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Der Hobbit: Smaugs Einöde
Durchschnitts-Wertung
4,3
1589 Wertungen - 104 Kritiken
16% (17 Kritiken)
37% (38 Kritiken)
22% (23 Kritiken)
13% (13 Kritiken)
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Deine Meinung zu Der Hobbit: Smaugs Einöde ?

104 User-Kritiken

Tim Walter
Tim Walter

User folgen 3 Follower Lies die 9 Kritiken

3,0solide
Veröffentlicht am 21.12.13

Auch ich muss mich leider in die Riege der kritischen Stimmen einreihen. Vorab: Smaugs Einöde ist kein schlechter Film. Er kann sogar für den einen oder anderen ganz hervorragend sein. Echte Mittelerde Fans werden jedoch enttäuscht. Das hat folgende Gründe: Da ist zum einen Anbiederung an das Popcorn Kino. Wo Herr der Ringe noch mystisch, episch und ein Wagnis war, fehlt hier vollkommen die Charakterzeichnung. Die Komplexität geht verloren. Geradezu exemplarisch dafür muss der Charakter Legolas herhalten. Es stört nicht sonderlich, dass dieser nun im Gegensatz zur Buchvorlage plötzlich auftaucht. Aber hier wurde die Möglichkeit verschenkt etwas über ihn zu erfahren: Wo kommt er her? Was ist seine Geschichte? Alles was wir erfahren ist, dSpoiler: ass er es offenbar auf die Waldelbin Thauriel abgesehen hat (30 Sekunden), der Sohn des Königs der Waldelben ist (10 Sekunden) und verdammt gut schießen kann (Gefühlt eine halbe Stunde). Der Fokus liegt zum Großteil auf Action, Action, Action. Legolas erschießt mit einem Pfeil zwei Orks auf einmal. Legolas köpft einen Ork in der Luft und behaelt den Kopf auf seiner Klinge, Legolas ersticht mindestens 10 Orks in seinem Rücken, Legolas...Die Liste ließe sich endlos weiterführen. Was in den Ringe Teilen zumeist noch wohldosiert auf eine Szene aufgeteilt wurde: Schildritt bei Helms Klamm, Ottifanten-Ritt vor Minas-Tirith verkommt hier zum Running Gag. Als scheint es, als würden Thauriel und Legolas einen Wettbewerb im besonders kreativen und unbekümmerten Weg Orks auzsuschalten ausfechten würden. Dies geht zumeist auf Kosten der Spannung. Niemals hat man das Gefühl als könnten die Orks eine echte Bedrohung darstellen. Natürlich weiß man, dass Legolas die Kämpfe überleben muss und auch die Zwerge Spoiler: irgendwie den Berg erreichen müssen aber derart wenig war ein Zuschauer noch nie über das Wohlergehen der Zwerge besorgt. Fraglich ist hingegen, wieso eine hochkomplexe und insbesondere ambivalente Figur wie Beorn dagegen nur wenige Sekunden Screentime bekommt. "Ich mag keine Zwerge, aber ich hasse Orks." Das muss herhalten um diesen Charakter zu verstehen. In der Buchvorlage muss Gandalf erst sein ganzes diplomatisches und listiges Geschick anwenden um Beorn für seine ungebeteten Gäste zu erwärmen. Ein weiteres großes Manko ist die völlige Abwesenheit von Details. Damit sind nicht die visuellen Details gemeint, denn diese sind wie immer Oberklasse. Herumfliegende Bienen, Morghulpfeile und eine fantastische Schatzkammer bilden wirklich einen visuelle Augenschmaus. Vielmehr sind es die inhaltlichen Details die insbesondere Fans stören dürften. Das mag an manchen Stellen vielleicht übertrieben anmuten, aber Mittelerde funktioniert genau deshalb. Beispiel: Spoiler: Wie ist es möglich, dass ein drei Elben nach dem Genuss von 2 Flaschen Wein einschlafen und somit die Flucht der Zwerge in den Fässern ermöglicht wird? Dabei hätte es nur einer kurzen Kamerafahrt auf mindestens 10-20 herumliegende Flaschen gebraucht und der Zuschauer hätte wohlweislich geschmunzelt. Wer sich an das Trinkspiel zwischen Gimli und Legolas erinnert, für den sind solche Details eben unverständlich. Gerade zu ad absurdum wird jedoch die von Tolkien erdachte Welt geführt, Spoiler: als die ELBIN Tauriel mit dem ZWERG Kili anbandelt. Das ist nicht nur ein klarer Verstoß gegen die Regeln dieser Welt, sondern auch vollkommen unglaubwürdig in Szene gesetzt. Spoiler: Die knallharte Waldelbin Taureil die sich über Jahrhunderte zur Hauptfrau der Wache hochgearbeitet hat, wirft einen Blick auf einen Dreikäsehoch der ihr nach 1 Satz von seiner toten Frau erzaehlt und sie fließt dahin. Das ist weder traurig, noch herzzerreissend, sondern einfach nur unglaubwürdig und kitschig. Zum großen Finale muss nicht mehr viel gesagt werden. Smaug ist wirklich atemberaubend in Szene gesetzt, aber auch hier findet mehr als nur ein Eingeständnis an das Popcornkino statt. Das wohl interessanteste Gespräch Mittelerdes zwischen eines der kleinsten, friedfertigsten wortmächtigen Geschöpfe Mittelerdes und dem entsetzlichsten und mächstigsten Geschöpf bildet leider nur eine Durchgangsstation für eine weitere Achterbahnfahrt in der die Gemeinschaft gefühlt 39 mal um Haaresbreite hinter einer Säule schutz findet, bevor der Drachenatem sie erreicht. Größer könnten in der Folge Buchvorlage und Film nicht auseinander liegen. Fazit: Peter Jacksons Vision von einem Dreiteiler muss meines Erachtens als gescheitert beurteilt werden. Jackson opfert die Authenzität Mittelerdes für seine Dramaturgie und setzt klar auf die Erfolgselemente eines typischen Hollywood Blockbusters. Dabei gelingt es nicht den eigentlichen Charme der Welt einzufangen und lässt den Film beliebig schauwertorientiert wirken. Schade.

