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Kung Fu Panda 3
Kritik der FILMSTARTS-Redaktion
4,0
stark
Kung Fu Panda 3
Von
Wenn ein Hollywood-Studio einen großen, sündhaft teuren Animationsfilm produziert, nimmt es normalerweise zuallererst die US-Kids in Visier. Sie sollen (am besten mit den Eltern im Schlepptau) die Kassen füllen. Das Publikum rund um den Globus folgt bei dieser traditionellen Kalkulation mehr oder weniger automatisch, schließlich ist kaum etwas so universell verständlich wie die Blockbusterfilme aus der Traumfabrik. Doch die Welt hat sich verändert, die Märkte außerhalb von Nordamerika werden immer wichtiger und so kommt nun mit DreamWorks‘ 3D-Animations-Action-Komödie „Kung Fu Panda 3“ einer der ersten Big-Budget-Filme aus der Traumfabrik, der nicht primär für die USA und Kanada konzipiert wurde, sondern für China. So ist nicht nur die Handlung des Sequels im Reich der Mitte angesiedelt (wo Kung Fu bekanntlich ein Nationalsport ist), sondern es wurde zu einem Drittel auch dort hergestellt – mit der Hilfe von chinesischen Co-Produzenten. Bei der Gelegenheit wurde außerdem parallel eine zweite Version animiert, die perfekt auf die Mandarin-Synchronisierung abgestimmt ist.  Diese Extra-Anstrengung hat sich bezahlt gemacht: In China löste der Film „Monkey King: The Hero Is Back“ als erfolgreichsten Animationsfilm aller Zeiten ab – und spielte mehr ein als in Nordamerika. Dabei macht Regisseurin Jennifer Yuh in „Kung Fu Panda 3“ keine Experimente, sondern serviert einfach noch mehr rasant-sympathische Panda-Action und atemberaubende Animationen. Ein großer, unterhaltsamer Spaß!

Geisterwesen General Kai (Stimme im Original: J.K. Simmons) bedroht das Reich der Lebenden: Mit dem Schildkrötenmeister Oogwy (Randall Duk Kim) hat er einen mächtigen Gegner aus dem Weg geräumt und sich dessen Chi einverleibt. Der Prophezeiung nach kann nur Drachenkrieger Po (Jack Black / deutsche Stimme: Hape Kerkeling) den brutalen Büffel aufhalten, der nach 500 Jahren Verbannung seinen Weg zurück in die reale Welt gefunden hat. Doch der Kung-Fu-Panda versagt trotz aller Anstrengungen des weisen Meisters Shifu (Dustin Hoffman). Ausgerechnet Pos plötzlich auftauchender, tollpatschiger leiblicher Vater Li (Bryan Cranston) soll die Wende bringen. Er führt seinen Sohn und dessen heimlich mitreisenden Gänse-Adoptivvater Mr. Ping (James Hong) in ein abgelegenes paradiesisches Bergdorf, wo sich im Geheimen eine riesige Panda-Population entwickelt hat: Dort will Li Po lehren, das Chi zu beherrschen. Unterdessen besiegt Kai den alten Shifu und überfällt Pos Heimat, sein Ziel ist es, alle Kung-Fu-Meister zu vernichten, einschließlich der Fantastischen Fünf Tigress (Angelina Jolie/Bettina Zimmermann), Crane (David Cross/Ralf Schmitz), Mantis (Seth Rogen), Viper (Lucy Liu/Cosma Shiva Hagen) und Monkey (Jackie Chan) …


Die Entscheidung, die Storyboardzeichnerin und Animationskünstlerin Jennifer Yuh („Madagascar“, „Kung Fu Panda“) für Teil 2 auf den Regiestuhl zu befördern, erwies sich als goldrichtig. Im ersten Film der Reihe von Mark Osborne („Der kleine Prinz“) und John Stevenson schlummerte unter der recht konventionellen Oberfläche noch ziemlich viel ungenutztes Potential, doch Yuh entfesselte mit dem furiosen „Kung Fu Panda 2“ alle Sinne. Und dieses Konzept führt sie (mit Co-Regisseur Alessandro Carloni) im dritten Film konsequent fort und feuert ihre Actionsalven im Stakkato-Stil alter Martial-Arts-Komödien ab, dabei sind die Animationen mit dem technischen Fortschritt der vergangenen Jahre im Rücken noch einmal spektakulärer als in Teil 2: „Kung Fu Panda 3“ ist ein animiertes Feuerwerk voll überbordender Farbpracht, rasanter Action und flotten Sprüchen. Dem Familienpublikum wird eine Menge geboten und die Großen dürfen sich wie üblich zusätzlich an ausgiebigen Popkulturreferenzen (von „Matrix“ über „Star Wars“ bis zu Bruce Lee) erfreuen.

