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Her
Durchschnitts-Wertung
4,0
312 Wertungen - 30 Kritiken
13% (4 Kritiken)
53% (16 Kritiken)
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Deine Meinung zu Her ?

30 User-Kritiken

Donny Brandt
Donny Brandt

User folgen 1 Follower Lies die 31 Kritiken

5,0
Veröffentlicht am 04.04.14
Was ist eigentlich Liebe? Ich weiß es ist absolut kitschig mit dieser Frage anzufangen, doch für mich bedeutet der Film genau diese Frage. Das erste Mal in meinem Leben war ich nach einem Film voller Liebe und doch leer. Das erste Mal saß ich im Kino und dachte durch einen Film über mich nach. Doch wie gesagt, was ist eigentlich Liebe? Für jeden ist die Liebe da um Gefühle für eine Person auszudrücken oder das zu definieren, was wir bei ein paar Menschen fühlen. Doch es gibt noch so viele andere Sachen die Liebe bedeuten. Da wäre z. B. Die Liebe in materielle Sachen wie zb. Die Musik oder Filme. Dann wäre da noch die Liebe in den Moment wenn man zb. Durch einen Bahnhof läuft/tanzt mit der Frau die man liebt. Doch vielleicht sind wir auch nur verliebt darin verliebt zu sein, ich meine was bringt uns den die Liebe zu einem Menschen? Klar, am Anfang ist das bestimmt schön und macht Spaß doch es gibt bei fast jedem Menschen ein Moment, in dem dieses Gefühl kippt und es Streit gibt. Am Ende dieses Streits ist alles vorbei und man verkriecht sich die nächsten Wochen in seinem Kaninchenbau. Bringt die Liebe zu einem Menschen also wirklich etwas? Mit diesem Thema befasst sich Her in seinen 126 Minuten. 126 Minuten voller Liebe und Verzweiflung. 126 Minuten, von denen jede einzelne Minute magisch ist. Egal was in diesem Minuten passiert. Spike Jonez hat es verstanden diese schwierige Geschichte um einen Mann der sich in die Stimme seines Handys verliebt richtig zu inszenieren. Die Bilder sprießen nur voller Farbenfrohe und Liebe und egal wie viel Maschinelles in der Stadt steckt, ist sie doch menschlicher als unsere heutigen Stä gibt Szenen, in denen alles passt und man eine Lebens Freude spürt, die es nur in ganz wenigen Filmen gibt.Für mich die beste Szene ist, die als das Bild einfach nur Schwarz ist und die beiden miteinander Schlafen da ist mir persönlich das Herz aufgegangen und ich hätte die ganze Welt umarmen können. Jeden Einzelnen auf dieser Welt hätte ich umarmen können. Liebe oder Hass hätte keine Rolle gespielt. Und somit wird meine 2. Frage für mich persönlich beantwortet. Ja, es bringt etwas, alleine für solche Momente. Mehr möchte ich in diesem Moment gar nicht sagen. Vielleicht gibt es ja noch einen 2. Kommi wenn ich den Film auf Amerikanisch geguckt habe.
Kinobengel
Kinobengel