LuciusSeverus
LuciusSeverus

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2,0lau
Veröffentlicht am 21.12.13

Ja... hmmm... naja... hmmmmmmmm... So in etwa war die Reaktion meiner Kinobegleitung und mir nachdem wir Smaugs Einöde sahen. Wir sind eingefleischte Herr der Ringe Fans und waren im Gegensatz zu einigen anderen hier vom ersten Teil des Hobbit durchaus sehr begeistert. Ich fand es eine gelungene Anknüpfung an vorherige Leistungen. Ich muss dazu sagen, die Herr der Ringe Trilogie habe ich gelesen, den Hobbit leider noch nicht. Ich denke jedoch nicht, dass das an meinem Eindruck vom Film etwas ändern wird. Herrliche Landschaftsbilder, herrliche Portraits unglaublich interessanter, geheimnissvoller und anmutiger Figuren in der Herr der Ringe haben mich beeindruckt. Ausgereifte Geschichten und ein unverwechselbarer Charme machen die drei Filme tatsächlich in meinen Augen sogar so außergewöhnlich, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben sage: Hier schlägt der Film (fast?) das Buch. Selten wurde ein literarisches Werk so überzeugend umgesetzt. Wie gesagt, der erste Teil des Hobbit knüpft in meinen Augen daran durchaus noch an. Dementsprechend hoch waren die Erwartungen an Smaugs Einöde. Die Vorfreude konnte kaum größer sein. Die wurde leider recht bitter enttäuscht. Anstatt eines anmutigen, eleganten, erhabenen Legolas findet man hier fast einen Macho wieder, der leider nur durch Sprüche und die Hinschlachtung zahlreicher Orks auffällt. Nichts ist geblieben von seinen geheimnisvollen, bedeutungsschwangeren Aussagen und seiner Weitsicht aus der Herr der Ringe. Was Tauriel betrifft... ich sehe die Notwendigkeit ihrer Figur nicht, die sehe ich allerdings bei zahlreichen anderen Charakteren hier auch nicht. Dass sie sich dann noch in einen Zwergen verliebt... ach menno... können wir die Kirche mal im Dorf lassen? Nu mal ehrlich. Diese Pseudo-Liebesgeschichte trägt zur Story des Films ebenso wenig bei, wie die eeeendlose Reise der Zwerge und die zig anderen kleinen Geschichten, die darin - warum auch immer - verwoben sind. Hier wird einfach so wahnsinnig viel Unnötiges hineingepresst, so dass für das wichtige, das Charakteristiche aus den vorherigen Filmen nichts mehr übrig bleibt. Wirklich tolle Effekte aus der Herr der Ringe, als Legolas auf einem Schild eine Treppe "hinuntersurft" und dabei Orks erschießt, werden hier aufgewärmt und fast lächerlich gemacht. Hier schnappt er sich dann doch statt eines Schildes gleich mal einen Ork und surft auf diesem einen Berg hinunter. Naja, Abklatsche dieser Art gab es noch so manch andere. Was mich auch ganz besonders gestört hat, ist die Darstellung der Elben. Mag sein, dass es dem Buch des Hobbit entspricht (?) doch aus der Herr der Ringe kenne ich die Elben als königliches, edles, erhabenes und stolzes Volk. Hier findet man sich auf einmal wieder inmitten einer Meute betrunkener abstoßender Möchtegernelben, die einen an besoffene