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Argo
Durchschnitts-Wertung
4,1
585 Wertungen - 22 Kritiken
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22 User-Kritiken

mercedesjan
mercedesjan

User folgen 14 Follower Lies die 80 Kritiken

4,0stark
Veröffentlicht am 10.05.13

Mit seinen 40 Jahren musste Ben Affleck bereits viele Höhen und Tiefen durchleben. Als er in den Neunzigern vom Independent-Schauspieler zum Oscar-Preisträger aufstieg, hatten ihm viele eine rosige Zukunft prophezeit. Den Oscar erhielt er für das beste Original-Drehbuch für den Film „Good Will Hunting“, zusammen mit seinem Co-Schreiberling Matt Damon, die beide auch tragende Rollen im Film spielten. Der Oscar öffnete beiden nun Tür und Tor. Während Matt Damon sich an herausfordernde Rollen mit Regisseuren wie Steven Spielberg heranwagte und damit auch Erfolg hatte, zog es Ben Affleck zum Action-Mainstream Kino. Dies war der Beginn seines Untergangs. Die Kritiken zu seiner Leistung in Armageddon und Pearl Harbor waren vernichtend. Nach weiteren Flops, einem Alkoholentzug und der an der Medienpräsenz zerbrochenen Hochzeit mit Jennifer Lopez, gelang ihm 2006 das schauspielerische Comeback. Vor allem aber fanden seine Regiearbeiten großen Anklang. Allen voran sein Thriller „The Town“ wurde von Kritikern und Publikum gleichermaßen geliebt. Zwei Jahre nach „The Town“ setzt Affleck sich nun die Krone auf. Seine dritte Regiearbeit „Argo“ gewann bei der Oscarverleihung drei Oscars, unter anderem in der wichtigsten Kategorie als bester Film. Anders als „The Town“, beruht Argo auf wahren Begebenheiten. Ben Affleck erzählt von der 25 Jahre geheim gehaltenen Rettung von sechs Amerikanern aus Teheran. Diese konnten bei einer Geiselnahme am 4. November 1979, aus der amerikanischen Botschaft in der 52 Menschen während der iranischen Revolution als Geiseln festgehalten wurden, fliehen. Um sie aus Teheran zurück in die Heimat zu bringen, brauchte es eine abenteuerliche Geschichte. Wer nun eine zähe Geschichtserzählung erwartet liegt falsch, denn Affleck garniert den Film an den richtigen Stellen mit viel Humor. Er macht aus der wahren Begebenheit einen hochspannenden und unterhaltsamen Thriller. Auch wenn man über den Ausgang des Films von vorneherein Bescheid weiß, bleibt Argo die ganze Laufzeit über sehr spannend, auch wenn es Affleck zum Ende hin ein wenig mit der Dramaturgie übertreibt. Das Hauptaugenmerk des Films liegt dabei auf der amerikanischen Seite des Geschehens, was dafür sorgt das man bei der Rettungsaktion mit den Geiseln ordentlich mitfiebert. Die iranische Seite wird nicht näher beleuchtet, aber auch nicht pauschal verurteilt. Affleck, der neben seinem Posten als Regisseur, auch als Hauptdarsteller fungiert, setzt auf ein tolles Schauspielerensemble mit Stars wie Bryan Cranston („Drive“). Diese Rechnung geht erwartungsgemäß auf und vor allem Alan Arkin, der für seine Leistung auch für einen Oscar als bester Nebendarsteller nominiert wurde, sorgt für einige grandiose und humorvolle Momente. Affleck selbst, verzieht als CIA-Agent Tony Mendez keine Miene, selbst in Extremsituationen hat dieser seine Nerven stets im Griff. Viel zu tun hat Affleck also nicht, aber er überzeugt mit seinem fein nuancierten Spiel. Der Oscar für die beste Filmmusik blieb Argo (zu Recht) verwehrt. Verdient war die Nominierung für Alexandre Desplat aber durchaus, auch wenn ich „The Dark Knight Rises“ oder „Der Hobbit“ in dieser Kategorie bevorzugt hätte. Verwehrt blieb auch Ben Affleck die Auszeichnung als bester Regisseur. Somit ist Argo einer der Filme, der zwar den Oscar als bester Film, aber nicht als bester Regisseur gewonnen hat. Besonders wird dies, da Affleck nicht einmal nominiert war. Bei den Golden Globes konnte er noch beide Trophäen abräumen. Gewonnen hingegen hat Argo den Oscar für den besten Schnitt. Fazit: Der beste Film der diesjährigen Oscarverleihung ist also Ben Affleck‘s Polit-Thriller Argo. Verdient ist diese Auszeichnung allemal, auch wenn Argo nicht mein Favorit war, dafür war die Konkurrenz zu stark. Seis drum, Argo ist ein hochspannender Polit-Thriller der auf wahren Begebenheiten beruht und trotzdem, nicht zuletzt wegen der skurrilen Geschichte, ein unterhaltsamer und oftmals humorvoller Oscargewinner. Trotz der etwas einseitigen Erzählung und dem übertrieben spannend gehaltenen Ende ist Argo ein sehr guter Film, Affleck’s bester bislang. Man darf gespannt sein, wie die Entwicklung von Ben Affleck voranschreitet. Nach Argo dürften ihm jetzt erneut alle Türen und Tore offen stehen. Dieses Mal bin ich mir aber sicher dass er etwas daraus macht.