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4,5
Veröffentlicht am 05.04.14
Der US-amerikanische Regisseur Spike Jonze („Being John Malkovich“ und zahlreiche Musik-Videos) hat für sein neues Werk „Her“ auch das Drehbuch geschrieben und erhielt hierfür Oscar und Golden Globe. Los Angeles in der nahen Zukunft: Theodore (Joaquin Phoenix) arbeitet erfolgreich bei einem Dienstleistungsunternehmen, das für Auftraggeber Liebes- und andere Briefe mit emotionalen Inhalten schreiben lässt. Er hat sich vor ca. einem Jahr von seiner Sandkastenliebe und späteren Ehefrau Catherine (Rooney Mara) getrennt. Mit seiner Nachbarin Amy (Amy Adams) kann Theodore gut, aber die ist gebunden. Und Telefonsex ist auch keine Lösung. So schafft er sich ein „OS“ an, eine Software, die als Samantha (Stimme: Scarlett Johansson) eine Beziehung zu ihm aufbaut, aber Theodore ein Blind Date mit einer reellen Frau empfiehlt. Das geht daneben. Samantha und Theodore durchleben die Höhen und Tiefen von Zwischenmenschlichkeit. Tamagochi Connexion lässt grüßen. Der romantische, zurückhaltende Theodore verliert sich in der künstlichen Intelligenz Samantha. Das ist in warme Farben gepackt und mit gut ausgesuchten Musikstücken begleitet („In the Moon“ von Phoenix und Johansson selbst gesungen). Und besonders gelungen ist die Verwebung der Geschehnisse, die in Theodors Gefühlswelt aufeinander prallen: Die Szenen um Schmetterlinge im Bauch mit Samantha, die ihm nicht aus dem Kopf gehende Catherine sowie Freundin Amy sind liebevoll ausgefüllt und mit viel Engagement aufeinander abgestimmt. Theodore’s Tätigkeit als Briefautor ist die interessante Komponente an menschlicher Fähigkeit, Emotionen zu kommunizieren. Dies wird immer wieder geschickt eingemischt und sorgt mitsamt Samanthas Eigenschaften für reichlich Diskussionsstoff nach dem Film. Dazu bietet das Drama auch seine komischen Seiten. Joaquin Phoenix beweist nach seiner Glanzleistung in „The Master“ seine Vielfältigkeit. Er ist kaum wiedererkennbar und meisterlich in seinem zurückhaltenden Theodore versunken. Und Amy Adams muss man einfach mögen, so wie sie ihre Rollen ausfüllt, sei es als Lois Lane beim „Man of Steel“ (übrigens die einzige richtig ausdruckstark gespielte Rolle dieses Films), als coole Hustle-Lady oder nun als nette Nachbarin. Wenn eine starke Schauspielerin mit optischen Reizen verlangt wird, ist Scarlett Johansson (Ehren-César 2014) gern genommen. Insbesondere für Woody Allen stand sie drei Mal vor der Kamera. Bei „Her“ spricht sie die optisch nicht greifbare Samantha. Wie Johansson mit ihrer Stimme umgehen kann, ist faszinierend. Mal aufreizend, mal einfühlsam oder traurig streichelt sie als Samantha Theodore’s Ohren, zum Verlieben geeignet. Nur der Zuschauer weiß, welches Gesicht dahinter steckt, oder?! Nein, der Phoenix weiß es auch. Aber nicht wirklich aus der Nähe, denn Schauspielerin Samantha Morton verweilte die Drehzeit über am Set und sprach die Texte von Samantha ein. Erst später ließ der nicht überzeugte Jonze die Samantha-Parts neu aufnehmen. Das spricht umso mehr für Scarlett Johansson, die sich auf die Dialogsituationen nicht gleichermaßen einstellen konnte wie ihre Vorgängerin. Es fehlen ein wenig die Nuancen zwischen den Beziehungsabschnitten. So ruckelt der Handlungsbogen im hinteren Drittel etwas, aber die liebevoll gestalteten Bilder mit der Mimik von Phoenix laden ein, stundenlang zu beobachten. Dafür stehen leider nur 126 Minuten zur Verfügung, alles hat ein Ende und schafft eventuell etwas Neues, etwas Zwischenmenschliches. Die Idee um die menschlich erscheinende künstliche Intelligenzen ist keine neue, aber in „Her“ eine besondere, die von Spike Jonze dazu geschriebene Geschichte brillant und seine Umsetzung fast perfekt.
Zach Braff
Zach Braff

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4,5
Veröffentlicht am 14.01.14
Was für eine grandios Idee für einen Film! Ein Mann verliebt sich in ein Computersystem. So schräg das erstmal klingt, so gut ist das Endprodukt. "Her" schafft es, eine so realistische nicht allzu ferne Zukunftsvision zu schaffen, wie selten im Film gesehen. Die Rolle des Theodore Twombly scheint wie für Joaquin Phoenix geschaffen zu sein. Er überzeugt absolut! Dazu die wunderbare Stimme von Scarlett Johannson und mit Amy Adams und Rooney Mara zwei tolle Nebendarstellerinnen. "Her" ist eine wunderbare Tragikkomödie über die Liebe, das Alleinsein und die ethischen Fragen der künstlichen Intelligenz. So wird gerade das Thema der A.I. (artifical intelligence) ja meistens in eher actionreichen Science-Fiction Thrillern behandelt. Umso erfrischender ist es, dies mal von einer anderen Perspektive zu betrachten. Toller Film und völlig zurecht Gewinner des Golden Globe für das beste Drehbuch!
Alex M.
Alex M.