Kneipengänger erinnern. Wer seinen Job hier wirklich gut macht, ist der Elbenkönig. Ganz klasse. Legolas büßt viel seiner Eleganz und Mystik ein, schade. Seine schimmernden Augen haben ja schon was, das geb ich zu, aber sie dürfen nicht den Charakter ersetzen. Das funktioniert nicht. Der Zwergenkönig... hach mensch ja, wir habens ja verstanden. Stolz und so. Viel zu viel des Guten. Es nervt. Man ist irgendwann ja fast gegen ihn. Naja, ja ich wars. Tatsächlich mochte ich Smaug. Der war neben einer wunderbaren Optik doch wirklich mal ein Charakter mit etwas mehr Tiefe, hinter dem man sich deutlich mehr vorstellen konnte und mit dem man eigentlich fast mehr mitgefiebert hat, als mit den Zwergen. Er ist irgendwie charmant. Und Gandalf, ja wo war der denn eigentlich? Es gab nur wenige Stellen mit ihm, und ich wäre dankbar gewesen, hätte man - wenn ein Synchronsprecherwechsel denn nötig ist - nicht unbedingt die Stimme von Arthur aus King of Queens gewählt. Ich konnte den Arthur einfach nicht mehr aus meinem Hirn bekommen. Was ich ganz schlimm fand: UNZÄHLIGE Stellen, an denen etwas lustig sein sollte, aber partout nicht war! Es wurden schmerzende Lücken gelassen nach ungelungenen und unpassenden 'Scherzen', in denen aber auch wirklich KEIN EINZIGER Kinogast auch nur ein müdes Lächeln hervorbrachte. Beim Herrn der Ringe wurden ganz gelegentlich und auch nur passend humoristische Stellen eingebaut, die einen wirklich, inmitten des Mitfieberns, mal kurz entspannen ließen. Das gelingt hier nicht. Hier wirkt alles gezwungen. Und irgendwie... ja... der (tut mir leid, da ich das Buch noch nicht gelesen habe, sind mir die Namen teils noch nicht geläufig) Helfer, der sie in die Seestadt bringt und bei seiner Familie wohnen lässt... der ist zwar hübsch anzusehen... aber so richtig verstehe ich seine Rolle nicht. Der merkwürdige Gehilfe des Bürgermeisters erinnert leider auch viel zu sehr an Grima Schlangenzunge. Dat hatten wir doch nun schon. Ich weiß nicht ich weiß nicht. Viele unnötige Handlungsstränge, eine viel viel viel zu lange Reise, Charaktere, die ich weder verstehe noch für nötig halte und leider teils eine Rückentwicklung der Charaktere, zu dringend gewollte Komik... all das lässt mich leider auch mit Wohlwollen nur zwei Sterne verteilen. Ich werde mir den dritten Teil dennoch ansehen, weil ich einfach muss. Ich bin insgesamt einfach ein zu großer Fan. Ein kluger Schauspieler aus den Harry Potter Filmen sagte jüngst über die Harry Potter Reihe: Ich bin froh, dass nach dem letzten Film nicht noch künstlich versucht wurde, die Geschichte auszureizen. So etwas geht selten gut. Das hätte der Peter, der Jackson, sich evtl. vorher auch mal anhören sollen. Ich bewundere ihn für seine Leistung zuvor, ich verneige mich vor ihm! Doch hiermit tat er sich, der Geschichte und den Fans keinen Gefallen. Die extrem positive Kritik der Presse ist mir ziemlich schleierhaft. Wirklich schade. Das habe ich nicht gern geschrieben.