RobStar
RobStar

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4,5hervorragend
Veröffentlicht am 30.03.13

Sehr gut gemachter Film und sehr spannend. Hat den Oscar auf jedenfall verdient.

Max H.
Max H.

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4,0stark
Veröffentlicht am 25.02.13

Der Oscarfavorit "Argo" musste kurz vor der Verleihung einfach nochmal begutachtet werden. Zu überragend waren die Kritiken, zu zahlreich die Preise. Im Endeffekt kann ich sagen, der Film ist, vor allem mit Blick auf den damaligen Bezug, exzellent aufgearbeitet, wundervoll in Szene gesetzt und recht spannend, sowie merkwürdigerweise erfrischend komisch. Um an einer Meisterleistung heranzureichen, fehlen ihm aber die denkwürdigen Szenen und vor allem etwas mehr Schwung im Mittelteil Dass das der Fall ist, rührt daher, dass eine wahre Begebenheit auch nur das hergibt, was sich auch wirklich ereignet hat. Somit werden Politiker und Involvierte ein ums andere mal vielleicht ein bisschen zu oft gefragt, was der Spannung abtrünnig ist. Dennoch, Regisseur Ben Affleck, der nach dem tollen Thriller "The Town" mittlerweile zu einem sehr versierten Künstler heranwächst., quetscht auch den letzten Tropfen aus dem Stoff heraus und schafft ein wunderbar dialog-pointiertes sowie spannendes Werk, das niemals an Authenzität verliert, obwohl immer wieder humoristische Einlagen gestreut werden, eine wahre Meisterleistung, die Affleck zumindest als Regisseur hoch anzurechnen ist. Schauspielerisch nimmt Affleck selbst die Hauptrolle an und gibt den CIA - Mann im iranischen Umfeld treffend seriös und routiniert, was vor allem in Relation zu den anderen sechs nervösen Beteligten gut zu sehen ist. Bryan Cranston und John Goodmann beweisen indes, dass es einfach kaum schlechte Filme mit den beiden gibt. Goodmann spielt im übrigen seine mal wieder oft zitierte launisch - ironische Rolle, die ja bereits fast zu einem Running - Gag verkommt (im positiven Sinne). Wenn es "Argo" also tatsächlich gelingen würde, den Oscar in der Hauptkategorie zu holen, so zeigt er wieder mal sein gutes Gespür für seine Rollen, hat er doch schon im Vorjahressieger "The Artist" mitgewirkt. Hervorzuheben an "Argo" ist vor allem noch die exzellente Kameraarbeit, die immer wieder passend zwischen Doku, Selbstaufnahmen und gewöhnlichen Kameraperspektiven hin- und herwechselt. Auch der günstige Schnitt ermöglichen einen reibungsloseren Ablauf und spannendere Dynamik. Fazit: "Argo" ist nicht perfekt, aber ungemein unterhaltsam für einen Film derartiger Thematik. Affleck inszeniert in passendem Ton als hätte er nie etwas anderes gemacht und beweist das seine Regiekünste seinen nicht gerade schlechten schauspielerischen Fähigkeiten weit überlegen sind.

