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Hell Or High Water
Durchschnitts-Wertung
3,8
93 Wertungen - 12 Kritiken
17% (2 Kritiken)
42% (5 Kritiken)
33% (4 Kritiken)
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Deine Meinung zu Hell Or High Water ?

12 User-Kritiken

Jason Bourne
Jason Bourne

User folgen 17 Follower Lies die 834 Kritiken

4,0stark
Veröffentlicht am 16.01.17

Atmosphärisches Action-Drama, welches in klassicher Heist-Manier mit Überfall-Sequenzen beginnt, im Verlaufe des Films sich dann zu besinnlich ruhiger Melancholie entschleunigt, und dann in einer Mischung aus Raub und Verfolgungsjagd einen ausgedehnten Schlussakkord setzt. Ohne sich jemals auf ein Genre festzulegen, synthetisiert Mackenzie Heist- und Western-Motive vor einem sichtlich sozial verarmten, jedoch landschaftlich so eindrucksvollen West-Texas, experimentiert inszenatorisch (zumeist gelungen) mit unerwarteten Kamera-Perspektiven und -Bewegungen. Dass dabei alles - also die lakonisch-trockenen Gespräche, der sozialpolitische Hintergrund, das Western-Setting, die betont figurennahe, den Western-Mythos aufbrechende Inszenierung etc. - dass dies alles so zusammenpasst, ist, finde ich, eine Meisterleistung.

Kinobengel
Kinobengel

User folgen 15 Follower Lies die 322 Kritiken

3,0solide
Veröffentlicht am 16.01.17

„Hell or High Water“ heißt der am 12.01.2017 in Deutschland angelaufene Thriller des routinierten Regisseurs David McKenzie und dem Drehbuchautor Taylor Sheridan („Sicario“). Texas, heute: Toby (Chris Pine), geschieden, zwei Söhne, arbeitssuchend, hat seine Mutter beerbt: Die hoch verschuldete Ranch, steht kurz vor dem Zwangsverkauf. Es wäre alles so aussichtslos, wenn ihm nicht sein Bruder Tanner (Ben Foster), Ex-Knacki und gewaltbereit, aushelfen würde. Die beiden nehmen die nahegelegenen Filialen der Gläubiger-Bank ins Visier und überfallen sie. Texas-Ranger Marcus (Jeff Bridges), kurz vor der Pension, übernimmt die Ermittlungen. Die in 102 Minuten erzählte Geschichte ist weder üppig noch komplex und der Showdown ist vorprogrammiert. David McKenzie hat zudem den Mut, schnörkelfrei zu inszenieren und auf merkwürdige Gestalten, wie sie regelmäßig bei den Coen-Filmen auftauchen zu verzichten. „Hell or High Water“ wirkt dadurch praktisch straight erzählt, nicht ohne Gesellschaftskritik: Das angestrengte Verhältnis zwischen Farmern, Ranchern und kreditgebenden Banken wird vorgetragen; die Armen würden arm, aber am Leben gehalten. Das lassen auch deutsche Landwirte von sich hören. Der Unterschied ist - und der wird breit zelebriert - dass zum Texaner die Schusswaffe wie ein eigenes Körperteil dazugehört. Es ist nicht McKenzie’s Methode, das Thema allzu sehr zu vertiefen. Er verlässt sich auf die Wirkung der Ironie, denn die beiden Protagonisten wollen schließlich die Schulden mit dem Geld der Bank tilgen, die mit Nachdruck auf Bezahlung besteht. Das macht die Bösen ohne großartig angelegte Charaktertiefe irgendwie sympathisch, dazu eindrucksvoll gespielt von Pine und Foster. Die von Tanner herbeigeführte Lösung hat etwas Räuberromantisches mit bleihaltiger Luft. McKenzie achtet auf einen angenehm zu konsumierenden Rhythmus seines Films, der mit dem passenden Score untermalt ist. Dass der Ranger, der zu den old Men für dieses Country gehören soll, auf die Lauer geht, erzeugt mit der geschickten Anordnung des Plots reichlich Spannung. Das einseitige Gekabbel zwischen Haudegen Marcus und seinem Partner Halbblut Alberto (Gil Brimingham) ist anfänglich humorvoll, rutscht jedoch ins Klischeehafte ab und nimmt zudem viel Spielzeit in Anspruch. Den US-Amerikanern hat laut IMDb „Hell or High Water“ deutlich besser gefallen als den anderen Kinogängern. Kurzweilige, handwerklich gut abgestimmte, packende Unterhaltung ohne besonderen Ehrgeiz.