Ome Dome
Ome Dome

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0,5katastrophal
Veröffentlicht am 30.12.13

Wer gute und ehrliche Reviews zum Hobbit will, sollte mal bei IMDB nachschauen. Ich möchte hier nur ansprechen, was mich so aufgeregt hat, dass ich sachen nach der Leinwand schmeißen wollte: Die Elben. (spoiler) -Die Kerkerwachen besaufen sich und schlafen während der Wache ein (legolas hat nach 40 Bier der Finger gekribbelt, aber das sind ja nur statist-Elben und die Zwerge müssen ja schließlich irgendwie entkommen). -Der neu erfundene Charakter Tauriel, läuft nervös auf und ab während eines gesprächs. -15 Elben-Wachposten werden von 20 Orks abgeschlachtet, nur damit diese 20 Orks dann von Legolas im alleingang plattgemacht werden. -Elb-Zwerg lovestory, die darin resultiert, dass die Elbin Legolas seinem Schicksal überlässt um lieber den Zwerg zu verarzten. Diese darstellung der Elben ist eine schweinerei und der Film ist einfach nur Kinderkacke, die auf die 3-Fache länge hinausgezogen wird mit wirren Actionszenen, während sich die Story im Kreis dreht. Enttäuschung pur.

Long-Nong H.
Long-Nong H.

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2,0lau
Veröffentlicht am 26.12.13

Ich denke den wichtigsten Eindruck bei einem Film hat man, nach dem der Film fertig ist, das Licht wieder an geht und man den Saal verlässt. Normalerweise hab ich dann ein sehr positives oder ein sehr negatives Bild. Hier muss ich sagen, war es erst mal sehr gemischt. Der Film fängt eine wunderbar düstere Stimmung ein, die für den Zuschauer sehr eindrucksvoll ist. Unterstützt werden soll dies durch die krassen Computereffekte, bei denen man sich fragt, wie die gedreht wurden. Beeindruckend ist das zum Beispiel, wenn die gigantischen Spinnen die Zwergenkolonne angreifen oder wenn Smaug sich durch die engen Hallen windet. Da wurde sehr detailliert gearbeitet und das merkt man. Aber dann so viele weitere Effekte dazu, dass alles nur noch übertrieben wirkt und man das Gefühl hat, dass in jeder Szene unbedingt noch ein Effekt reingedrückt wurde. Bei den Massen an Effekten, kann man natürlich nicht alle so fein gestallten. Dann kommt es auch mal vor, dass das flüssige Gold oder die Festung der Orks unglaublich unecht und unprofessionell wirken, dass man das überhaupt nicht mehr ernst nimmt. Selbst wenn man versucht, das zu übersehen, schafft man das kaum, weil diese teilweise richtig schlechten Effekte, einfach zu sehr herausstehen. Dazu kommt der 3D Effekt, der alles wirr und unübersichtlich scheinen lässt. Grade in den schnellen Szenen sieht das gar nicht gut aus und man hat den Eindruck, dass es sehr ruckelt. Zur Handlung, die sich eigentlich auf wenige Sätze beschränken lässt. Es passiert eigentlich nicht wirklich spannendes, außer dass die Zwerge den Berg erreichen und den Drachen wecken. So viel sieht man auch schon im Trailer. Insgesamt wirkt der Film wahnsinnig langatmig. Viele Zusammenhänge wirken sehr unrealistisch und gekünstelt, aber auch wieder so vorausschaubar. Die komplette Geschichte wirkt wahnsinnig unnatürlich und wirr, von Logiklöchern möchte ich gar nicht erst anfangen. Auf Realismus wurde leider gar kein Wert gelegt. Wenn ein Ork ein Messerstich bekommt, ist er augenblicklich tot und fällt um. Auch wenn es ein Fantasy Film ist, der in einer anderen Welt spielt, sollte man ein wenig aus unserer Welt übernehmen, schließlich dient sie als Vorbild. Zur Schauspielerischen Leistung muss ich mich leider über Martin Freeman beklagen. Er versucht gezwungen lustig und komisch zu sein, was dazu führt, dass man ihn als Protagonisten kaum ernst nimmt. Auch wenn er vor dem Drachen steht und vor Nervosität stottert, wirkt es einfach unglaublich gespielt und auswendig gelernt, und das nicht mal gut. Was soll ich abschließend sagen? Es waren drei Stunden im Kino für knapp 15€, die mich absolut kalt gelassen haben. Man wird nicht in die Welt hinnein gerissen sondern außen vorgelassen und fragt sich, wo das Gefühl bleibt. Die Liebe zum Film und zum Detail scheint hier nicht vorhanden zu sein. Man versucht aus der minimalen Handlung, ewige Geschichte zu machen, was nur schlecht gelingt. Die Effekte beeindrucken weniger, als dass sie fehl am Platz und überladen wirken.

