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Enemy
Durchschnitts-Wertung
3,4
168 Wertungen - 17 Kritiken
6% (1 Kritik)
47% (8 Kritiken)
6% (1 Kritik)
12% (2 Kritiken)
24% (4 Kritiken)
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Deine Meinung zu Enemy ?

17 User-Kritiken

Alek K.
Alek K.

User folgen 9 Follower Lies die 43 Kritiken

4,5
Veröffentlicht am 11.10.14
Als ich den Trailer von ''­Enemy'' das erste Mal gesehen habe (vor dem Kinostart) habe ich ­angefangen mich wirklich auf den Film zu freuen. Leider musste ich feststellen, dass er in keinem meiner Kinos gezeigt wird. Also hieß es bis zum Blu-ray Release warten, welcher gestern war. Schnell zum Laden, Film kaufen, zurück nach Hause und anschauen. Was ich da gesehen habe, war ein extrem spannender aber auch zum Nachdenken anregender Film von Denis Villeneuve, welcher uns letztes Jahr auch schon den fantastischen Film ''Prisoners'' bescherte. ''­Enemy'' gefiel mir sogar noch besser als ''Prisoners''. ­Jake ­Gyllenhaal liefert hier eine wirklich grandiose Performance ab, in beiden Rollen, die er spielt. In wirklich jeder Szene kommt er absolut überzeugend rüber. Aber auch die anderen Darsteller liefern einen soliden Job ab. Die Geschichte ist durchgehend sehr spannend und besonders gegen Ende hin auch etwas schockierend. Im Verlauf des Filmes werden viele Fragen aufgeworfen, welche vom Film selber nicht beantwortet werden, da muss man sich schon selbst ein Bild von ­machen. So passiert es auch dass jeder eine andere Erklärung für die Geschehnisse hat. Erwähnen möchte ich noch den grandiosen Soundtrack und einige echt beeindruckende Aufnahmen. Fazit: Wer nicht nur unterhalten werden will, sondern auch gerne in Filmen nachdenkt ist bei diesem Film genau richtig. ''­Enemy'' ist definitiv ein Meisterwerk!
Daniel P.
Daniel P.

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3,5
Veröffentlicht am 14.03.15
Ein Film mit viel Interpretationsspielraum. Spannend gemachtes Psychogramm. Die beklemmende und drückende Stimmung zieht einem voll mit rein. Besonders gut find, dass man auch mal etwas hochwertiges in 83min. packen kann.
Jason Bourne
Jason Bourne

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4,0
Veröffentlicht am 05.01.15
Enemy entwickelt ein hochspannendes Verwirrspiel, wobei sich der Reiz der Geschichte weniger aus der Handlung, sondern vielmehr aus der Inszenierung entwickelt: die grandios unterkühlten Bilder, deren Aufbau Wert auf graue Architektur legt (und somit etwa an Antonioni oder Noes ''Menschenfeind'' erinnert), die meist spärlich ausgeleuchteten Räume; das Aussparen von jeglicher Alltagshandlungen in der Geschichte (stattdessen schwebt Enemy zwischen Arbeitsplatz und Wohnung) von Menschen in den Bildern - all dies trägt zum surrealen Einschlag im Film bei. Inhaltlich chiffriert Enemy die Geschehnisse durch das bewusst nur durch Assoziation zu entschlüsselnde Symbol der Spinne und die ins Unmögliche abgleitende Handlung. Enemy ist dabei leider an der Oberfläche etwas faszinierender als in seiner Handlung, die etwas zu spärlich und am Ende etwas zu forciert das Identitätsthema ausleuchten will. spoiler: der Autounfall als eine von zwei Schlusspointen ist für meine Begriffe unnötig Dennoch liefert Villeneuve einen packenden, angenehm ungewöhnlichen Thriller. Es ist diskutierbar, ob die Kafka-Anleihen denn immer geglückt sind, dennoch ist es für mich überdeutlich, dass man mit Enemy einen auf stilistischer Ebene über jeden Zweifel erhabenen Film sieht: eine derart ruhige Bildgestaltung, die zum Alptraum wird, eine minimale, aber wirkungsvolle Musik, ein durch Understatement brillierender Jake Gyllenhaal. Enemy ist ein einzigartiger Film über Identität, über (wenn man so will) Einsamkeit, die sich zum Alptraum steigert, über die Angst, dem eigenen Ich zu entgleiten.
Kinobengel
Kinobengel