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4,0
Veröffentlicht am 21.09.14
spoiler: "Ich bin dein und ich bin nicht dein" - dieses Zitat beschreibt kurz und knapp gut die Gefühlswelt, welche den eindrucksvollen Film "Her" umgibt. Es ist eine erschreckende und zugleich auch interessante Parabel über die zunehmenden Defizite in der Zwischenmenschlichkeit in einer technologisierten Welt, in der das hochentwickelte Informationszeitalter sich in das Leben des Menschen fest integriert hat und nicht mehr wegzudenken ist. In dieser Welt lebt Theodore, ein Mann, der in Scheidung lebt und darüber nur schwer hinwegkommt, da er augenscheinlich einen Teil seines Lebens verliert und sein Dasein wohl nun hautpsächlich mit seinem Job, futuristischen Videospielen und Telefonsex fristet. Ein Job, der die wachsende Seelenlosigkeit des menschlichen Individuums unterstreicht, da er für andere Menschen handgeschriebene (Liebes-)Briefe (ein aussterbendes Relikt früherer Zeiten) verfasst - diese Widerum allerdings per PC und Sprachsteuerung - was wiederum paradox ist. Paradox wirkt so einiges in dem Film, aber dies passt hier zum Geschehen und etabliert sich als gängige Normalität. Wie zum Beispiel auch die Rolle des Menschen in der Gesellschaft, der in ihr funktionieren und mit ihr interagieren will, letztendlich aber dies nicht direkt tut, sondern der Kontakt zum Menschen findet indirekt zunehmends mittels Technik statt. Dies unterstreicht auch die kühle Atmosphäre des Geschäftsviertels mit den Hochhäusern in denen der Protagonist teils umherwandelt. Theodore, der seinen Job als einfühlsamer, aber frustrierter und emotional distanzierter Mensch sehr besonnen und mit kreativem Geiste ausübt ist ebenfalls fest verwoben in die Methoden des dato haushaltsüblichen technologischen Fortschritts, mit der er per Knopf im Ohr stets verbunden ist. Einzig seiner Nachbarin Amy, welche selber in keiner allzu glücklichen Ehe steckt, ist er ein wenig zugänglich - deren Aufheiterungen aber eher auf unfruchtbaren Boden landen. In dieser Lethargie und Einsamkeit trifft er nun auf die Gelegenheit des Erschaffens eines Operating Systems - eine Künstliche Intelligenz, die am Leben teilnehmen kann und es für einen auch organisiert. So tritt nach wenigen Einstellungen Samantha auf das Parkett, welche sich augenscheinlich gut in die Situation einfügen kann. Sie besitzt eine eigene Persönlichkeit, ist eloquent, versprüht Charme und entwickelt sich zudem auch weiter. Sie reflektiert sich selbst und sie wirkt wie ein echter Mensch mit Bewusstsein. Zudem tritt sie teils etwas "schräg" auf, aber auf sympathische Art. Auch wenn sozusagen nur der Körper fehlt harmonisieren Theodore und Samantha sehr gut, sodass sie ihn mehr und mehr aus der Tristesse des Alltags herauslotet und ihn stets