Christian Hoja (Cellurizon.de)
Christian Hoja (Cellurizon.de)

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4,5hervorragend
Veröffentlicht am 13.12.13

[...]„Der Hobbit – Smaugs Einöde“ ist toll(kin)es High Fantasy-Kino, das für weitere ausschweifende 160 Minuten nach Mittelerde entführt und dem Genre-Fan viele Wünsche und Träume erfüllt und in ein paar andere Seifenblasen leider weiterhin mit der Nadel sticht. Konnte man dem Vorgänger noch seine „Die Gefährten“-Baukastennarration zum Vorwurf machen geht „Smaugs Einöde“ sehr viel deutlicher den Weg seiner eigenen Geschichte und kreiert endlich wieder denkwürdige Mittelerde-Momente. Da ist viel Fan Service dabei, aber ohne flehentlichen Versöhnungswink[...]massenhaft Shots, die nur den Fanboy zum Jaulen bringen und weiter nichts wollen – aber DAS ist Fantasy, ein nach allen Regeln der Kampfeskunst Orks wegmachender Elb, wer will DAS denn bitte nicht sehen?![...]Was weiterhin fehlt ist allerdings die Gefühlsseite. Die Figuren gehen auf dem Weg zum Erebor nur geographisch voran, die Zwergengruppe bleibt nach wie vor fast nur als solche identifizierbar, auch wenn sie nicht mehr ununterbrochen in voller Zahl beieinander sind. Anfangs deutet sich noch eine bereits steigende Abhängigkeit Bilbos zum geheimnisvollen Ring an, den er seit seiner Begegnung mit dem Geschöpf Gollum bei sich trägt, was Martin Freeman einige sehr feine »was passiert mit mir…?«-Huscher bietet, sich dann aber im steten Wechsel des Handlungszentrums verliert.[...]

Mariashka
Mariashka

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2,0lau
Veröffentlicht am 31.12.13

Teilweise hat der Film ganz nette Stellen, Kostüme, Szenenbild und Landschaften sind grandios, und die Nebenhandlung mit Dol Guldur ist ganz interessant für Leute die nicht nur den Hobbit, sondern auch noch das Silmarillion gelesen haben. Außerdem wäre der Film ja sonst völlig plotleer. Die Einführung neuer Figuren wie Legolas und Thauriel und eine schwülstige Liebesgeschichte (Wobei mich gar nicht stört, dass hier Zwerg und Elbe anbandeln, sonder wie. Die zwei führen einfach eine dumme Unterhaltung über Sternenlicht.) kann man auch verkraften, auch wenn sie jetzt nicht soviel beitragen. Frech und einfallslos finde ich aber, einfach szenen aus dem HdR wieder aufzuwärmen. Ich meine damit z.B. die Anlehnung an die Frodo-Arwen Szene, als Tauriel auch anfängt zu leuchten. Was mich aber am meisten gestört hat - wie schon am Hobbit 1 -, war die monotone Action. Als zum gefühlt Mal Legolas gegen die Ork-Verfolger (die sich durch Rückschläge nicht abschrecken lassen) antritt, bin ich geistig ausgestiegen. Wenn Legolas nicht einmal pro halbe Stunde was cooles macht, sondern permanent durchs Bild flick-flackt und sonst nur blöd schaut, dann verliert der elbische Kampftechnik etwas an Reiz für mich als Zuschauer. Für mich ist das der Resident Evil Effekt, wenn Actionszenen den Film nicht mehr spannender machen, sondern langweiliger. Ganz im Gegensatz zu einem Bond-Film (mit wenigen Ausnahmen). Da weiß man ja auch, dass die Hauptfigur überlebt, und ist trotzdem ein Genuß, ihm dabei zuzuschauen, wie er das macht. Spoiler: Da für Teil 3 nur noch 2 Endkämpfe anstehen (Drache gegen Seestadt und die Schlacht um den Erebor - oh und Befreiung von Gandalf) werde ich mir den Film wohl nicht mehr im Kino anschauen. Nicht nur, dass ich keine Lust auf weitere Idiotien wie eine Schubkarrenfahrt auf flüssigem Metall habe, 2,5 Stunden animierter Krieg ist mir zu lame und zuhause kann ich wenigstens nebenbei Wäsche zusammenlegen. Mal ne Frage, da ich mich da nicht auskenn: Ist es teurer, den Großteil der Charaktere zu animieren oder Komparsen, Stuntmen und Maskenbilder zu bezahlen?

