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    Am Sonntag bist du tot
    Durchschnitts-Wertung
    3,8
    142 Wertungen - 14 Kritiken
    Verteilung von 14 Kritiken per note
    2 Kritiken
    5 Kritiken
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    14 User-Kritiken

    Kino:
    Anonymer User
    2,5
    Veröffentlicht am 27. April 2017
    Amüsante Groteske, die allerdings weder die Spannungsmomente, noch das dramatische oder komödiantische Potenzial der Geschichte auszureizen gewillt ist, und so in jeder Hinsicht mittelmäßig bleibt.
    Zach Braff
    Zach Braff

    User folgen 114 Follower Lies die 358 Kritiken

    5,0
    Veröffentlicht am 18. Oktober 2014
    Grandioses irisches Drama, gespickt mit jeder Menge tief-schwarzem Humor. Brendon Gleeson mit einer Lifetime-Performance! Das eigentliche Thema, die Mordankündigung gerät zunächst einmal vollkommen ins Hintertreffen. Da ist es für den Priester viel wichtiger, sich um seine Gemeindemitglieder zu kümmern, anstatt sich selbst in Sicherheit zu bringen. Die Einwohner des kleinen Dorfes haben alle so ihre Macken und sind teilweise wirklich herrlich schräg drauf. Mit was für einer Ruhe und Besonnenheit der Priester mit diesen Leuten umgeht ist wirklich bemerkenswert. Und dann kommt auch noch seine Tochter hinzu, die mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen hat und bei ihrem Vater neue Stärke zu finden erhofft. Was McDonagh einfach toll hinbekommt, ist es immer wieder die wunderschöne Seite von Irland mit in den Film einzubeziehen. Da reicht schon eine kurze Zwischensequenz um den Zuschauer in diese wilde, raue Welt der irischen Küste hineinzuversetzen. Im Laufe des Filmes, je näher der finale Sonntag kommt, baut sich dann eine immense Intensität auf, die im Showdown am Strand in einem überragenden Finale gipfelt. Ein absoluter Gänsehautmoment! Das Ende ist dann ein ruhiger und stimmiger Abschluss eines in weiten Teilen extrem lustigen, aber gerade gegen Ende auch sehr emotionalen Filmes.
    nada-
    nada-

    User folgen 13 Follower Lies die 120 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 5. Oktober 2014
    Beinahe hätte ich vergessen, dass Irland mehr hergibt als Whiskey, Rothaarige und grüne Landstriche. Es bietet auch Stoff für gute Dramen.
    Spawn
    Spawn

    User folgen 3 Follower Lies die 21 Kritiken

    4,5
    Veröffentlicht am 26. Oktober 2014
    "Calvary" ist ein tiefgründiges und emotional packendes Drama mit einer Prise tiefschwarzen Humors. Die Basis dafür bietet die großartige Leinwandpräsenz des Hauptdarstellers Brian Gleeson. Er verleiht der Figur des Vaters James Lavelle einen kantigen, aber jederzeit uneingeschränkt sympathischen Charakter und dient damit als Identifikationsfigur. Trotz der Todesdrohung im Beichtstuhl und des Selbstmordversuchs seiner Tochter versucht er weiterhin für die Sorgen und Nöte in seiner Gemeinde ein offenes Ohr zu haben. Dies wird ihm von seinen Schäfchen allerdings recht wenig gedankt. Sie projezieren ihr eigenes Leiden auf den Klerus und haben keinerlei Vorstellung davon, was der Mensch der hinter der Kutte steht gerade durchmacht. Es scheint fast so, als nähme Vater James wie Jesus alle Sünden und alles Leid dieser kleinen Welt auf sich um die Moral dieser Menschen wieder auf den Weg zu bringen. Dies ist sicher nur eine Schlußfolgerung aus diesem vielschichtigen und komplexen Drama. Man kann für jede Nebenfigur Mitleid empfinden oder seine eigenen Schlüsse ziehen. Die Handlung ist fast wie eine Art Meditation über Schuld, Unschuld, Sühne und Vergebung. Man braucht nicht mal ein sonderlich christlicher Mensch sein um das zu verstehen und zu schätzen. Davon abgesehen ist der Film auch in den Nebenrollen gut besetzt und gespielt. Hierbei möchte ich besonders Aiden Gillen ( bekannt aus "Game of thrones" ) hervorheben, der einen misanthophischen und zynischen Arzt spielt, der schon lange den Glauben an alle Tugenden und Moral verloren hat und nur wie eine leere Hülle seiner Tätigkeit nachgeht. John Michael McDonagh insziniert hier einen stimmigen und intensiven Film, der auch durch die Skurilität seiner Nebendarsteller nicht einer gewissen Komik abgeneigt ist. Hinzu kommen die wunderbare Kulissen der irischen Küstenlandschaft, die immer wieder der dichten und fast erdrückenden Atmosphäre entgegengesetzt werden und dabei wie eine zeitweilige Befreiung wirken. Etwas mißlungen wirkt dagegen nur der deutsche Titel "Am Sonntag bist du tot", was eventuell etwas in die Irre führen kann, könnte man doch meinen es handle sich um einen Teenie Horrorstreifen. Trotzdem großartiges Kino mit einem beeindruckenden Hauptdarsteller und fantastischen Landschaftsaufnahmen.
    Jimmy v
    Jimmy v