thomas2167
thomas2167

User folgen 7 Follower Lies die 582 Kritiken

3,5gut
Veröffentlicht am 02.03.13

Ob Argo nun verdient den Oscar bekommen hat mag ich hier nicht beurteilen. Kannte auch einige der anderen nominierten Filme nicht. Aber auf jeden Fall ist er ein spannender , guter , kurzweiliger Polit Thriller der über die gesamte Spielzeit hinweg gute Unterhaltung bietet. Ben Afflek überzeugt wie bei seinen zwei bisherigen Filmen wieder als sehr guter Regisseur und nebenbei noch Hauptdarsteller. Aber auch alle anderen Schauspieler spielen durchweg gekonnt ihre Rollen. Die Story des Films - Spoiler: die Befreiung von sechs amerikanischen Botschaftsmitarbeitern aus Teheran - beruht auf Tatsachen und wurde genial in Szene gesetzt bzw umgesetzt. Der Streifen bietet eine interessante Story und 120 spannende Minuten mit einen guten Darsteller Ensemble. Emfehlenswert!

nada-
nada-

User folgen 9 Follower Lies die 120 Kritiken

2,0lau
Veröffentlicht am 26.11.12

Affleck ist ein wesentlich schlechterer Schauspieler als Regisseur. Während seinem Schauspiel aber immerhin eine unfreiwillige Komik innewohnt - ich musste einige Male schmunzeln, wenn ich gemerkt habe, wie Affleck sich darin versucht, nachdenklich oder betroffen zu wirken -, mutet es eher peinlich an, wie Affleck den Film inszeniert. Was "Argo" davon bewahrt, noch mehr Himbeeren von mir zu ernten, ist die interessante Geschichte. Die ist nämlich ganz witzig. Nicht wirklich spannend, denn dafür konzentriert sich Affleck zu sehr auf die Komik des Himmelfahrtskommandos, und dem spannenden Element wirkt nicht nur sein Schauspiel entgegen, Leute wie DuVall oder McNairy - laut IMDB sind das deren Namen, ich erkenne sie anhand ihrer Bildchen wieder - wirken mit Maske noch komischer, als sie das sonst ohnehin schon tun. Fazit: Amüsiertes Gähnen oder gähnendes Schmunzeln. Oder was auch immer.

BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

User folgen 13 Follower Lies die 3 963 Kritiken

3,0solide
Veröffentlicht am 01.09.17

Hier muß ich mich selbst tadeln dass ich den Film total unkonzentriert geschaut habe und mich irgendwie kein Stück in die Handlung an sich hineinfinden konnte. Sehr schade, aber auch leicht möglich aufgrund der recht komplexen Geschichte und deren Aufbau. Politthriller sind halt im Normalfall keine leichte Kost. Daher überlasse ich den Part anderen Leuten und Kritikern – sie werden mehr drin finden oder dazu sagen können. Unbestreitbar bleibt aber wieder einmal das Regietalent von Ben Affleck. Der spielt zwar auch mal wieder die Hauptrolle und bleibt darin angemessen unauffällig, aber sein Gespür für die Inszenierung ist gigantisch: mit teils echten alten Nachrichtenaufnahmen vermittelt er ein krasses Feeling von Realismus und hält den Film in einem optimalen Look der so aussieht als sei er schon vor 30 Jahren gedreht worden. Der absolute Beweiß dass der man nicht nur mal einen kleinen Glücksgriff mit „The Town“ geliefert hat sondern was kann. Mehr als ich in dieser Kritik zumindest. Fazit: Komplexer Thriller, authentisch inszeniert und höchst anspruchsvoll – war für mich wohl ne Nummer zu hoch!