Jimmy v
Jimmy v

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3,5gut
Veröffentlicht am 20.12.13

Leider kann ich mich dem eher positiven Tenor der Filmkritikerschaft nicht anschließen. Grundsätzlich finde ich es sehr gut, dass man aus dem Hobbit eine Trilogie gemacht hat, um so mehr Zeit für die Dinge zu haben. Finanzieller Gewinn hin oder her, ich sehe das einfach im Vergleich zu den alleinstehenden Fantasy-Abenteuerfilmen wie z.B. "Kampf der Titanen", die mit ihrem Durchhetzen überhaupt keine Stimmung aufkommen ließen. Zweitens finde ich es auch gut, dass man Brücken zu HdR schlägt und sich manch künstlerische Freiheiten herausnimmt, umdeutet usw. Allein nun, die Umsetzung: Dass das Ganze nach dem selben Schema abläuft (reisen, vor Orks flüchten statt sie zu plätten, bei Elben chillen/sich mit denen rumstressen, weiterreisen), ist erst einmal geschenkt. Aber z.B. bereits der Einbau von Legolas, oder die Einführung von Tauriel für ein weibliches Publikum, obwohl sie dann doch nur Männersachen macht, geraten unglücklich. Gerade in der zweiten Hälfte, mit den getrennten Zwergen, der Giftsache, dieser angedeuteten Romanze, und Bard, mit seinem Ballistenpfeil: irgendwie kennt man das alles schon, irgendwie ist es nicht gut eingebunden. Gandalfs Ausflug war halbwegs interessant, aber eben auch nur das übliche Gandalfzeugs. Am meisten hat mich freilich die comichafte Action gestört. Die Szene am Wasserfall war an sich cool, aber in ihren Ausschweifungen einfach zu übertrieben. Letztlich hätte man die zusätzliche Zeit - und die künstlerische Freiheit! - mehr für die Charakteristika dieser Gruppe, weniger Seestadt und besser eingebundene Elben nutzen sollen, egal wieviel das Buch hergibt, und auch gerade um es auszubessern. Natürlich hat es der Mittelteil einer Trilogie immer schwer. Am Stück gesehen wirkt's vielleicht alles anders. Und Stärken hat der Film ja auch, besonders optische, finde ich. (Der Soundtrack ist leider nicht so gut geraten wie im ersten Teil.) Smaug fand ich sehr toll, genauso wie mir Bilbo auch besser gefiel. Aber ein fader Nachgeschmack bleibt zurück. Fazit: Comic-actionlastiger, auf "gutem" Niveau enttäuschender Mittelteil, der seine zusätzliche Zeit besser und geschickter invenstiert hätte. Teil 1 ist besser, hat aber auch seinen Auftakt-Bonus.

Ingsen007
Ingsen007

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3,5gut
Veröffentlicht am 20.12.13