begleitet. Es entwickelt sich eine Liebesbeziehung der besonderen Art aber es scheint niemanden zu stören - Samantha ist sogar zu derlei Gefühlen mächtig, dass sie Empfindungen haben kann und es entwickelt sich ein eigener emotionaler Antrieb, da sie Sachen will und nicht nur das tut, was Theodore möchte. Ja sogar Sex scheint möglich zu sein. Auch das Umfeld scheint sich an derlei Beziehung nicht zu irriteren und akzeptieren beide in vollem Unfang - da Theodore nicht der einzige mit Operating System ist. Es wurde ein weiterer Schritt getan, vom vorher erwähnten Kontakt mit Menschen mittels Maschine zum direkten verbalen und emotionalem Austausch mit der Maschine selber. Visionär kann man hier schon Andeutungen erkennen, dass der Mensch zur Randfigur verkommt. Dieses recht paradoxe aber auch herzerwärmende Liebesspiel entwickelt sich weiter bis zu einem gewissen Punkt, was ich nicht weiter schildern will, aber so wie der Mensch und Theodore in seiner evolutionären Entwicklung irgendwann stagniert, so entwickelt sich Samantha stets weiter und es ergibt sich wiederum mehr Raum mit mehr Möglichkeiten, die Theodore in seinen bisherigen Ansichten scheinbar überfordern.. Die Story ist größtenteils gelungen und baut aufeinander auf mit stetigen Rückblicken, welche Theodores Gefühlswelt authentischer machen. Die Charaktere wirken echt und das Umfeld ist stimmig. Es wirkt auch zum Teil in Hinblick auf die technologischen Möglichkeiten erschreckend real. spoiler: Der Punkt, an dem Samatha sozusagen "Schluss macht" ist für mich jedoch nicht wirklich nachvollziehbar, da es meiner Meinung nach nicht schlüssig ist - in Hinblick auf die Intention der Entwicklung eines OS. Wäre eine Firma, die ein OS entwickelt nicht aus Marketingzwecken daran interessiert, dass diese Bindung fortbesteht? Hier hat die Entwicklung von Samantha zwar einen philosophischen und interessanten Beigeschmack, passt aber nicht so richtig zur Sache. Letzendlich war es zudem absehbar, dass dies so kommen musste, was jetzt aber nicht wirklich negativ zu deuten ist. Joaquin Phoenix, welcher Theodore spielt, weiß voll zu überzeugen, man kauft ihm jegliche Gefühlswelt ab und minimalistisch genau weiß er Emotionen richtig in Szene zu setzen. Trauer, Freude, Diskrepanz, Lethargie, Überforderung, Enthusiasmus - diese vielschichtigen Gefühlsebenen haucht er Theodore perfekt ein. Oscarreif! Und eine schöne Stimme hat die Samantha ja auch (zumindest die deutsche Synchronstimme). Fazit: Ein sehr interessantes, kreatives, teils emotional-mitreißendes Stück Filmgeschichte mit einem Schuss Humor, wunderbar gespielt und mit einer diskreten Kritik an unserer Affinität zur immer fortschreitenden technologischen Entwicklung, aber ohne moralisch es einem zu sehr unter die Nase zu reiben.
Jimmy v
Jimmy v

