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    Moonrise Kingdom
    Durchschnitts-Wertung
    4,1
    250 Wertungen - 17 Kritiken
    18% (3 Kritiken)
    47% (8 Kritiken)
    24% (4 Kritiken)
    12% (2 Kritiken)
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    17 User-Kritiken

    Max H.
    Max H.

    User folgen 31 Follower Lies die 153 Kritiken

    4,5
    Im Grunde genommen ist bei ihm ja immer vieles ziemlich gleich, lassen wir "Fantastic Mr. Fox" mal außen vor. Regisseur Wes Anderson steht für die Repräsentation von Surrealismus, Sarkasmus und schrillen Farben auf den großen Leinwänden der Welt und auch wenn sein Stil gleichbleibend und gewöhnungsbedürftig ist, falls seine Filme weiterhin das Niveau von "Moonrise Kingdom" liefern, wird die Kritik an seinen Werken streng limitiert bleiben. Vor allem da Anderson sein Cannes – Eröffnungswerk diesmal um weitere romatische und exzentrisch schöne Facetten erweitert. "Moonrise Kingdom" spielt ungefähr 50 Jahre in der Vergangenheit an der Küste von New England. Zwei 12 – jährige, mehr oder weniger stark vom Schicksal gebeutelt, beschließen auszureißen und "durchzubrennen". Klingt schon skurril, Anderson weiß aber sehr wohl noch einiges draufzusetzen und zeigt Szene um Szene, dass er sein Handwerk diesbezüglich wunderbar beherrscht. Beispielszene: Drei Kinder in umfassender Kameraperspektive beim Brettspiel. Bill Murray, mit Jason Schwartzmann natürlich Stammmitglied der Anderson – Crew, kommt die Treppe runter an den Kindern vorbei in einen Nebenraum, halbnackt mit Schnapsflasche, packt sich eine Axt und erwidert den Kindern entgegen, ohne dass die ihn auch nur bemerken, " Bin kurz draußen". Alles ist wieder schön bunt, fast schon übertrieben aufreizend, jede Kameraperspektive wirkt genauso gewollt und reiht sich perfekt ins Gesamtbild ein. Zudem findet Anderson hier auch wieder die perfekte Mischnung zwischen Schweigen und skurillen Dialogszenen. Hinzu kommt diesmal auch eine klassische und teils eigen erdachte Musikuntermalung, die zusätzlich Grund dafür ist, nach Vorstellungsende noch nicht den Saal zu verlassen. Clue des Films ist diesmal sicherlich die Geschichte der beiden 12 – jährigen: Jared Gilman und Kara Hayward zuzusehen, ist eine der größten Freuden, die ich beim Zusehen von minderjährigen Schauspielern hatte, dass das ganze in Orginalsprache folglich noch eindrucksvoller wirkt, muss hier also auch nicht weiter erwähnt werden. Ihre Charaktere bringen unterbewusst Mündigkeit zum Vorschein, was beide Schauspieler in Dialog und Gestik als auch Mimik so gekonnt inszenieren, dass diese Seriösität schon eine eigenartige ironische Wirkung erzielt. Und zum ersten Mal unter Anderson wird auch ein wenig Romantik versprüht, von den Kindern natürlich unbeholfen ausgeführt, da es die erste Liebe ist. Dadurch kommt man aber auch zu einem persönlichen Vergleich zu den Vorwerken des Regisseurs, was auch als Seitenhieb auf ihn selber verstanden werden kann; Andersons erste Versuche in diesem Genre bleiben ungelenk, aber dadurch auch so liebenswürdig, wie man es ihm eigentlich niemals zugetraut hätte. So oder so scheint der komplette Kindercast von "Moonrise Kingdom" zu funktionieren, anscheinend ist es Anderson auch gelungen, die Jungen zu motivieren, bei den Alten war das ja nicht von Nöten. Die Dauerbrenner der Regisseurs (s.o.) spielen wieder mit abgedrehtem Charme munter auf und machen den Eindruck, als würde man bei Anderson von Film zu Film spielen ohne varieren zu müssen. Neulinge wie Swinton, Willis und Norton, die immerhin zur absoluten A-Klasse Hollywoods gehören, beweisen aber auch, dass sie da mithalten können und zeigen ausgefeilte Charakterköpfe. Fazit: Die Kinder wirken fast erwachsen, die Erwachsenen drehen hypochondrisch auf und der eine oder andere entdeckt das Kind in sich wieder. Wes Anderson beweist mit "Moonrise Kingdom" wieder einmal in einer exzentrisch – schrillen Märchenwelt, dass das Eigenartige auf der Leinwand zu ganz großem Kino werden kann, so oft man es auch schon mal in seinen früheren Werken gesehen hat. Es sind eben die kleinen Details und Winkel in seinen künstlerischen Bildern, die man sehen muss, und es sind seine Ideen in jeder kleinen Szene, für die man sich begeistern sollte, der Rest wirkt bei Anderson dann wie ein Selbstläufer.
    fripul
    fripul