Vorab: Man kann es nicht oft genug sagen - Filme sind und bleiben Geschmacksache. Und was für den einen ein Meisterwerk sein kann, ist für den anderen der vielleicht letzte Dreck. Umso bemerkenswerter ist es zu sehen, dass es bei "der Hobbit" offenbar zwei klare Lager gibt: diejenigen, die den Film feiern und diejenigen, die den Film hassen. Ich bewege mich irgendwo dazwischen. Man kann von den Plänen, aus der Buchvorlage des Hobbits einen Dreiteiler zu machen, halten was man will - aber der Vergleich zum "Herr der Ringe-Epos" verliert das sogenannte Prequel. Ganz allein schon deshalb weil die Vorlage zum "Herr der Ringe" ganz anders gelagert ist als "der Hobbit. Tolkien hat mit "Herr der Ringe" nicht einfach ein Buch geschrieben - er hat ein Universum geschaffen: mit Historie, Mythen, Legenden und reichlich Verstrickungen. Er erfindet Sprachen und kulturelle Hintergründe. Das alles fehlt in "der kleine Hobbit" komplett - wohl gemerkt: im Buch. Daher ist es folgerichtig, dass sich Peter Jackson in einer Dreiteiler-Adaption auch anderer Quellen bedient - etwa dem "Silmarillion" oder "The History of Middle-earth". Gerade was den Aufstieg des Nekromanten alias Sauron betrifft ist das ein bereicherndes Element der Filme. Woran es im "Hobbit" vor allem krankt ist die dramaturgische und die visuelle Umsetzung. Dass man einen Fantasyfilm im 21. Jahrhundert nicht ohne CGI angehen kann ist Konsens - dass es aber hin und wieder "hingeklatscht" aussieht, enttäuscht wirklich. Es ist sicher günstiger eine Stadt am PC entstehen zu lassen als wirklich zu bauen - aber genau darin lag ja das wunderbare bei "Herr der Ringe": als ich das erste mal Edoras in Rohan in "die zwei Türme" sah dachte ich nur: das haben die nicht wirklich gebaut ... aber das hatten sie. Wie auch immer: "der Hobbit" hält nicht, was "Der Herr der Ringe" bieten kann - weder als Buch noch als Film. Es ist dennoch ein starker Film - für meinen Geschmack aber von einem cineastischen Meilenstein genaus weit entfernt wie von einem Meisterwerk. Zuletzt ein Wort zu Smaug: technisch gesehen gibt es nichts auszusetzen - und er bekommt auch ordentlich Leinwandzeit. NUR: schwach finde ich, dass sein zunächst starker Charakter mit Auftauchen der Zwerge plötzlich einbricht ... denn als die Zwerge ihn durch sein eigenes Zuhause jagen, ist nichts mehr von seiner Verschlagenheit zu spüren ... schade.

Bernd K.
Bernd K.

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2,5durchschnittlich
Veröffentlicht am 13.12.13

Ich bin enttäuscht!! Als HdR-Fan habe ich mich natürlich gefreut endlich Teil 2 vom Hobbit sehen zu können. Klar, die Erwartung war hoch – warum auch nicht. Den ersten Teil vom Hobbit fand ich sehr gut und hatte echte Mittelerde–Atmosphäre. Die kam beim zweiten Teil viel zu kurz! Der Film wirkte nicht wie aus einem Guss. Die liebe zum Detail fehlte und wurde durch Schnickschnack ersetzt. Völlig sinnfreie 3D-Effekte, wie z.B. eine Biene, die ins Publikum fliegt. Wie vor 20 Jahren in einer 3D-Demo – boooaaah – ist das toll! Hat der Film es nötig uns mit lächerlichen 3D-Effelkten zu beindrucken? Und mehr wert auf Technik, als auf Atmosphäre legt? - anscheinend ja! Mir ist auch öfter aufgefallen, dass ständig versucht wird, Dinge in Szene zu setzen, welches sehr erzwungen wirkte. Und zum Schluss bleibt noch Legolas, der scheinbar zum Über-Elf mutiert ist. Warum muss so maßlos übertrieben werden? Spielt die Glaubwürdigkeit denn keine Rolle mehr? An seinen letzten Kampf mit dem Ober-Ork mag ich gar nicht erst denken - ganz schlecht gemacht! Mir wäre es am liebsten, Peter Jackson würde den Film noch mal neu machen und uns einen würdigeren 2. Teil präsentieren ...

Simon Peters :-)
Simon Peters :-)

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4,0stark
Veröffentlicht am 14.12.13

Also eines zu Beginn. Ich finde es schade das Filmstarts die 10 Sterne Wertung abgeschaft hat. Denn ich würde dem Film lieber eine 8,5 als 8/10 geben. Optisch ist der Film über alle Zweifel erhaben. Und auch die höhere Bildrate hat mich wieder total überzeugt. Was die Handlung betrifft muss ich zugeben das Buch nicht gelesen zu haben. Aber man merkt dem Film hier und da etwas an, künstlich in die länge gezogen worden zu sein. Aber es ist so gut und geschickt gemacht, dass ich dafür nur einen halben Stern Abzug geben kann. Was mich dagegen etwas gestört hat war das es sich zwar um ein Kinderbuch handelt, der Film das aber nicht konsequent verfolgt oder konsequent durchbricht. Zum einen gibt es lustige Momente in Kampfszenen, zum anderen werden Köpfe abgeschlagen. Das passt meiner Meinung nach nicht richtig zusammen. Hierfür gibt es einen ganzen Stern Abzug. Aber dennoch alles in allem ein toller Film der Lust auf den letzten Teil weckt.

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