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    Monsters: Dark Continent
    Durchschnitts-Wertung
    2,8
    19 Wertungen - 3 Kritiken
    Verteilung von 3 Kritiken per note
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    3 User-Kritiken

    Tinyghost
    Tinyghost

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    3,0
    Veröffentlicht am 16. März 2015
    Wie schon der erste Teil überzeugt diese “Fortsetzung” (Der Film könnte ohne Probleme auch allein da stehen) durch ein aussergewöhnliches Setting, eine exzellente Kamera und viele packende Momente. Auch hier liegt der Fokus wieder weniger auf den Monstern selbst, sondern mehr auf den Menschen, die mit dieser Situation leben müssen. Das Setting führt den Zuschauer direkt in ein ohnehin krisengeschütteltes Gebiet, welches nicht näher definiert werden muss, es könnte genauso im aktuellen Irak sein, wie in Afghanistan oder Syrien. Amerikanische Soldaten bekommen den Auftrag die ausserirdische Invasion zu bekämpfen, gleichzeitig aber auch einheimische Angreifer, Selbstmordattentäter und brutale Banden in Schach zu halten. Wie in einer kurzen Szene erwähnt wird, macht der heftige Kollateralschaden viele Einheimische zornig, so dass sie die amerikanischen Besatzer bei jeder Gelegenheit attackieren. Die Monster wirken hier gerade zu harmlos im Vergleich zu den menschlichen “Monstern”. Sie erscheinen eher als Wildtiere (gigantisch gross zwar), welche einfach nur leben wollen. So geschehen die meisten Konflikte auch unter den Menschen selbst: die meiste Zeit wähnt man sich in einem modernen (Anti-)Kriegsfilm. Es ist ein hoffnungsloser Krieg, in jeder Hinsicht, bei dem alle verlieren und der auch die Protagonisten in eine Hölle aus Wahnsinn treibt. Das Problem dieses Films liegt leider genau in diesem Fokus auf die Kriegshandlungen. Diese werden bis auf das Äusserste ausgereizt beschrieben ohne dabei bekannte Klischees auszulassen (welche man einfach schon in vielen anderen, besseren Kriegsfilmen gesehen hat). Da man als Zuschauer zudem nicht wirklich Zeit hat, die Protagonisten kennenzulernen (ein kurze Intro über deren Leben von dem Krieg erzeugt nicht unbedingt Empathie), wirken die eigentlich schrecklichen Szenarien seltsam kühl. Dies kombiniert mit der rauschhaften Inszenierung lässt alles fremdartig wirken, nicht im Sinne der Aliens, sondern im Sinne einer Distanz zum Zuschauer, die keine Emotionen erlaubt. Manches Kriegsszenario wirkt schlicht aufgesetzt und unnötig. Inwieweit man das ganze Szenario als Metapher verstehen kann, sei jedem selbst überlassen. Ich hätte mich in jedem Falle über mehr Hintergründe und Interaktionen mit den fremden Wesen gefreut, und dafür weniger “die Schrecken des Irakkrieges”. Der erste Teil schien wesentlich ausgereifter und in sich stimmiger.
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