Cursha
Cursha

User folgen 19 Follower Lies die 721 Kritiken

4,0stark
Veröffentlicht am 22.11.17

Nun ich bin eigentlich kein Fan von Ben Foster und finde auch Chris Pine eher passabel. Demnach hab ich auch lange gebraucht bis ich "Hell Or High Water" gesehen hab. Zum Glück hab ich es gemacht. Der Film ist extrem atmosphärisch und sieht klasse aus. Er wirkt wie ein kleiner Spätwestern. Jedes Bild ist extrem schön gedreht. Der Soundtrack klasse. Die Dialoge sind ebenfalls super, so sind es gerade Jeff Bridges Momente, die so schön sind, so lustig, so emotional. Ob der Showdown in der Wüste oder das Ende. Es gibt einfach klasse Szenen, die super clever sind. Chris Pine ist gut, hält sich aber zurück, im Vergleich zu seinen anderen Rollen, wie die des Kirk zum Beispiel. Ben Foster ist auch gut, wenn gleich sein Charakter sehr unsympathisch ist. Aber die Figur ergibt im ganzen Sinn. Bridges ist als Sheriff klasse. Er strahlt eine solche Ruhe aus, ist lustig und so ein richtig schöner Texascop. Ab und zu bissig rassistisch, obwohl er es doch gar nicht ist. Er und sein Partner sind ein so tolles Team, das ein bisschen wirkt wie ein altes Ehepaar. Wie schon gesagt ist das Finale in der Wüste klasse und die Szene unterstreicht noch mal deutlich die Thematik des Films. Amerika und Waffen. Kurz: Ein wunderschöner kleiner Film, mit einer starken Botschaft, super Figuren, klasse Dialogen, perfekter Atmosphäre und einem würdigen Westernshowdown.

Butzi
Butzi

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3,5gut
Veröffentlicht am 13.09.17

Absoluter Männerfilm. Visuell und atmospärisch ziemlich cool inszeniert inklusive ziemlich coolen Schauspielern. Allerdings mit wenig Tiefgang und einem nicht ganz ausgereiften Drehbuch.

Johannes G.
Johannes G.

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4,5hervorragend
Veröffentlicht am 23.07.17

Glaubwürdige Personen. Packend. Beeindruckend, wie die triste Stimmung sterbender Orte im ländlichen Texas abseits der Großstadtwelt eingefangen wird. Unbedingt Anschauen!

ToKn
ToKn

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2,0lau
Veröffentlicht am 25.06.17

Fand den Film jetzt nicht so beeindruckend wie all die anderen Kritiker hier. Oscar-Nominierung als "Bester Film" für mich absolut nicht nachvollziehbar. Schauspielerisch und handwerklich mag der Film ganz solide sein, aber die Story-auch wenn der eine oder andere gesellschaftskritische Denkanstoß versteckt ist- nicht mehr als 08/15 und ziemlich vorhersehbar.

Simon D.
Simon D.

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5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 22.01.17

Sehr guter moderner Western, der viele bekannte Western Motive neu interpretiert... starke Musik und gute Landschaftsaufnahmen. Auch viele politische Themen schwingen im Hintergrund mit...(Finanzsystem, Verfall der ländlichen Strukturen, Amerikas Außenpolitik etc.)

Isabelle D.
Isabelle D.

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5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 18.01.17

