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Kinostart
4. November 2010 (1h 32min)
- Regie
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Mit
Jürgen Schank, Maik Wagner, Susanne Wiest
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Genre
Dokumentation
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Nationalität
Deutschland
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Großer Abschied am Flughafen. Kaum ist Jans Freundin weg, stellt er fest, dass sie versehentlich seine Brieftasche mit dem Geld und der Scheckkarte mitgenommen hat. Um an Bares zu kommen, bietet er Reisenden an, sie gegen kleines Entgelt mit seiner Gruppenkarte in die Stadt zu transportieren. Gleich einer der ersten „Kunden“ ist ein waschechter Unternehmensberater, der ihm empfiehlt, aus der Not eine Tugend zu machen und ein Unternehmen als professioneller “freier Reisebegleiter” zu gründen. Jan findet Gefallen an der Idee und entschließt sich spontan für einen privaten Feldversuch: „Sei fit, fahr mit!“.
| Verleiher | - | Details zum Film | - | |
|---|---|---|---|---|
| Produktionsjahr | 2010 | Besucher | - | |
| VOD-Starttermin | - | Budget | - |
Von Lars-Christian Daniels
Mit dem auf zahlreichen Festivals prämierten Experimentalfilm „Wie ich ein freier Reisebegleiter wurde" kreierte der in Berlin lebende Filmemacher und Videokünstler Jan Peters 2007 eines seiner populärsten Werke. Der mit dem Preis der deutschen Filmkritik ausgezeichnete 15-minütige Kurzfilm schildert im pseudo-dokumentarischen Stil, wie sich Peters am Frankfurter Flughafen ein paar Euro dazuverdient, indem er Reisenden anbietet, sie auf seinem U-Bahn-Gruppenticket mitfahren zu lassen. Der Regisseur näherte sich in seinem Kurzfilm auf humorvolle Weise einem ernsten Thema: dem Leben an der Armutsgrenze in einer Gesellschaft, in der sich die Erwerbsverhältnisse immer stärker in Richtung Geringverdiener und Minijobs verschieben. Eine Entwicklung, deren Ursachen zu komplex sind, als dass man sie in fünfzehn Minuten abhandeln könnte. Grund genug also für den Künstler, die Folgeerscheinungen dieser Problematik intensiver zu beleuchten und seinen Kurzfilm auf die sehenswerte Produktion „Nichts ist besser als gar nichts" auszubauen. Die im für Peters typischen Tagebuchstil inszenierte Dokumentation erweist sich letztlich aber als zu harmlos, um einen nicht nur unterhaltsamen, sondern auch wertvollen Beitrag zur Diskussion um Ich-AGs und Ein-Euro-Jobber zu leisten.
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