    User folgen 125 Follower Lies die 506 Kritiken

    5,0
    Veröffentlicht am 25. Mai 2015
    Was für ein unglaublicher Film! Die Filme der beiden Regisseur-Brüder gefallen mir durch die Bank weg, aber ich glaube, mit "Calvary" (ein viel besserer Titel, daher nutze ich das Original) hat sich John Michael McDonagh übertroffen. Erzählt wird von Moral, aber eben nicht in einer erhobenen Zeigefinger-Weise, sondern fast schon gnadenlos: Die einzig wirklich gute Person im Dorf soll also sterben? Für die Verwerfungen anderer? Der krimihaft anmutende Plot ist dabei gar nicht so entscheidend, denn "Calvary" ist in seinen Einzelszenen dann eher zu symbolisch und mit manchen Auslassungen bedacht. Daher kann man kaum mitraten. Darum geht es aber auch nicht. Die Sünden der einzelnen Dorfbewohner, aber auch ihr berechtigter Ärger gegenüber der Institution Kirche, zeigen wie schwierig es sein kann überhaupt eine Gemeinschaft zu bilden, wo doch jeder den Anderen aufrichten könnte, aber eher darauf wartet, dass er oder sie selbst im Mittelpunkt steht. Allein dafür war der Film schon sehr leerreich. Hinzu kommen aber eben noch die zwei sehr politischen Ebenen: Zum einen die erst vor kurzem vergangene Finanzkrise, die Irland ganz besonders traf, und im Film ein Grund für das viele Misstrauen ist; zum anderen - und das noch mehr - der große Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche, der noch immer nicht zufriedenstellend aufgearbeitet ist. Doch was kann Father James für all das? Manche bemängelten, das von Irland gezeichnete Bild sei völlig übertrieben. Das erscheint mir aber nicht so wichtig. Die auftretenden Figuren sind Archetypen, und Irland nur eine Projektion für den allgemeinen Verlust von Glauben - nicht nur dem religiös-christlichen, sondern in Nähe überhaupt. Klingt alles ziemlich melancholisch? Ja, ist es auch. Aber ebenfalls auch lustig; ein wenig "artsy" und doch mit genügend Bodenhaftung. Ich habe mich zu keiner Sekunde gelangweilt, obwohl der Film schon extrem ruhig ist. Dazu tolle Bilder, Musik und Schausspielleistungen. Fazit: Einer der besten Filme der letzten Jahre mit einer unglaublich interessanten, symbolisch aufgeladenen, und doch nie überfordernden Handlung.
    Rüdiger Wolff
    Rüdiger Wolff

    User folgen 4 Follower Lies die 62 Kritiken

    4,5
    Veröffentlicht am 31. Oktober 2014
    Am Sonntag bist Du tot Golgatha In Anlehnung an den stellvertretenden Kreuzestod Jesu Christi für die ganze Menschheit verliert hier ein irisch-katholischer Dorfpfarrer sein Leben stellvertretend für einen schon verstorbenen Kinderschänder. Hervorragend gespielt, gewaltig in der Inszenierung und beeindruckend als Gesamtwerk. Fazit: Sehr sehenswert
    Cursha
    Cursha