"Hell Or High Water" von David Mackenzie ist ein toller Film! Hier stimmt einfach alles: Die Figurenzeichnung ist differenziert und feinfühlig, die Motive der handelnden Personen nachvollziehbar; sie wirken authentisch, glaubwürdig - und sympathisch. Selbst der kriminelle ältere Bruder kann nicht immer verbergen, dass er auch seine guten Seiten hat. Ben Foster und Chris Pine (der - obwohl ein paar Monate älter - das Nesthäkchen der beiden spielt) harmonieren wunderbar als Brüder, die es nicht leicht hatten in ihrem Leben, und die einmal das Richtige tun wollen, auch wenn sie dafür gegen das Gesetz verstoßen müssen. Aber der gute Wille allein rechtfertigt dann doch nicht immer die Mittel. Jeff Bridges als Ermittler, der kurz vor seiner Pensionierung steht, ergänzt als Antagonist das Ensemble, und überzeugt mit seiner zwar mürrischen, aber auch von Neugier und Freude an der Arbeit geprägten Art. Er hat eigentlich gar keine Lust auf den Ruhestand, aber er merkt auch, dass er körperlich nicht mehr der Jüngste ist. Seinen Spürsinn hat er jedoch nicht verloren. Es ist eine Art Robin-Hood-Geschichte, inmitten der texanischen Einöde, und es hätte schauderhaft moralisch, strunzlangweilig oder rührselig werden können. Ist es aber nicht. Im Gegenteil, das ernste Thema wird durch den lakonischen Humor immer wieder aufgelockert, und das Katz-und-Maus-Spiel zwischen den Polizisten und den Brüdern bleibt durchweg spannend. Man wünscht diesen Menschen alles Glück der Welt und weiß dennoch, dass es so nicht ausgehen kann. Ganz nebenbei bekommt man in diesem wunderbar erzählten Film auch eine Seite der USA präsentiert, die man sonst nicht so oft sieht. Viele sind Opfer der Bankenkrise geworden, haben Schulden und wissen nicht, wie sie die jemals bezahlen sollen. Ihre Würde und ihren Stolz bewahren sie sich trotzdem. Das hat allerdings nichts Kitschiges oder Heldenhaftes an sich - jeder versucht so gut es geht zu überleben. Für mich persönlich fand ich die Mentalität der Texaner sehr schräg, für die Waffen zu tragen so selbstverständlich ist wie für mich, immer ein Buch in der Tasche zu haben. Auch die großen Reden, die sie schwingen, wen sie nicht alles umlegen und ausweiden und als Bettvorleger verwenden wollen, fand ich reichlich merkwürdig. Aber dabei wirkten sie so aufrichtig, dass man merkte, das ist für sie so eine Art Bürgerpflicht und auf ihre Weise versuchen sie nur, sich anständig zu verhalten. Fazit: Großartiger Film, den man nicht verpassen sollte!

Christoph K.
Christoph K.

User folgen 3 Follower Lies die 128 Kritiken

4,5hervorragend
Veröffentlicht am 18.01.17

Ein wirklich gelungener Film über Menschen, die von den amerikanischen Banken gebeutelt wurden. Dabei bleibt der Film bei den Dialogen ungeschönt schroff. Das wiederum führt dazu, dass man die allgemeine Stimmung als tatsächlich sehr hart und unerbittlich wahrnimmt. Super war auch der Cast, die Bilder der Weiten von Texas, sowie besonders die Musik. Ein harter Film über die harte Realität der Wohlstandsverlierer der USA.

Das Kulturblog
Das Kulturblog

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4,0stark
Veröffentlicht am 17.01.17

Der erste Grund, sich diesen Film anzusehen, ist dass der alte Haudegen Jeff Bridges wieder mal sein Können zeigen darf. Er verkörpert den bärbeißigen Texas Ranger Marcus Hamilton, der kurz vor der Pensionierung steht und sich einem Bankräuber-Duo an die Fersen heftet. Dabei nuschelt und brummt er vor sich hin, wenn er nicht gerade wieder seinen Assistenten Alberto Parker (Gil Birmingham, der sich durch die „Twilight“-Reihe hindurch quälen musste) anfrotzelt oder rassistisch beleidigt. Der zweite Grund, sich diesen Film anzusehen, ist der Soundtrack von Nick Cave und Warren Ellis, der exzellent zu diesem Trip durch die texanische Prärie und heruntergekommene Kleinstädte passt: Nach dem Platzen der Immobilienblase herrscht zwischen dem Diner und der Filiale der „Texas Midlands Bank“ herrscht hier nur Tristesse. Vor allem lohnt sich „Hell or High Water“ aber, weil dem schottischen Regisseur David Mackenzie und seinem texanischen Drehbuchautor Taylor Sheridan, der auch das Buch für „Sicario“ von Denis Villeneuve schrieb, ein sehenswerter, lakonischer Genre-Film gelingt. Sie schicken ein ungleiches Brüderpaar auf einen Rache-Trip: Ihr Grundstück ist mit Hypotheken belastet und steht kurz vor der Zwangspfändung durch die Bank. Deshalb beschließen sie, mit einer Serie von Banküberfällen das nötige Geld aufzutreiben: immer nur Münzen, nie markierte, nachverfolgbare Scheine.

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