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    5,0
    Ein wirklich guter Film, nette Story, toller Soundtrack und außergewöhnliche Kameraführung.
    Schnafffan
    Schnafffan

    User folgen 4 Follower Lies die 21 Kritiken

    4,0
    Man muss manchmal ja irgendwie über sich selbst schmunzeln, wenn man sich einmal beim Schreiben einer Filmrezension beobachtet. Am Anfang steht hier ja immer, sofern man nicht schon lange vorher einen außerordentlichen Geistesblitz hatte, das Suchen und Ringen nach einer treffenden Einleitung, etwa nach einem thematischen Kontext, in welchen man den Film einordnen und analysieren kann, dann die Frage, wie sich der Film in das Oeuvre seines Regisseurs einfügt oder dass man einfach seine vom Ansehen geweckten Gefühle und Gedanken wiedergibt. Wie aber soll man selbige Ansätze bei "Moonrise Kingdom" anwenden, wenn es für den Verfasser dieser Kurzkritik der erste Wes-Anderson-Film ist und wenn sich vorallem jedwede Reaktionen oder Assoziationen in einem einfachen Satz zusammenfassen lassen: Was für ein wunderschöner Film!!! Alles andere ist eigentlich nur noch Ergänzung: Mit einem hinreißenden skurrilen Humor - der zugegebenermaßen nicht jedermanns Sache sein wird - und sagenhaften Bildern, untermalt von seichten Orchesterklängen eines selten so gut gewesenen Alexandre Desplat, erzählt Anderson eine anrührende Geschichte voller herrlich schrulliger Charaktere. Im Zentrum steht dabei die so schlichte wie wunderbare Liebesgeschichte zweier aufbegehrender Kinder, einem smarten, leicht irre wirkenden Nerd-Pfadfinder und einer irgendwie weltfremd-verlorenen, doch gleichzeitig bissig-anmutigen Anwaltstochter. Die erste Begegnung, der hoffnungsvolle Briefwechsel, das herrlich verkrampfte Wiedersehen, die mit augenzwickernder Lagerfeuerromantik angereicherte Pfadfinderodyssee, der erste Kuss ... Anderson zeigt viel, ohne zu illustrieren, deutet viel an, ohne etwas schuldig zu bleiben. Und alles ohne Pathos, ohne Kitsch, auch ohne Verniedlichung! Dass die Beziehung der beiden auf der Leinwand bei aller Skurrilität und Ironie so überzeugend und selbstverständlich-authentisch funktioniert, ist natürlich nicht nur Regie und Drehbuch zuzuschreiben, sondern vor allem den fantastischen Jungdarstellern. Ihre abenteuerliche Reise ist aber nicht nur eine logische Folge kindlichen Leichtsinns (oder besser: Dickköpfigkeit) beim Suchen und Finden ihrer jungen Liebe, es ist auch eine Flucht aus ihren häuslichen Welten, Gefängnissen der Ordnung und Festgelegtheit, eingefangen in grandiosen Kamerabildern, die das Haus der Bishops bzw. Sams Pfadfinderlager als reinen Komplex aus Symmetrien erscheinen lassen. Erst als die beiden Jung-Rebellen diese Welten mehr und mehr hinter sich lassen und in die reine Natur als rührend-utopischen Ort kindlicher Unschuld und Freiheit drängen, wird diese aufdringliche - wenngleich natürlich nie störende - Bildsymmetrie exponentiell abgebaut. Es spricht jedoch auch erheblich für Anderson, dass er die Erwachsenen, jene "Oberhäupter" dieser beherrschenden Komplexe, auch nie direkt verurteilt, denn eigentlich sind sie seelisch noch viel ärmer dran als ihre offiziell für psychisch gestört erklärten Schützlinge Sam und Suzy. Die Insel, welche den Schauplatz der Handlung liefert, stellt sich wie ein realitätsferner Kokon für seine liebenswert merkwürdigen Bewohner dar, in dem jeder seinen zwanghaften kleinen Mikrokosmos auslebt und in welchem niemand an diesem vermeintlichen Idyllezustand etwas zu ändern geneigt ist. Lediglich auf dem Festland scheinen kalte menschartige Organismen wie die Frau vom Jugendamt namens "Jugendamt" (Tilda Swinton) oder die ziemlich herzlosen Pflegeeltern Sams zu existieren. Als dann aber die Flucht der beiden Außenseiter die schöne Beschaulichkeit völlig aus allen Fugen geraten lässt, werden die schon lange zerrütteten Strukturen unter der hübschen - wenn auch bereits von Anfang an als reichlich labil präsentierten - Fassade sichtbar, was den kultivierten Anwalt (Bill Murray) im späteren Verlauf der Handlung veranlassen wird, mal eben "irgendnen Baum zu fällen" (einfach köstlich!). Gegen Ende verliert Anderson dann zwar ein wenig seine liebliche Geschichte aus den Händen und dramatisiert unnötigerweise das Geschehen einen Ticken zu stark. Doch das ist an sich nur Makulatur. "Moonrise Kingdom" ist vielleicht nicht ganz der beste, aber zweifellos der schönste Film des bisherigen Jahres 2012.
    Wlad S.
    Wlad S.