Cursha
Cursha

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2,5durchschnittlich
Veröffentlicht am 15.06.17

Mit "Argo" dem großen Oscargewinner von und mit Ben Affleck werde ich einfach nicht warm. Natürlich ist die Geschichte zunächst doch sehr interessant und auch ansprechend und man fragt sich als Zuschauer auch, kann das klappen was die da vor haben ? Aber mich konnte der Film einfach nicht fesseln. Weder spannungstechnich noch darstellerisch. Ich fand das alles sehr beliebig und langweilig.

Marc-aus-Aachen
Marc-aus-Aachen

User folgen 3 Follower Lies die 158 Kritiken

3,0solide
Veröffentlicht am 17.10.15

Handwerklich sehr gut gemachter Thriller um eine wahre Begebenheit. Dass jegliche Plot-Elemente, die zu einer Dramatisierung der Handlung beitragen, Fiktion sind, sei verziehen. Schließlich soll der Film ja auch unterhalten. Ärgerlich ist die Darstellung iranischer Personen. Diese sind durchweg stereotyp, eindimensional und leicht unterbelichtet gezeichnet. Irgendwie ähnlich der Darstellung von Latinos in amerikanischen Filmen.

ToKn
ToKn

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3,5gut
Veröffentlicht am 15.10.15

Und ich bleibe dabei, als Regisseur und Drehbuchautor ist Ben Affleck eine Kanone. Auch wenn es erst die 3. Regiearbeit ist und es für "Argo" nur 3 Oscars als besten Film, bestes adaptiertes Drehbuch und Schnitt gab, der Film ist gut. Na klar ist er typische US-amerikanische Propaganda, aber all das was hier in den Film gegenüber dem wahren Geschehen hineingebastelt wurde, dass passt auch um den Film die richtige Spannung zu geben. Geheimdienste sind Scheiße, das wissen wir, aber wehe wenn sie nicht da wären. Ich habe ewig gebraucht um mir den Film zu Gemüte zu führen, ich bin kein Fan von dieser Zeit, mir fehlte der Glauben daran und die Vorstellung, wie man diese spezielle Thematik fesselnd auf die Leinwand bringen kann. Dazu kommt, dass ich mich mit Ben Afflecks Schauspielerei immer ein wenig schwer tue. Nicht Fisch- nicht Fleisch. Der Film an sich, hat mich aber eines besseren belehrt und da darf sich Ben Affleck ruhig mal auf die Schulter klopfen, auch wenn der Film sich durch seine Thematik selber trägt. Schauspielerisch glanzvoll in den Nebenrollen Alan Arkin und Ben Goodman. Wie gesagt, wer sich wie ich nicht ran wagt an den Film, überwindet euch, es ist auf alle Fälle handwerklich sauber gemacht. Körper und Geist fiebern mit.

Jason Bourne
Jason Bourne

User folgen 19 Follower Lies die 873 Kritiken

2,5durchschnittlich
Veröffentlicht am 07.01.15

Getragen von hervorragenden Dialogen, entwickelt sich Argo zu einem hervorragenden Unterhaltungsfilm, spannend und geradlinig erzählt. Allerdings verweist der Film immer nur auf seinen eigenen Humor, seine eigene Spannung, bleibt politisch belanglos, wenn nicht gar fragwürdig und kommt deshalb nur darauf hinaus, ein positives Bild von der US-Regierung zu zeigen, die ihre Bürger aus allen Schwierigkeiten holt.

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