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Coco - Lebendiger als das Leben!
Durchschnitts-Wertung
4,0
76 Wertungen - 12 Kritiken
33% (4 Kritiken)
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Deine Meinung zu Coco - Lebendiger als das Leben! ?

12 User-Kritiken

amlug
amlug

User folgen 34 Follower Lies die 316 Kritiken

4,0stark
Veröffentlicht am 03.12.17

Bei Coco hat Disney ein grauenhaftes Marketing losgetreten, denn in meinen Augen wurde hier der eigentliche neue Pixar-Film weniger beworben, als der 20 minütige Kurzfilm Olafs Frozen Adventure, in dem wir ein kleines Abenteuer unseres Lieblingsschneemanns zu sehen bekommen. Die Werbung für diesen Kurzfilm, der übrigens absolut solide, nett und unterhaltsam war, wurde mit auf das offizielle Plakat von Coco gequetscht (ein No-Go in meinen Augen) und bekam in meinem Kino sogar einen eigenen Trailer vor ein paar anderen Filmen … was zum Teufel soll das denn bitte? Anscheinend hatte Disney kein rechtes Vertrauen mehr in den unglaublich liebenswerten Streifen Coco, der allerdings, zugegeben, durchaus auch risikoreich war. Der neue Pixar-Film beschäftigt sich nämlich mit einem der größten Feiertage in Mexiko, dem „Tag der Toten“ und das ist für einen Animationsfilm, der sich bis zu einem gewissen Grad ja auch immer an die jüngere Zuschauerschaft wendet, durchaus ein anspruchsvolles Thema aber Pixar wäre schließlich nicht Pixar, wenn sie diese Aufgabe nicht meistern würden und gerade gegen die, von mir absichtlich ausgelassene, Blechlawine, die sich Cars 3 nennt, wirkt Coco wie eine emotionale, sowie kreative Bombe, die definitiv ein Highlight in diesem schwachen Animationsjahr darstellt. Coco gehört zwar nicht zu meinen persönlichen, absoluten Lieblingen des Pixar-Gesamtwerks aber das ändert nichts daran, dass es trotzdem ein super Film ist. Der Streifen sprüht förmlich vor Kreativität, Einfallsreichtum, Herz, bunten Farben und viel Gefühl. Der Humor wurde eher dezent gesetzt, Coco ist zu keiner Zeit ein Gag-Feuerwerk und sogar im Finale teilweise echt richtig düster und traurig (in meinen Augen eindeutig eine Altersbeschränkung ab 6). Das soll aber nicht heißen, dass der ganze Film eine depressiv düstere Stimmung verbreitet, oh nein, Pixar weiß diese düsteren Stellen brillant zu verpacken, denn diese Szenen werden nicht schnell mit einem schlechten Gag überspielt, wie es vielleicht viele, auch an Kinder gerichtete Filme, tun würden, nein, in Coco bekommen die dramatischen Szenen ihre emotionale Kraft aber der Film schafft es gleichzeitig unglaublich positiv und optimistisch zu sein. Das liegt auch an den vielen Farben, kreativen Ideen und den extrem liebenswerten Charakteren. Wir bekommen hier ein sehr schönes Leben nach dem Tod präsentiert, welches den „Tag der Toten“ in meinen (unwissenden) Augen auch schön visualisiert. Apropos „visualisieren“, von den Animationen her übertrifft sich Pixar mal wieder selbst. Während die Toten noch mehr wie in einem Cartoon daherkommen, sind die Lebenden absolut grandios animiert, wenn ich da alleine an Uroma Coco (Ana Ofelia Murguía) denke, deren Falten beinahe fotorealistisch sind oder eine bestimmte Szene, in der Miguel (Anthony Gonzalez) im Wasser schwimmt, in der sowohl Miguel als auch das Wasser eine absolut atemberaubende Augenweide sind. Auch die vielen bunten Farben und kreativen Einfälle, alleine die Brücke in das Land der Toten, wussten mir sehr zu gefallen. Inhaltlich kämpft der Film zu Anfang ein bisschen, weil die Geschichte über längere Zeit sehr klassisch abläuft und weniger innovativ ist, als seine Visualisierung aber das wird durch ein unglaublich packendes, spannendes, gefühlvolles, so wie einfach wunderschönes Finale eigentlich ziemlich gut wieder wettgemacht. Und überhaupt muss ich auch ein großes Lob an den Mut aussprechen, den dieser Film hatte, denn wenn ich mir die Vorschau vor diesem Film so anschaue, dann scheinen Filme, die sich auch an Kinder richten heutzutage vor allem eines zu sein: laut und albern. Coco ist nichts von beidem, hat den Mut jüngere Zuschauer zu fordern und mit wichtigen Themen, wie: Tod und Abschiednehmen daherzukommen, ohne dass man danach depressive Kinder zu erwarten hätte. Ein richtig pfiffiger, intelligenter Film! Fazit: Coco ist sehr intelligent, grandios visualisiert und entlässt einen nach einem grandiosen Finale begeistert aus dem Kinosaal!

