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    Mein liebster Feind
    Durchschnitts-Wertung
    3,7
    20 Wertungen - 3 Kritiken
    Verteilung von 3 Kritiken per note
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    3 User-Kritiken

    Kino:
    Anonymer User
    4,5
    Veröffentlicht am 19. März 2010
    herzog ist unter den deutschen filmemachern mein klarer favorit und kinski betrachte ich als den größten nachkriegsschauspieler deutschlands. der kern des herzogschen schaffens sind seine kinski-filme, die besten unter den unzähligen filme mit kinskis beteiligung sind jene, wo herzog regie führte. ein geniales gespann, dass in verzehrenden symbiosen filme geschaffen hat, die, in ihrer kunstvolle reduktion auf das archetypische, ursprüngliche und wilde, sicherlich als zeitlose geniestreiche gelten können. ein autorenkino abenteuerlichen anstrichs ist so entstanden, dass willensmenschen mit außenseiterstatus (siehe herzog und kinski) vorführt. diese fünf filme sind nicht für alle und jeden genacht worden, denn herzog inszeniert für "die ewigkeit" und sah und sieht sich nicht dem mainstream verpflichtet. der effekt: sein schon betagter "aguirre" wirkt heute noch frisch, abenteuerlich und eigen und ist in hundert jahren gewiss noch ebenso sehenswert. herzog zehrt in seiner aufregenden dokumentation "mein liebster feind", in der er die vergangenen jahrzehnte mit kinski und die turbulente entstehung ihrer filme revue passieren lässt, sicherlich gleichermaßen vom nachruhm der "großen 5" ( besser vier, denn "cobra verde" war ein eher fader nachzieher) wie vom nachruhm kinskis, der nach seinem tod allmählich legendenstatus erlangt hat (an blassen epigonen wie ben becker ist dieser status gut erkennbar). beim betrachten von "mein liebster feind" drängt sich zuweilen der eindruck auf, dass hier (der sehr sympathisch wirkende herzog, als "überlebender" des gespanns, einiges gerade rücken und relativieren will; hier will sich einer, ohne widerrede befürchteten zu müssen, ins rechte licht rücken, einer der, obwohl auch sehr durchsetzungsfähig, immer etwas leiser war, als der polternde kinski (der ja u.a. in seinen biographischen büchern gnadenlos - sicherlich auch um des effekts willen - mit herzog "abrechnete": ein gutes beispiel, herzog behauptet im nachhinein, er hätte zusammen mit kinski über die diffamierenden passagen gelacht und ihn sogar noch zu weiteren schmähungen angestachelt). der zuschauer lässt sich nichts vormachen. sie haben sicherlich auch untereinander gelitten, aber sie wussten auch, dass der andere für die eigene kunst ein großes glück bedeutet.
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