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    Uncle Boonmee erinnert sich an seine früheren Leben
    Durchschnitts-Wertung
    3,1
    16 Wertungen - 3 Kritiken
    Verteilung von 3 Kritiken per note
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    3 User-Kritiken

    Kino:
    Anonymer User
    3,5
    Veröffentlicht am 17. März 2016
    Uncle Boonmee setzt der drängenden Gewissheit des Todes eine meditative Welt der Spiritualität entgegen. Weerasethakul gelingt es, ungeachtet des ambitionierten Inhalts, eine ungekünstelte Unmittelbarkeit zu denr Figuren herzustellen.
    Sebastian_J
    Sebastian_J

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    5,0
    Veröffentlicht am 3. Mai 2011
    Dieser Film handelt um Erinnerungen und Wiedergeburt - sei es als Wasserbüffel, Wels oder Prinzessin - aber auch um politische Bezüge zur Gegenwart, wenn der 1970 in Bangkok geborene Filmemacher mit Fotos von uniformierten Soldaten die politische Situation in seinem Land zeigt. Onkel Boonmee, der an akutem Nierenversagen leidet, hat beschlossen, seine letzten Tage im Kreis seiner nächsten Angehörigen in einem Haus auf dem Land zu verbringen. Dort erscheint den verblüfften Anwesenden der Geist seiner verstorbenen Frau, um sich seiner anzunehmen. Auch sein vor langer Zeit verschollener Sohn taucht wieder auf, in der nicht menschlichen Gestalt eines freundlichen, komplett behaarten Affengeistes. Boonmee setzt sich mit den Ursachen seiner Krankheit auseinander und schließlich folgt die Familie dem Geist der Verstorbenen in den Dschungel zu einer mysteriösen Berghöhle, die Boonmee als Geburtsort seines ersten Lebens wiedererkennt. Filmemachen funktioniert für Weerasethakul ähnlich wie eine Zeitmaschine, es kann verschiedene Schichten der Erinnerung miteinander und mit der Erfahrung der Zuschauer verbinden, vergangene Leben erstehen und die Grenzen zwischen Mensch, Tier und Pflanze verschwimmen lassen. Boonmees Erfahrungen, die auf den in einem Buch festgehaltenen Geschichten eines alten Mannes basieren, der während der Meditation seine früheren Leben an sich vorüberziehen sieht, stehen für eine vom Aussterben bedrohte Kultur, der Weerasethakul eine Stimme verleiht. Dabei gelingen ihm eindringliche Bilder exotischer Schönheit. Tiere, Pflanzen, Menschen bewegen sich in Dimensionen, in denen die Grenzen zwischen den Geschöpfen verfließen. So magisch ist diese mystische Dschungelwelt, dass die Rückkehr am Ende des Films in die Realität eines nüchternen, überhellen Hotelzimmers, in dem die Familie nach Boonmees Beerdigung zusammentrifft, geradezu verstörend wirkt. Der Film wird in Originalsprache mit deutschen Untertiteln gezeigt. Dies wurde sehr gut umgesetzt, da so das Flair dieser Geschichte noch besser zur Geltung kommt. Die DVD kommt in einem hochwertigen Digipack daher. Die Innenseite des Digipacks enthält einen Bericht von Chris Dercon, ehem. Direktor des Hauses der Kunst in München, über Multitalent Apichatpong Weerasethakul. Zudem liegt der DVD eine Fülle an Bonusmaterial vor. Enthalten sind u. a. ein Interview mit dem Regisseur und Ausschnitte aus seinen früheren Werken (in englisch und OmU). Fazit: Geheimtipp! Unbedingt zu empfehlen!
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