Julian B.
Julian B.

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5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 20.02.18

Ein wirklich gelassener und sehr lustig gemachter Film, der von einem bunte Leben nach dem Tod erzählt. Wer was zu lachen gesucht hat, der hat es hier gefunden.

MorPi
MorPi

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5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 03.01.18

Für mich der beste Animationsfilm überhaupt. Lustig, aber vor allem sehr emotional und tiefgründig, ohne zu kitschig zu sein. Ich finde auch keine "Längen im Mittelteil" wie in der Expertenbewertung zu lesen ist.

emmerich6
emmerich6

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4,5hervorragend
Veröffentlicht am 12.12.17

Auch wenn ich mit dieser mexikanischen Tradition des Dias de los Muertos weniger vertraut bin, so schafft Pixar es mich mit diesem Film zu fesseln. Die Figuren sind sympathisch und skurrill zugleich. Die Hauptfigur reißt einen mit und wieder mal arbeitet Pixar mit viel Liebe zum Detail. Der Film ist im wahrsten Sinne des Wortes sehr musikalisch. Das sorgt für einige Gänsehautmomente. Dazu der spannende Twist im Schlussdrittel. Spoiler: Etwas groß ist sicher der Zufall, dass Miguel ausgrechnet die ganze Zeit über rein zufällig mit seinem UrUrGroßvater herumläuft. Aber das verzeiht man gerne. Schließlich wird man viel Liebe entschädigt. Damit meine ich die Liebe zur Familie. Das wird besonders durch eine Figur deutlich, Coco, die Uroma Miguels, Spoiler: die zwar an sich nur eine sehr kleine aber dennoch entscheidende Rolle einnimmt. Hier ist mal nicht die Hauptfigur, sondern eine Nebenfigur titelgebend für den Film. Eine großartige Idee. Denn Coco ist das Herzstück dieses Film, und wenn sie nach ihrem Papa ruft und ihr Lied hört, muss man einfach weinen vor Freude. Auch wenn Coco nicht ganz an Meisterwerke wie Ratatuille, Toy Story oder Alles steht kopf rankommt, ist Coco dennoch einer der ganz starken Filme aus dem Hause Pixar. Wie so oft schafft es PIxar auch bei diesem Film, dass man das ein oder andere Mal kurz davor ist zu heulen, und zwar aus Freude.

Johannes G.
Johannes G.

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3,0solide
Veröffentlicht am 07.12.17

Durchaus unterhaltsam, aber nicht ganz in einer Liga mit den vorherigen Pixar-Filmen: Verlässt sich zu sehr auf das exotische Setting und die hübsche Optik, während die Story (zu) vorherbarbar ist, eher langsam dahinplätchert und sich Gags wiederholen.