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4,0
Veröffentlicht am 29.05.14
Nach dem Thriller „Prisoners“ legt der kanadische Regisseur Denis Villeneuve mit „Enemy“ nach. Der zurückhaltende Adam (Jake Gyllenhaal) ist Professor und nicht zufrieden mit seinem Leben. Sein Lehrauftrag und die riesigen Betonbauten von Toronto bedrücken ihn, auch das Verhältnis mit Freundin Mary (Mélanie Laurent), die gerne trinkt, raucht und Sex haben möchte, aber gelangweilt scheint. Eines Tages entdeckt er in einem Videofilm sein Ebenbild und nimmt Kontakt zu dem Schauspieler auf, der gegenüber Adam andere Charakterzüge aufweist. Ehefrau Helen (Sarah Gadon) ist hochschwanger, besorgt und äußerlich ein ähnlicher Typ wie Mary. Das Aufeinandertreffen löst eine Kette von Ereignissen aus, die scheinbar ungewollt sind. Villeneuve arbeitet nach „Prisoners“ mit einem anderen Stab. So sind Drehbuchautor, Kamermann, Cutter und Komponist anders besetzt, geblieben ist Jake Gyllenhaal. „Prisoners“ dauert ca. eine Stunde länger, ist viel komplexer im Aufbau, dafür geradliniger als der Nachfolger. In beiden Filmen steht eines im Vordergrund: Angst. Das absonderliche Filmplakat von „Enemy“ zeigt bereits, was der Hauptfigur im Kopf umhergeht, was sie niederzuringen versucht. Unter der Begleitung schwerverdaulicher, aber passender Musikbegleitung in Manier eines Paul Thomas Anderson („There Will Be Blood“, „The Master“) fährt die Kamera immer wieder geduldig durch die graugrüngelb gefärbte Welt der Metropole von Kanada und baut die Stimmung auf, die Adam beherrscht. Villeneuve packt seine Zuschauer, hat sie im Griff und nimmt sie, als die Zwillingstheorie nicht mehr gilt, auf einen faszinierend inszenierten Kampftrip ins Menscheninnerste mit, der die Erfüllung von Wünschen wie auch Auslöschung von Ambivalenz zum Ziel und die Bestie Intelligenz als Mitspieler hat. Für letzteres ließ sich der Regisseur durch die Spinnenskulptur „Maman“ von Louise Bourgeois inspirieren. Die allermeisten der Sequenzen bleiben lange nach dem Abspann im Kopf und sorgen für Gespräche, eröffnen erst später den Unvorbereiteten das Dargestellte. Villeneuve und Gyllenhaal haben sich zum Dream-Team entwickelt. So darf der erfahrene Schauspieler aus L.A., der sich anscheinend mit jeder anspruchsvollen Rolle steigert, gleich beide männlichen Hauptparts spielen. Während dies fürs Optische die einzige Lösung ist, beherrscht er die unterschiedlichen Verhaltensweisen mit Bravour und hält sie jeweils konsequent beisammen. Ein besonderes Lob soll Sarah Gadon gelten. Schon Cronenberg konnte für „Eine Dunkle Begierde“ und „Cosmopolis“ ihre Ausdrucksstärke ins Spiel bringen. Die in Toronto geborene Actrice zeigt nun unter der Anleitung von Villeneuve, dass sie noch mehr kann. Imponierend gibt sie ihrer Helen Bestürzung, Mutterinstinkt und unvorsichtige Eifersucht zum Anfassen nahe. Die Frauen werden zu wichtigen Dreh-, Angel- und Wechselpunkten von „Enemy“ und sind alle hervorragend besetzt worden. Immer wieder sucht die Kamera die Akteure und lässt sich Zeit, deren Gefühlswelt auf der Leinwand auszubreiten. Während hier die Dosis stimmt, hat das Grau Torontos dagegen die eine oder andere Wiederholung zu viel in 90 Minuten Spielzeit. Ein starkes Stück Kino, das Szenario gleich Psyche setzt, kleben bleibt und erfreulicherweise zum Reden danach zwingt.
Pisrom
Pisrom