    User folgen 1 Follower Lies die 49 Kritiken

    3,5
    unterhaltssam , nicht zu skurril, aber wenig witzig, spannend aber nicht durchgehend, irgendwie schön , tolle starbesetzung. Leider fehlten mir prägende schockende faszinierende momente für mich nur oberes mittelmaß
    BrodiesFilmkritiken
    BrodiesFilmkritiken

    User folgen 30 Follower Lies die 4 081 Kritiken

    3,0
    Über Wes Anderson hab ich mich bereits diverse Male ausreichend ausgelassen: der Mann dreht keine Filme die sich einem Genre zuordnen lassen, der man ist seine eigene Art Filme zu machen die sich mit nichts vergleichen lassen. Besonderes Markenzeichen dabei ist es sehr bekannte Stars zu nehmen und in ziemlich ungewöhnlich wirkende Parts zu packen – im Vorliegenden Fall sind es Edward Norton und Bruce Willis die sich in diesem filmischen Eigenstück wieder finden. Die Story zweier Kinder die sich absetzen wollen ist dabei nicht mal unsympathisch und auf eine gewisse Weise süß, der Humor allerdings so speziell dass ihn nur die gängigen Liebhaber von Andersons Filmen richtig umsetzen können. Das ist vielleicht sogar das kleine Problem des Films: für normale Zuschauer ist er kaum zugänglich, der merkwürdige Look der wie ein Puppenhaus aussieht und die gebremste Erzählweise sind nicht das was der einfache Zuseher als gemütliche Komödie erwartet. Wer allerdings die Filme von Anderson kennt wird relativ wenig neues darin entdecken weil sich der Macher hier sehr oft selbst kopiert und aufgreift. Insofern: Anderson ist ein nerd, aber einer mit Talent und sollte generell mal was machen was man so gar nicht von ihm erwartet bevor er es macht wie Shyamalan: ein eigenes Genre begründen und zu Grabe zu tragen. Fazit: Sehr spezieller Film, zwar nicht ohne Reiz aber den meisten Zuschauern kaum zugänglich!
    VVVega
    VVVega

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    3,0
    Gute Kinounterhaltung, wenn man auf Wes Anderson steht und skurrile Handlungen mag. Die Schauspieler sind Top, besonders Bruce Willis und Edward Norton haben mir gefallen.
    Jimmy v
    Jimmy v