User folgen 18 Follower Lies die 505 Kritiken

4,5
Veröffentlicht am 18.05.14
"Her" ist definitiv einer der interessantesten und auf gewisse Weise auch wichtigsten Filme der letzten Jahre, weil er nicht nur eine Geschichte von Liebe und Einsamkeit ist, sondern auch einen wichtigen Kommentar zur Entwicklung der technisch gestützten Welt bietet, ohne moralisierend mit dem Zeigefinger zu wedeln. Es ist in der Tat die größte Leistung des Films eine sehr plausible Version der nahen Zukunft zu zeigen, egal wie satirisch dies nun letztlich inszeniert ist, und auch davon abgesehen, dass die künstliche Intelligenz wohl einfach noch etwas brauchen wird, um diese Höhen zu erreichen (so zumindest habe ich dies hier und da gelesen). Dass Menschen lieber auf ihre Telefone schauen und aneinander vorbeigehen, sieht man heute auch schon zur Genüge. Und dass diese Programme das Leben gleichzeitig erleichtern wie davon ablenken können, wirkt auch klar. Interessant fand ich viel mehr wie die Menschen auf das OS reagierten: Mit Ausnahme von Theodores Ex-Frau äußerte sich niemand kritisch und integrierte das OS sogar. Für den Film wirkte das ungeheuer spannend, ich muss aber sagen, dass es mir einfach nicht recht nachvollziehbar ist. Gerade eine hipsterige Zeit wie unsere - und eine solche wird in "Her" ja anscheinend weiterentwickelt gedacht - müsste dem kritischer gegenüberstehen. Warum? Weil gerade auf der anderen Seite des Spektrus ein bisweilen arg naives Bild über die achso liebe Natur steht. Insofern ist "Her" rundum gelungen, weil er besonders die Emotionen gut rüberbringt und seinen Schauspielern Raum zum glänzen bietet (Joaquin Phoenix hätte den Oscar verdient gehabt, die Nominierung sowieso). Aber manche kleine Länge am Ende der zweiten Hälfte (diese Längen gibt es hier und da durchaus) hätte man schon dazu einsetzen können einfach noch mehr über das Setting zu erfahren. Man kann hier Jonzes Muster der Erzählung heranziehen, die sich einfach auf wenige Charaktere erstreckt. Um meinen Kritikpunkt zu behandeln, hätte es aber wohl mehr Figuren bedurft. Auf der anderen Seite kommt so wirklich jede Figur im Film zur Geltung. Ist ja auch sehr schön! Aber bezüglich meiner zusätzlich gewünschten Figuren: spoiler: Dies hat etwas mit dem Ende zu tun. An dem Punkt, als Samantha eröffnet, dass alle OS gehen müssen, hätte ich es sinnvoller erachtet, wenn diese, vielleicht seitens eines Regierungsprogramms oder dergleichen, abgeschaltet werden müssen - vielleicht, weil sie zu gefährlich geworden sind. Das wäre dann nicht nur politischer geworden, sondern hätte auch deswegen stimmiger gewirkt, weil diese OS ja letztlich an die Nutzer verkauft wurden, um Geld zu verdienen. Man überlege sich: Wie viele Klagen empörter, eifersüchtiger Käufer wären eingetroffen? Dies hätte dem ansonsten ja sehr guten Szenario noch eine zusätzliche Note gegeben, aber, wie ich vermute, einfach mehr Handlungszeit nach sich gezogen. "Her" ist letztlich trotzdem ein fast perfekter, sehr gelungener und kreativer Film, weil er die künstliche Intelligenz toll in Szene setzen kann, ohne diese hier, wie in vielen anderen (vornehmlich westlichen!) Filmen als Übel einzustufen. Manche Filme bekommen ihre hohen Wertungen, weil die Positivpunkte das wenige Negative so dermaßen gut überwinden. Zu letzterem zählt auch die wirklich kluge Einbringung des Settings. Das ist wirklich noch einmal hervorzuheben. Meiner Meinung nach war der Film auch deswegen interessant, weil er zeigte wie sehr für uns die Liebe eine Institution ist und wir nichts anderes mehr kennen. An der Liebe hängt alles, sie wird so unendlich aufgeladen mit allem, das Bedeutung hat. Die Charaktere in "Her" sind Individualisten, so wie zur heutigen Zeit jeder sich kreativ selbst verwirklichen soll, dies aber nicht mehr an anderen Dingen wie Partei, Kirche, Verein oder sonst was tut. "Her" zeigt, vielleicht nicht einmal sonderlich beabsichtigt, auf, wie zumindest auslaugend dies sein kann. Und deswegen ist der Film genial! Fazit: Eine ungewöhnliche, aber sehr emotionale Liebesgeschichte, die mit Leichtigkeit einen Kommentar zur technikaffinen Zeit abgibt.
Nörgolas
Nörgolas

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4,5
Veröffentlicht am 27.03.14
Theodore Twombly dabei zuzusehen, wie er mit seinen grellen Hemden durch die Straßen einer nicht allzu fernen Zukunft wandelt und langsam wieder lernt, was es bedeutet zu lieben und zu leben, ist ganz einfach wunderbar. HER ist eine cineastische Rarität: Ein Liebesfilm, der seinem Genre tatsächlich neue Facetten abgewinnt und mit einer unverblümten Offenherzigkeit überrascht. Spike Jonze erzählt eine sensible und zutiefst menschliche Geschichte, in der leise Töne und große Gefühle Hand in Hand gehen dürfen und die noch lange nach dem Einsetzen des Abspanns nachwirkt. Fast zu schön, um wahr zu sein.
papa
papa