Die erwähnten Anspielungen sind hier aber nur ein Bonus und werden nie zur Hauptsache, im Herzen ist dies vielmehr die zugleich emotionale und urkomische Geschichte eines unwahrscheinlichen Helden und seiner zwei ebenso unwahrscheinlichen Väter. Besonders wie die Gans Mr. Ping mal garstig, mal eingeschnappt mal liebevoll-beschützerisch, aber immer mit der höchsten Selbstverständlichkeit als Pos Vater auftritt, ist höchst unterhaltsam. Für viel Vergnügen sorgen zudem einmal mehr die zahlreichen bekannten Sidekicks, von denen jeder seine Momente bekommt. Der finstere Büffel-Bösewicht Kai wiederum erfüllt seinen Zweck und bringt die Gemeinschaft der Guten an den Rand der Niederlage – umso größer ist am Ende die Freude! Po selbst indes muss als Kung-Fu-Meister nicht nur die Welt retten, sondern auch seine Lektion lernen: Finde zu dir selbst, gebe immer dein Bestes, dann wirst du belohnt! Die in der fernöstlichen Mythologie verankerte und nach China verlagerte Handlung ist zwar nicht besonders originell und oft auch auf den ersten Blick nicht gerade logisch, aber dafür wird mit Warmherzigkeit gepunktet.

Fazit: Grandiose Animationen, rasantes Tempo und herrlich sympathische Figuren vor exotischen Kulissen – damit protzt Regisseurin  Jennifer Yuh in ihrer knuffig-actiongeladenen Animationskomödie „Kung Fu Panda 3“ und sorgt für prächtige Familienunterhaltung.

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Kommentare

  • sprees
    Für mich biedert sich FIlmstarts mittlerweile dem Franchisekonstrukt von Hollywood zu sehr an. Klar kann es gute Fortsetzungen geben und auch einige kleine Perlen die besser sind als ihre Vorgänger. Doch früher war es einfach ein kleines ungeschriebenes Gesetz bei FIlmstarts das sich bei einer Review der Film erstmal mit dem letzten Teil messen musste und dann schon was wirklich neues relevantes liefern um als Sequel die Berechtigung für eine gute Wertung zu erhalten. Kung Fu Panda 1 war ein wirklich guter Animationsstreifen. Doch schon der zweite Teil hatte für mich Ermüdungserscheinungen und lief nach dem typischen Sequelmustern ab.Mir kommt es gerade so vor das die Sequels zu sehr als Einzelne Werke gesehen werden und dann denke ich bei ner 4 Sterne Wertung. Ach das wird ja was trotz Erwartungshaltungen die mit Sequels ja steigen. Siehe Star Wars. Dann war es aber doch nicht so im 4er Bereich nach dem Streifen. Das ist mir schon öfter bei Franchisefilmen in letzter Zeit hier aufgefallen. Genauso gutes Bsp. Fast & Furious 7. EIn siebter !!! muss in relation an 6 vorhergegangene Streifen schon was auserordentliches Erreichen um 4 Sterne zu bekommen. Das kann man in meinen Augen nicht so werten wie einen Solostreifen. Denn hier muss man einfach wie bei Abschreibungen degressiv denken. Und um aus dieser Spirale zu entkommen muss ein Star Wars 7 oder FF 7 schon was mega orginelles abliefern. Da haben sich eure Standards liebes Filmstartsteam schon ziemlich verändert in den letzten Jahren.
  • sprees
    Habe mir den Streifen nun angesehen und muss leider enttäuscht sagen, dass er in meinen Augen weit von einer 4 Sterne Wertung entfernt ist. Viel zu offensichtlich wird sich dem chinesischen Markt und auch der Pokemon Generation angebiedert. Story ist wie ich erwartet habe die 0 8 15 Baukasten Story. Die Vatergeschichte war für mich emotional überhaupt nicht greifbar. wurde eher ins lustige gezogen. War für mich ein eh zu hektischer Film. Überdrehter Humor und emotionale Entscheidungen die überhauptcnicht aufgebaut wurden. Genau dadurch entstand wohl bei mir der Eindruck dass die ca 90 Minuten bei mir so emotionslos vorbeigezogen sind. Schade das man die alte Disneyregeln jeder Lacher kostet eine Träne überhaupt nicht mehr in CGI Streifen berücksichtigt. Denn genau das ist der unterbau den es braucht und genau das ist auch zumindest im Ansatz die Formel die auch Pixar Streifen so einzigartig in diesem Bereich macht. Denn so wird auch das erwachsene Publikum angesprochen. Für mich ist sowieso der Humor eher ins kindliche abgerutscht. Als 10 jähriger sicherlich Brüller aber so für mich eher sehr kindgerecht und somit kein 4 Sterne Film. Denn dazu müssen CGI Filme einfach Kind und Erwachsene ansprechen. Das ist die Königsdiziplin für mich bei solchen Streifen und dabei ist man hier gescheitert
  • Fain5
    Hab ihn auch gesehen und wenn man sieht, wie ihr den besten Teil der Reihe, nämlich den 1., abgestraft habt verwundern die 4 Sterne für diesen hier umso mehr. Er ist gut und unterhaltsam aber mehr auch nicht.
  • Fain5
    1. Ist Star Wars kein eigenständiger Film (dafür versucht er sich viel zu viel an die alten Teile anzubiedern bzw was von ihrem Kultcharakter abzugreifen) und 2. keine 4 Sterne wert. Aber das will ich hier nicht schon wieder so ausführlich diskutieren.
  • Z?ge A.
    kung fu panda 3 war bisher der beste von kung fu panda ich fand da war nichts langweil vor allem was des chi von po hammer mit dem drachen und lustig ist er auch der film alles dabei comedy trauer und action hammer ich hätte eine 10 gegeben
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