerin (Sandra Bullock / Dr. Ryan Stone) und einen Nebendarsteller (George Clooney / Matt Kowalski). Beide spielen ihre Rolle hervorragend. Besonders ist aber Sandra Bullock hervorzuheben, welche gefühlte 80% der Filmlänge ganz alleine meistert. Der lückenlose Verlauf macht diesen Film von der ersten, bis zur letzten Minute spannend. Seine Länge von nur ca. 90 Minuten lassen ihn äußerst kurzweilig erscheinen. Gravity bleibt eigentlich immer glaubwürdig. Da ich vom Thema Raumfahrt und Weltraum überhaupt keinen Schimmer habe, kann ich nicht anders, als zu glauben, dass so gut wie alles in diesem Meisterwerk durchaus realistisch sein könnte. Spoiler: Als Zuschauer fühlt man ständig mit der Hauptprotagonistin mit. Als sich Dr. Stone nach dem ersten Schrotthagel abkoppelt und in ihrem engen Anzug ständig herumgeschleudert wird, wurde mir selbst schwindlig. Als sie keinen Sauerstoff mehr hat, konnte ich selbst spüren wie mein Hals immer enger wurde. Am intensivsten fühlt es sich an, wenn man aus der Sicht der Astronautin auf irgendetwas zurast und mit voller Wucht dagegen knallt, machtlos durch die wirkenden Kräfte des Alls und untermauert von brachialen Sounds. Sehr erfreulich ist auch die Tatsache, dass im Film kein so richtiges Happy End vorhanden ist. Nachdem er scheinbar hoffnungslos in der unendlichen Weite des Alls verschwunden ist, erscheint Astronaut Matt Kowalski Dr. Stone nur noch einmal, genau in dem Moment, wo sie aufgeben will. Doch das stellt sie sich nur so vor. In Wirklichkeit sieht sie ihn nie wieder und das ist für den Film auch gut so. In Gravity wurde aber ein guter Zwischenweg gefunden, zwischen einem Happy End und dem Ende von Kubrick's Klassiker "2001: Odyssee im Weltraum". Dr. Stone ist nämlich die einzige Überlebende und kommt zum Schluss wieder lebend auf die Erde zurück. Zur Technik: Den Film muss man unbedingt im Kino und in der 3D - Ausführung gesehen haben!! Bis jetzt gab es keinen Film, dessen 3D - Technik ein echtes Muss ist. Doch bei diesem hier ist das so und ich kann mir nicht vorstellen, dass Gravity für mich ebenfalls ein solches Erlebnis sein könnte, wenn ich ihn mir zuhause in 2D auf einem LCD - TV anschauen würde. Der Sound ist gigantisch! Einziger Kritikpunkt daran: Er könnte vielleicht ein paar Stufen leiser sein :-) Ebenfalls gelungen ist der Soundtrack. Manchmal sehr actionreich und dann wieder mehr berührend und schön. Es besteht kein Zweifel, die Musik verleiht diesem Meisterwerk noch einmal eine ganz besondere Note. Jegliche Animationen sind erstaunlich real und überzeugend - die lange Arbeit hat sich hier durchaus bezahlt gemacht! Fazit: Gravity ist ohne Frage ein echter Leckerbissen in der Filmgeschichte, ein neuer Klassiker, der sich besonders auf Großleinwand lohnt. Ich würde den Film schon allein der Technik und den Schauspielern wegen ganz an der Spitze jeder Top - Filmliste anordnen. Eine gute Story und die Kurzweiligkeit, bzw. Spannung werten dieses Erlebnis nur noch mehr auf! Für mich der Film des Jahres! Trotzdem: Noch ein zweites Mal werde ich ihn mir vorerst nicht ansehen. Und das ganz bewusst; damit dieses Abenteuer genau so in meinem Kopf bleibt, wie ich es das erste Mal erlebt habe. Ein Großes Lob an das Warner Filmteam und besonders an Regisseur Alfonso Cuarón!! Gravity ist auf alle Fälle ein sehr heißer Anwärter auf mindestens einen Oscar. Und James Cameron hat durchaus Recht mit seiner Ansicht, dass dies, zumindest von der Inszenierung, der beste Weltraumfilm aller Zeiten ist.

Thawyer
Thawyer

User folgen 2 Follower Lies die 4 Kritiken

5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 04.10.13

Ich war gerade eben im Kino und muss wirklich sagen, dass das ein ziemlicher Hammer war. Hab noch nie eine derarzt "realitistisch" wirkenden Film gesehen. Er war kurz und mit wenigen Hauptdarstellern. Man merkt schon, dass es nur als ein kleiner Weltraumfilm geplant war. Dass die Kracher-Szenen aber derarzt episch ausfallen, das macht den FIlm zu einem echten Hochgenuss. Ständig steht die Angst über der Situation, dass diese Leute tatsächlich einfach so in die Leere abdriften könnten - und dort vergessen werden. Und mittendrin, als die Depression zuschlägt und man selber fast schon aufgibt, reißt einen der Film wieder hoch und klopft einem gegen die Schulter - zeigt einem, dass man weiterkämpfen muss. Mit ein paar Einstellungen und gewissen Kamera-Schwenkern, da kann man wahrlich die Wiedergeburt von Dr. Stone begutachten. Als sie das erste Mal aus dem Anzug steigt. Wie sie aus dem Wasser steigt, nach Luft ringt, wie sie in Embryonalstellung erstmal ausruhen muss. Alles deutet auf eine Wiedergeburt ihrerselbst hin - bis hin zum Buddha auf dem chinestischen/oder japanischen? Schiff. VIelleicht ist das auch nur mein klischee-verseuchter Verstand, der da einen Buddha gesehen hat - aber ich glaube, ich habe das Ziel des Filmes verstanden, den Sinn dahinter. Gravity ist ein einfacher, aber spannender Film, der berührt. Mich zumindest.

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