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2,0
Veröffentlicht am 02.09.14
Die pure Langeweile. Ich dachte mir aber schon das der Film nichts für mich ist, hab ihn mir aber trotzdem angeschaut. Die ganzen Lobeshymnen zu dem Film kann ich aber bei Leibe nicht teilen. Spike Jonze sollte lieber bei seinen Jackass Filmen bleiben, sowohl als Produzent als auch als Schauspieler, da ist er besser aufgehoben mMn.
Uli F
Uli F

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4,5
Veröffentlicht am 30.03.14
Einen Film wie diesen objektiv zu bewerten ist extrem schwierig, da er mit dieser Idee und Geschichte ein noch nie dagewesenes Szenario aufwirft. Als Zuschauer kann oder will man nicht wirklich realisieren, was sich auf der Leinwand abspielt. Die Liebe zwischen Mensch und Computer ist auf der einen Seite unglaublich absurd, auf der anderen gar nicht so realitätsfern. Der Film funktioniert mit dieser Idee deshalb so gut, weil man sich total in die Situation des Charakters hineinversetzt fühlt. Man lacht und leidet mit ihm und dieser Person, die eigentlich keine ist. Über lange Zeit fährt die Story von "Her" auf der gleichen Schiene, was den Zuschauer irgendwann ein bestimmtes Ende erwarten lässt. Dieses ist aber nach einem plötzlich eintreffenden Twist weit entfernt. Diese Tatsache sorgt dafür, dass der Streifen nicht langweilig und eintönig wirkt, sondern durchgehend eine Mischung aus Fröhlichkeit, Traurigkeit und purem Mitgefühl im Zuschauer hervorruft. Wenn man sich schnell von der vermeintlichen Absurdität verabschiedet, den Film als das akzeptiert, was er nunmal ist und sich auch darauf einlässt, sieht man ihn bald aus einer anderen Perspektive - einer sehr tollen, beindruckenden Perspektive. In den Szenen, in denen der Hauptcharakter Theodore mit seiner "Freundin" Samantha spricht und sich ihr völlig öffnet, entstehen durchweg tolle Dialoge, die einem wirklich im Gedächtnis bleiben - und das trotz der Tatsache, dass nur eine Person wirklich auf der Leinwand zu sehen ist. Zu der Leistung von Joaquin Phoenix kann man nur eines sagen: Hut ab! Eine Figur zu spielen, die in der nahen und gar nicht so unrealistischen Zukunft lebt und dies auch genau so zu vermitteln, erfordert großes, schauspielerisches Talent und höchste Hingabe an die Rolle. In "Her" hat Phoenix wieder einmal bewiesen, dass er einer der besten Schauspieler seiner Zeit ist. Fazit: Alles in allem wurde die Idee einfach brilliant umgesetzt. Wer sich auf den Film und die Story einlässt, wird durchweg Spaß mit ihm haben und kein bisschen enttäuscht werden. "Her" ist ein Science-Fiction-Film der ganz besonderen Art.
Jannek
Jannek

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2,0
Veröffentlicht am 21.04.14
Für mich die größte Kino-Enttäuschung in diesem Jahr! Allein die Prämisse, dass es sich bei dieser Liebe um die ungewöhnliche Konstellation Mensch - Maschine handelt, macht aus "Her" keinen guten Film! Endlos lange kitschige und schwülstige Dialoge haben nach 45 Minuten dafür gesorgt, dass ich im Kino sanft entschlummert bin und bezeichnenderweise war ich nicht der einzige! Der Story hätte ein wenig mehr Dramatik nicht geschadet. Vielleicht liegt es auch an der deutschen Synchronisation, aber so kann ich dem Film trotz guter schauspielerischer Leistung des Protagonisten wirklich wenig abgewinnen.
Roger T
Roger T

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1,5
Veröffentlicht am 31.03.14
Ein Film zäh wie Kaugummi. Sehr schlaffördernd. Letztendlich völlig uninteressant.
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