    User folgen 1456 Follower Lies die 907 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 6. Juni 2017
    "Am Sonntag bist du Tod" ist erstaunlich unlustiger als ich mir zu Anfang gedacht habe, was dem Film aber in keinsterweise Schadet. Ich bin ein großer Fan von McDonaghs Bruder Martin, der bereits den großartigen "7 Psychos" gedreht hat und den noch viel besseren "Brügge sehen... und sterben?" Beide beweisen dass sie zu den wirklich großen Regisseuren des europäischen Kinos zählen. Dieser Film ist wahrhaftig rabenschwarz und stellt den Glauben eines durch und durch guten Pristers auf die Probe, der durch seine Stellung und sein Ansehen in ein tödliches Spiel gerät. Dabei werden so Themen wie Kindesmissbrauch, Rassismus, Atheismus, Depression oder Homosexualität aufgegriffen. Jeder kann hierdurch zum Verdächtigen werden im doch sehr streng, katholischen Irland. Doch scheint unser Hauptcharakter doch all denen gegenüber keine Vorurteile zu haben und wirkt eher wie ein vollkommen aufgeschlossener Mann des Glaubens. Aus all dem macht McDonagh einen sehr guten Film, der fesselnd ist von Anfang bis Ende und den Glauben auf die Probe stellt. Dabei wird die Hauptrolle grandios getragen vom großartigen Branden Gleeson. Zudem gesellen sich dann noch sein Sohn Dohmnall oder "Game of Thrones" Darsteller Aidan "Littelfinger" Gillen. Doch all diese Figuren tauchen auf und verschwinden dann wieder. Sie kommen und gehen und zeigt noch einmal verstärkt auf, dass es eigentlich jeder gewesen sein kann und auch wieder keiner von ihnen. Bis zum Ende ist man genau so ratlos und planlos wie unsere Hauptfigur. Kurz: Der Film ist absolut sehenswert, der vor allem von den grandiosen Hauptdarsteller lebt.
    papa
    papa

    User folgen 35 Follower Lies die 319 Kritiken

    2,0
    Veröffentlicht am 19. Dezember 2015
    Wahnsinnig zäh und ermüdend. Zum Lachen musste man sich schon zwingen. Wo sich hier der schwarze Humor verstecken soll, ist mir ein Rätsel. Der Film wirkt für mich irgendwie so lieblos dahingeschmiert, da hat fast alles gefehlt: Dramaturgie, Spannung, Handlung überhaupt, er war sehr langatmig und insgesamt sehr schwach. Aber es gab auch ein paar Dinge, an denen ich gefallen finden konnte: Schöne Panoramen und Landschaftsbilder mit tollen Einstellungen, die Lust auf einen Trip nach Irland machen. Einen hervorragenden Brendan Gleeson (Gangs of New York), der hier eine One-Man-Show fährt und den Film mit Fingerspitzengefühl und ohne viel "Firlefanz" alleine trägt. Für mich war der Film jedoch eine echte Geduldsprobe.
    BrodiesFilmkritiken
    BrodiesFilmkritiken

    User folgen 2203 Follower Lies die 4 325 Kritiken

    2,5
    Veröffentlicht am 4. August 2017
    Ich will fair sei: ich gucke einen Film (auch einen wie diesen) mit dem Hauptanspruch gut unterhalten zu werden und kann es dem FIlm nicht ankreiden wenn meine eigenen Ansprüche und Wünsche nicht erfüllt werden. Trotzdem muß ich mich hier dafür aussprechen daß zwar vieles gut geplant ist, aber im Ergebnis mehr verwirrt und verstört als alles andere. Alles vor allem raffe ich bis zum Ende nicht was wirklich in der Hauptfigur vorgeht: der Priester erfährt daß er in einer Woche getötet werden soll; ist nicht ans Beichtgeheimnis gebunden und hat den Täter sogar erkannt – und unternimmt nichts, nimmt dieses Schicksal einfach so hin. Das wäre ja noch ok wenn er ein depressives Wrack wäre und froh darüber aus seinem Elend erlöst zu werden, aber so wie er hier auftritt ist es ein normaler, netter Durchschnittstyp. Die Angelegenheiten um die er sich noch kümmern soll geht er auch nicht so an, außer ständig irgendwelchen Dorfgestalten zu begegnen von denen sich eine letztlich wohl als Täter erweisen wird, aber trotzdem hat man dann am Ende nicht das Gefühl daß wirklich was getan wurde, ebensowenig versteht man dann daß er kurz vor dem Ende doch ein paar Vorkehrungen trifft die dann aber ebenso verpuffen. Brendon Gleeson spielt wie eh und je super, aber seine Präsenz und die bohrende Frage wer denn der Täter ist reichen kaum aus um 90 Minuten zu füllen. Dazu ist der FIlm viel zu sehr wie ein unbearbeiteter Drehbuchentwurf. Fazit: Spannende Konstellation die aber zu nichts wirklich verwendet wird und außer der Auflösung garnichts bietet!!
    Agnitio
    Agnitio

    User folgen 2 Follower Lies die 5 Kritiken

    4,5
    Veröffentlicht am 30. Oktober 2015
    Ganz wunderbar dargestellt, wie der innere Kampf seiner Überzeugung und seiner starken Persönlichkeit gegen die tagtäglichen Sorgen und Sünden ankämpfen. spoiler: Am Ende macht er es wie Jesus und stirbt für die Sünden anderer. Es darf anschließend fleißig diskutiert werden ob seine Ideale höher zu bewerten sind oder eher ein Stück mehr Feigheit besser gewesen wäre, die aber für seine Umwelt zukünftig einen größeren Gewinn bedeutet hätten.
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