    User folgen 17 Follower Lies die 505 Kritiken

    4,5
    Ich liebe ja die Filme von Anderson, und so ist es auch kein Wunder, dass ich "Moonrise Kingdom" überragend fand. Eine famose Darstellerriege bei der Edward Norton tatsächlich den Vogel abschießt, aber auch die kleinen Hauptdarsteller und ihre einfühlsame, bei weitem nicht minder skurrilen Aktionen (Käfer-Ohrringe) - das ist wirklich alles sehr spezieller Humor, über den man oft im Kopf lacht als laut brüllend nach hinten zu fallen. Dabei erschafft Wes Anderson wieder ein ziemlich cooles Setting auf der Insel, mit den genannten detailverliebten Sets, aber auch wirklich tollen Landschaftsaufnahmen. "Moonrise Kingdom" erzählt unter anderem über das Erwachsenwerden und den Glauben an das Abenteuer. Möchte nicht jeder gerne aus seinem Leben ein solches machen? Und warum verstehen manchmal Erwachsene nicht die durchaus ernsthaften Wünsche ihrer Kinder, die mit ihrem Verhalten alles nur noch schlimmer machen? Auf all das wird eingegangen, nicht nur speziell in den Dialogen, sondern in allem, was hier Hand in Hand arbeitet: Gespräche, Kostüme, Musik (letztere ist überaus gelungen!). - Einordnen würde ich den Film durchaus in an die Seite meiner persönlichen Lieblingsfilme von Anderson: "The aquatic life with Steven Zissou" und "The Darjeeling Limited". Natürlich sind auch alle anderen Filme gut, aber irgendwie hat hat "Moonrise Kingdom" noch dieses magische Kinomoment. Nur zwei kleinere Schwächen konnte ich ausmachen: Zum einen hätte ich mir gewünscht, dass kameratechnisch etwas neues probiert wird. Klar, der unverwechselbare Stil. Aber die herumschwenkende Kamera wird etwas zu überstrapaziert, finde ich. Zum anderen erschien mir irgendwann Cousin Ben (kongenial verkörpert von Jason Schwartzman) verschwunden, was irgendwie schade war. Seine Figur war ein Knaller wie alle anderen auch, daher hätte ich gerne mehr gesehen! - Fazit: "Moonrise Kingdom" darf man zu Recht zu den besten Werken von Wes Anderson zählen. Wie immer muss man etwas mit seinem Humor anfangen können um daran seine Freude zu haben - ein typischer Film jener Sorte.
    Christian K.
    Christian K.

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    5,0
    Toller Soundtrack, klasse Charaktere wunderbar verkörpert von guten Schauspielern, wunderbare Bilder, eine hinreißend kleine Geschichte und viele kleine Prisen Humor und Drama... was will man mehr?!
    Tobi-Wan
    Tobi-Wan

    User folgen 20 Follower Lies die 87 Kritiken

    4,0
    Noch eine Woche, und die Fußball-EM beginnt. Dann stehen vier Wochen an, in denen Kinofans traditionell wenig Neues geboten wird, das sich lohnt. Grund genug, die Lücke mit Wes Andersons neuer Tragikomödie „Moonrise Kingdom“ zu füllen, die kürzlich anlief. Wie immer ist der typische Anderson-Stil allgegenwärtig: Rot- und Gelbtöne, verschrobene Figuren, trockener Humor. Doch tut Anderson mehr, als im Schauplatz der Handlung – einem Pfadfindercamp in den 1960ern – schräge, lustig uniformierte Charaktere aufeinandertreffen zu lassen. Im Kern erzählt „Moonrise Kingdom“ vom Schicksal der kleinen Ausreißer Suzy und Sam, die keine Lust mehr haben, wegen ihrer Sensibilität und Andersartigkeit von Gleichaltrigen wie Erwachsenen ins Abseits gestellt zu werden. Ihre in vielen berührenden Momenten eingefangene Liebesgeschichte ist die schönste, die ich bisher 2012 im Kino gesehen habe. http://www.youtube.com/watch?v=pjtnPqgUa9o
    Geggo
    Geggo

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    5,0
    Toller Film. Eine absolute Pflicht für jeden Kinofan. Vor allem ist auch Bruce Willis in seiner Rolle perfekt.
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