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4,0
Veröffentlicht am 12.01.15
Für mich ein interessanter Film, was aber bestimmt Geschmackssache ist. Man rätselt den ganzen Film lang, was die Auflösung sein könnte und erhält Leo noch viel verwirrendes Ende. Zum Glück gibt es Analysen im Internet, die einem helfen ;-) Schauspielerisch Top und auch nicht zu lang geraten. Geheimtipp!
Christian Hoja (Cellurizon.de)
Christian Hoja (Cellurizon.de)

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4,0
Veröffentlicht am 10.10.14
[…]Ein beeindruckendes Doppel, das Regisseur Denis Villeneuve und Schauspieler Jake Gyllenhaal da 2013 servierten, „Prisoners“ der düstere und abgründige Thriller, „Enemy“ das undurchsichtige Psycho-Kammerspiel mit massig Interpretationsspielraum. Letzterer eine lose Umsetzung des Romans „O Homem Duplicado” des Literaturnobelpreisträgers José Saramago, ein sepiasatter Meta-Trip mit phobischer Symbolik und hypnotisch-surrealer Atmosphäre. Quasi der Film, den Til Schweiger in seinen gelbstichigen Albträumen sieht – um dann sowas wie „Sechsdarmenten“ zu drehen… Im Gegensatz dazu ist „Enemy“ ein faszinierendes Verwirrspiel um Identität und Adaptation, darüber, wer man in verschiedenen Stadien seines Lebens ist oder bereit ist, zu sein. Ein Film über Obsessionsverdrängung und tiefgelagertes sexuelles Verlangen, über die gespannten Netze der Verantwortung und unterbewusste Gefangennahme. Eine hedonistische, misogyn-ödipale Psychostudie, ein Männerfilm: nicht im Sinne von Action, Explosionen und Muskelmachismo, sondern in maskuliner Eigenfaszination, in der gendertypischen Divergenz, wer ein Mann gezwungen ist zu sein und wer er gern wäre.[…]
Ben Min
Ben Min

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4,0
Veröffentlicht am 12.06.14
Das Filmplakat sagt schon einiges über den Film aus. Sehr verwirrend, allein schon da man sich nicht sicher ist, was Realität ist oder was der Einbildung des Hauptcharakters entspricht. Können zwei so gegensätzliche Charaktere eine Person sein? Oder wurden die beiden bei der Geburt getrennt? Das macht den Film aus, ein riesiger Strang an Interpretationsmöglichkeiten, wobei es definitiv einige Anhaltspunkte dafür gibt, was jetzt Sache ist. Aber jeder schaue selbst
Nicole B.
Nicole B.

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1,0
Veröffentlicht am 21.05.14
Habe den Film gestern in der Sneak preview gesehen und muss sagen ich war sehr enttäuscht. Meiner Meinung nach ging es auch 90% der Leute im Kino so und es herrschte großes aufatmen als der Film vorbei war. Sehr viele sind auch schon während der Vorstellung gegangen. Der Film hatte für mich von Anfang bis Ende überhaupt keinen Sinn. Und das Ende soll mal jemand verstehen wir zumindest nicht.
Flodder
Flodder

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1,5
Veröffentlicht am 24.09.14
Zeitweise auf (seine) mysteriöse Weise unterhaltsam, aber -was soll schon groß sein bei dieser Handlung? Die heiße Luft, die natürlich mitverbreitet wird, ist am Ende nicht weggeblasen, sondern wiegt spätestens dann gewaltig und kann so alles über den letzten Eindruck entscheiden.
Rüdiger Wolff
Rüdiger Wolff

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1,5
Veröffentlicht am 28.05.14
Irritierend Ein irritierender Anfang und ein noch irritiernderes Ende machen diesen Film, der sich an sich durch eine interessante Story auszeichnet, handwerklich gut verarbeitet und schauspielerisch mit Jake Gillenhaal hervorragend besetzt ist, leider zu einem Flop, denn das logische Gefüge findet keinen Halt und als Zuschauer landet man irgendwo im Nirvana. Schade - man hätte aus dieser Geschichte mehr machen können.
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