Isabelle D.
Isabelle D.

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4,5hervorragend
Veröffentlicht am 07.12.17

"Coco" von Lee Unkrich und Adrian Molina ist ein wunderbarer Film, der richtig ans Herz geht. Die Optik, das Setting und die Handlung erinnern zwar stark an "Manolo und das Buch des Lebens" aus dem Jahr 2015 - dennoch können meines Erachtens beide Filme nebeneinander existieren. Beide Filme sind mit viel Liebe zum Detail und einer überbordenden Farbenfreude gestaltet, mitreißende Musik bestimmt den Soundtrack und die Helden (hier ein kleiner Junge, in "Manolo" ein erwachsener Mann) sind beide gleichermaßen liebenswert und man wünscht ihnen alles Glück der Erde. Ich habe mich außerdem darüber gefreut, dass der niedliche Hund aus dem Trailer tatsächlich eine wichtige Rolle in "Coco" spielt. Unter all der Niedlichkeit, der Farbenpracht und den mexikanischen Klängen verbarg sich aber auch eine anrührende Geschichte mit Tiefgang. Klar, es ging im Kern um Familienwerte, wie das bei Disney so üblich ist. Aber hier war es ohne Kitsch, ohne Pathos, mit realistischen Problemen und vielschichtigen Charakteren geschildert. Es war nicht so, dass sich alle einfach so lieb hatten, weil sie eine Familie sind. Sondern alle mussten sich zusammenreißen, Mitgefühl zeigen, aufeinander zugehen, um miteinander auszukommen und Frieden mit den Wunden längst vergangener Enttäuschungen umzugehen. Der Nachteil dabei ist allerdings, dass der Film es schwer haben dürfte, den Erwartungen eines Publikums gerecht zu werden, die sich inzwischen an ein recht hohes Erzähltempo gewöhnt haben. Es ist nicht leicht zu sagen, wer die Zielgruppe dieses - wie ich finde - kleinen Filmjuwels sein soll. Für Kinder ist er meiner Meinung nach zu ernst und stellenweise recht gruselig. Für Erwachsene ist er nicht lustig/ironisch genug. Von Teenagern fange ich gar nicht erst an. Entsprechend saßen wir gestern Abend auch nur mit vielleicht 10-20 Leuten im Kinosaal - und dann waren das auch noch außer uns lauter Vollidioten, die die ganze Zeit dazwischengeblökt und Offensichtlichkeiten herausposaunt haben. Angesichts dieser Quote von 98 bis 99 Prozent Vollidioten wundert es mich nebenbei bemerkt dann aber auch gar nicht, dass sich Leute so massiv über die Länge (22 Minuten) des Vorfilms "Olaf taut auf" beschwert haben, dass Disney den Kurzfilm in den USA aus dem Programm genommen hat. Sicher, kleine Kinder so lange ruhig zu halten, ist nicht einfach. Aber wie gesagt, ich finde, der Film ist ohnehin nichts für ganz kleine Kinder. Ich fand "Olaf" nicht zu lang. Er war genau richtig und sehr niedlich, wenn auch etwas unterkomplex in der Handlung. Vielleicht könnte man aber überlegen, ob man dann bei der Werbung und den Trailern ein wenig kürzt, zumindest in den Nachmittagsvorstellungen, anstatt ihn gleich ganz rauszunehmen. Fazit: "Coco" ist ein Film, dem man eine Chance geben sollte. Es lohnt sich!

BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

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4,5hervorragend
Veröffentlicht am 30.11.17

Hier ist dann meine übliche Rede fällig daß ich immer etwas zurückhaltender bin wenn es um Pixar geht, einfach weil zu oft Filme von dort überschwengliche Wertungen bekommen haben die es so nicht wert waren. Aber gut, jeder muß für sich stehen, und das kann der Neue mit Sicherheit. Es ist eine bunte und fröhliche Komödie mit sehr melancholischem Unterton, schließlich schwingen im Film Themen wie Tod, Sterben und Abschied nehmen mit. Aber trotzdem mit einer funktionierenden Geschichte mit Herz und Hirn sowie sympatischen Figuren und einer tollen Optik sowie ein paar überraschenden Wendungen. Ich finde lediglich das Design der Totenstadt merkwürdig futuristisch und den Hund Dante mehr nervig als witzig – aber das ist schon jammern auf hohem nivau. Als Kinderfilm mit Anspruch und optische Breitseite funktioniert das Ding absolut großartig! Fazit: Kunterbunte Optik und viel Herz und Hirn!

Jenny V.
Jenny V.

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4,0stark
Veröffentlicht am 29.12.17

Ein Feuerwerk an Farben und Gefühlen. Leider ist es kein Film für Kinder. Der Witz ist nicht immer kinderverständlich und die eigentliche Hintergrundgeschichte kann von Kindern überhaupt nicht erfasst werden. Zudem bietet - wie für Pixar-Filme üblich - der Film keine großen Musikeinlagen. Jedoch können auch Kinder an vielen Stellen lachen und sind vor allem von den Schauplätzen und den Skeletten fasziniert. Damit können Kinder auch unterhalten werden mit Coco. Für Erwachsene bietet der Film jedoch viel mehr und vor allem wesentlich mehr als die bisherigen Pixar-FIlme. Kurzum ein Farbenfeuerwerk für Kinder mit einer Story für Erwachsene mit großem Unterhaltungswert.

TEF
TEF

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5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 25.12.17

Wie auch schon die meisten meiner Vorredner hier, fand auch ich den Film wunderschön und vor allem innovativ. Sich mit der Thematik des Todes in einem Kinderfilm auseinander zu setzen, erfordert einiges an Mut und Feingefühl. Umso beeindruckender ist das Endergebnis, das hier abgeliefert wurde. Eine wirklich hervorragende Kombination aus ernster Thematik und vorsichtiger, kindgerechter Herangehensweise. Aber nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene sind mit Coco gut beraten. Wirklich fasziniert war ich von einigen Animationen. Der Protagonist Miguel und die meisten anderen Lebenden sind eher einfach gehalten. Bei der Urgroßmutter Coco hingegen sehen die Gesichtsfalten unglaublich echt aus. Großes Kompliment! Außerdem gibt es eine kurze Szene, in der Miguel in Wasser schwimmt. Auch hier eine großartige Animationsleistung. Die Frage, welches die Hauptzielgruppe von Coco ist, stellte sich auch mir. Ganz kleine Kinder sind von der Thematik vermutlich doch überfordert. Ab 5 oder 6 Jahren könnte der Film schon eher Sinn machen. Der Film enthält nicht allzu viele Gags, das ist richtig. Allerdings sehe ich das nicht als Grund, weshalb er Erwachsenen nicht gefallen sollte. Auch fand ich ihn nicht zu langatmig, gerade im letzten Drittel gibt es sehr viel Action. Insgesamt halte ich den Film für eine echte Perle und hoffe Disney Pixar traut sich noch öfter an dich unkonventionelle Themen heran.

Frank Groß G.
Frank Groß G.

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1,0schlecht
Veröffentlicht am 04.01.18

Ich kann diesen "Familienfilm" überhaupt nicht empfehlen, für Kinder unter 6 Jahren kann ich als Sozialpädagogin nur ein "völlig ungeeignet" abgeben. Kinder verstehen keine Ironie, schon gar nicht von gruseligen Skeletten die im Gefängnis landen. Der schlechteste "Weihnachtsdisney" aller Zeiten - FSK 0 Jahre steht wohl für HAUPTSACHE DIE KASSEN KLINGELN!!! Familien mit Kids unter 6 Jahren werfen ihr Geld nur zum Fenster raus mit diesem Film, der für dieses Alter traumatisierend sein kann!

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