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Süßes Gift
Süßes Gift
Starttermin 8. November 2012 (1 Std. 31 Min.)
Mit -
Genre Dokumentation
Produktionsländer Österreich, Deutschland, Niederlande
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User-Wertung
2,92 Wertungen
Filmstarts
4,0
Bewerte :
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Inhaltsangabe & Details

FSK ab 0 freigegeben
Eine Dokumentation über das Für und Wider von finanzieller Entwicklungshilfe für den afrikanischen Kontinent. Nachdem in den vergangenen 50 Jahren über 600 Billionen Dollar für humanitäre Hilfe nach Afrika geflossen sind, fordern Prominente wie Bob Geldof und Bono beständig mehr Geldsubventionen. Afrikanische Intelektuelle hingegen wollen die Einstellung jener Zahlungen erwirken. In "Süßes Gift" wird die Wirkung der Entwicklungshilfe aus der Sicht der Afrikaner gezeigt. Mithilfe dreier Beispiele aus den Regionen Mali, Kenia und Tansania wird verdeutlicht, dass Entwicklungshilfe nicht zwingend als Motor, sondern auch als Bremse für Wirtschaft und Entwicklung fungieren kann. Statt zu schweigen werden Tabu-Fragen gestellt: Ist Entwicklungshilfe gar das eigentliche Problem und wieviel Hilfe braucht Afrika, um sich selbstbestimmt entwickeln zu können? Auf Augenhöhe werden so neue Ansätze diskutiert.
Verleiher W-Film
Weitere Details
Produktionsjahr 2012
Filmtyp Spielfilm
Wissenswertes -
Budget -
Sprachen Englisch, Französisch, Deutsch
Produktions-Format -
Farb-Format Farbe
Tonformat Dolby
Seitenverhältnis 1.78
Visa-Nummer -

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Auf DVD/Blu-ray
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Kritik der FILMSTARTS-Redaktion

4,0
stark
Süßes Gift
Von Katharina Granzin
Dass Entwicklungshilfe nichts per se Gutes sein muss, ist eine Einsicht, die seit wenigen Jahren auch in den westlichen Medien zunehmend thematisiert wird. Der Dokumentarfilmer Peter Heller hat sich des umstrittenen Themas angenommen und geht in seinem Film „Süßes Gift" dem Sinn und Unsinn westlicher Entwicklungshilfe nach. Dazu führt er ausgewählte Beispiele fragwürdiger Großprojekte in drei afrikanischen Ländern vor und interviewt nicht nur Experten aus Afrika und Europa, sondern lässt auch viele jener Menschen zu Wort kommen, denen geholfen werden soll. So entsteht ein facettenreiches Bild westlicher "Gut-Gemeint-Hilfe". Die im Film gezeigten Widersprüche lassen sich nicht leicht auflösen. Unbestritten ist, dass Entwicklungshilfe immer die Gefahr der dauerhaften Abhängigkeit mit sich bringt. Das Gefühl der Hilflosigkeit und die passive Ergebenheit, mit der hungernde Kleinbauern in...
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Trailer

Süßes Gift Trailer OV 2:07
Süßes Gift Trailer OV
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Kommentare

  • Volkerseitz
    Ich habe den Film bereits gesehen. Erfreulicherweise kommen vor allem Afrikaner zu Wort. Aber wie können Afrikaner eigentlich besser wissen was für sie gut ist? Das ist doch ungeheuerlich.Für das politisch korrekte Meinungsspektrum bei uns ist die Ausgangsbasis “mehr Geld bringt mehr”.Der Rest wird sich schon finden. Die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte, dass sich Entwicklung von außen nicht steuern lässt, werden nicht zur Kenntnis genommen. Es gibt zwar keine überzeugenden Argumente für immer mehr Geld, aber Entwicklungsexperten und die Lobbyisten privater Hilfsorganisationen-die oft mehr als 35 % ihrer Spendeneinnahmen in Verwaltung und Werbung investieren- können sich auf der emotionalen Ebene durchsetzen. Je gefühlsbetonter die Spendenaufrufe gestaltet sind, desto mehr Misstrauen ist angebracht. Die tatsächliche Botschaft ist etwa so “Macht euch keine Gedanken, stellt keine politischen Fragen. Kümmert euch nicht um die wahren Ursachen, spendet einfach Geld, dann braucht ihr nicht nachzudenken.Viele junge Afrikaner werfen uns doch heute schon vor, dass wir Entwicklungszusammenarbeit in der heutigen Form nicht deshalb leisten, weil wir von ihrer Wirksamkeit überzeugt sind, sondern weil es für uns der einfachste und billigste Weg sei, Engagement gegen Armut und Ungerechtigkeit in der Welt zu demonstrieren. Jeder der sich fragt, warum Afrika stagniert und warum die Milliarden von "Hilfe" bis heute die Armut nicht beseitigen konnten sollte den hervorragenden Film sehen.Volker Seitz, Botschafter a.D. und Autor "Afrika wird armregiert"
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